gutefrage.net, die Ratgeber Community
Login   |  Registrieren   |  Forum |  Richtlinien & FAQ
29 

Die Theorie " Wer war Jesus Christus" aus dem Buch "Sakrileg" ist nicht schlecht. Was meint ihr dazu.

gefragt von CampioniCampioni am 28.09.2007 um 0:56 Uhr

Im Bezug auf Glaube tu ich mir sehr schwer. Aber ich denke das es Jesus wirklich gab. Das er mit Maria Magdalena verheiratet war. Und das Sie ein Kind miteinander hatten. Was sagt ihr dazu

Frage beantworten

Hier finden Sie weitere Fragen zu den Themen:

Bücher x 4.400 Religion x 3.605 Lesen x 1.409 Glaube x 803 Jesus x 293 Dan Brown x 39 Sakrileg x 11

GustavGans01
beantwortet von GustavGans01 am 28. September 2007 08:56
7x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Theologisch/geschichtlich gesehen ist das alles absoluter Blödsinn, was in diesem Buch gemutmaßt wird. Dan Brown schreibt zwar sehr spannend und interessant aber keinesfalls realistisch oder tatsachengetreu. Das erkennt man auch sehr gut an seinem Buch "Digital Fortress". Als Informatiker lacht man sich über die darin beschriebenen technischen "Details" kaputt.


Kaffeesatz
beantwortet von Kaffeesatz am 28. September 2007 07:48
7x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Das einzig interessante an der ganzen Geschichte ist, daß sie zu einem unterhaltsamen Film mit der unglaublich hinreißenden Audrey Tautou gereicht hat.


anonym
beantwortet von oldpaed am 28. September 2007 07:39
6x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Audiatur et altera pars. Zumindest solltest Du Dich mal genauer informieren. Dazu empfehle ich das Buch: Matthias Wörther, Bezugsache Jesus, Echter-Verlag, Würzburg, 2006. ISBN 3-429-02821-3 bzw. 978-3-429-02821-3. Viele Leser(innen) vergessen, dass in der englischen Literatur Romane unter dem Gattungbegriff "fiction" laufen, ein Zeitungsbericht o.Ä. unter "non-fiction"!


grisu05
beantwortet von grisu05 am 29. September 2007 21:06
5x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ist eine Theorie - eine blödsinnige... Zumindest meiner Meinung nach.


Sternenfee
beantwortet von Sternenfee am 29. September 2007 12:12
5x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Diese Theorie ist eben dies - nur eine Theorie, mit der man viel Geld verdienen kann. Ansonsten nur Unsinn - mein Erlöser lebt - und das ohne fleischliche Nachkommen - aber mit geistlichen :)


comarel
beantwortet von comarel am 28. September 2007 10:59
5x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Schönes Buch, aber eben ein ROMAN!!!!!!!


FabersIllegalePolnischeHaushaltsHilfe
beantwortet von FabersIllegalePolnischeHaushaltsHilfe am 28. September 2007 09:48
5x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Wenn Jesus von Nazareth keine historische Person war, muss man fragen wer ihn erfunden hat und wozu. Irgendwie scheint es mir einfacher, ihn als historisch existent zu sehen. Dann war es als Jude und Rabbi seine religiöse Pflicht, eine Frau und Kinder zu haben. Also hatte er vermutlich welche.


anonym
beantwortet von Mina1 am 28. September 2007 06:36
5x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Das gerade in der katholischen Kirche schon sehr viel gelogen und vertuscht wurde, dass es um Geld und Macht ging/geht weiß sicher jeder. Die Evangelien wurden lange nach Jesus Tod nieder geschrieben, sind also eine Reihe von Erzählungen. Vieles darin hat sich sicher so zugetragen, aber was tatsächlich die Wahrheit ist, werden wir wohl nie erfahren.

Kommentar von Caf8a3595bdac965238ca5caba361d24smallcomarel am 28. September 2007 10:57

Darum heißt es ja auch GLAUBEN!!!!

Und Glauben ist nicht wissen!!!


gottesanbeterin
beantwortet von gottesanbeterin am 28. September 2007 01:27
5x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Jeder kann glauben, was er will, so auch du.


support
beantwortet von support am 28. September 2007 09:47
4x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Liebe/r Campioni,

gutefrage.net ist eine Ratgeberplattform. Obige Frage mag interessant sein, gehört aber nicht hier hin.

