Frage von marylinjackson, 165

Die zukünftigen Ruheständler müssen bis 2030 sich auf ein Absenken des Rentenniveaus auf 43 Prozent einstellen, sind davon auch die Pensionäre betroffen?

In einer Pressemitteilung werden Rentner und Pensionäre als Ruheständler gemeinsam aufgeführt. Wird die Alimentation auch bei den künftigen Pensionären von jetzt etwa 70 Prozent auf 43 Prozent abgesenkt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DerHans, Community-Experte für Rente, 103

Lies dir mal die Statistik durch wer alles in den Parlamenten sitzt. 

Da die Abgeordneten überwiegend "pensionsberechtigt" sind, werden die den teufel tun, die Gesetze so zu ändern, dass sie selbst davon betroffen sind.

Antwort
von voayager, 56

Die Pensionäre fallen sanfter, der Staat denkt schon an seine Staatsbeamten.

Antwort
von turnmami, 74

Die Pensionen werden voll versteuert. Nach diesem Abzug sind noch die privaten KV Kosten von den Beamten selber zu tragen. Daher bekommen die Pensionäre mehr Brutto.

Die 43% Rente sind netto, die Pensionen brutto. Da ist schon ein kleiner Unterschied dazwischen.

Und nicht jeder Beamte hat eine Pension oder ein Gehalt von einem Staatssekretär!!

Kommentar von DerHans ,

Pensionäre zahlen aber nur deshalb mehr Steuern, weil auch ihr Einkommen höher liegt.

Die Krankenversicherung zahlen sie nur zu 30 %. Das relativiert die ganze Sache schon. Auch Rentner zahlen ihren Anteil zur Kranken- und Pflegeversicherung

Kommentar von turnmami ,

Aber bei weitem nicht die hohen Summen an KV Beiträgen. Und die Pensionen werden voll versteuert, egal in welcher Höhe sie gezahlt werden. Das unterscheidet die Rentner...Nicht jeder Pensionist hat 4000 Euro Pension

Kommentar von Maxieu ,

"Aber bei weitem nicht die hohen Summen an KV Beiträgen."

Und wieviel haben sie in jüngeren Jahren eingezahlt?

Warum sagst du eigentlich nichts zum Nettoversorgungsniveau, das bei über 70% liegt?

Und: Die Durchschnittshöhe der Pensionen liegt brutto bei über 3.000 €.

Kommentar von turnmami ,

Nein. Die Durchschnittspension liegt bei 2800 Euro. Da sind auch sämtliche Politiker und Bundespräsidenten enthalten. Welcher Beamte im mittleren Dienst hat eine Pension von 3000 Euro? Und die KV in jungen Jahren muss mit 50 % gezahlt werden. Eine private Versicherung ist teuer. Hier gibt es keine kostenlose Familienversicherung wie in der gesetzlichen KV. Und Nettoversorgungsniveau...was soll denn das sein???

Kommentar von Maxieu ,

"Die Durchschnittspension liegt bei 2800 Euro."

Die 3.000 + beziehen sich auf das Bundesland Bremen.
Basis: Zahl der Pensionszahlungen durch Zahl der Pensionsberechtigten/ Jahr.  Angaben laut Lokalpresse (Weser-Kurier).  Man kann an die Aussagen hier keine wissenschaftlichen Standards anlegen.

Bundespräsidenten, die bezugsberechtigt wären, haben wir hier eher weniger, und sie fallen auch auf Bundesebene nicht ins Gewicht.

Die 30% KV-Beitrag stammen nicht von mir. Meine Frau sagt, dass sei nach Bundesländern verschieden.

"Eine private Versicherung ist teuer."

Unterschiedlich. In jungen Jahren im Vgl. zur GKV eher nicht.

