Frage von sinari, 38

Die Prognose,einen geeigneten Platz für die Endlagerung von Atommüll liegt bei ca 40 Jahren Zeitaufwand?

Kannn man da den Entscheid zum Ausstieg aus diesem Segment der Energiegewinnung nicht etwas eher nachvollziehen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Maisbaer78, 26

Also ich kann nicht nachvollziehen, das man überhaupt noch gegen einen Ausstieg sein kann.

 Die Prognose von 40 Jahren ist übrigens eine x-beliebige Zahl. Es gibt auf der Erde einfach keinen Ort, der die Anforderungen, zb eine sichere Endlagerung für bis zu 1Mio Jahre, garantieren kann.  Selbst 50.000 Jahre sind kaum vorstellbar.

Es wird eben irgendwann ein Ort festgelegt, die zuständige Kommission hat den Termin aber bereits jetzt von 2050 auf 2058 verschoben, es wird weitere Verschiebungen geben.

Und was dann am Ende kommt, ist nur ein weiteres Zwischenlager das die nächsten 100.000 Generationen überwacht werden muss. Dazwischen müssen die Fässer in neue Fässer gesteckt werden, die Castoren in Beton gegossen usw.

Das Lagerungsproblem wird sich ob der kurzen Haltbarkeit der Behältnisse vervielfachen. Jeder der heute noch an die Atomenergie glaubt, denkt auch, das Geldautomaten Geld drucken, solang das Papier nicht ausgeht.

Kommentar von sinari ,

Ich stimme dir zu,nur kommt immer wieder die Frage:Nur wir in Europa?Ist der Ausstieg aus der Atomenergie eine Schizophrenie der BRD?Andere Länder erweitern ihr Potential.Da läuft doch etwas total verquer?Ich kanns jedenfalss nicht nachvollziehen.

Kommentar von Maisbaer78 ,

naja, geld regiert die welt, nicht logik oder vernunft. solang das gros der menschen die globale gesamtsituation nur am eigenen wohlbefinden misst, wird alles erst mal nur noch schlimmer. da ist der atomausstieg nur ein beispiel von vielen. mir faellt eigentlich nichts ein, dass sich in den letzten 20 jahren zum besseren gewendet haette, dafuer unzaehlige zustaende, die sich drastisch verschaerft haben.

Kommentar von ocin1 ,

Als ob nur die Kernenergie die Endlagerung benötigt.

6 chemische Endlager in der BRD sind in alten Salzbergwerken eingerichtet, wie die ASSE

Man bedenke, dass es in der BRD 16 chemische Endlager (im
politisch Sprech "4 Untertagedeponien" 12
„Versatzbergwerke“) gibt, die schon seit langem betrieben werden.
Interessanter Weise sind 6 chemischen Endlager in Salzgesteinen, wie auch das nukleare "Endlager" Morsleben und die ASSE.

1. Herfa Neurode /Hesen (altes Kalisalz-Bergwerk)

2.Heilbronn / Baden-Württenberg (altes Salzbergwerk)

3. Zielitz/Sachsen-Anhalt (altes Kalisalz-Bergwerk)

4. Borht-Niederreihn/ Nordreihn-Westfalen (altes
Salzbergwerk)

5. Riedel /Niedersachsen (altes Salzbergwerk)

6. Sondershausen /Thüringen (altes Kalisalz-Bergwerk)

Es stellt sich nun die objektive Frage,wenn die Endlagerung in
Salz "ganz klar gefährlich sei",so wie es von unseren
Medien und unserer Politik am Beispiel der ASSE gerne verdeutlicht
wird, warum gibt es dann über die 6 chemischen Endlager, welche auch in Salzgestein liegen, keine vergleichbare Medienpräsenz?

Hier kann es eigentlich nur 3 logische Antworten geben:

1- Die Probleme der ASSE werden aus politischen Gründen maßlos
übertrieben und restlos einseitig behandelt.

