Frage von PaulaLina,

Dielen lackieren

Hallo,

ich ziehe bald um & möchte vorher in meinem zukünftigen Zimmer die Dielen abziehen & lackieren lassen. Allerdings wird wohl ein Mal lackieren nicht ausreichen? Wie oft müssten die Handwerker zum Lackieren kommen? Danke!

Viele Grüße

Antwort von MacJohn,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Du musst Dich entscheiden.

Versiegeln mit Boots- oder Parkett-Lack erfordert drei Schichten und zwischenzeitlichen Feinschliff.

Oder Du ölst die Dielen. Das musst Du jährlich wiederholen, sichert Dir aber hohen Wohnkomfort und ein gesundes Raumklima.

Kommentar von favori,

DH

Kommentar von anjanni,

Genau.

Ich würde auch wachsen. Haben wir im Wohnzimmer gemacht, und da sieht es ganz wunderbar aus.

Außerdem hat wachsen den Vorteil, daß man kleinere Stellen mal ausbessern kann, wenn man eine Macke rein macht. Wenn man lackiert hat, geht es ohne Spure nur in der ganzen Fläche.

Und man kann das prima selbst machen - ohne Handwerker.

Das Abziehen würde ich allerdings machen lassen.

Antwort von Selbst Partner,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hallo PaulaLina,

wie man Dielen abschleift (oder auch echtes Parkett), zeigen wir Schritt für Schritt in dieser Anleitung: http://www.selbst.de/bauen-renovieren-artikel/wand-boden/parkett-laminat/dielen-...

Die Frage "Lack oder Holzöl" wurde hier ja schon ausführlich diskutiert. Wobei ich bei einem Dielenboden, der mit einer hochwertigen Holzwachs-Lasur (glänzt stärker als geölter Boden und ist wasserabweisender) behandelt wurde, Pflegeintervalle von 1 Jahr (bei normaler Wohnnutzung und Pflege) für sehr häufig/übertrieben halte.

Viel Spaß und Erfolg beim Heimwerken wünscht das Team von selbst.de

Antwort von frankundfrei,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Der Arbeitsaufwand bei Ölen ist mit Sicherheit nicht höher als bei Lackieren. Im Gegenteil: Die Oberfläche muss nicht so exakt staubfrei sein und es bedarf auch keinen Zwischenschliff.

Nachölen ist dort nötig, wo man dem Boden das vorhandene Öl durch aggressive Reiniger entzieht. Das muss nicht sein. Es gibt Reiniger, die wenig Seife und viel nachpflegende Öle beinhalten. Wenn dann doch ein Nachölen notwendig ist, dann muss dies nicht unbedingt auf dem ganzen Boden erfolgen. Das Nachölen geht mit ein paar Lappen und es braucht keine Fachkräfte dafür.

Mehr zum Reiniger unter http://natural-farben.de/Reinigung-Pflege/Spezial-Reiniger:::21_32.html

Kommentar von PaulaLina,

Ok... Ich lasse mich so langsam davon überzeugen, dass ölen vielleicht doch besser wäre... ;) So ist das, wenn man sich in einem Gebiet so gar nicht auskennt. Aber: - Wie pflegebedürftig ist geölter Holzfußboden? - Kann man darauf staubsaugen? - Wie lange darf geölter Holzfußboden nicht betreten werden? - Was sollte ich in meinen Auftrag reinschreiben - Dielenboden abschleifen & anschließend ölen. (Wie oft? Und mit welchem Öl?)

Ist sonst noch irgendetwas zu beachten?

Liebe Grüße

Kommentar von frankundfrei,

Einen geölter Holzfußboden kann man staubsaugen und ab und zu auch feucht wischen. Wenn man feucht wischt, dann einen nachpflegenden Reiniger verwenden. Wenn die Oberfläche gräulich wirkt und bei feuchtem Wischen das Wasser sehr schnell in das Parkett einzieht, dann sollte man spätestens mit einem Pflegewachsöl oder Parkettöl nachpflegen: ca. 1 Teelöffel pro m² mit Lappen aufpolieren.

Wann wie oft ? - das hängt von der Nutzung und Beanspruchung ab.