Ich möchte Dich bitten dies bei Deinen kommenden Fragen zu beachten.

Wenn Dich die Meinung der Community interessiert, kannst Du solche Frage gerne im Forum unter www.gutefrage.net/forum unter der Kategorie "Community" stellen.

Viele Grüße

Verena vom gutefrage.net-Support


anonym
beantwortet von useibert am 28. September 2007 07:28
4x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Es gibt keinen geschichtlichen Beleg dafür, dass Jesus überhaupt gelebt hat, und dass irgendeine dieser Geschichten tatsächlich geschehen ist. Das Gegenteil ist viel wahrscheinlicher.

Kommentar von A220deb350bcc801a528923900af883esmallWishmaster am 28. September 2007 10:24

Das stimmt so nicht ganz, es ist geschichtlich sehr wohl belegt, dass Jesus tatsächlich gelebt hat. Natürlich war er nicht der Sohn Gottes (wg. Nichtexistenz eines solchen), aber in vielerlei Hinsicht ein Vordenker in seiner Zeit, ein Wanderprediger, vllt ein bisschen ein Heilpraktiker^^. Ob Jesus gelebt hat, ist keine Glaubensfrage (und wenn das schon eine solch überzegte Atheistin wie ich sagt...), eine andere Sache sind natürlich die Evangelien oder der ganze Bibelkram. Das ist selbstverständlich mehr Dichtung als Wahrheit...


minister
beantwortet von minister am 28. September 2007 09:08
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Für mich als Protestant würde nichts zusammenbrechen, wenn diese - zugegeben etwas herbeigezogene - Theorie sich durch archäologische Funde bewahrheiten würde. Für die Existenz Jesu gibt es tatsächlich mehr historische Belege als für die Existenz Alexanders des Großen.

Kommentar von Albrecht am 28. September 2007 12:27

Der Aussage über geschichtliche Quellen, aus denen die Existenz des Menschen Jesus hervorgeht, kann ich zustimmen. Der zahlenmäßige Vergleich mit Aleander ist aber sehr unglücklich, weil zu ihm reichlich Quellen vorhanden sind (auch wenn viele zeitgenössische nur noch indirekt durch die - teilweise fast wörtlich zitierende - Benutzung späterer Autoren erhalten sind).


radar74
beantwortet von radar74 am 28. September 2007 07:30
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Zu der damaligen Zeit war der Glaube der Menschen einfach anders also Heute. Ob das so war wie es in den Buch steht ist daher zu bezweifeln und ehrlich gesagt ist es mir völlig egal wie das damals war.


anonym
beantwortet von Jesaja4817 am 3. Oktober 2007 18:50
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Gemäß der Bibel ist Jesus Christus die erste Schöpfung Gottes überhaupt. Gemäß Johannes siebzehn Vers drei bedeutet es ewiges Leben, fortgesetzte Erkenntnis über Jesus Christus und seinen Vater aufzunehmen.Eine gute Webseite über Jesus Christus findet man unter http://www.jesus-jesus.de/

Kommentar von 2058d20530559372301c20d03ff9bf70smallBienenfresser am 4. September 2009 14:34

Vorsicht! Zeugen Jehovas!


RolfHoegemann
beantwortet von RolfHoegemann am 30. September 2007 19:56
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Das Buch ist gut geschrieben - für mich aber eher eine Art "Drei Fragezeichen" für Erwachsene. hat aber alles eine gewisse Logik...


Kajjo
beantwortet von Kajjo am 28. September 2007 09:49
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Jesus von Nazereth mag es gegeben haben, Jesus Christus ist reine Glaubenssache. Die in dem Buch geschilderten Lebensumstände sind rein fiktiv -- sie können zufällig zutreffen, müssen es aber keineswegs.

