Frage von Nick507, 38

Die Zukunft der Nachswuchsphysiker?

Hallo liebe Community,

ich mache dieses Jahr mein Abitur und studiere danach Physik. Nun heißt es zurzeit, dass Physiker sehr gute Berufsaussichten haben. Nun habe ich mich auch schon über die Bedingungen in der Forschung informiert. Es ist immer die Rede von befristeten Stellen, andauernden Standortwechseln und immer zu wenig Geld. Kann mir jemand, am besten vielleicht aus eigener Erfahrung da ein paar aktuelle Informationen geben? Mir ist klar, dass sich das bis zu meinem Abschluss schon wieder geändert haben kann, nichtsdestotrotz wäre ich gerne auf dem neusten Stand.

Gruß Nick

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von hertajess, 19

Aktuell hält Dich dradio dazu auf dem Laufenden. Du kannst auch das umfangreiche Archiv dort nutzen. 

Allgemein wird bemängelt dass die meisten Studierten nur befristete Verträge erhalten oder in der Wirtschaft gegen ein Taschengeld als sogenannte Praktikanten missbraucht werden. Unterstützt durch die ARGE. Was ich persönlich für einen politischen Skandal ansehe. 

Auf der Suche nach einer Festanstellung würde ich mir zunächst gängige Sprachen zulegen. Dann würde ich auf facebook die Seite von Future verfolgen. Und bei Arte nachsehen welche anderen Sendungen sich mit der Thematik beschäftigen. Mir geistern da einige Bereiche durch den Kopf wo in anderen Staaten bei Privatfirmen und auch staatlichen Einrichtungen eine gut bezahlte Festanstellung als Forscher denkbar ist. - Wobei ich unter gut bezahlt auch verstehe dass angemessene Forschungsmittel zur Verfügung stehen. 

Antwort
von Agronom, 35

Das bezieht sich aber nur auf öffentliche Forschung, also an Universitäten und staatlichen Instituten.

So läuft das in allen Fachbereichen, nicht nur in der Physik, abgesehen von den Professoren und Verwaltungspersonal werden dort kaum Festanstellungen vergeben. Da die Forschungsprojekte stark von Drittmitteln abhängig sind stehen eben kaum finanzielle Mittel zur Verfügung, daher werden wissenschaftliche Mitarbeiter eben nur für ein Projekt angestellt, das geht dann meist 2-3 jahre, danach muss man dann immer wieder hoffen, dass neue Projekte finanziert werden, an denen man mitarbeiten kann.

Solange die freie Forschung nicht mehr staatliche Fördermittel erhält, wird sich daran auch nichts ändern.

Antwort
von Oststeinbeker, 37

Also, bei den Doktorandenstellen siehts noch ganz gut aus, da findet man eigentlich relativ leicht was. Wie es danach weiter geht, kann ich noch nicht aus eigener Erfahrung berichten. Mit unbefristeten Stellen in der Wissenschaft sieht es danach aber wohl eher schlecht aus, weshalb viele dann mittelfristig in die Wirtschaft wechseln.

Antwort
von Nargisfan, 30

Hab gehört bei Leica Microsystems arbeitet ein Physiker, der verdient 15.000 im Monat.

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