Die Mutter von meinem Freund ist gestern plötzlich und unerwartet verstorben. An Lungenembolie. Wie soll ich mich ihm gegenüber nur verhalten? Ich kann doch nicht die ganze Zeit mit all seinen Geschwistern und seinem Vater in dem Elternhaus sitzen. Ist es richtig, wenn ich mich zurückziehe und halt meine Sachen erledigt oder soll ich wirklich den ganzen Tag bei ihm sein?

Oh weh! Mein herzliches Beileid - das nimmt Dich bestimmt auch ganz schön mit.
Biete ihm an, dass Du bei ihm bist - oder dass Du Dich zurückziehst. Sag ihm ruhig, dass Du nun ganz unsicher bist und frage ihn, was ihm lieber ist.
Schau dabei auch auf Dich - wenn Du Dich sehr unwohl fühlen wirst (dort ist jetzt bestimmt ein ganz schöner Trubel), dann zieh Dich zurück.
Viel Kraft wünsche ich Dir und euch!
Ja ich war gestern von 8 bis 16.00 Uhr da gewesen. Dann kamen seine ganzen Geschwister und dann hab ich mich halt zurückgezogen. Klar tut mir das auch weh, aber ich auch vor kurzem erst meine geliebte Oma verloren und um so schwerer ist es für mich nun das richtige für ihn zu tun. Mir ist halt auch alles wieder hochgekommen, das hab ich ihm aber auch gesagt.
Baiana am 20. März 2009 11:27 Vielleicht kannst Du ihn Dir irgendwann heute schnappen und ihn aus dem Trubel herausholen zu einer Stunde Waldspaziergang oder ähnlichem.

frag ihn was er lieber hätte,ob er dich an seiner seite haben möchte oder lieber mit der familie alleine sein will
Frag ihn,wie er das gerne möchte,vielleicht will er Dich gerade jetzt um sich haben,weil er Dich braucht,als seelische Unterstützung. Meine Beileid.
Geh zu ihm, reiche ihm die Hand und sage nichts,sei einfach nur da.

Frag ihn doch dazu. Vielleicht möchte er auch gerne mal etwas allein sein mit seiner Trauer.
Seine Familie hat jetzt viel zu erledigen. Da ist es mitunter gar nicht angebracht, wenn immer "Besuch" da ist. Warte ab, was er sagt und wie es sich entwickelt. Nur Mut, das stehst Du durch.

Ist jetzt schwer zu beantworten:
Die Einen wollen jetzt einfach alleine sein, und wieder andere brauchen jetzt dringend einen Menschen an den sie sich anlehnen können.
Versuche herauszufinden, zu welcher Kategorie er gehört.
du solltest für ihn da sein, er braucht dich jetzt mehr denn je. nicht nur in guten tagen auch in SCHLECHTEN tagen. da sein, ihm trost und kraft geben, mehr will er in der jetzigen situation bestimmt nicht und im übrigen, das war seine MUTTER. weißt du was das bedeutet eine mutter zu verlieren? ich selbst habe meine mutter verloren und mein ex-mann war kaum für mich da

Sei da wenn er dich braucht aber ansonsten würde ich mich normal verhalten ...und viel reden muss man zwangsläufig dann auch nicht

Sei für ihn da, wenn er Dich braucht, gib ihm aber auch genug Freiraum, damit er seine Trauer auf seine Art bewältigen kann.

Herausfinden, was Dein Freund möchte. Möchte er lieber alleine sein mit Familie oder hilft ihm Deine Anwesenheit... Danach würde ich entscheiden

Die erste Zeit solltest Du Deine persönlichen Belange zurückstellen und nur das Allernotwendigste für Dich erledigen. Allerdings würde ich auch den Vater und die Geschwister fragen, ob es okay ist, wenn Du an seiner Seite bleibst. Vielleicht störst Du ja auch, weil Du nicht direkt betroffen bist.

Ich finde, das ist eine Schwierige Frage....bei sowas, weiß man nich, wie man sich verhalten soll, ich zumindenst nich! Frag ihn doch vielleicht einfach ma ob er auch bissl Zeit für sich brauch? Vielleicht will er auch allein sein und das erst ma verarbeiten! Mein Beileid!! Und alles alles gute
Dankeschön.

wenn du dir so unsicher bist, dann frage deinen Freund,was du für ihn tun kannst.Wenn er es möchte,bleibe bei ihm.Es verlangt sicher niemand von dir,daß du heute den ganzen Tag bei ihnen in der Wohnung sitzt.Wenn er deine Hilfe und Trost braucht,sei bitte für ihn da.