Das gesammte Leben von Jesus ist höchst umstritten und ich halte alles für so glaubensverfälscht, daß ich mir gar keine Mutmaßung darüber erlauben möchte.


anonym
beantwortet von Progo am 23. Dezember 2008 17:01
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Buchempfehlung zum herunterladen: Dan Browns Sakrileg - eine kritische Auseinandersetzung mit dem Mega-Bestseller (ca. 0,5 MB)

Ein Mythos wird entlarvt – ein seit vielen Monaten in den Bestseller-Listen erscheinender Roman wird mit der Wahrheits-Frage konfrontiert. Viele sind von Dan Browns »Sakrileg« fasziniert und begeistert, einige verwirrt, andere verunsichert. Zwei anerkannte Professoren haben sich mit dem Bestseller auseinander gesetzt und beantworten folgende Fragen: - Kann man der Bibel nach »Sakrileg« noch trauen – ist sie zuverlässig und vertrauenswürdig? - Was ist von der Behauptung zu halten, Jesus sei verheiratet gewesen? - Wer war Maria Magdalena wirklich? - Halten Geheimgesellschaften mysteriöse Informationen zurück, die das Weltgeschehen verändern könnten? Diese brisanten Fragen werden beantwortet, indem gründlich recherchiert und historische und biblische Fakten vorgestellt sowie beurteilt werden.

http://www.life-is-more.at/features/buecher/danbrownssakrileg.pdf


anonym
beantwortet von fragemich am 13. April 2008 17:28
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Die vorher (im vorigen Beitrag) erwähnte Webseite Jesus-Jesus.de ist auf mehreren Seiten empfehlenswert. Eine Webseite mit Fragen und Antworten über Jesus Christus findet man unter der Adresse: http://www.jesus-jesus.de/jesus-christus-fragen-antworten.html Dort findet man die Antworten auf folgende Fragen: wann kann Jesus Christus ins Leben? Was hat Jesus Christus gemacht bevor er auf die Erde kam? Durfte Jesus Christus noch eine andere Aufgabe erfüllen? Warum wurde Jesus Christus ein Mensch und kam hier auf die Erde?

Immer wieder kommen irgendwelche Behauptungen auf, für die es gar keine Beweise gibt. Wer allerdings nur ein ganz klein wenig sich mit Jesus Christus befasst, weiß, ob er jemals geheiratet hat oder nicht. Manche Behauptungen sind über Jesus Christus so haarsträubend... möglicherweise kommen diese Behauptungen immer wieder auf um Aufmerksamkeit zu erhaschen oder Verkaufszahlen von Zeitschriften zu steigern. Demgegenüber bietet die Bibel eine Quelle von zahlreichen Informationen über Jesus Christus, die man auch sehr gut beweisen kann.

Kommentar von 2058d20530559372301c20d03ff9bf70smallBienenfresser am 4. September 2009 14:34

Vorsicht! Zeugen Jehovas!


anonym
beantwortet von projekt9 am 14. November 2007 20:01
1x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.

Es gibt kaum einen Text in der Bibel, der mit so wenigen Worten im Grunde genommen das ganze Evangelium Gottes umschließt und beschreibt. Die entscheidende Aussage über Gott, die ihn von allen anderen Religionen und ihren "Göttern" unterscheidet, ist die, dass Gott die Liebe ist. (1. Johannesbrief 4, 16) Deshalb wollen wir zunächst fragen, was Liebe wirklich bedeutet. Wenn man für Liebe ein anderes Wort wählen müsste, könnte man kein besseres finden als das Wort: 'Geben' Ich hörte vor kurzem eine gute Erklärung für das, was Liebe bedeutet, sie lautet:

Das Maß der Liebe ist das, was man für sie zu geben bereit ist!

'Geben' auch im Sinne von 'aufgeben'. Eine 'Liebe, die nicht bereit ist zu geben, verdient diesen Namen nicht. Genau davon, nämlich vom Geben, ist in unserem Text die Rede.

So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab.

Dass Geben das Wesen der Liebe ist, sehen wir deutlich, wenn wir Gottes Handeln an uns Menschen durch die Menschheitsgeschichte hindurch im Lichte der Bibel betrachten. Immer schon war Gott der Gebende. Er gab allen Geschöpfen das Leben. Dem Volk Israel gab er nach der langen Gefangenschaft in Ägypten die Freiheit. In ihrer selbstverschuldeten Not, als sie 40 Jahre durch die Wüste ziehen mussten, gab er ihnen täglich das Himmelsbrot, das Manna. Schließlich gab er ihnen auch das versprochene Land Kanaan, das ihre Heimat wurde. Als sie es forderten, gab er ihnen einen König, und wir könnten noch lange aufzählen, was Gott seinem Volk an Gutem gab. Nur noch einige Beispiele aus dem Alten Testament. Da lesen wir:

