Die Pille Estelle?

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2 Antworten

Guten Morgen anxja,

jede Pille hat Nebenwirkungen. Denn auch jede Pille enthält Hormone. Hierbei ist es auch völlig egal wie hoch diese dosiert sind.

Solche Fragen machen mich traurig und wütend. Nicht auf dich - verstehe mich nicht falsch. Vielmehr auf die Ärzte und die mangelnde Information ggü der Patienten.

Das beste Beispiel dafür bist du und deine Frage.

Die Pille ist ein hormongesteuertes Empfängnisverhütungsmittel. Sie greift massiv in deinen Hormonhaushalt ein und beeinflusst dich enorm.

http://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/Estelle-5549771.html

Nebenwirkungen sind hier bei jeder Pille an der Tagesordnung. Da wären z.B.:

Bedeutsame Nebenwirkungen

  • Die Einnahme der „Pille" ist mit einem erhöhten Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln, Lebergeschwülsten, Gebärmutterhalskrebs und die Diagnose von Brustkrebs verbunden.
  • Die häufigsten Nebenwirkungen (mehr als 1 von 10 Anwenderinnen), die mit der Einnahme der „Pille" mit den Wirkstoffen Ethinylestradiol und Levonorgestrel verbunden sind, sind Kopfschmerzen (einschließlich Migräne), Schmier- und Zwischenblutungen.


Andere mögliche Nebenwirkungen

Häufig:

  • Entzündungen der Scheide, einschließlich Pilzbefall (Candidiasis)
  • Stimmungsschwankungen, einschließlich Depression;
  • Änderungen des Geschlechtstriebs (Libido)
  • Nervosität,
  • Benommenheit,
  • Schwindel
  • Übelkeit,
  • Erbrechen,
  • Bauchschmerzen
  • Akne
  • Brustschmerzen,
  • Empfindlichkeit der Brüste,
  • Brustvergrößerung,
  • Brustdrüsensekretion,
  • schmerzhafte Monatsblutungen,
  • Änderungen der Stärke der Monatsblutung,
  • vermehrter Ausfluss aus der Scheide,
  • Ausbleiben der Monatsblutung
  • Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe
  • Gewichtsveränderungen (Zunahme oder Abnahme)


Gelegentlich:

  • Änderungen des Appetits (Zunahme oder Abnahme)
  • Bauchkrämpfe,
  • Blähungen
  • Ausschlag,
  • gelblich-braune Flecken auf der Haut (Chloasma), möglicherweise bleibend, vermehrte Körper- und Gesichtsbehaarung, Haarausfall
  • Blutdruckerhöhung,
  • Veränderungen der Blutfettspiegel


Selten:

  • Allergische Reaktionen, auch sehr schwere mit Atem- und Kreislaufbeschwerden, Nesselsucht, schmerzhafte Haut- und Schleimhautschwellungen (Angioödem)
  • Verminderte Fähigkeit zum Abbau von Traubenzucker (Glukoseintoleranz)
  • Unverträglichkeit von Kontaktlinsen
  • Durch Gallestau verursachte Gelbsucht
  • Knotenrose (Erythema nodosum)
  • Abnahme der Folsäurespiegel im Blut (die Folsäurespiegel können durch die „Pille" vermindert sein. Im Falle einer Schwangerschaft, die kurz nach
    Absetzen der „Pille" eintritt, können erniedrigte Folsäurespiegel von
    Bedeutung sein).


Sehr selten:

  • Leberzellkrebs
  • Schwerer Hautausschlag (Erythema multiforme)


Weiterhin wurden unter Anwendung der „Pille" folgende Nebenwirkungen berichtet. Die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen lässt sich aus den Berichten nicht berechnen.

  • Sehnervenentzündung (kann zu teilweisem oder vollständigem Verlust des Sehvermögens führen),
  • Blutgerinnselbildung in den Netzhautgefäßen des Auges
  • Verschlechterung von Krampfadern
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung bei gleichzeitig bestehender schwerer Fettstoffwechselstörung
  • Dickdarmentzündung aufgrund Mangeldurchblutung der Darmgefäße (ischämische Kolitis)
  • Leberschaden (z. B. Hepatitis, Leberfunktionsstörung)
  • Gallenblasenerkrankung, einschließlich Gallensteineeine bestimmte Bluterkrankung, die zu Nierenschäden führt (hämolytisch-urämisches Syndrom)
  • Bläschenausschlag, der auch während der Schwangerschaft vorkommt (Herpes gestationis)
  • eine Form der Schwerhörigkeit (Otosklerose)
  • Verschlechterung einer bestimmten Erkrankung des Abwehrsystems (Schmetterlingsflechte, systemischer Lupus erythematodes)
  • Verschlechterung einer Stoffwechselerkrankung mit Störung der Bildung des Blutfarbstoffes (Porphyrie)
  • Verschlechterung eines Veitstanzes (Chorea minor Sydenham)
  • Verschlechterung einer Depression
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa)