Der Beitrag für die mitversicherten Kinder kann in der PKV so günstig sein, dass man selbst dann noch besser wegkommt als in der GKV.
Und: Natürlich hat längst nicht jeder ein Kind. Gerade Akademikerinnen bleiben oft kinderlos. Außerdem heiraten Beamte
ausbildungsniveaugemäß gern untereinander und können relativ leicht beide berufstätig bleiben. Damit halbiert sich der soundso geringe Beitrag für die Kinder quasi noch einmal.

Was du gar nicht berücksichtigst, ist,

1. dass es in der PKV und GKV nicht identische Leistungen gibt, so dass deren Unterschiede bei genauerer Betrachtung auch noch mit einem finanziellen Umrechnungsfaktor bedacht werden müssten,

und

2. dass die GKV gezwungen ist, alle möglichen Risikofälle aufzunehmen, und dabei wiederum vom die Beamten üppig versorgenden Steuerstaat - zum Teil - im Stich gelassen wird.
im Stich gelassen

 

Kommentar von turnmami ,

Die Kinder können in der PV so günstig sein, wie sonstwas in der GKV kosten sie überhaupt nichts. Die Leistungen der PV sind nur so gut, wie man sich auch absichert. Jeder ExtraTarif für Zahnersatz, Brille usw. kostet auch extra. Das kann auch jeder GKV Versicherte für sich abschliesen

Kommentar von DerHans ,

Den steuerlichen Grundfreibetrag haben Pensionäre genau so wie jeder andere Bürger

Kommentar von turnmami ,

Ich rede auch nicht vom Grundfreibetrag.Die Renten werden derzeit aber nicht voll besteuert. Die Pensionen schon

Kommentar von marylinjackson ,

@turnmami:

Die Beihllfezahlungen, die auch Kinder betrifft, hast Du wohl vergessen in der Aufzählung der hohen Kosten Deiner PV.  Diese Prämien der PV sind bei Beamten auf ein Drittel eines normalen Privat-Versicherten reduziert.

Auch dass die letzten zwei Berufsjahresgehälter für die Höhe der Ruhegehaltsberechnung ausschlaggebend ist, ist bekannt.

Kommentar von turnmami ,

Wobei du vergisst, dass Beförderungen in den letzten 3 Jahren vor der Pension nicht mitzählen und die Kinder in der gesetzlichen KV umsonst versichert werden. Da sind 30% immer noch um einiges mehr als kein Beitrag. 

Übrigens die Prämien in der PV betragen nicht ein Drittel weniger. Die Beamten brauchen eben nur eine KV über 50%. Der Rest der Beihilfe entspricht dem Arbeitgeberanteil, den jeder Angestellte ebenfalls von seinem Arbeitgeber bekommt.

Aber die Neiddebatten um die "Besserstellung" der Beamten wird nie enden.

Kommentar von marylinjackson ,

Es ist keine Neiddebatte. 

Alle Angestellten, die mit beamteten Arbeitskollegen zusammen arbeiten, wissen sehr genau, dass es bei gleicher Tätigkeit und Dauer unterschiedliche Gehälter gibt, die sie finanziell und auch moralisch abqualifizieren..

Kommentar von DerHans ,

Die Beihilfe für Kinder beträgt 80 %. Und sie wird für alle erstattungsfähigen Leistungen der "Gesundheitsanbieter" bezahlt.

Außerdem müssen Beamte kein Krankentagegeld versichern. Das macht bei "normalen" Versicherten ein großen Anteil

Kommentar von turnmami ,

Wenn du mit Krankentagegeld das Krankenhaustagegeld meinst, das bekommen Beamte nur, wenn sie auch einen Zusatztarif dazu abgeschlossen haben. Vom Staat gibt es keine zusätzlichen Leistungen, wenn man im KH ist. Informiert euch doch einfach mal besser. Die Kosten für die Kinder in der GKV sind gleich NULL

Kommentar von Maxieu ,

"Die Pensionen schon" (voll besteuert)

Stimmt nicht. Es gibt einen Versorgungsfreibetrag, der erst in dem Maße abgeschmolzen wird, wie die  Rentner besteuert werden.