Welches Öl? - Auf alle Fälle ein Naturöl mit Volldeklaration. D.h. es werden alle Inhaltsstoffe genannt und diese sind Rohstoffe aus der Natur. Speziell für die Anwendung abgemischte Öle sind natürlich besser. Als Anbieter kann ich nennen: http://natural-farben.de (da bin ich subjektiv, da ich das auch verkaufe) - sonst: Biofa, Aglaia, Kreidezeit, Naturhaus, Leinos, Auro, Livos, alabasta, etc.

Im Auftrag würde ich reinschreiben: Nach Endschliff (Körnung mindestens 180) Holzdielen mit Parkettöl / Fußbodenöl (volldeklarierter Naturfarbenhersteller) sättigen, Überstand abnehmen und polieren.

Ein geölter Boden ist nach 24 Stunden bedingt bealstbar. D.h. ohne Schuhwerk oder begehbar (sonst abdecken und am über Nacht wieder aufdecken). Nach 14 Tagen ist der gut belüftete Boden voll belastbar und er kann das erste mal (wenn überhaupt nötig) nass gewischt werden.

Kommentar von PaulaLina,

Vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort & die Tipps! Was bedeutet aber "Körnung mindestens 180"? Und wenn ich reinschreibe, Holzdielen mit Parkettöl/Fußbodenöl sättigen, klingt das danach, dass der Vorgang einmalig auszuführen ist. Reicht das? Denn beim Lackieren müsste man ja mindestens zwei Mal drübergehen...?! Grüße!

Kommentar von frankundfrei,

Körnung 180 bedeutet die Feinheit des Schliffs. Allerdings kann man nicht gleich mit 180er Körnung schleifen. Man spricht von einem Schleifaufbau. Je nach vorhandenem Holz und Beschaffenheit der Altbeschichtung startet man mit 36, 40er oder 60er Korn - dann kommt 80er/120er und 180er. Der 180er Feinschliff erfolgt nicht mehr mit der Walzenschleifmaschine sondern mit einem Rundschleifer - evtl. mit Schleifgitter.

Das Holz mit Öl sättigen sollte jeder Fachmann verstehen: Das Öl wird auf den Dielen mit Spachtel, Abzieher, Walze oder Pinsel verteilt. Nach ca. 30 Minuten wird wieder Öl aufgegeben und wenn erforderlich (bei stark aufnehmenden Hölzern wie Fichte, Buche, etc.) nach 30 - 40 Minuten wieder Öl aufgegeben. Spätestens 40 Mintuten nach dem letzten Auftragen muss alles was auf der Oberfläche glänzt (= Überstand) mit gut saugenden Lappen abgenommen werden. Ein Profi nimmt nur grob mit dem Lappen raus und poliert dann mit einem weißen Pad auf der Einscheibenmaschine ab.

Kommentar von PaulaLina,

Oh puuuuh, in lauter Foren im Internet steht jetzt was von Hartöl-Wachs-Systemen, Hartwachsöl etc. etc..... Was nimmt man denn da jetzt am besten?? Sorry, dass ich nochmal fragen muss... :-/

Kommentar von frankundfrei,

Meine subjektive Empfehlung - ich bin so davon überzeugt, dass ich das auch verkaufe - ist das Parkettöl - Fußbodenöl von Natural. Ich würde keine Wachsanteile nehmen (= schneller verschmutzende Schicht) sondern ein Naturöl mit Naturharzen.

http://natural-farben.de/Oele-fuer-Holz-Kork-und-Stein/Parkettoel-Fussbodenoel:::1_8.html

Andere Hersteller habe ich schon weiter oben genannt. Wichtig sind natürliche Rohstoffe, Volldeklaration und wenn möglich kein Wachs.

Kommentar von PaulaLina,

Und wie sieht das aus mit den Kosten? Mit wieviel muss man rechnen bei einem 19qm-Zimmer (abziehen & ölen)?