Und jetzt sag mir - wieso sollte man sich dies antun wenn es auch andere (zudem sicherere) Verhütungsmethoden ohne Nebenwirkungen gibt?

Die Pille ist ein Medikament welches nur mit Vorsicht zu genießen ist.

Ich "genoss" dieses Medikament leider einige Jahre ohne mich über irgendwelche Nebenwirkungen zu sorgen. Mir war das schlichtweg egal - ja so wie wohl vielen jungen Mädchen - nicht wahr?

Ich meine wer liest schon eine Packungsbeilage oder recherchiert mal etwas näher über die Pille ohne einfach das vorgekaute "Wissen" der Ärzte zu schlucken? Niemand - jedenfalls tat ich das lange Zeit nicht.Schade drum - aber rückgängig zu machen ist das leider nicht.

Ich rate dir wirklich dich erstmal ausgiebig zu informieren und dich nicht vom Hype der Pille mitreissen zu lassen.

Gibt es medizinisch notwendige Gründe die dich dazu veranlassen die Pille zu nehmen?

Falls nein würde ich dir gänzlich von Hormonen abraten. Wenn du dir jetzt Hormone zuführst wird dein Körper die eigene Hormonproduktion herunterfahren bzw. abschalten. Spätestens - wenn du die Pille absetzen möchtest oder du z.B. Kinder haben möchtest kann dir das zum Verhängnis werden. Warum?

Nun muss dein Körper wieder eigenständig arbeiten, eigenständig Hormone ausschütten uvm.. das ist nicht einfach. Vorallem weil viele Frauen die Pille ja jahrelang einnahmen (mich bis vor einiger Zeit mit eingeschlossen). Dein Körper funktionierte wie ein Roboter - gesteuert durch die Pille. Und nun? Soll er das alles auf einmal wieder selbst hinkriegen? Das dauert!

Und zudem ist es nicht gesagt ob er das überhaupt jemals wieder alleine schafft. Ich habe leider schon von etlichen Fällen gehört bei denen es dazu kam, dass Frauen aufgrund der Pille z.B. Schilddrüsenerkrankungen bekamen - eine Freundin von mir leider auch. Diese Frauen müssen von nun an Hormone schlucken damit der Körper funktioniert.

Verrückt oder? Erst schluckt man Hormone damit der Körper nicht so funktioniert wie er soll (damit man nicht schwanger wird) und dann MUSS man Hormone schlucken damit überhaupt wieder etwas funktioniert.

Übrigens: schlucken sie diese Hormone nicht sind sie unfruchtbar - so jedenfalls meine erwähnte Freundin. Das sagt dir aber natürlich kein Arzt vorher - sonst würde sich das Massenprodukt "Pille" ja nicht so gut vermarkten. Und mal ehrlich - wer liest schon die Packungsbeilage? Ich tat dies früher jedenfalls - leider - auch nicht.

Ich bin auf hormonfreie Verhütungsmittel umgestiegen. Informiere dich auch mal darüber - da gibt es weitaus mehr als das Kondom! Meine Verhütungsmethode ist sogar sicherer als die Pille - und völlig nebenwirkungsfrei.

Für Fragen steht ich dir gerne zur Verfügung!

Die Pille ist etwas völlig normales und in der heutigen Gesellschaft anerkanntes - leider.

Lg

Helpful Masked

P.S.: ich empfehle dir auch mal einige Erfahrungsberichte z.B. auf YouTube zu gucken. Vllt öffnet dies auch dir die Augen.

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Eigentlich hat das nichts mit der Pille zu tun, sondern einfach darauf wie dein Körper darauf reagiert. In den ersten Monaten ist es ganz normal, dass einem schlecht ist, man zunimmt, die Brüste größer werden oder man Heißhunger hat. Dein Körper muss sich erst einmal daran gewöhnen und dann kehrt alles wieder zur Normalität.

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