Frage von Rhoischnoock 28.06.2011

Die Pfingstler

  • Hilfreichste Antwort von riara 29.06.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich bin mit einer Pfingstlerin verheiratet...:-))

    Ok, meine Frau hat sich nach Monaten unserer Beziehung und vor unserer Heirat dazu entschlossen, Teil meiner Glaubensgemeinschaft der Lutheraner zu werden. Aber ich hätte das nicht von Ihr verlangt, sie hat diese Entscheidung selber getroffen und Ihre Kirche (Kenia Pentecoastal) ist auch eher eine gemässigte Form der Pfingstbewegung, trotzdem bekamen wir Besuch nach dem Tod Ihres Vaters und hörten uns den Segen für die Trauernden an. Sehr gewöhnungbedürftig weil das Reden in 'Zungen' sich für einen Lutheraner wie Hokuspokus anhört. Allerdings war unser gemeinsames Gebet dann nicht anders, wie ich es mir allgemein-christlich vorstellen würde...

    Ich war oft zu offiziellen Anlässen in Kirchen der Pfingstler die rund 33% der Christen in Kenia repräsentieren. Leider wird man dort oft aufgefordert beizutreten, weil man ja selbst kein richtiger Christ ist. Da muss man dann schon eine klare Ansage machen, denn sonst wird es unangenehm. Die Pfingstler erwarten eine erneute Taufe, wenn man sich Ihnen anschliesst, damit schlägt man die Tür zu seiner eigenen Kirche entgültig zu, denn das Wiedertaufen wird selbst bei den Protestanten mit dem Ausschluss bestraft. Die Pfingstler und andere, ähnliche Religionsgemeinschaften machen das natürlich bewusst, Ihre Missionierung von anderen Christen steht klar im Vordergrund...

    Also finde heraus zu welcher Glaubensgemeinschaft sie gehört, es gibt Pfingstler die die Trinität (Vater, Sohn, hl. Geist) ablehnen, diese Gruppierungen sind dann auch nicht bereit jegwede Andersdenkende zu akzeptieren. Es wird z.T. auch das Trinken von Alkohol völlig abgelehnt, wie auch Glücksspiel und sexuelle Darstellungen. Weiterhin findet man bei vielen Pfingstlern auch die absolute Treue zur Bibel, was natürlich auch den Krationismus mit einschliesst, also eine Ablehnung der Evolution...

  • Antwort von setus 29.06.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Erst einmal: die Pfingstler sind keine Sekte, wie hier von einigen die null Ahnung haben, behauptet wird.

    Die Pfingstler sind eine ganz normale evangelische Freikirche.

    Zur Info: Ich bin kein Pfingstler, aber ich habe einige Freunde die Pfingstler sind.

    Dann: Es gibt keine Vorschrift, daß sie nur untereinander heiraten. Allerdings wird gern gesehen daß man einen Christen (egal, ob evangelisch oder katholisch) heiratet.

    Ebenso, der Hinweis auf die Erwachsenentaufe die hier auch schon angesprochen wurde: Es wird empfohlen, aber nicht vorgeschrieben. Mit seiner gewohnten Kirche (z.B. Amtskirche oder anderer Glaubensgemeinschaft z.B. FEG oder ähnliche) bricht man da nicht. Im Gegenteil - die Erwachsenentaufe einer anderen Gemeinschaft wird auch bei den Pfingstlern anerkannt.

    Die Erwachsenentaufe wird lediglich deswegen empfohlen, weil man sich als Erwachsener aus wirklich freier Willensentscheidung dazu entschliest, was ja als Kleinkind kaum möglich war.

  • Antwort von frost1989 29.06.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Also ungeachtet dessen, was viele Menschen hier von sich geben, gebe ich dir meine persönliche Antwort.

    1. Wenn dieses Mädchen wirklich aus so einer Gemeinde stammt, hängt es letzlich vollkommen von ihr ab, waas sie macht. Nimmt sie ihren Glauben ernst, bzw. steht sie zu ihrer Lebensweise dann wird sie mit einem Jungen der anderer Ansicht ist nicht heiraten. Weiß sie aber selbst nicht was richtig ist oder was falsch ist, so wird sie aus ihrem Bauch heraus entscheiden. Soll heißen es ihr nicht wichtig wer du bist. Du könntest auch Muslime sein, die glauben auch an Gott.