2- Über die Probleme der 6 chemischen Endlager wird mit Absicht
nicht in Medien und Politik berichtet. Die Endlagerung wäre dann
keine Besonderheit der Kernenergie, was sie ja auch nicht ist. Das
bedeutet aber, dass die Deutschen seit Jahren von den Medien und der Politik belogen werden.

3- Die Probleme der ASSE sind auf die ASSE selbst begrenzt und
stellen somit das Endlagerkonzept in Salzgestein nicht in Frage. Die
6 chemischen Endlager in Salzgestein sind ein praktischer Beleg für
die gut Umsetzbarkeit.

Das größte chem. Endlager weltweit (Fläche Münchens inklusive
Autobahnring) in Herfa Neurode wurde vom damaligen hessischen
Umweltminister Joschka Fischer 1986 genehmigt und als "Juwel"
bezeichnet [ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13520557.html].
Also, wer "GRÜN" wählt, wählt chemische Endlager (die
zweifellos notwendig sind).

Resümee: Jede Energietechnik verursacht endzulagernde Abfälle!
Die Frage sollte besser nach der Technik lauten, welche die geringste Müllmenge pro generierte kWh Strom erzeugt.

Quellen:

de.wikipedia.org/wiki/Endlager
,de.wikipedia.org/wiki/Müllverbrennung,
ww.sueddeutsche.de/wissen/untertagedeponie-herfa-neurode-das-giftgrab-1.910158,
ww1.wdr.de/fernsehen/quarks/sendungen/sbmuelldiegiftigstenortedeutschlands102.html,
ww.focus.de/politik/deutschland/sondermuell-ab-ins-bergwerk_aid_152486.html,ww.badische-zeitung.de/elsass-x2x/wohin-mit-dem-hochgiftiger-sondermuell-aus-wittelsheim--36297444.html,
ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13489952.html
,toxcenter.org/artikel/Herfa-Neurode-groesste-Sondermuelldeponie-der-Welt.php,
ww.eon-energyfromwaste.com/Umwelt/133.aspx
,ww.spiegel.de/wirtschaft/gefaehrlicher-goldabbau-ein-ehering-produziert-20-tonnen-giftmuell-a-542725.html,
ww.dw.de/zerstörte-umwelt-der-preis-des-goldes/a-15295336,ww.beobachter.ch/natur/umweltpolitik/natur-umweltschutz/artikel/sondermuell_aus-den-augen-aus-dem-sinn/,ww.deutschlandfunk.de/im-fegefeuer-der-konsumgesellschaft.740.de.html?dram:article_id=111876,ww.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Reste-von-Chemiewaffen-aus-Syrien-landen-in-Kalischacht-in-Sondershausen-1582229580

Kommentar von Maisbaer78 ,

Die Problematik chemischer und biologischer Sonderabfälle sind nicht im Mindesten vergleichbar mit denen der strahlenden Restbestände.

Teilchenstrahlung zerstört mit der Zeit jedes Behältnis. In 1000 Jahren sind die meisten chemischen Substanzen neutral geworden. Die Halbwertszeiten der stark radioaktiven Materialien betragen das 50 bis 1000 Fache.

Die Schadwirkung ist ungleich höher. Eine 100Kg Ladung eines chemischen Kampfstoffes kann einige hundert Menschen töten. Die gleiche Menge eines starken Strahlers im Wasser kann Millionen vergiften. Die Problematik der Abfälle aus Edelmetallgewinnung und der chemischen Industrie sind für Menschen die sich mit Umweltschutz beschäftigen ein alter Hut und wird auch unablässig thematisiert.

Aber im Gegensatz zu atomaren Abfällen sind nicht strahlende Substanzen nur einige hundert Jahre zu lagern. Eine wenigstens absehbare Zeitspanne, auch in alten Salzstöcken.

