Frage von CaptainBlau, 249

Dieses Jahr keine Bienen und nur wenig Hummeln?

In meinem Garten stehen sehr viele verschiedene Blüten… Blumen und einige Gemüsearten zeigen ihre schönste Pracht. Bisher kamen mit den Blüten auch immer sehr viele Bienen und Hummeln und man hörte regelrecht wie Hunderte von Ihnen durch den Garten schwirrten.

Dieses Jahr scheint sich das aber drastisch geändert zu haben (zum ersten mal seit 20 Jahren). Ich sehe nur noch vereinzelnd ein paar Hummeln. Eine Biene habe ich bisher noch nicht gesehen. Im Garten hört man kein Summen und die Blüten bekommen wenig Besuche.

Hat das etwas mit dem Bienensterben zu tun, von dem man mittlerweile immer wieder hört? Kann jemand ähnliches Berichten? Oder ist es nur lokal bei mir so? (30 KM Süd-Westlichvon Bremen) Kann ich irgendetwas tun?

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von Roermike, 167

Abgesehen von den guten Hinweisen zum Thema Wildbienensterben - bei Dir scheint es ein lokales Thema zu sein. Wir haben dieses Jahr sogar relativ viele Hummeln ((Umkreis Heinsberg, niederländische Grenze) die sich am Klee und Flieder gütlich tun.

Wildbienen sind - soweit ich das anhand der Belegung meiner Insektenhotels nachvollziehen kann - im gleichen Maße vorhanden. Libellen sind auch mehr da als letztes Jahr zu dieser Zeit (hauptsächlich die kleinen blauen).

Was ich bei uns im Garten zum ersten Mal schon im Juni gesehen habe ist ein Schwalbenschwänzchen. Darüber war ich nun extrem begeistert.

Eine Erklärung könnte sein dass es bei Euch lokal einfach zu warm war? Wenn sich sonst in der näheren Umgebung nichts gravierendes verändert hat ist das die einzige Lösung die mir einfällt.

Antwort
von strassb, 106

Ich wohne bei Bonn. Unser Gerten ist sehr naturbelassen, wie haben viele Stauden, einige davon sind Bienenweiden. Auch haben wir einen sogenannten Bienenbaum, der um diese Zeit mit der Blüte beginnt und Bienen und Hummeln magisch anzieht. Diese Jahr ist es anders als in den Vorjahren. Wir haben so gut wie keine Hummeln. Im Frühjahr flogen die Königinnen umher, da ist mir noch kein Unterschied aufgefallen, aber jetzt, wo die Völker sich gut entwickelt haben sollten, ist hier wenig los. Vor allem die dunklen Hummeln, wie zB die Erd- und Steinhummel fehlen.Der Beinwell ist dagegen von kleineren Hummeln, ich vermute Ackerhummeln, beflogen worden. Die waren da. Ich hatte geglaubt, dass die größeren unter dem nassen Wetter gelitten haben. Bin aber kein Fachmann. Sicher ist aber, dass wir auffällig weniger Hummeln und auch andere Insekten haben. Es gibt auch weniger Wespen, die kleinere Staaten bilden. Auch habe ich bisher noch keine Hornisse gesehen. Viele haben wir hier nicht aber gelegen. 2016 aber Fehlanzeige. Schön aber zu lesen, dass es nicht überall so aussieht.

Antwort
von Bitterkraut, 160

Über Honigbienen kann ich nicht viel sagen, da hängt es davon ab, ob im entsprechenden Umkreis Stöcke stehen.

Bei uns sind letztes Jahr viele Hummeln und sicher auch Wildbienen verhungert, weil der Sommer so trocken war, daß es keine Blüten und kein Futter gab. da sind sicher viele verhungert, bevor sie sich fortgepflanzt haben. Ich hab Futterpflanzen auf der Terraase im 3. Stock, die derzeit von 2 Hummelarten besucht werden, gestern hab ich auch ne Biene gesehen, die ist aber wieder abgehauen, weil mit Pollen noch nicht viel los ist bei mir.