Der Herr gibt ein weises und verständiges Herz, er gibt, was das Herz begehrt, er gibt dem Volke Macht und Kraft, er gibt allem Fleisch Speise, er gibt den Müden Kraft, einen neuen Geist gibt er

Das alles ist wunderbar und läßt uns einen Blick tun in den liebenden Charakter Gottes. Aber beim ersten Kommen Jesu, im Geschehen in Bethlehem und im Geschehen am Karfreitag, dem Tag da Jesus für uns sein Leben am Kreuz gab, bekommt das Geben Gottes eine ganz neue, höhere und bedeutendere Dimension. Bis hierher hat Gott immer aus dem Vollen gegeben. Seine Güte, Kraft, Barmherzigkeit und Liebe und alle seine anderen wunderbaren Gaben, hat er in unendlicher Fülle. Aber mit dem Kommen Jesu auf diese Erde gab Gott nicht mehr aus der Fülle, nicht etwas von vielem, sondern seinen einzigen Sohn. Es ist schon bemerkenswert, wenn ein Gott den unwürdigen Menschen aus seiner Fülle der Gaben gibt, aber es ist höchst erstaunlich und unbegreiflich, dass er seinen einzigen Sohn, Jesus, gibt.

Betrachten wir nun das Leben Jesu, stellen wir fest, dass die Linie des Gebens sich fortsetzt. Als Jesus seine Tätigkeit als Messias Gottes beginnt, ist er immer nur der Gebende: Den Blinden gibt er das Gesicht, den Stummen die Sprache, den Tauben das Gehör, den Lahmen die Beweglichkeit, sogar Toten wieder das Leben; und den Traurigen gibt er Trost, den Hungrigen Brot. Und dann krönt er sein Geben in der Hingabe seines Lebens am Kreuz. In manchen Bibelübersetzungen heißt es ausdrücklich nicht nur, dass Gott seinen Sohn gab, sondern dass er ihn hingab.

Das weist daraufhin, dass sich hier jemand etwas vom Herzen gerissen hat, dass er gab, obwohl es ihm so lieb und teuer war, dass er es lieber behalten hätte, der aber aus barmherziger Liebe zu dem, dem geholfen werden sollte, die eigenen Wünsche zurückstellte. Diese Dahingabe Gottes durch Jesus kommt schon sehr deutlich darin zum Ausdruck, wie er in diese Welt kam: Ein Kind in der Krippe, dahingegeben, schutzlos in einer dunklen Welt. Und dieser Jesus geht den Weg der Dahingabe ganz konsequent bis zum Ende, bis zum bitteren Ende am Kreuz.

So ist es bestimmt nicht zufällig, dass Jesus als Kind auf diese Erde kommt, und hilflos und wehrlos am Kreuz für uns stirbt. Hier wird das Maß der Liebe Gottes deutlich an dem, was er zu geben bereit ist: Seinen einzigen Sohn! Damit er, ausgeliefert der Willkür der Menschen, für ihre Sünde stirbt, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. Damit sind wir wieder bei unserem Bibeltext. Und auch jetzt noch, nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren ist, setzt sich in ihm die Reihe des Gebens durch Gott an uns fort: Wer an ihn glaubt, denen gibt er Macht, Gottes Kinder zu werden. Und an anderer Stelle heißt es: Ich werde den Vater bitten, der wird euch einen anderen Tröster geben, den Heiligen Geist, und endlich sagt er seinen 'Schafen' und das heißt doch uns, seinen Jüngern: Ich gebe ihnen das ewige Leben.

Darum wollen uns das erste Kommen Jesu in diese Welt und Karfreitag etwas Besonders lehren. So sollen die anderen heilsgeschichtlichen Ereignisse, die sich in den großen christlichen Feiertagen in Erinnerung rufen, für uns Erlebnistage werden. Pfingsten sagt uns, dass wir selbst den Heiligen Geist empfangen können, wenn wir Gott vertrauen und ihn darum bitten. Ostern verheißt uns: So wie Jesus auferstanden ist, so sollen auch die, die in Jesus entschlafen sind, auferweckt werden. Und das Fest der Himmelfahrt erinnert uns an die Verheißung, dass wir, die wir an Jesus glauben, bei der Entrückung der Gläubigen dabei sein werden, mit Jesus in die Wolken entrückt werden um mit ihm in den Himmel aufzufahren.