Wer glaubt, 1 Millionen Jahre (der Maßstab Deutschlands für eine Endlagersuche) für Wartung und Sicherheit einer Anlage garantieren zu können, leidet an Allmachtsfantasien.

Dein Kommentar suggeriert, die Politik hätte schon immer einen heimlichen Feldzug gegen die Atomenergie geführt. Im Gegenteil, kaum ein anderer Wirtschaftszweig ist mehr subventioniert worden. Die Atomkraftwerke Deutschlands haben nicht die Energieversorger bezahlt, sondern die Steuerzahler. Für die Lagerung, den Transport und die Wiederaufbereitung haben bis vor kurzem ebenso die Steuerzahler, nicht die Konzerne geblecht. Die Regierung hat jahrzehntelang mehr als nur Ihre schützende Hand über die Kernenergiebranche gehalten, gerade zu lächerlich wenn man versucht ist, das ins Gegenteil zu verkehren.

Hätte es Fukushima nicht gegeben hätte man die Laufzeiten wieder und wieder verlängert, mehr und mehr Müll angehäuft, für den es keinen Plan gibt, der nach menschlichen Maßstäben niemals ungefährlich wird. Der unablässiger Beobachtung und Umlagerung bedarf, wobei er neuen Abfall generiert, bis ans Ende aller Zeiten.

Kommentar von ocin1 ,

Ich fange mal an: 1. Die Radioaktivität ist anti-proportional zur Halbwertszeit. Also, einfach gesprochen, Radioaktive Stoffe mit großer Halbwertszeit sind daher sehr gering radioaktiv. Aus genau dem Grund sind eben Stoffe mit unendlich großer Halbwertszeit stabil. Stoffe mit sehr kurzer Halbwertszeit sind hoch Radioaktiv.

Also ist Deine Aussage "In 1000 Jahren sind die meisten chemischen Substanzen neutral geworden. Die Halbwertszeiten der stark radioaktiven Materialien betragen das 50 bis 1000 Fache" total  sinnlos und widersprüchlich.

Ach ja, erkläre mir doch bitte mal, diesen Satz "In 1000 Jahren sind die meisten chemischen Substanzen neutral geworden." bitte naturwissenschaftlich nicht politisch! Also wie regen sich den chemisch hoch giftige Substanzen in der chemischen Endlagerung ab, sodass sie nicht mehr giftig sind, z.B. bei den Schwermetallen oder den Dioxinen?

Im Grunde hat man bei Dir das Gefühl, dass Du politisch verblendet bist und es Dir grundlegend an technisch/ naturwissenschaftlichem Wissen fehlt. Ich will die Geistes- und Kulturwissenschaft nicht als unwichtig erklären, jedoch wenn es um Technik geht, brauch man keine Poeten ...

Kommentar von Maisbaer78 ,

Die Radioaktivität ist anti-proportional zur Halbwertszeit.

Das ist logisch, jeder Radioaktive Strahler wird irgendwann ein schwacher Strahler. Aber bis es soweit ist, vergehen Ewigkeiten. Nach den jeweiligen Halbwertszeiten ist er immer noch halb so radioaktiv wie zu Anfang. Noch einmal die gleiche Zeit und er ist immernoch 1/4 so gefährlich. Bei angereicherten Brennstäben vergehen trotz der starken Strahlung Jahrtausende, viele Jahrtausende, bis diese ungefährlich werden. Wir sprechen hier nicht von sekundär verstrahlten Bauteilen oder Ähnlichem, sondern von hochkonzentrierten Strahlungsmengen in beachtlichen Mengen.

Im Gegensatz zu Strahlern greifen Schwermetalle und selbst die meisten Säuren korrosionsbeständige Behältnisse nicht an und beschädigen diese allein durch den Kontakt, der nunmal unvermeidbar ist. Cyanide hingegen sind Salze, die natürlich in der Erde vorkommen. In einem Salzstock würde sich die Versickerung wegen durchlässiger Behältnisse über einige Jahrhunderte kaum bemerkbar machen.