Kommentar von frankundfrei,

Nur sehr grob die Angaben einer Fachfirma bei uns - die Tarife bei Dir kenne ich nicht: Anstrichmittel ca. 4,-- Euro/m² Schleifmaterial ca. 8,-- Euro/m² (inkl. Maschinenleihe) und dann kommt noch der Stundenlohn dazu. Du solltest mit ca. 7 Stunden rechnen.

Es kommt aber sehr darauf an, wie der Boden aussieht, was für ein Holz Du hast, wo du wohnst und wen Du so kennst --> also anbieten lassen.

Unter 500,-- Euro - inklusiv alles Material - von einer Fachfirma ausgeführt - wäre ein akzeptabler Preis.

Antwort von Lackinger,

Normalerweise kommt er und zieht den Lack ab (abschleifen). Dann wird grundiert, er geht nach Hause. Also das erste mal! Dann wird am nächsten Tag die erste Schicht farbig lackiert (wenn du das mit lackieren meinstest). Er geht dann wieder. Also das zweite mal! Am nächsten Tag macht er nochmal das gleiche wie beim zweiten mal. Also das dritte mal. Jetzt sollte er erstmal möglichst 72 Stunden nicht mehr kommen und du musst die Heizung auf volle Pulle stellen, damit der Lack fast vollständig aushärtet und die Klarlackgänge beginnen können. Dann kommt er wieder und macht die erste Schicht Klarlack drauf, geht dann wieder. Also das vierte mal. Dann kommt er wieder und macht das gleiche wie am vierten Tag, also das fünfte mal. Dann kommt er wieder und macht das gleiche wie am vierten und fünften Tag, also das sechste mal. Zwischendurch wird immerwieder Zwischengeschliffen und die Heizung auf volle Pulle ist die ganze Zeit Pflicht, sonst kann es sein, dass zwischen den Gängen mehr Zeit als 1 Tag verstreichen müsste.

Da die Kostenvoranschläge und Zeitaufwände die meisten Kunden zu sehr abschrecken würden, werden einfach ein paar Dinge, die eigentlich möglichst gemacht werden müssten, ausgelassen! Es sei denn du sagst von vorne herein, dass ruhig alles gemacht werden kann und Geld und Zeit keine Rolle spielt, dann kommt er vielleicht sogar 7 mal!

Antwort von PeterTheFox,

Auf jeden Fall zweimal lackieren. Da kommen die Handwerker oder du selber nicht drum herum.

Gruß Peter

Antwort von frankundfrei,

Die Handwerker werden wenigstens zwei mal bei Dir vorbeischauen müssen.

Lack ist wie ein Kunststoffüberzug auf dem Holz. Du siehst noch Holz erfährst jedoch Kunststoff. Das Holz kann keine Raumluft mehr regulieren und die Oberfläche lädt sich schneller statisch auf.

Wenn die harte Oberfläche durch mechanische Beanspruchung verletzt wird gibt es schwarzgraue Ränder an diesen Stellen. Lackschäden können nicht partiell saniert werden. Lackoberlächen machen aus dem Holz immer ein Verbundprodukt Kunststoff/Holz.

Eine reine geölte Oberfläche (ohne Schichtbildung - also auch kein Wachs) sättigt das Holz in der Tiefe mit aushärtenden Naturölen und Naturharzen. Dadurch kann kein Schmutz mehr in die Holzfaser eindringen. Das Holz bleibt ein Naturprodukt. Beschädigte Stellen können partiell ausgebessert und nachgeölt werden.

Mehr Infos gibt es unter http://natural-farben.de/Oele-fuer-Holz-Kork-und-Stein/Parkettoel-Fussbodenoel:::1_8.html

Kommentar von PaulaLina,

Vielen Dank für die Antworten! Und wie ich sehe, ist es "natürlicher", empfehlenswerter die Dielen ölen zu lassen... Allerdings ist das ein WG-Zimmer & ich könnte auch nicht jährlich den Ölvorgang wiederholen... Ist denn Ölen eigentlich teurer Lackieren?

Antwort von holsch,

grundieren, schleifen, erster lack, schleifen, zweiter lackanstrich...

kann man auch alleine...

abziehen ist allerdings eine elende sauerei, vor allem, wenn tausende lackschicten drauf sind...

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