Bringen Aluräder beim Auto durch die Gewichteinsparung etwas oder hat das nur optische Gründe?

Sie bringen tatsächlich eine ganze Menge (siehe auch Renn- und Sportwagen). Du reduzierst nicht nur das Gesamtgewicht (Energieverbrauch, Abgase), sondern vor allem die ungefederten Massen. Die Federung kann dann weicher eingestellt (und damit angenehmer und sensibler ansprechend) werden; die Lenk- und Federungs-/Dämpfungspräzision kann erheblich verbessert werden. Allerdings werden Leichtmetallräder (nicht nur Aluminium) meist breiter gewählt als Stahlfelgen, dann geht der Gewichtsvorteil oft verloren.
Das hat wohl fast nur optische Gründe. Das ist ja keine Formel 1.
Knowledge am 18. März 2008 18:06 Valvechen, da irrst du etwas...ggg. Die Zentrifugalkraft bei drehenden Massen kann recht gross werden; da ist jedes Gramm entscheidend.
ok. Ich ging vom ganz normalen Straßenflitzer mit breiten Schlappen aus. Da merkt man ja kaum ein Unterschied zu Stahlfelgen.

Leichtmetallfelgen bieten grundsätzlich weder nennenswert verbesserte Fahrleistungen noch höhere Sicherheit oder Komfort; sie dienen letztlich primär dem äußeren Erscheinungsbild eines Fahrzeuges. In Ausnahmefällen wie beispielsweise bei teuren einteiligen Magnesiumfelgen, verringern sich die ungefederten Massen, was das Fahrverhalten positiv beeinflussen kann. In seltenen Fällen kann durch Benutzung großformatiger Alufelgen die Kühlung der Bremsen (größere Luftdurchlässigkeit gegenüber einer typischen Stahlfelge) verbessert werden. Gleichzeitig nimmt dann meist jedoch durch die erzeugten Verwirbelungen der Luftwiderstand des Fahrzeuges zu, was zu einem höheren Kraftstoffverbrauch und verschlechterten Fahrleistungen führt.
Problematisch ist insbesondere bei preisgünstigen Leichtmetallfelgen die Korrosionsbeständigkeit. Vor allem winterliche Witterungsbedingungen und hiermit verbunden der Einsatz von Streusalz und Sand/Split können zu Schäden in der Lackschicht und somit zu Korrosion führen. In den letzten Jahren werden allerdings vermehrt spezielle "Winter-Alufelgen" angeboten. Diese zeichnen sich aus durch eine im Vergleich zu Standard-Leichtmetallfelgen erhöhte Stoß-, Schlag- und Kratzfestigkeit des Lackes und bewirken somit auch eine verbesserte Korrosionsbeständigkeit.
Knowledge am 18. März 2008 18:13 Na, Boris, in Bezug auf den möglichen Komfort-Gewinn widerspreche ich Wiki...ggg.
boriswulff am 18. März 2008 18:18 Ich bin schon Kraftfahrzeuge mit beider Art Felgen gefahren. Auch das gleiche Modell mit Stahlfelge und Leichtmetallfelge. Dabei wurden jeweils die gleichen Ganzjahresreifen verwendet. Von einem Komfortgewinn kann nicht die rede sein. Schon gar nicht im messbaren Bereich. Aber das mag natürlich auch am Fahrzeug liegen. Vielleicht gibt es Fahrzeuge, wo es sich positiv bemerkbar macht.

Besonders bei Breitreifen hat das geringere Gewicht den Vorteil, dass die Radaufhängungen weniger stark belastet werden und dadurch weniger verschleißen.
Die Optik steht aber im Vordergrund.
Knowledge hat Recht: die Ersparnis ist sogar doppelt, da es sich um drehende Massen handelt (Erinnerung an den Physikunterricht?). Wenn also Motoren oder Karosserien aus Alu gefertigt werden wegen Gewichtsersparnis, ist das für die Felgen doppelt sinnvoll.
Die anderen haben insofern Recht, als die große Mehrheit Alufelgen nur wegen der Optik anschaffen. Und dummerweise der Rest eben grade deswegen nicht (bin ja kein Manta...), obwohl es sinnvoll wäre.
Und ja, bisher hab ich sie auch vornehmlich für Breitreifen im Angebot gesehen.
Gegen durchschlagende Bordsteine hilft der Nenn-Luftdruck, abzulesen von der Reifenschulter, meist 300 kPa = 3 Bar.
Nein,die sind wie die meisten Frauen-machen nix aber sehen gut aus ^^
Auf beiden Fachgebieten soviel Kenntnisse, Respekt!
völlig korrekt ... dazu sind Leichtmetallräder stabiler (formfester) als Stahlräder durch größere Materialdicke. Ein Schag am Bordstein, der ein Stahlrad verbiegt, den steckt ein LM-Rad unbeeindruckt weg.
Richtig, Opa. Wenn das (spröde) Leichtmetall dann allerdings einen richtigen Schaden hat, bricht es gleich. Stahl ist dagegen duktiler; man kann es ausbeulen.
duk|til [Adj. ; Tech.] gut dehn-, streck- oder verformbar [<lat. ductilis ”dehnbar“]
(Bertelsmann Online-Wörterbuch)
Bevor gleich eine Nach-(Frage) kommt. :-)
Merci, Tradaix...ggg. Eine gute Gemeinschaftsantwort. In der Umformtechnik bezeichnet man das als "Formänderungs-Vermögen".