Die zeit von überhitzung zum tod wie berechnen?

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3 Antworten

Da muss noch die Info rein, dass Bluteiweiß bei etwa 42°C koaguliert. Schließlich kann ja nicht Jeder wissen, dass man nicht z.B 43°C Fieber überleben kann. Es sind also ΔT=5K Spanne von Normaltemperatur bis Exitus. Ist P die Abwärme, cp die spezifische Wärmekapazität von Wasser bei konstantem Druck und 0,8*m die zu erwärmende Wassermenge, so bekomme ich
t = ΔΤ*cp*0,8*m/P
= 5K*4,19kJ/(K*kg)*68kg/100W
≈ 1360KJ/0,1kW = 1,36×10⁴s ≈ 3½h
heraus. Scheint mir ein bisschen viel, ich hätte mit einer Stunde gerechnet.
Wahrscheinlich gibt es aber schon vorher ernste Probleme.
In der Naica-Höhle (mit den 2,5m-Gipskristallen), wo 45°C bei 100% relativer Luftfeuchtigkeit herrschen, darf man sich auch mit Wärmeschutz nicht länger als 30min aufhalten.

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Da fehlt eine Angabe, nämlich die Temperatur, bei der der Mann stirbt, und die Ausgangstemperatur (wohl die normale Körpertemperatur). Ich denke, die beiden Temperaturen soll man einfach schätzen, dabei hilft vielleicht https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rpertemperatur#Temperaturtabelle

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Kommentar von bambinchen1202
27.04.2016, 22:31

Und wie berechnet man diese dan. Wen die temperatur ca. 40 grad beträgt?

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Der Mann wiegt 85kg, besteht zu 80% aus Wasser. Die Vorgaben legen nahe, dass man die Wärmekapazität des restlichen Körpermaterials vernachlässigen soll. Also hat sein Körper eine Wärmekapazität von 

85kg * 0,8 * 4,19 kJ/(kg * K) = 285 kJ/K

Ich schätze: Zu Beginn soll er 37°C warm sein, bei seinem Tod 41°C, also eine Temperaturdifferenz von 4K. Also muss sein Körper in der Zeit bis zum Tod 4K * 285 kJ/K = 1140 kJ an Wärme erzeugen. 

Gemäß deiner Angabe erzeugt der Körper 0,1 kJ/s, also braucht er bis zum Tod ca. 1140 kJ/0,1kJ/s = 11400s oder 3 Std. und 10 min.

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