Aber die Tatsache, dass Gott seinen Sohn als Kind in diese Welt gab, und dass dieser Jesus am Karfreitag am Kreuz für uns starb, sind keine Ereignisse, die wir nacherleben müssten. Es sind zunächst historische Ereignisse, an die wir uns erinnern können und die uns Gewissheit in unserem Glauben geben. Wir brauchen aber nicht auch noch für unsere Sünden zu leiden oder zu sterben, das hat Jesus ein für allemal getan, deshalb gab er sein Leben, damit wir das unsere nicht mehr geben brauchen. Aber dieses 'neue' Geben Gottes an die Welt, stellt an uns, seine Nachfolgern, einen sehr bedeutenden Anspruch. Während uns die anderen Ereignisse lehren auszuharren und zu warten, bis Gottes Verheißungen in Erfüllung gehen, lehrt uns das erste Kommen und das Sterben Jesu, in einer neuen Art zu leben! Es soll uns erinnern und lehren, dass wir in Jesus Fußstapfen wandeln sollen, seine Gesinnung annehmen, seine Taten tun sollen.

Das heißt für uns konkret, dass auch wir Menschen des Gebens werden sollen.

Ich glaube, dass es Zeiten gegeben hat, wo man das besser begriffen und praktiziert hat als heute. Woher käme sonst der schöne Brauch, sich an bestimmten Festtagen und Ereignissen zu beschenken, was doch nichts anderes heißt, dass ich dem anderen etwas gebe. Sicherlich ist gerade hier im Westen, in den Wohlstandsländern, oft der eigentliche Sinn des Schenkens und Gebens verloren gegangen, weil wir meist alle nur von unserem Überfluss abgeben. Aber wenn wir den eigentlichen Sinn neu entdecken, kann das Schenken eine sehr gute Erinnerung daran sein, grundsätzlich als Gebende zu leben. Wenn wir das in der ganzen Konsequenz praktizieren, dann wird das nicht im Geben von Materiellen bleiben, so wichtig und sinnvoll das im Einzelfall auch ist.

Aber was Jesus wirklich möchte, ist, dass wir, wie er, in der Hingabe zu Gott und Menschen leben. Das bedeutet, dass wir nicht nur aus unserem Überfluss geben, oder doch nur dort, wo es uns nicht weh tut, sondern dass wir auch bereit sind, unter Umständen das Einzige, das Beste was wir sind oder haben für die Sache Gottes zu geben. Was Hingabe an Gott bedeutet, wird unter anderen klar, wenn wir einige biblische Personen betrachten. Schon im Alten Testament werden uns Menschen genannt, die alles für Gott zu geben bereit waren, sogar ihr Leben, auch wenn Gott es nicht gefordert hat. Die drei Männer im Feuerofen kommen uns in Erinnerung oder Daniel in der Löwengrube, oder auch eine Königin Esther, die für das Volk Gottes alles riskiert. An Abraham erinnern wir uns, der bereit ist, seinen einzigen Sohn dem Herrn zu opfern.

Auch im Geschehen um die Geburt Jesu ist das der Fall. Maria, die Mutter Jesu, fragt nicht nach ihrem Ruf, nicht danach, ob sie ihren Verlobten verlieren könnte, wenn sie ein Kind durch den Geist Gottes bekommen würde. Es wird ihr doch klar gewesen sein, dass ihr das so leicht niemand glauben würde. Und Josef, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht ihr Mann war, musste doch damit rechnen, dass man ihn als unehrenhaft ansehen würde, wenn seine Braut ein Kind empfing zu einer Zeit, wo sie nicht verheiratet waren. Aber das alles ficht sie nicht an. Sie vertrauen ihren Gott, dass er trotz dieser ungünstigen Umstände für sie alles zum Besten führen würde. Und als Maria unter dem Kreuz steht, hängt dort doch sicherlich für sie das Beste, der Beste, ihr unter Schmerzen geborener Sohn, den sie um der Sache Gottes willen dahingibt. Und wir hören von ihr kein Murren gegen Gott.