Du verstehst offenbar auch meinen Standpunkt nicht. Ich bin ebenso gegen die sorglose Auswaschung von Edelmetallen und seltenen Erden mit hilfe Agressiver Kathalysatoren die am Ende übrig bleiben und ein enormes Problem darstellen.

Aber für den Energiemarkt gibt es Alternativen, die wir nutzen sollten, anstatt weitere Probleme zu schaffen. Du vertrittst den Standpunkt, das es ja egal ist, weil sowieso schon Endlager gebraucht werden.

Du verkennst aber, das eben ein Endlager für Radioaktiva nicht vergleichbar ist mit dem für ein Fass Zyanid. Zyanid bleibt in diesem Fass, so lang keine Beschädigung von außen erfolgt. Darum erzeugt ein Fass giftiger Chemieabfälle auch keinen weiteren Müll, so wie es zb. die Castoren tun, die mit der Zeit durchlässig werden und selbst strahlend sind, ebenfalls Sondermüll sind. Strahlung verschwindet nicht einfach.

Ein Endlager für radioaktiven Restmüll müsste garantieren, dass egal wie lang die Lagerung notwendig ist und egal was mit dem ursprünglichen Behältnis geschieht, keine Gefahr eines Kontaktes mit Grundwasser möglich wäre. Einen Ort der das über viele Jahrtausende garantieren kann, gibt es auf der Erde nicht.

Kommentar von ocin1 ,

@Maisbear87: Also ich fasse mal zusammen, das Du mir die Frage nach der wundersamen Neutralisation des chemischen Abfalls  "In 1000 Jahren sind die meisten chemischen Substanzen neutral geworden." nicht beantworten kannst. Es hätte mich auch gewundert, denn es würde die Chemie auf den Kopf stellen. Also der chemische Abfall ist, wie soll es auch anders sein, für immer in der Grube. Sonst liegen die chemischen Vorkommen ja auch für immer in den Flözen und Gesteinsschichten, und das sogar natürlich.

Die Fässer der chemischen Endlagerung werden ebenfalls, wie es auch in der nuklearen Endlagerung geschehen ist und wird, von korrosven Prozessen (Reaktionen mit dem umliegenden Salz) zersetzt werden. Das alles ist nun auch kein Geheimnis sondern chemisch klar. Aus genau diesem Grund werden die Fässer auch nicht als Rückhaltevorrichtung eingestuft sondern NUR als Transportbehälter, wie die Gemüsetüte beim Einkauf von Kohle... . In der nuklearen Endlagerung kommen nur schwachradioaktive Stoffe (kontaminierte Textilien und Tücher, Filtereinsätz, Handschuhe , ...) in Blechfässer. Also hier ist praktisch die Strahlen-Korrosion ausgeschlossen. Hochradioaktiver Abfall (z.B. Filter Spaltproduktlösungen, Brennstabhüllrohre, ...) werden mit Beton oder Glas homogen gemischt, sodass das Produkt nur noch sehr gering wasserlöslich ist (wäre eigentlich überflüssig). Das Binden an eine Trägersubstanz wird in der chemischen Endlagerung auch gemacht (Beton, Kraftwerksasche , ...).

Und nun eine für Dich bestimmt schlimme Erkenntnis, die Natur ist selbst radioaktiv :-O. Der Ausgangsstoff des chemisch reinen Urans ist (nicht immer) Pechblende. Pechblende hat eine 10 mal größere Radiogiftigkeit als chemisch reines Uran, es fehlen die radioaktiven Tochter im chemisch reinen Uran. Abgebrannte Brennelemente sind nach ca. 300000 Jahren auf die Radiogiftigkeit natürlicher Pechblende abgesunken. Die Spaltprodukte, bedingt durch ihr kürze Halbwertszeit, erreichen das Radiogiftigeitsniveau von Pechblende bereits nach 300 Jahren. Also bitte. Und das schöne oben drein, das macht die Radioaktivität von ganz allein. Denn ohne Zerfall keine Radioaktivität. Der Ausgangsstoff der Kernenergie ist radioaktiv. Der nukleare Abfall ist spätestens (klassische Kerntechnik ohne Transmutation und ohne Schnellspaltreaktoren) nach 300000 Jahren wieder auf dem selben Radiogiftigkeits-Niveau wie ihr natürlicher Ausgangsstoff.   