Der Versorgungsfreibetrag war von den quasi "beamteten" Richtern
mit der "Ungerechtigkeit" begründet worden, dass Beamte Steuern zu entrichten hätten, Rentner aber nicht.

Kommentar von turnmami ,

Den Freibetrag gibt es ebenso bei den Renten. Aber es ist wie immer. Jeder hackt auf den Vorzügen herum und keiner will die Gegenargumente hören oder wissen. Daher werde ich auch nicht weiter diskutieren, da immer das gleiche Stammtischgeschwafel herauskommt, dass ALLE Beamten alleine durch ihre Berufsbezeichnung im Geld schwimmen und nie arbeiten...

Kommentar von Maxieu ,

"Den Freibetrag gibt es ebenso bei den Renten."

Die Rede war vom Versorgungsfreibetrag.

Mach dich erst mal sachkundig, bevor du loslegst.
Außerdem war das ein Gegenargument gegen deine Behauptung, Pensionen würden voll versteuert.

Dass du zu einem allgemeinen Gepöbel übergehst ("
Stammtischgeschwafel") und auch dazu, dich gegen Dinge zu wehren, die niemand behauptet ("dass ALLE Beamten...im Geld schwimmen und nie arbeiten"), zeigt eher, dass dir die Argumente ausgehen, nicht, dass sie keiner hören will.

Es ist schon klar, dass du an deinem Beamten-Stammtisch auf mehr Gegenliebe stößt.

Dabei haben wir viele kleine Sauereien ("Ungerechtigkeiten") hier noch gar nicht thematisiert...





 

 






Kommentar von turnmami ,

Mein Beamtenstammtisch? Mit welchem Satz habe ich je erwähnt, dass ich Beamtin sei? Man kann auch über die Pensionen bescheid wissen, wenn man kein Beamter ist.

Aber die liebe Neiddebatte ist ja sooooooooooooo schön.

Antwort
von kevin1905, 45

So krass wird die Absenkung sicher nicht vonstatten gehen, doch auch die Beamtenpensionen werden dezimiert.

Antwort
von klugshicer, 81

Da ich später sowieso Grusi bekommen werde, können sie die Rente meinetwegen auch auf 0 reduzieren.

Antwort
von HansH41, 37

Ja.

Die Beamtenpensionen werden jetzt schon kontinuierlich "abgeschmolzen" und liegen nicht mehr bei den ursprünglichen 75%, sondern derzeit je nach Alter um die 70 %


Kommentar von marylinjackson ,

Um die 71%, und das seit längerer Zeit. Das "Abschmelzen" 2030 auf 43% soll demnach passieren?

Kommentar von HansH41 ,

Das weiß ich nicht. D.h. ich weiß nicht, wie weit das Abschmelzen gehen soll.

Kommentar von turnmami ,

marylinjackson...du kennst schon den Unterschied einer Brutto und Nettozahlung???

Kommentar von marylinjackson ,

Den Unterschied von Brutto und Netto solltest Du Dir von Frau Merkel erklären lassen. So lange rede ich mal nur von Nutto.

Kommentar von turnmami ,

Dann kannst du aber nicht von 71% Pension reden, da diese brutto ist....

Kommentar von marylinjackson ,

Ich kann das.

Kommentar von turnmami ,

da sieht man dann welch Geisteskind du bist ....

Antwort
von martinzuhause, 81

die beiden sachen haben nichts miteinander zu tun.

Kommentar von marylinjackson ,

Man nennt sie Ruheständler, und sie haben miteinander nichts zu tun?

Kommentar von martinzuhause ,

ein rentner bekommt seine rente von der rentenversicherung. in diese hat er geld eingezahlt als er gearbeitet hat. damit hat er die rente anderer rentner finanziert. jetzt finanzieren andere ihm seine rente über beiträge an die rentenversicherung.

bemate z.b. zahlen nichts in die rentenversciherung ein und bekommen auch nichts von ihr. daher ist es für sie egal wieviel rente es gibt

Kommentar von marylinjackson ,

Stimmt. Beamte werden alimentiert durch unsere Steuergelder.