Später finden wir Beispiele der Hingabe, wenn wir die Berufung der Jünger Jesus betrachten. Jesus sagt, z.B. zu Petrus: "Folge mir nach." Und Petrus, der einen Beruf hat, er ist Fischer, der verheiratet ist und eine Familie zu versorgen hat, läßt alles stehen und liegen und geht, folgt Jesus nach. Er fragt nicht: Was habe ich für einen Stundenlohn, wie viel Zeit bleibt mir für mein Privatleben, was wird aus Frau und Kindern, wenn ich mit dir durch die Lande ziehe, wie viel Urlaub bekomme ich? Wie können er und die anderen Jünger so scheinbar bedenkenlos nachfolgen? Weil sie wissen, dass konsequente Nachfolge auf der einen Seite bedeutet, um Gottes und Jesu willen alles aufzugeben, dass es aber auf der anderen Seite auch heißt, dass er, der lebendige Gott, dann die Sorge für mich und alle, die mir anvertraut sind, übernimmt, dass er auch hier der Gebende bleibt. Als Jesus später einmal seine Jünger fragt, ob sie jemals materielle Not gehabt haben, antworten sie ohne Zögern: "Nie!" Wie wenig trauen wir Gott oft zu! Wie sehr glauben wir, nur wir könnten richtig für unsere Lieben sorgen und haben keine Zeit für Gott, kein Geld, keine Lust, oder, wie wir oft meinen, keine Möglichkeit, aber viele Ausreden.

Andererseits schauen wir voll Bewunderung auf die, die für ihren Glauben gelitten haben, wie viele Christen in den totalitären Staaten, wie es uns auch die deutschen Aussiedler aus Russland berichten und wie wir es aus den moslemischen Ländern hören, wo immer noch Christen verfolgt werden. Wie viele haben um ihres Glaubens willen gegeben, nicht nur Materielles. Und trotz allem wussten sie, dass Gott es sieht und auf besondere Weise für sie sorgt, so wie er auch für seinen Sohn gesorgt hat. Er hat seinen Sohn scheinbar in die Unwägbarkeit und Ungewissheit dieser Welt gegeben. Er vertraut den Sohn Gottes als Kind zwei einfachen Menschen an: Maria und Josef, einem Zimmermann und einer jungen Frau, die nicht viel Erfahrung im praktischen Leben gehabt haben dürfte.

Aber in aller Unsicherheit des Lebens Jesu scheint bei ihm immer wieder der Plan und die Führung Gottes durch. Als Josef Maria verlassen will, weil er meint, dass sie von einem anderen Mann ein Kind erwartet, spricht Gott selbst durch einen Engel zu ihm und bewahrt der Maria den Mann und dem Kind den weltlichen Vater. Als Herodes den Befehl gibt, die Kinder in Bethlehem zu töten, weil er 'den König der Juden', Jesus, den Gottessohn, tot wissen wollte, errettet Gott die Eltern und das Kind. Jesus gerät in seinem Erdenleben mehrere Male in Lebensgefahr, und oft geht er einfach 'durch seine Feinde hindurch' weil Gott dafür sorgt, dass Jesus im Plane Gottes bleibt. Und als er am Kreuz stirbt, dann nicht, weil seine Feinde Sieg über ihn bekommen hätten, sondern weil er Gottes Plan erfüllt. Jesus selbst sagt dazu :

Darum liebt mich mein Vater, weil ich mein Leben lasse, auf dass ich es wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selber. Ich habe Macht es zu lassen, und habe Macht, es wiederzunehmen. (Johannes10,17 +18)

Und das bewies er, indem er nicht im Tode blieb, sondern auferstand. Und was Jesus erlebt hat, will Gott in seiner Fürsorge auch uns tun: Er hat einen Plan mit uns, ein Ziel, das er nur erreichen kann, wenn wir in der ganzen Hingabe zu ihm leben. Das heißt auch, dass wir ihm zutrauen, dass er uns und unsere Lieben versorgt, so wie er es auch bei seinen Jüngern getan hat. Wenn wir dazu bereit sind, werden wir auch wunderbare Führungen Gottes erleben. Ja selbst im Tode sind wir dann geborgen, wie es z.B. im Neuen Testament von Stephanus, dem Märtyrer, geschildert wird, der unter der Steinigung den Himmel offen und Jesus zur Rechten des Vaters sieht. Und von manch einem Zeugen Jesu nach ihm wissen wir Ähnliches. Und auch von all diesen wissen wir: der Tod hält sie nicht, sie werden, wie ER, auferstehen, dafür sorgt Gott!