    2. Bei den sogenannten Pfingstler: Gibt es klare Vorstellungen davon was man macht und was man sein lässt. Aber es gibt nichts was verboten ist. Soll heißen weder die Gemeinde, noch Gott, noch die Bibel zwingt einen Menschen irgendwie zu leben. Es wird einem lediglich gesagt dass es nach dem Tod weiter geht und dass du für alle deine Taten auf Erden zur Verantwortung gestellt wirst. Letztlich ist die Pfingstgemeinde ein Zusammenschluss von Menschen die Verstanden haben dass es einen lebendigen Gott gibt, der ihnen die Zeit gegeben hat nicht um sinnlos zu Leben, zu sündigen etc. sondern das zu tun was zur Gottseligkeit führt.....

    Ich hoffe ich konnte dir etwas Lich ins Dunkel bringen. Selbstverständlich kannst du mich fragen wenn etwas nicht verständlich ist.

    mfg

  • Antwort von Amsterdammulle 28.06.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pfingstbewegung hilft das weiter? Hört sich fast an wie eine Sekte....

  • Antwort von Premislyde 29.06.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Sie darf jeden Chrsiten Heiraten normalerweise... Aber wenn sie Ihre Gemeinde ernst nimmt, dann solltest Du bei Ihrem pastor nachfragen...und ihn natürlich auf Stillschweigen verpflichten aber da hast Du dann die richtigen Infos aus erster hand....

  • Antwort von kiddiemom 28.08.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo, um es vorweg zu shicken: ich bin eine von diesen seltsamen Pfingstlern, und bin da schon "reingeboren". Um auf die Frage der Heirat zu kommen, Paulus warnt vor der heirat mit Nicht-Gläubigen. Also nicht vor der Heirat mit Menschen anderer Denomination. Und: verbieten tut er gar nichts. Da meine Sorte Pfingstler (Bund freier Pfingstgemeinden/diese Onennes-Leute gibts echt, aber nicht im BFP) sich auf die Fahne geschrieben haben: "Niemals über das Wort Gottes hinaus!", war's das dann auch. Nun gibt es aber leider unter den Mitgliedern besonders der Großkirchen eben tendenziell aufgrund der Säuglingstaufe einen traurig hohen Anteil an "Namenschristen", d.h. sie sind getauft, konfimiert, haben kirchlich geheiratet, etc. , aber weil "es dazu gehört", oder um "nichts falsch zu machen". Natürlich gibt es nicht-gläubige "Christen" übrerall, auch bei uns. Das Herz des Menschen erforscht nur sein eigener Geist, und Gott. Die Kleinkindtaufe birgt noch ein weiters Problem: Die Bibel stellt vor die Taufe die Buße, die Abkehr von der Sünde und Hinkehr zu Gott. Das kann ein kleines Kind nicht leisten, denn erstens sind ihm diese abstrakten Begriffe nicht verständlich (selbst wenn es ein sehr intelligentes 3-jähriges wäre), zudem gehört "diesen Kleinen das Himmelreich". Es gibt also für Kleinkinder erst mal nichts, wovon sie sich abwenden müssten. Zusätzlich sagt die Bibel, dass der Glaube (durch den wir fähig zur Buße werden, uns rettet. Der Glaube von kleinen Kindern ist aber erst mal ein "ich glaube Mama und Papa, was sie mir beibringen" und kein eigenstäniger. Das ist von der Glaubensentwicklung eines Kindes erst ab einem Alter von wenigstens 10-13 Jahren überhaupt denkbar. Denn erst in der Pubertät trennt sich das Kind von den Vorstellungen der Eltern und fängt an, selber zu bewerten. Ich halte also auch nichts davon (da gibt es bei den Pfingstlern aber auch andere Meinungen) 5-jährige zur Bekehrung zu führen. Meine Botschaft an kleine Kinder ist: Gott liebt dich, er ist dein Freund, er würde alles für dich tun, und er hat es getan. So da nun uns aber Joh. 16:16 sagt, dass der Glaube mit anschließender Taufe heilsnotwendig ist, und da es Bibilisch keine Möglichkeit gibt, die Taufe rückwirkend durch einen "nachgereichten" Glauben zu aktivieren, wird die Säuglingstaufe bei uns als Segnung, nicht aber als Taufe im neutestamentlichen Sinn anerkannt.(Gläubige) Eltern haben ihr Kind Jesus gebracht. Deshalb sehen wir die Taufe eines Protestanten auch nicht als "Wiedertaufe". Es gibt noch viele Bibelstellen über die Taufe, aber ich will hier niemenden langweilen. Das Mädel darf also, wenn sie es für richtig hält, den gläubigen Lutheraner heiraten. Ich verrate euch aber eins: Sie wird für ihn beten. Denn als seine Ehefrau, die ihn liebt, wird sie sich wünschen, das er das Heil erfährt. Übrigens ist es für uns NICHT erklärtes Ziel, Menschen anderer Konfessionen zu bekehren. Es ist erklärtes Ziel ALLEN Menschen, gleich welchen Glaubens, welcher Nationalität oder gesellschaftlichen Stellung das Evangelium zu bringen. Wer es schon für sich in Anspruch genommen hat, mit dem freuen wir uns. Und wollen ihn nicht "abwerben". Wir wollen auch niemanden bedrängen, auch wenn einige unverständige oder "junge" eifrige Gläubige den Anschein erwecken. Den Menschen zu überzeugen, ist Aufgabe des Hl. Geistes. Wir sollen das Evangelium nur weitersagen. Was die Frage der Glossolalie (Zungenrede) angeht, so gibt es tatsächlich die Frage, ob das ZungenGEBET im öffentlichen Gottesdienst sinnvoll ist. Man könnte es auch nur in Gebetsveranstaltungen praktizieren. Da kommen aber leider nicht mehr so viele Leute hin da sie durch Beruf un dTermine sehr beansprucht sind, und meistens schon in den Gottesdienst und in einen Hauskreis gehen. Wir wollen aber auch, dass sie Zeit für Freunde und Familie haben. Außerdem sind die Charismen (Geistesgaben)wie ZunenREDE mit Auslegung, Prophtie, Heilung, etc. im öffentlichen Gottesdienst ausdrücklich erwünscht (der dreht sich aber nicht um sie). Wenn wir in einer Gebetsphase des Gottesdienstes (die meist eher kurz ist) in einer Erwartungshaltung Gott gegenüber stehen, ist das gleichzeitige perönliche Gebet bzw. Preisen Gottes in bekannten und neuen Sprachen nicht störend, sondern für viele hilfreich. Das liegt ganz beim Einzelnen; dass die Ausübung von Charismen aus der "trockenen" Situation heraus vielen schwerfällt, sieht man daran, dass es in Gemeinden oft entweder das "Chaos-Gebet" und Charismen gibt oder eben beides nicht. Mein Text ist schon so lang, deshalb: wer das alles genauer wissen will, möchte sich gerne an den BFP wenden, der eine Website online hat. Ich hoffe, hier dem Einen oder anderen weitergeholfen zu haben. Übrigens engagieren sich viele BFP-Gemeinden örtlich in der evangel. Allianz, da wir uns nicht als "Allein-Seligmachend", sondern als Teil der weltweiten Gemeinde Jesu sehen.

  • Antwort von Evangelisto 03.07.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hi Rhoischnoock,

    freut mich, dass es bei euch gefunkt hat!

    Das ist eigentlich nie ein Problem. Obwohl ich schon mal mitbekommen habe, dass Gemeindeinterne Verbindungen gewollt sind. Das fand ich aber doch ziemlich abstrus. Es ist aber eigentlich kein Problem. Ich selbst bin in einer Pfingstgemeinde zum Glauben gekommen. Habe dann aber meine Nase in die Paulusbriefe gesteckt und Unstimmigkeiten mit der Verhaltensweise meiner Leute im Umgang mit der Zungenrede entdeckt. Das ist übrigens das allgemeine Problem bei den Pfingslern oder Charismatikern. Sie beachten einfach nicht die Gebote des Paulus dazu. Alle sprechen durcheinander, je nach Größe können das Hunderte sein. Doch Paulus sagt klar in 1. Kor 14,26-28, dass höchstens 2 oder 3 nacheinander reden sollen, und dann auch nur, wenn ein Ausleger dabei ist.

    Ich habe dann die Gemeinde daraufhin angesprochen, leider konnten sie mir keine Antwort darauf geben und haben weiter gemacht, wie bisher. Wegen diesen und anderen Dingen verließ ich diese Gemeinde, aber in einer anderen, viel viel gemäßigteren Gemeinde, wo Zungenrede nur innerhalb kleiner Kreise vorkam war es das selbe. Durcheinander und ohne Ausleger. Ohne Ausleger sollen sie es nur zu Hause in ihrem Kämmerlein tun.

    Weil ich wirklich keine einzige Gemeinde kenne, wo diese Sache klar biblisch behandelt wird, habe ich mich völlig davon getrennt. Seit einem Jahr rede ich nicht mehr in Zungen. Ich weiß einfach nicht, ob es das heute wirklich noch gibt. Wenn man sich anschaut, WER alles damit angefangen hat (z. B.die NAK), dass andere weihern wie Pferde und gackern wie Hühner, wenn sie damit anfangen... ne, dann verzichte ich lieber auf eine eventuelle Gabe, als dass ich mich mit möglicherweise Okkultem einlasse. Die Pfingstler (für gewöhnlich) sehe ich dennoch als eine Gemeindeform an, die den richtigen Weg gehen. Jedoch kann ich nicht mehr dafür Werbung machen. Es geht alles viel zu sehr auf Empfindungen und nicht auf Nüchternheit.

    Deshalb meine Empfehlung: Dieses Mädchen ist wahrscheinlich eine echte Christin und dass ihr beiden miteinander glücklich werdet, das ist auch sehr gut möglich. Nur informiere dich bitte sehr über diese Pfingstler/Charismatiker bzw deren Eigenarten! Wenn sie dir zeigen möchte, wie man in Zungen betet, dann solltest du wenigstens die Pros und Cons kennen. Lies die Bibel. Höre dir Vorträge an von Ex-Pfingstlern, wie z. B.:

    http://www.sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=0&start=1&searchstr...

    Befürworter und Gegener können mich einfach nicht komplett überzeugen, deshalb belasse ich es einfach und Bete normal. Schlecht ist das sicherlich nicht. Wie du das nun siehst, das ist deine Sache, ich kann aber nicht anders, als eine vorsichtige Warnung zu geben.

    Grüße

  • Antwort von friederich62 29.06.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wenn die Pfingstler keine Sekte sein wollen, dürfen die Mitglieder heiraten, wen sie wollen. Auch ein Pfingstler ist ein gläubiger evangelischer Christ. Die Pfingstler sind zwar eher charismatisch, d.h. je nach Gemeinde mehr oder weniger auf den Heiligen Geist ausgerichtet und auf dessen Gaben. Im Vordergrund stehen das Zungengebet und die zusätzliche Geistestaufe. Massenevangelisationen und Massenanlässe kommen eher aus dem charismatischen Lager, weil die Wunder Gottes ziemlich zentral sind. Das zieht natürlich die Massen an ;). Es kommt aber stark auf die einzelne Gemeinde an, wie ausgeprägt charismatisch die sind.

    Ich persönlich kann mit den Pfingstlern nicht viel anfangen. Also: Wenn diese Pfingstgemeinde ihr Vorschriften macht, wen sie zu heiraten hat, sollte sie die Gemeinde wechseln. Natürlich ist es sicher von Vorteil, wenn ein Christ eine Christin heiratet, aber vorschreiben lassen würde ich mir das auf keinen Fall. Auch reformierte und katholische Gläubige sind Christen.

    Hoffe, das hat was geholfen.

  • Antwort von nowka2 29.06.2011

    tante wiki antwortet dir gerne.

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