Für alle die sich für den Verlauf der Radiogiftigkeit abgebrannter Brennelemente, im Bezug zu Pechbelnde, interessieren

https://www.hzdr.de/db/Cms?pOid=30396&pNid=2721

"Ein Endlager für radioaktiven Restmüll müsste garantieren, dass egal wie lang die Lagerung notwendig ist und egal was mit dem ursprünglichen Behältnis geschieht, keine Gefahr eines Kontaktes mit Grundwasser möglich wäre. Einen Ort der das über viele Jahrtausende garantieren kann, gibt es auf der Erde nicht."

Diese Aussage von Dir ist FALSCH!! Erstmal gilt das auch für die chemische Endlagerung. Du selbst konntest mir ja nicht erklären, wie angeblich nach 1000 Jahren der chemische Abfall "sich neutralisiert" haben mag. Tut er auch nicht! Weiter beweist die Tatsache, das gewaltige Salzanhäufungen über viele Millionen von Jahren (z.B. aus der Zeit des Superkontinentes Pangaea vor 100 Mio Jahren) unter der Erde bestehen, das es natürliche geologische Bedingungen gibt, welche es ermöglichen den Einschluss für die Zeiträume der nuklearen Endlagerung (max. 300000 Jahr) zu gewährleisten. 

Antwort
von ocin1, 13

Nein, aus technischer Sicht ist die Endlagerung von chemischen oder nuklearen Abfällen kein Problem und wird auch in der BRD bereits mehrfach betrieben (bei der chemischen Endlagerung). Aus der Erde kommt es, in die Erde geht es auch wieder.

6 chemische Endlager in der BRD sind in alten Salzbergwerken
eingerichtet, wie die ASSE

Man bedenke, dass es in der BRD 16 chemische Endlager (im
politisch Sprech "4 Untertagedeponien" 12
„Versatzbergwerke“) gibt, die schon seit langem betrieben werden.
Interessanter Weise sind 6 chemischen Endlager in Salzgesteinen, wie
auch das nukleare "Endlager" Morsleben und die ASSE.

1. Herfa Neurode /Hesen (altes Kalisalz-Bergwerk)

2.Heilbronn

/ Baden-Württenberg (altes Salzbergwerk)

3. Zielitz

/Sachsen-Anhalt (altes Kalisalz-Bergwerk)

4. Borht-Niederreihn

/ Nordreihn-Westfalen (alte Salzbergwerk)

5. Riedel

/Niedersachsen (altes Salzbergwerk)

6. Sondershausen

/Thüringen (altes Kalisalz-Bergwerk)

Es stellt sich nun die objektive Frage,wenn die Endlagerung in
Salz "ganz klar gefährlich sei",so wie es von unseren
Medien und unserer Politik am Beispiel der ASSE gerne verdeutlicht
wird, warum gibt es dann über die 6 chemischen Endlager, welche auch
in Salzgestein liegen, keine vergleichbare Medienpräsenz?

Hier kann es eigentlich nur 3 logische Antworten geben:

1- Die Probleme der ASSE werden aus politischen Gründen maßlos
übertrieben und restlos einseitig behandelt.

2- Über die Probleme der 6 chemischen Endlager wird mit Absicht nicht in Medien und Politik berichtet. Die Endlagerung wäre dann keine Besonderheit der Kernenergie, was sie ja auch nicht ist. Das bedeutet aber, dass die Deutschen seit Jahren von den Medien und der Politik belogen werden.

