Frage von mezkalito4, 46

Die richtige Brillenstärke bei Abweichungen im Test?

Hallo zusammen,

ich war bei der Sehschule beim Augenarzt / Optometristen. Bei den Stärken ist es so, das beim subj. Abgleich niedrigere Werte raus kamen als beim obj RX mit Cydo. Jetzt frage ich mich, wie ich an die Sache herangehe und welche Werte ich in eine Brille einsetzen würde?

Kann mir da vielleicht einer Helfen?

Die Werte sind im Bild anbei.

Grüße und Danke

Antwort
von aseven79, 25

Die objektiven Werte kannst du knicken. Die sind nichtmal die Tinte wert, mit denen sie aufgeschrieben wurden. Und ob das Prisma tatsächlich nicht gegeben werden soll, ich nochmal eine ganz andere Frage. Eine Teilkorrektion mit 0,5dpt erachte ich persönlich als nutzlosen Murks, und es erweckt den Eindruck, dieser "Sehtrainer" wäre sich seiner Sache nicht ganz sicher. Fakt ist, ein Optiker würde keine modifizierten Werte in eine Brille einbauen, die derart "experimemtel" sind. Jedenfalls nicht, ohne die Verantwortung für die Verträglichkeit von sich zu weisen. Mit solchen Abwandlungen arbeiten hingegen Sehschulen sehr gerne, was unter beiden Berufsgruppen oft für Zündstoff sorgt. Unter Einfluss von Cykloplegika eine Messung vorzunehmen ist ebenfalls sehr umstritten. Diese Tropfen lähmen den Ziliarmuskel vollständig, was zu Abweichungen der Ergebnisse verglichen mit einem nicht gelähmten Auge führt. Zwar argumentiert der Befürworter so, dass das Auge nur so unverfälschte Messergebnisse liefert, aber es ist genau diese leichte Grundspannung (Akkommodationsruhelage), die gewissermassen den "natürlichen Alltags-Augenzustand" ausmacht. Prismen können das dan noch weiter verfälschen. Wie in diesem Beispiel zu sehen ist, weichen die Werte erwartungsgemäss vom gelähmten zum nichtgelähmten Auge markant ab, wodurch eine danach gefertigte Brille unbrauchbar wäre. Aber man muss auch anmerken, dass die zweiten Werte nur objektiv gemessen wurden, also nur mit dem Automaten ohne das Zutun des Prüflings. Und eine Brille nach diesen Werten anzufertigen kommt grundsätzlich nicht in Frage. Hier wird das beidäugige Sehen gänzlich ausser Acht gelassen, und spätestens wenn jetzt noch das Prisma reinfunkt, kannst du das Ergebnis voll vergessen.

Lange Rede kurzer Sinn: Das einzig plausible Ergebnis ist der subjektive Abgleich ohne Cyklo. Aber nach meiner persönlichen Empfehlung solltest du die Messung von demjenigen Augenoptikermeister nochmal durchführen lassen, der dir die Brille verkauft, für die Richtigkeit mit seinem Namen geradesteht und dir die Verträglichkeit garantiert. Ich halte nichts von den alternativen Praktiken solcher "Sehschulen". Erst recht nicht bei den vorliegenden Werten, oder ab einem gewissen Alter

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