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Die neue Frau 1919-22 in der Politik

gefragt von basko1994 am 09.06.2009 um 18:21 Uhr

Ich brauche für Geschi Informationen über Frauen in deutschland zwischne 1919 und 1922 in der politik! leider hat mir google und wikipedia da bisher nicht geholfen, vill. habe ich ja mit einem falschen suchwort gesucht, und ihr wisst mehr, dann postet hier einfahc links oder was ihr wisst :) mfG Basko

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anonym
beantwortet von Albrecht am 9. Juni 2009 21:13
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1918 wurde in Deutschland vom Rat der Volksbeauftragten das aktive und passive Frauenwahlrecht beschlossen. Die Wahlbeteiligung der Frauen bei der Wahl zur Nationalversammlung war mit 82,3 % fast ebenso hoch wie die der Männer (82,4 %).

Von 423 Abgeordneten waren 41 Frauen (9,6 %). Sie kamen aus Frauenorganisationen. Es gab einerseits eine proletarisch/sozialistische Frauenbewegung, andererseits eine bürgerliche Frauenbewegung mit dem „Bund Deutscher Frauenvereine“ (BDF) als Dachverband. In der Verfassung wurde das Wahlrecht verankert und eine grundsätzliche Gleichheit der Rechte und Pflichten von Frauen aufgenommen. Es blieben aber Einschränkungen, z. B. durch das Bürgerliche Gesetzbuch (Erwerbstätigkeit einer Ehefrau nur mit Zustimmung des Ehemannes). Die weiblichen Abgeordneten vertraten nicht alle für die damalige Zeit „moderne“ Ansichten, manche orientierten sich eher an einem traditionellen Weltbild.

Wahlbeteiligung und Frauenanteil an den Abgeordneten waren nach 1919 eher rückläufig, 1920 waren im Reichstag von 4690 Abgeordneten 37 Frauen (8,0 %). Die Parlamentarierinnen setzten einige "Frauengesetze" durch, darunter das Jugendwohlfahrtsgesetz (1922) und die Zulassung von Frauen als Rechtsanwältinnen und Richterinnen (1922).

Der Frauenanteil unter den Abgeordneten lag bei der SPD bei etwa 11 - 14 %, bei „bürgerlichen“ Parteien bei etwa 3 – 9 %. Sie erreichten nur selten hohe Ämter und gelangten kaum in herausragende Machtpositionen in Partei oder Regierung.

Die „neue Frau“ gehört als Begriff eher in den Bereich der Kultur. Viele Frauen trugen modische und bequeme Kleidung (statt z. B. eines einschnürenden Korsetts), knielange Röcke und Hosen. Kurzhaarfrisuren (Bubikopf) wurden beliebt (erregten aber auch Gegnerschaft). Manche übernahmen Gewohnheiten, die bisher hauptsächlich Männern vorbehalten waren (rauchen, autofahren, Sport treiben). In Zeitschriften, Werbung und Kinofilme gab es Darstellungen, die Frauen selbstbewußt und unabhängig zeigten.

Wahrscheinlich kann zur Politik ein Blick auf Biographien einzelner Frauen weiterführen. Rosa Luxemburg war Gründungsmitglied der KPD, wurde aber 1919 ermordet. Marie Juchacz (SPD), Begründerin der Arbeiterwohlfahrt, hielt die erste Rede einer weiblichen Abgeordneten (19. Februar 1919). Sie war im Frauensekretärin und im Vorstand der SPD. Für die USPD war Luise Zietz tätig und im Zentralkomitee. Clara Zetkin wechselte 1917 von der SPD zur USPD, dann 1991 zur KPD und war von 1920 – 1933 Reichstagsabgeordnete. Gertrud Bäumer war bis 1919 Vorsitzende des BDF, danach stellvertretende Vorsitzende. 1919 kam sie für die DDP in die Nationalversammlung und war von 1920 – 1932 Reichstagsabgeordnete (auch stellvertretende Parteivorsitzende). 1920 – 1933 war sie Ministerialrätin im Reichsinnenministerium, zuständig für die Referate Jugendwohlfahrt und Schulwesen. Marie-Elisabeth Lüders, 1919- 1932 war ebenfalls von 1919 – 1932 Abgeordnete der DDP (Umbenennung ab 1930: Deutsche Staatspartei) und in parlamentarischen Ausschüssen für Recht, Handels- und Wirtschaftspolitik tätig. Beim Zentrum waren z. B. Christine Teusch und Agnes Neuhaus Abgeordnete, für die Bayerische Volkspartei Thusnelda Lang-Brumann. Paula Müller-Otfried, Vorsitzemde des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes, war Reichstagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der DVP. Eine andere Abgeordnete war Katharina von Oheimb. Eine Abgeordnete der DNVP war Margarete Behm.


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anonym
beantwortet von Vivi29 am 9. Juni 2009 19:23
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Kommentar von basko1994 am 9. Juni 2009 19:47

und etwas algemeineres vill.?

Kommentar von Vivi29 am 9. Juni 2009 19:58

du kannst nach mehreren suchen und irgendwie eine allgemeine Zusammenfassung schreiben



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