3- Die Probleme der ASSE sind auf die ASSE selbst begrenzt und
stellen somit das Endlagerkonzept in Salzgestein nicht in Frage. Die
6 chemischen Endlager in Salzgestein sind ein praktischer Beleg für
die gut Umsetzbarkeit.

Das größte chem. Endlager weltweit (Fläche Münchens inklusive
Autobahnring) in Herfa Neurode wurde vom damaligen hessischen
Umweltminister Joschka Fischer 1986 genehmigt und als "Juwel"
bezeichnet [ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13520557.html].
Also, wer "GRÜN" wählt, wählt chemische Endlager (die
zweifellos notwendig sind).

Resümee: Jede Energietechnik verursacht endzulagernde Abfälle!
Die Frage sollte besser nach der Technik lauten, welche die geringste
Müllmenge pro generierte kWh Strom erzeugt.

Quellen:

de.wikipedia.org/wiki/Endlager
,de.wikipedia.org/wiki/Müllverbrennung,
ww.sueddeutsche.de/wissen/untertagedeponie-herfa-neurode-das-giftgrab-1.910158,
ww1.wdr.de/fernsehen/quarks/sendungen/sbmuelldiegiftigstenortedeutschlands102.html,
ww.focus.de/politik/deutschland/sondermuell-ab-ins-bergwerk_aid_152486.html,ww.badische-zeitung.de/elsass-x2x/wohin-mit-dem-hochgiftiger-sondermuell-aus-wittelsheim--36297444.html,
ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13489952.html
,toxcenter.org/artikel/Herfa-Neurode-groesste-Sondermuelldeponie-der-Welt.php,
ww.eon-energyfromwaste.com/Umwelt/133.aspx
,ww.spiegel.de/wirtschaft/gefaehrlicher-goldabbau-ein-ehering-produziert-20-tonnen-giftmuell-a-542725.html,
ww.dw.de/zerstörte-umwelt-der-preis-des-goldes/a-15295336,ww.beobachter.ch/natur/umweltpolitik/natur-umweltschutz/artikel/sondermuell_aus-den-augen-aus-dem-sinn/,ww.deutschlandfunk.de/im-fegefeuer-der-konsumgesellschaft.740.de.html?dram:article_id=111876,ww.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Reste-von-Chemiewaffen-aus-Syrien-landen-in-Kalischacht-in-Sondershausen-1582229580

Kommentar von Maisbaer78 ,

Du unterschlägst mit was für einem Müll wir uns hier auseinandersetzen müssen.

Ein Müll der bis ans Ende aller Tage hochgefährlich bleiben wird. Was zur Zeit betrieben wird ist Zwischenlagerung. Wieder und wieder umsetzen, neu verpacken, ständiges Kontrollieren. Und die Fässer sind jetzt schon teilweise durch, nach nur 40 Jahren. Also neue Fässer, für Asse steht die Umlagerung und Neuverpackung bereits fest. Neue Fässer bedeutet, neuer Müll.

In 50.000 Jahren hat sich der Müll verhundertfacht, ein großer Teil ist dann noch immer nicht mal als moderat gefährlich zu betrachten. In 200.000 Jahren haben wir eine Menge an radioaktivem Müll, die dem tausendfachen von dem entspricht, was wir heut in die Bergwerke schicken. Man kann doch nicht eine Technologie verwenden die tödlichen Abfall produziert, der niemals aufhört tödlich zu sein, egal wie klein die Abfallmengen sind, sie summieren sich.

Wie dumm kann eine Strategie sein, die darauf baut, das wir nur alles irgendwo in die Erde stecken müssen und gut ist. So macht es der Vogel Strauß. Das nimmt Ihm die Angst, aber der Gefahr entgeht er damit trotzdem nicht.

