Frage von jederzeitnie, 70

Die Schlepper sollen verfolgt und ihnen das Handwerk gelegt werden. Scheinbar vernünftig - Ich habe Zweifel, daß das hilfreich ist. Sehe ich das falsch?

wenn man jetzt eine Kampagne gegen die Schlepper startet. bedeutet das doch gleichzeitig, man erschwert den Fluchtwilligen die Flucht, setzt sie der Bombardierung aus, ohne die Chance, dem Unheil zu entgehen. Sehe ich das falsch und könnte es sein, daß jeder, der noch die geringste Chance sieht, dem INferno, für das diesmal Putins Bombardierungen verantwortlich sind, zu entfliehen und das so schnell wie möglich, ehe alle Fluchtwegen endgültig geschlossen sind in Angriff nimmt, was kurzfristig ein vermehrtes Flüchtlingsaufkomen bewirken wird??

Man sollte sich einmal in die armen Menschen hineinversetzen. Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, Menschen, die in ihrem Heimatland in Lebensgefahr sind, Asyl zu gewähren. Die Erde gehört allen - bereit zu teilen ist eine Güte, die man schon kleinen Kindern anerziehen sollte, das minimiert viele Konflikte.

Also ist die Verfolgung der Schlepper wohl ein zweischneldiges Schwert. Könnte man Gummiboote durch seetauglische Kähne oder Schiffe ersetzen? Wenn nicht, warum nicht?

Antwort
von Hamburger02, 17

Die Frage ist absolut berechtigt, ob es sich hier um Symbolpolitik oder eine wirksame Maßnahme handelt. Kann mir selber als ehemaliger Mariner auch nicht so recht vorstellen, wie das funktionieren soll, damit den Schleppern das Handwerk zu legen.

Antwort
von 1988Ritter, 16

Die Schlepperaktion ist eine Beruhigungspille für das Volk.

Mehr steckt da nicht hinter.

Von der türkischen Küste kan man mit dem blossen Auge nach Griechenland schauen.

DIe Flüchtlinge benötigen folglich nicht mal einen Kapitän der sie über das "offene" Meer nach Europa bringt.

Die Leute werden in der Türkei an einen Sammelplatz geordert, dort liegt dann ein Boot, da können sie einsteigen und nach Griechenland schippern.

Die Schlepper....die unsere teuren Kriegsschiffe einfangen möchten, (ich bekomme da alleine schon die Krise wenn ich an den verballerten Treibstoff denke) die sitzen schön im Strassenkaffee im Hinterland der Türkei.

Wenn also jemand gegen Schlepper vorgehen möchte, dann betrifft das die Türkei in Form einer inneren Angelegenheit!!!

Hinsichtlich der geplagten Flüchtlinge hast Du falsche Vorstellungen. Diese sind in der Türkei angekommen schon in einem sicheren Drittland. Von dort können dann ganz bequem Visaanträge in diverse Staaten gestellt werden, und man kann mit Genehmigung komfortabel in die neue Heimat fliegen. Die UNHCR (Flüchtlingshilfswerk der UNO) befindet sich direkt vor Ort in den Lagern der Flüchlinge, und leistet dort auch Hilfestellung zur Weiterreise.

Antwort
von DerBuddha, 28

ich finde die aktion nicht zuende gedacht, denn was bitte schön soll die schlepper davon abhalten, flüchtlinge mit schlauchbooten aufs meer zu treiben?........nichts, denn die ganzen nato-schiffe schwimmen ja nur auf dem meer rum und können dann die flüchtlinge einsammeln, während die schlepper an land immer neue schlauchboote befüllen und aufs meer treiben.......muss ja kein schlepper mitfahren und sie verfolgen, geht ja dann bitte schön nur noch an land.............

und die meinung von vielen, dass man allen helfen muss ist auch nicht zuende gedacht, denn man kann nicht die ganze welt aufnehmen...........stellt euch doch mal vor, ihr habt ein familienhaus und wollt nun alle obdachlosen in deutschland aus irgendwelchen geboten oder mitgefühl aufnehmen, na dann viel spass..........und mal im ernst, ich verstehe wirklich nicht, dass viele leute durch diese flüchtlingswelle ihr "mitgefühl" entdecken, aber trotzdem die augen dann verschließen, wenn deutsche auf den straßen leben, in vielen großstädten betteln, in lumpen herumlaufen usw........muss wohl ein neuer trend sein, sich mit mitgefühl gegenüber ausländischen menschen zu schmücken und 40 jahre lang in deutschland die eigenen landsleute auf den straßen dann übersehen.........

wenn ihr wirklich helfen wollt, dann geht doch mal zu denen auf die straße, die sich auch über essen oder eine tasse kaffee freuen, über ein kleines menschliches gespräch oder über ein paar klamotten..........und dabei meine ich dann die landsleute, für die kein beheiztes zelt aufgestellt wird, die nicht im hotel die kosten übernommen bekommen, die keinen an die hand bekommen und die dann die behördengänge mit ihnen übernehmen........ich kann deshalb so schreiben, weil ich aus dem sozialen bereich komme und damit zu tun habe und ich finde diese ganze situation genauso schlimm, aber trotzdem sollte man auch mal die kirche im dorf lassen und erstmal im eigenen haus alles in ordnung bringen, bevor man die welt einlädt.........!!!