Aber Hingabe an Gott, an Jesus, heißt nicht nur allgemein fromm sein und schließt nicht nur die direkte Arbeit im Reich Gottes ein, sondern beinhaltet auch das praktische sich Kümmern um den anderen, um den Nächsten, wie die Bibel es nennt und wie Jesus uns das in seinem Erdenleben vorgelebt hat. Und was Jesus mit der Hingabe an den Nächsten meint, kommt sicherlich gut in dem Beispiel vom Barmherzigen Samariter zum Ausdruck. (Lukas 10, ab Vers 25) Der Samariter engagiert sich zwar zum Schluss auch noch materiell für den Überfallenen, indem er dem betreuenden Wirt Geld gibt, aber entscheidend ist, dass er sich dem Verletzten ganz persönlich zuwendet, seine Wunden mit Wein und Öl behandelt, ihn aufhebt, auf sein Lasttier legt und ihn persönlich zur Herberge transportiert. Das ist sicher ein sehr dramatisch ausgemaltes Beispiel. Bei uns wird es wohl oft um viel einfachere Dinge gehen, die aber doch in dem Handeln des Samariters symbolisiert sind.

Ist es nicht unser Aufgabe als Christen, uns gerade denen zuzuwenden, an die alle anderen vorübergehen, wie es bei dem unter die Räuber gefallenen Mann der Priester und der Levit tun ? Der einzelne Christ und die christliche Kirche und Gemeinde muss sich dessen bewußt sein, dass ein Christ auch sozial engagiert sein muss. Als wir vor ca. 20 Jahren eine neue Gemeinde gründeten, haben wir bald erkannt, dass man Menschen nicht nur zum Glauben rufen kann, sondern den Armen und Benachteiligten und Verletzten eine Hilfe bieten muss. So entstand die Stiftung 'Glaubens- und Lebenshilfe' zur Betreuung von Kindern, Jugendlichen und alten Menschen. Dankbar dürfen wir hier auch anerkennen, dass fast alle Kirchen sich dieser Pflicht bewußt sind und viele soziale Einrichtungen auf die Initiative der Kirchen zurück gehen. Und viele auch heute noch von diesen betrieben werden.

Aber andererseits darf uns die organisierte Hilfe nicht beruhigen in der Weise, dass wir ganz persönlich uns um Hilfsbedürftige nicht mehr kümmern. Der Barmherzige Samariter gießt selbst Öl und Wein auf die Wunden des Verletzten. Wie sehr kann ein gutes Wort, ein Trost, ein Besuch, ein Anruf, ein kleines Zeichen, das sagt: Ich mag dich, ich denke an dich, du bist nicht allein, für einen kranken, einsamen oder verzweifelten Menschen wie Wein und Öl auf die Wunden sein, die das Leben oft schlägt. Wein, der dafür sorgt, dass die Wunde sich nicht entzündet, Öl, das die Heilung fördert. So kann eine gute Tat einen Menschen davor bewahren, verbittert zu werden und ihn veranlassen, sich Gott neu zuzuwenden. Behalten wir uns ein Herz für den Menschen neben uns. Nächst der Erwartung Gott zu lieben, fordert er die Liebe zu dem Nächsten.

Beim Gericht über die Völker wird beurteilt: Was ihr diesen meinen geringsten Brüdern getan habt, ihnen gegeben habt an Kleidung, Nahrung, Hinwendung in Besuch, bei Krankheit und Gefangenschaft, das wird vergolten werden in der Zusage Gottes, dass sie eingehen in das ewige Leben. Und der Apostel Paulus erinnert daran, dass Jesus gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen. Wir haben uns nun ausführlich mit dem ersten Teil unseres Bibeltextes beschäftigt, wollen jetzt aber auch noch den zweiten Teil betrachten, weil er eine sehr wichtige Aussage über Gott macht. Es heißt:

Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.