Kommentar von ocin1 ,

@Maisbaer78: Ich fange mal ganz behutsam an und seziere mal Deine Aussage.

1. "Ein Müll der bis ans Ende aller Tage hochgefährlich bleiben wird"

Hier handelt es sich um eine Falschaussage, denn Du vernachlässigst hier das, was die Radioaktivität im Grunde aus macht, den Zerfall! Radioaktive Stoffe wandeln sich nach dem Halbwertszeitenprinzip (Physik 10'te Klasse) um und sind am Schluss stabil, also nicht mehr radioaktiv. Diese Zerfallsprozesse kann man berechnen und so genau vorhersagen, wann die Radioaktivität auf ein bestimmtes Maß, z.B. des Ausgangsstoffes Pechblende, abgeklungen ist. Da beim Zerfall sich auch die chemischen Eigenschaften ändern, ist die jeweilige chemisch-biologische Wirkung mit zu berücksichtigen. Bsp. Edelgase gehen fast keine chemischen Reaktionen ein (8'te Klasse) und können daher vom menschlichen Körper nicht aufgenommen werden, sie werden einfach wieder ausgeatmet. Inhaliert man radioaktive Edelgase, gilt das gleiche, sie gehen wieder raus und tragen so, bis auf die Zerfälle während des Lungenaufenthaltes von ca. 5 Sekunden, nicht zur Strahlenbelastung bei (Beispiel Radon 222). Beim Zerfall ändert sich die chemische Eigenschaft, da die Protonenzahl verändert wird. Für das radioaktive Edelgas Radon-222 bedeutet das, dass die Tochter kein Edelgas mehr ist und dazu noch radioaktiv, nämlich Polonium-218. Polonium geht jetzt sehr wohl chemische Reaktionen ein und fällt auch als Feststoff aus der Luft aus. Du siehst, es muss immer beides berücksichtigt werden, Radioaktivität und biologische Wirkung. Daher wurde die Radiogiftigkeit (radiotoxicity) eingeführt.

Die Radiogiftigkeit Abgebrannter Brennelemente ist nach ca. 300000 Jahren auf dem Niveau des ursprünglichen Ausgangsstoffes, der Pechblende. Aufgrund der sehr hohen Radioaktivität der nuklearen Asche (der Spaltprodukte) sind diese Substanzen auch relativ schnell in stabile Nuklide zerfallen. Die Radioaktivität ist anti-proportio zur Halbwertszeit! Das bedeutet, dass die Spaltprodukte nach ca. 300 Jahren auf das Niveau von Pechblende abgeklungen sind.

Resümee: Der Nukleare Abfall bleibt eben nicht bis in alle Zeiten gefährlich. Hierzu benötigt man nur etwas 10'te Klasse Physikwissen, um sich das klar zu machen.

2. "Wieder und wieder umsetzen, neu verpacken, ständiges Kontrollieren. Und die Fässer sind jetzt schon teilweise durch ..."

Das man in der BRD das eine nukleare Endlager (ASSE) nun entladen will ist eine rein politische Sache, welche naturwissenschaftlich/ technisch nicht zu begründen ist. Aus den gleichen politischen Gründen müsste man die 16 chemischen Endlager auch räumen.  Weiter dienen die Blechfässer, wie in der chemischen Endlagerung, nur dem Transport und NICHT dem finalen Einschluss! Auf den Bilder zur chemischen Endlagerung sieht man das auch, da werden ebenfalls die Fässer direkt ins Salz gesetzt. Der finale Einschluss wird durch den Salzstock oder eben durch das umliegende Erdreich gewährleistet. Hier unterscheidet sich die nukleare Endlagerung nicht von der chemischen, aus gutem Grund.  

3. "Man kann doch nicht eine Technologie verwenden die tödlichen Abfall produziert, der niemals aufhört tödlich zu sein, egal wie klein die Abfallmengen sind ..."