Antwort
von Luftkutscher, 130

Da es bei uns keine wild lebenden Honigbienen gibt, ist es davon abhängig, ob es bei Dir im Umkreis von ca. 3 Kilometern einen Imker gibt, der dort Bienen hält. Falls der letzte Imker in Deiner Gegend aufgehört hat Bienen zu halten, dann gibt es dort einfach keine Honigbienen mehr. Solange es Menschen gibt, die Bienen halten, solange wird es auch Honigbienen geben, trotz zerstörter Natur, der Varroamilbe und dem Einsatz von Spritzmitteln in der Landwirtschaft. Leider greift der deutsche Verbraucher lieber auf billigen Importhonig zurück, als einheimischen Honig vom Imker nebenan zu kaufen. Manche verzichten ganz bewusst auf den Konsum von Honig, weil das ja zur Zeit "in" ist und man die armen Bienen nicht ausbeuten möchte. Nicht ohne Grund werden deshalb immer weniger Bienen gehalten.

Wesentlich schwieriger haben es Hummeln und Wildbienen, denn um die kümmert sich niemand. Der trockene Sommer im letzten Jahr und der milde Winter haben dafür gesorgt, dass nur wenige Hummelköniginnen in diesem Frühjahr zur Verfügung standen, um Kolonien zu gründen bzw. für Nachwuchs zu sorgen. Der Einsatz von Insektiziden in der Landwirtschaft trägt ebenfalls zum Rückgang der Wildbienen und Hummeln bei..

Antwort
von PinkMonster, 90

Hallo!

Ich habe von solchen Beobachtungen schon gehört. Erst im Frühling, als die Obstbäume in voller Blüte standen, wurden die Bienen vermisst. Darum ist der Anteil der bestäubten Blüten sehr gering und wird auch in der Ernte sichtbar sein. Das Bienensterben fällt besonders den Gärtnern auf.

Hier zwei interessante Artikel die dich interessieren könnten:

http://www.gartengnom.net/bienen-bienensterben-pestizide/

http://www.gartengnom.net/bienensterben/

Antwort
von WosIsLos, 125

Könnte auch an der Temperatur liegen.


Kommentar von Luftkutscher ,

Weshalb? Ist es zu warm oder zu kalt?

Kommentar von Roermike ,

Zu warm. Bienen können die Temperaturen im Stock regeln, Hummeln in ihren Nestern nicht. Wenn Du Platz hast versuche ihnen in einem Baum oder einer ruhigen Stelle im Schatten ein Nest anzubieten (bei uns funktionieren Meisenkästen ganz gut). Ob sie das annehmen - weiss man nie :) Ist auch in 20 Minuten aus altem Holz selbst gebaut.

Antwort
von PeBaHe, 77

Hallo, hier im Süden Deutschlands (kurz vorm Bodensee) ist das genauso. Habe einen kleinen Garten und genau das ist mir dieses Jahr besonders aufgefallen. Wo bleiben die Bienen und Hummeln ? Es ist komisch und erschreckend zugleich.

Antwort
von edmuina, 111

Ich habe einem Hobbyimker erlaubt, bei mir auf dem Grundstück (ein seeeeeeeeeehr grosses Grundstück nebenbei bemerkt) Bienenkästen aufzustellen. seitdem kann ich mich nicht mehr über mangelnde Bienenbesuche beschweren.

Wenn du eine solche Aufstellmöglichkeit hast, wende dich doch an den nächsten Imkerei- oder Bienenzuchtverein in deiner Nähe. Die können Dir vielleicht einen (Neu-)Imker auf Standortsuche vermitteln. "Meinen" Imker hab ich auf diesen Weg gefunden.

Antwort
von ratatoesk, 113

http://www.naturwelt.org/aussterben/das-bienensterben/

Hier mal eine gute Info dazu.

Mehr gibt es auch nicht dazu zu sagen.

Was Du dagegen tun könntest,wäre z.B. gegen den TTIP demonstrieren.


Antwort
von yatoliefergott, 95

Ich wohne in Nordsachsen und bin dieses Jahr in noch gar keine Biene gelaufen.. normalerweise schaffe ich 5 im Jahr... xD

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