Wir wollen eins bedenken: Gott hätte Jesus auf diese Erde senden können, als einen König des Himmels, der mit Blitz und Donner in den Wolken erscheint und eine Welt vor die Alternative stellt: Seid ihr für oder gegen mich? Wer für mich ist, der ist errettet, wer gegen mich ist, wir sofort liquidiert. Zweifellos hätte Gott als Herr aller Herren das Recht dazu gehabt. Aber das tut er nicht. Nicht als König in Macht und Herrlichkeit, sondern als Kind kommt er zunächst in diese Welt, offenbart er sich uns. Und dieses hilflose Kind symbolisiert die vollkommen friedliche Absicht Gottes. Ein Kind kann nicht einmal urteilen, viel weniger verurteilen. Ein Kind kann niemanden etwas zuleide tun. Gott liefert uns nicht an Jesus aus, sondern er liefert Jesus an uns aus, was dann am Kreuz bittere Wahrheit wird. Am Kreuz sind ihm, dem Gottessohn, die Hände angenagelt. Er läßt es geschehen und zeigt damit seine friedliche Absicht. Diese Hände führen kein Schwert, sondern sind wie zum Segen ausgebreitet, und diese Lippen verdammen nicht, sondern sprechen: Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!

Er möchte, dass wir aus Liebe und Einsicht zu ihm kommen und den Gekreuzigten, das bedeutet doch wiederum den Hilflosen, anbeten. Das ist ein Gott, der es durch und durch gut mit uns meint. Es hat aber zu allen Zeiten Menschen gegeben, die so tun, als sei es die vorwiegende Absicht Gottes, Menschen zu strafen und zu verdammen. Gottes Wort sagt aber: Gott will den Tod des Sünders nicht, Gott will, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Im Grundsatz verurteilt er uns nicht, sondern wir verurteilen uns selbst, wenn wir ihn nicht als Herrn anerkennen und wenn wir in der Sünde verharren. Johannes schreibt dazu im Evangelium Kapitel 3, 18 + 19 von dem Sohn Gottes:

Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse.

Friedlicher kann Gott seine Absicht nicht demonstrieren, als dass er seinen Sohn ans Kreuz schickt, der uns durch seine Hingabe hinführen will zu Gott, ja, der bereit ist, sich selbst zu opfern damit wir gerettet werden. So hängt am Kreuz der Messias Gottes, dass heißt, der Erlöser, der für uns stirbt, damit alle, die an ihn glauben, ewiges Leben haben. Einfacher kann Gott das Erlösungswerk wirklich nicht gestalten. Aber wir dürfen über dieses so gnädige Handeln Gottes nicht vergessen, dass am Kreuz auch der Herr der Welt, eben Gottes Sohn, hängt, der nicht nur gekreuzigt wird und stirbt, sondern auch aufersteht und damit zeigt, dass er Herr über alles ist! Deshalb müssen wir auch verkünden: Für den, der hartnäckig ablehnend bleibt, wird dieser Jesus einmal kommen um das Urteil, das er sich selbst erwirkt habt, zu vollstrecken Die Bibel sagt, dass der Tag kommt, wo alle Menschen ihr Knie beugen müssen vor Jesus, ob sie wollen oder nicht, weil er der Herr ist. Wer aber jetzt schon, unter dem Kreuz seine Knie beugt und bekennt: Herr, ich bin ein Sünder, ich brauche deine Vergebung, der erhält sie im gleichen Augenblick, wird ein Kind Gottes und ihn trifft kein Urteil mehr, wie die Bibel sagt:

Da ist keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. (Römer 8, 1)

Wer an den Sohn glaubt, der erlebt schon in diesem Leben, dass Gott auch für ihn der Gebende wird, der uns hilft in den Nöten des Lebens, der aber auch Freude schenkt und Friede ins Herz und Kraft gibt durch seinen Heiligen Geist. So betrachtet, ist dieses Bibelwort, dass Gott die Welt liebt und seinen Sohn gab, das große Angebot Gottes an uns, das uns dankbar werden läßt über einen Gott, der es gut mit uns meint und das in der Gabe seines Sohnes, Jesus Christus, dem Erlöser am Kreuz und dem Sieger über den Tod, bekundet. Und wer das glaubt, bekommt auch die Gewissheit, die uns in dem zweiten Teil unseres Predigttextes nahegebracht wird:

Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.

Und wer um seine ganz persönliche Errettung weiß, der kann auch lobend und liebend und anbetend sich diesem Gott nähern, denn all das konnte nur wahr werden, weil es wirklich geschehen ist:

Gott gab seinen Sohn !

Amen !


Frage beantworten

Verwandte Fragen

Verwandte Fragen

Noch nicht die richtige Antwort? Dann hier in allen Fragen und Tipps suchen:




Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.