Kommentar von jederzeitnie ,

Der Buddah, ich gebe dir sowas von Recht. Selbstverständlich ist zunächst jedes Land selbst verpflichtet, für seine Staatsangehörigen so gut wie möglich zu sorgen.

Aber ich frage mich: In Deutschland gibt es Grundsicherung für jeden. Wieso muß es so weit kommen, daß es Obdachlose gibt? Wohnung wird bezahlt, ein (niedriger Standard, vielleicht zu niedrig) an Lebenunterhalt wird auch finanziert - wenn man auf Tabak und Alkohol verzichtet, müßte ein bescheidenes, geregeltes Leben möglich sein. Niemand muß zwangläufig obdachlos werden und wenn doch, könnte man durch Anstrengungen da auch wieder herauskommen. Allerdings müßte man dann Anstrengungen unternehmen. Wem es genügt, als Obdachloser sein Leben zu fristen, hat sich quasi selbst entschieden. Natürlich muß man alles tun, um ihnen zu helfen. Aber ein wenig Eigeninitiative darf man erwarten, oder?

Kommentar von DerBuddha ,

das problem ist ein anderes.......

jede sanktion vom jobcenter/leistungsträger ist eigentlich verfassungswidrig, wird aber trotzdem durchgezogen........viele, die sanktioniert werden, wissen nichts von ihren rechten und haben oft dass problem, dass eben auch durch sanktionen der wohnraum flöten geht, denn jobcenter sind da rigoros und streichen sogar die kosten der unterkunft, die gar nicht sanktionierbar sind.........denn laut grundgesetz ist der staat zur zahlung der sozialleistungen verpflichtet, und dass ohne bedingung......wird aber eben nicht so gehandhabt..........

wie schon geschrieben, ich komme aus dem sozialen bereich und auch wenn es sich jetzt blöd anhört, aber gerade in dem umfeld kann man nicht aus deinen oder meinen sichtweisen heraus ein urteil fällen, denn die leute, die z.b. auf der straße leben, haben am anfang auch ein echtes leben gehabt und sind durch viele umstände dann auf dieser gelandet, haben dann irgendwann durch den ganzen gesetzes-dschungel aufgegeben und müssten wirklich an die hand genommen werden um wieder ins leben zurück zu finden................im übrigen ist es jetzt mal völlig egal, warum man auf der straße lebt, fakt bleibt trotzdem, dass ein sozialstaat, der auf einmal kohle zur hand nimmt und alles mögliche für flüchtlinge tut, auch mal für straßenbewohner ein beheiztes zelt zur verfügung stellen könnte..............oder.....:)

denn egal warum flüchtlinge zu uns kommen, egal warum deutsche auf der straße leben, beide gruppen sind menschen und da sollte man dann auch bei beiden gruppen keine unterschiede machen.............:)

Antwort
von SechsterAccount, 42

Ja nur gerade mal 25% davon wären wirklich in ihrem Heimatland gefährdet . Das ist eben das Problem , den Schleppern das Handwerk zu legen ist eine Lösung aber nicht effizient genug. Ich bezweifle allgemein , dass die anderen Länder die Schlepper wirklich in Gewahrsam nehmen, sind ja alle beauftragt .

Antwort
von Nomex64, 14

Mit der Aktion verarscht die Politik mal gerade wieder schön die Bevölkerung.

Die Schlepper sind nicht die Ursache der Flüchtlingswelle. Sie sind nur ein Symptom. Wenn die Notwendigkeit zur Flucht nicht gegeben wäre dann gebe es auch keinen Markt für Schlepper. Das ist genau so unsinnig wie jetzt den Russen die Schuld zu geben.

So lange die Verantwortlichen in den G7(+x)-Staaten nicht bereit sind ihre Politik grundlegend zu ändern wird es auch Flüchtlinge geben. Es hat das Problem und damit auch das Flüchtlingsproblem schon immer gegeben, nur jetzt kommen die Flüchtlinge endlich in die Länder die wirklich dran schuld sind und bleiben nicht mehr in den erbärmlichen Flüchtlingscamps die es überall auf der Welt gibt.

Antwort
von Nunuhueper, 9

Es sind Flüchtlinge aus den Lagern der Türkei, die übers Meer Richtung Griechenland per Schleuser kommen. Die NATO Schiffe sammeln alle Flüchtlinge ein und bringen sie wieder dorthin, woher sie kommen.

In diesen Lagern gibt es keine "Bombardierungen von Putin". Dein Vorschlag, alle offiziell nach Europa zu transportieren, ist daher völlig unbegründet.

Antwort
von AlderMoo, 16

Auch das ist ein weiterer Versuch unserer Politiker, ein akutes Problem zu lösen, indem man an den Symptomen herumdoktert, anstatt die Ursachen zu beheben.

Aber was solls?

"Jedes Volk bekommt die Politiker, die es verdient"

Sokrates

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