Sie zahlen nichts in die Rentenversicherung.

Sie stehen monetär quasi über dem gemeinen Rentnervolk, denn sie bekommen keine Rente, sondern Ruhegehälter.

Kommentar von martinzuhause ,

so wie alle langzeitarbeitslosen auch. und die geringverdiener. und die ehemaligen selbstständigen die pleite gegangen sind.

ebenfalls alles aus steuergeldern

Kommentar von marylinjackson ,

Deine oben genannten Menschen werden als "Ruheständler" erst gar keine Rente oder Pension beziehen.

Kommentar von Maxieu ,

Und du bist sicher, dass die Steuergelder die in die GRV fließen,
komplett die nicht originären Aufgaben, die der Gesetzgeber der GRV
aufgedrückt hat, abdecken?

Könnte es hier nicht zu einem Konflikt der steuerlichen Mittelverwendung kommen? Gibt es ihn vielleicht nicht schon?

Antwort
von 1988Ritter, 73

Nein.....um Gottes Willen...wir wollen doch hier bitte nicht unsere "Goldene Kuh" (Pensionskassen) schlachten.

Und bitte nicht immer dieses Thema mit den Pensionskassen.

Nachher kommt noch irgend so ein Arbeitnehmer und Rentenkassenfütterer auf den Gedanken nachzufragen, was eine Pensionskasse ist.

Also schön leise sein.

....und bloss nicht über Zahlen reden....nachher wird da einer noch wach.

Ach so....

"Liebes Deutschland, die Rente ist sicher !"

Kommentar von DerHans ,

Ruhegehaltsempfänger werden keineswegs aus einer Pensionskasse bezahlt.

Sie beziehen ihr Ruhestandsgehalt nach wie vor direkt aus der Staatskasse.

Pensionskassen sind definitiv etwas völlig anderes.

Kommentar von turnmami ,

Sit 1657 wird den Beamten ein Teil des Bruttogehaltes für ihre Pension einbehalten. Ist doch nicht die Schuld der Beamten, wenn diese Rücklagen verprasst wurden, oder??

Kommentar von Maxieu ,

Auf welche Weise wurde denn deiner Meinung nach dieses "eigentliche" Bruttogehalt definiert?

Du gehst aber nicht so weit, dass du rückwirkend für die Nachkommen der beamten Entschädigungszahlungen für seit 1657 entgangene Pensionsanteile forderst, oder?

Kommentar von turnmami ,

Wo habe ich etwas gefordert? Ich habe lediglich das geltende Recht erklärt. Den Beamten wird ein gewisser Anteil ihres Bruttogehaltes für die Pension einbehalten. Nicht mehr und nicht weniger habe ich behauptet....

Kommentar von HansH41 ,

Das eigentliche Bruttogehalt kann man in etwa erkennen, wenn man ein Beamtengehalt mit einem gleichwertigen Angestelltengehalt des Öffentlichen Dienstes vergleicht. Also z.B. A13 des Beamten mit BAT IIa.

Dann siehst du, dass das Angestelltengehalt höher ist und das wäre eigentlich des Beamten Bruttogehalt.

Kommentar von Maxieu ,

Ja. Aber nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen
verbleibt einem Angestellten gleicher Stufe weniger als einem Beamten (selbst wenn dessen KV-Beiträge zusätzlich abgezogen werden). Das scheint doch ein Indikator dafür zu sein, dass nicht - den SozVers-Beiträgen der Angestellten entsprechend - Gehaltsanteile für Rücklagen abgezogen worden sind.
Dies z. T. ja auch schon deshalb, weil die Angestellten eben zusätzlich gegen das Arbeitslosigkeitsrisiko versichert werden.

Kommentar von marylinjackson ,

Das Ruhegehalt bei Deinem Beispiel ist mindestens um 500 Euro höher als die Rente.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten