Frage von Kiokomausii, 58

Die Perfekte "Anfänger" Kamera, welche ist geeignet?

Hallo Leute, ich möchte mich gerne ausbilden lassen als Fotografin, aber da ich gehört hab das man seine Materialien selbst kaufen muss ,(was Natürlich verständlich ist) wollte ich mal fragen welche kamera am geeigneten ist, bis lang habe ich nur viele (auch gute) bilder mit dem Handy gemacht aber das ist ja nicht so wirklich vergleichbar mit einer richtigen Kamera, bevor ich in die Ausbildung gehe, möchte ich mich erstmal mit einer Richtigen Kamera anfreunden :) oder besser gesagt zurecht finden, könnt ihr mir da weiter helfen? wie sind eure Kenntnisse und was ist empfehlenswert? preise sind egal erst mal. LG Kioko

Antwort
von Airbus380, 13

Um angenommen zu werden, solltest du eine vorzeigbare Mappe mit guten Fotos haben, und da ist es egal mit welcher Kamera sie gemacht wurden. Ueberhaupt wird man bei der Ausbildung die Geraetschaften des Ausbildungsbetriebs nutzen und nicht die eigenen. Nur beim Studium ist das natuerlich anders.

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar
und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange
in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will
oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute
Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine
Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet.
Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras
verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von
Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine
Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera.
Populaerer Vertreter ist die Canon Powershot G15. Zoombereich und
Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen
Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt
mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber
Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT
und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder
Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein
Schaubild gibt es hier: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Bildsensor#mediaviewer/Datei

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden"
entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer
bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man
genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000
Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei
jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu
schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei
stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony
(Minolta) koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony A_Bajonett) bis riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen
Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony E-Bajonett,
Olympus und Panasonic mFT, Fuji X) bieten fuer die allermeisten
ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier
(oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst.
Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will,
welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen,
welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten
klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann
nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue
Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit
auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem
Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera
.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch
oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von
Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar
Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden.
Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche,
Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur
Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte
. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel)
fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die
Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Expertenantwort
von nextreme, Community-Experte für Kamera, 13

Zur Kamera rate ich dir mal nicht, aber floppydisks Hinweis mit zwei Einstellrädern solltest Du schon nachkommen. Empfehlen würde ich dir allerdings wenigstens ein voll manuelles Objektiv dir zu besorgen. Damit stellst Du von Hand scharf und auch die Blende wird direkt am Objektiv gewählt. Es gibt zB ein relativ günstiges 85mmF1,4 Objektiv für fast jede Kamera. Das hat gleichzeitig den Vorteil, extrem Lichtstark zu sein.

Antwort
von floppydisk, 37

als erstes wirst du lernen, dass ein guter fotograf mit jeder kamera gute bilder machen kann.

wichtig ist, dass dir die kamera gefällt und keinem anderen. nimm verschiedene modelle in die hand und schau dir auf jeden fall die haptik und bedienung an, diese muss für dich intuitiv sein - blende irgendwelche herstellernamen einfach erst einmal völlig aus. pentax, nikon, canon, sony - egal!

einziger rat meinerseits - nimm eine mit 2 einstellrädern - sobald du anfängst manuelle einstellungen vorzunehmen, wirst du fluchen wenn du dich erst durch eine menü kämpfen oder irgendwelche schrägen tastenkombinationen drücken musst.

und bitte bitte kauf dir keine spiegelreflex mit 18-55er kitglas, man macht auf einen porsche auch keine reifen, die nur bis 120kmh zugelassen sind. was das schlechte glas versaut, kann auch eine 5000€ kamera nicht mehr richten.

Kommentar von Draze ,

Ein Fotograf kann mit jeder Kamera gute Bilder machen , aber hier ist die Frage ob die Kamera gute Bilder zulässt. Eine Handykamera ist immer noch nicht mit einer Spiegelreflexkamera zu vergleichen.

Kommentar von floppydisk ,

jeder der sich mit fototechnik auskennt, weiß ganz genau, dass man niemals zu einem speziellen modell rät.

Kommentar von Draze ,

Und ich habe nur die Frage beachtet und meine 1. Kamera vorgeschlagen~

Kommentar von MetalMaik ,

Nur weil es Deine erste Kamera war, heißt das aber noch lange nicht, dass es für sie die richtige Kamera wäre. Der Rat von floppydisk, verschiedene Modelle in die Hand zu nehmen und auszuprobieren, ist schon richtig, nur so kann sie rausfinden, welche Kamera ihr am Besten in den Händen liegt und ob z.B. die Menüführung ihr zusagt. Wenn Leute immer ihre eigenen Modelle empfehlen, zeigt eigentlich nur, dass sie von anderen Modellen keine Ahnung haben.

Antwort
von sesher, 33

Eine Spiegelreflex ist als Fotograf schonmal soziemlich ein MUSS. Ich habe eine Nikon D3200 und bin damit voll zufrieden. Im "Notfall" geht auch eine Systemkamera mit Wechselobjektiven.

Kommentar von FoxundFixy ,

Ein Fotograf gibt sich bestimmt nicht mit einer D3200 ab. Vollformat ist da schon eher Pflicht,besser noch Mittelformat

Kommentar von sesher ,

Sie sucht nach einer Anfängerkamera...

Kommentar von FoxundFixy ,

Und wenn man sich ausbilden lässt als Fotograf,was meinst du wie schnell die D3200 plötzlich zu ,,klein“ wird. Da sollte man sich lieber gleich was Vernünftiges kaufen

Kommentar von sesher ,

Wie du meinst

Antwort
von althaus, 23

Du musst nicht gleich das neueste Modell kaufen. Eine gute gebrauchte tut es auch. Die Fortschritte in den letzten 2 Jahren waren nicht so gravierend, daß man die älteren Kameras nicht mehr nutzen kann. Zu allerst solltest Du Dich entscheiden, ob Du nun eine Canon oder eine Nikon haben möchtest. Meistens bleibt man auch dabei. Ich habe mich schon vor 20 Jahren für eine Canon entschieden und bin immernoch mit Canon zufrieden. Noch vor kurzem hatte ich die Canon EOS 60D und ich muss sagen, eigentlich hätte ich bei der bleiben können. Aber es musste ja was neues her, daher habe ich mir die EOS 7 DMark II gekauft. Das Rauschen ist nun etwas besser. Aber es liegen keine Welten dazwischen, daher kann ich Dir nur raten eine EOS 60D in die Hand zu nehmen und Du wirst sehen, die liegt wirklich gut in der Hand und Du wirst damit Deinen Spaß haben. Es ist immernoch eine Semiprofessionelle Kamera, mit der man sehr gute Bilder machen kann. Dazu noch ein 24-70mm F2,8 Objektiv und Du hast Dein erstes gutes Equipment. Für Portraitaufnahmen kann ich noch das Canon 85mm F1,8 empfehlen. das bekommt man auch gebraucht günstig. Die Canon 70D würde ich der 60D nur vorziehen , wenn Du viele Videos aufnehmen möchtest, sonst reicht die 60D. Mit dem Fotoequipment kann man schon sehr viel Geld ausgeben, daher überlege erst was Du wofür brauchst. Da Du auf der Kamera noch aufbauen möchtest, rate ich Dir nicht zu der dreier Serie von Canon. Es sollte schon eine zweier Serie sein! 

Antwort
von Draze, 34

Ich habe mit der Sony SLT-A58K angefangen und man findet sich ziemlich schnell zurecht.Den genauen Preis kenne ich im Moment nicht da ich sie im Sonderangebot gekauft habe aber der Preis sollte bei ungefähr 350€ liegen,von der Restsumme empfehle ich dann noch ein Objektiv zu kaufen falls du einen größeren Zoom möchtest.

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