Ich konfrontiere Dich jetzt mal mit dem, was man real existierende Technik nennt. Bsp. die Halbleiterindustrie, und mit ihr Abfallprodukt die Photovoltaikindustrie produzieren durch den Umgang mit Keramiken viel mehr chermisch toxischen Abfall (nach Deinen Worten "tödlich") pro später eingespeiste kWh Strom als die Kernenergie. Die Rauchgasfilte der Verbrennungstechnik (ob nun Holzpellet, Kohle, Stroh,...) werden wegen der ebenfalls sehr hohen Giftigkeit (Schwermetalle, Dioxine und andere hoch giftige Verbrennungsrückstände) in chemische Endlager gebracht.

Resümee: Wenn man sich nicht durch politischen Aktionismus blenden lässt und immer schön mit beiden Beinen auf dem Boden der real existierenden Technik bleibt, muss man zu dem Schluss kommen, das es keine Technologie gibt, die ohne eine Endlagerung, ob nun chemisch oder nuklear, aus kommt. Und wie gesagt, die Chemikalien kommen aus dem Boden, wo sie ja auch giftig sind. Warum sollen die zurück gebrachten Chemikalien jetzt etwas anderes sein als sie von Natur aus waren? Es kommt auf den Einschluss an, der für den chemischen Müll natürlich zeitlich unbegrenzt ist. Der chemische Abfall hat ja keine Halbwertszeit, so wie es der nukleare Abfall hat.

Es geht darum eine Technik zu finden und zu optimieren, welche so wenig wie möglich giftige/radioaktive Abfälle pro z.B. generierte kWh-Strom oder Wärme erzeugt. Denn es gibt keine einzige Technik die ohne Abfall aus kommt, es gibt keinen Wirkungsgrad von 100%! 

Beispiel für Quellen:

Windräder produzieren Atommüll! Das schmutzige Geheimnis sauberer Windräder

[daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/windkraft189.html]

http://www.hzdr.de/db/Cms?pOid=30396&pNid=2721

Antwort
von voayager, 24

Es gibt kein geeignetes Endlager, daher ist der Atomausstieg schon deshalb sofort zu vollziehen.

Kommentar von sinari ,

Ein Atomausstieg sofort vollziehen?Warum sehen das andere Länder dermaßen anders.Oder-alle Anderen?

Kommentar von voayager ,

Zahlreiche Menschen sehen es so wie ich auch, deren Staaten sind jedoch im Schlepptau der Konzerne, daher dann die Verweigerungen der Staaten, nicht aber der Völker, über die sich diese hinwegsetzen.

Kommentar von Maisbaer78 ,

naja, grad wenn man sich hier in deutschland, besonders im sueden so umhoert muss einem klar sein, das kurzsichtigkeit auch eine volkskrankheit ist. aber stimmt, sehr viele menschen kaempfen schon seit jahrzehnten gegen den wahnsinn, der mit der fortlaufenden anwendung der atomenergie einher geht.

Kommentar von voayager ,

Klar, die sogenannte schweigende Mehrheit ist ein bloßer Abnicker des Staatsapparates. Doch interessant sind indes jene Menschen, die sich erheben, eben nicht schweigen, sich informiert haben, nicht einfach was hinnehmen.

Kommentar von Maisbaer78 ,

Meine Nichte hat anlässlich eines TV-Beitrages zu einem Castortransport das Problem mit praktisch nie harmlos werdenden strahlenden Abfällen aus der Kernenergieerzeugung erkannt und mich gefragt, wieso man nicht sofort damit aufhört.  Da war Sie 6 Jahre alt.  Es braucht keine große Informationsflut. Es braucht nur Logik.

Kommentar von voayager ,

Das stimmt an sich ja schon, nur bekommen hierzualnde etliche Menschen die Logik, den gesunden Menschenverstand abrainiert oder man sorgt dafür, dass er erst garnicht zum Wirken kommt.

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