Nein. Nimm anteil an diesem traurigen Ereignis. wenn Dur zu der Mutter Deines Freundes gute Beziehungen gehabt hast bist du quasi mit in dieser Familie. Das heißt aber doch nicht, daß Du den ganzen Tag dort mitverbringen mußt. Du hast als "außenstehende" auch noch andere Pflichten. Es verlangt sicherlich auch niemand von Dir. Wenn Dein Freund noch keine Geschwister hat, bitte kümmere Dich etwas mehr um diese, sie können wahrscheinlich diesen Verlust noch nicht einschätzen und verstehen. Teilnahme an der Beerdigung ist doch selbstverständlich, um Abschied zu nehem. Aber denke daran: Familienmitglied bist Du nicht.
Ja so sehe ich das auch. Ist schon klar, dass ich für ihn da bin wenn er mich braucht, er hat auch noch 6 Geschwister und ich denke halt, das es auch gut ist, wenn die Geschwister und der Vater mal alleine sind. Hab auch Angst das er sich jetzt verändert und in ein tiefes Loch fällt. Ich habe halt auch meinen Job und muss mich darauf konzentrieren.
JoScho am 20. März 2009 13:14 Wenn kleine Kinder da sind ist das tragisch, beschäftige dich mit denen, Spiele ect.je nach Alter.

Hallo beastly78
jeder Mensch geht mit seiner Trauer anders um. Der eine braucht Gesellschaft, der andere lieber Ruhe.
Da Dein Freund aber noch Familie hat, ist er nicht allein oder kann sich zurückziehen, wenn er mag.
Er ist Dein Freund, also fast ein Familienmitglied, und Trauer gehört genauso zum Leben wie Lachen. Und er hat Ohren um zu hören, was Dein Problem ist. Sprich offen mit ihm. Ihr könnt doch sonst sicher über alles sprechen. Oder? Da sollte das auch kein Problem sein. Sei einfach Du selber und sprich offen aus, was Du denkst und wie es Dir geht und sag ihm auch, dass Du nicht gekränkt bist, wenn er allein sein möchte. Er soll aber auf jeden Fall wissen, dass er sich jederzeit an Dich wenden kann. Natürlich nur, wenn Du das willst.
Es gibt Bücher über Sterben, Tod und Trauer. vielleicht gehst Du mal in eine Buchhandlung und lässt Dich beraten, entweder für Dich ein Buch oder als Geschenk für Deinen Freund.
Meine Freundin hat mir mal in einer Zeit der Trauer ein Buch geschenkt von Elisabeth Kübler-Ross. "Über den Tod und das Leben danach", das hat mir sehr gefallen und vor allem sehr geholfen.
Ich wünsche Dir alles Gute und Deinem Freund in nächster Zeit viel Kraft und dass er seine Mutter gehen lassen kann. Ein sehr schöner Spruch aus dem Buch:
"Sobald wir alle unsere Arbeiten auf dieser Erde erledigt haben, ist es uns erlaubt unseren Leib abzuwerfen, welcher unsere Seele, wie ein Kokon den Schmetterling, gefangen hält.
Wenn die Zeit reif ist, können wir unseren Körper gehen lassen, und wir werden frei sein von Schmerzen, frei von Ängsten und Sorgen, frei wie ein wunderschöner Schmetterling, der heimkehrt zu Gott.“
Vielen lieben Dank für diese schöne Antwort und den tollen Spruch. Vielleicht sollte ich ihm wirklich dieses Buch schenken.
Bea26 am 20. März 2009 11:49 Achja, falls Du Probleme haben solltest, dann kannst du mir gern schreiben. Bin ganz offen und vertraut mit dem Thema. Alles Gute für Dich.

Ich würde für ihn da sein und nicht einfach "mein" Leben weiterführen und Sachen erledigen.
Ja ich gehe aber die ganze Woche vollzeit arbeiten, ich habe mir gestern Urlaub genommen als es passiert ist, aber ich kann doch jetzt nicht ewig Urlaub machen, das wird mein Chef auch nicht verstehen

Sei einfach da für ihn - mein aufrichtiges Beileid...LG
Dein Freund wird dich jetzt brauchen. Sei für ihn da, stehe ihm zur Seite. Für so etwas sind Freundinnen ganz besonders da

Das Leben geht weiter, gespielte Trauer ist Unsinn, ebenso wie den Sterbefall völlig ignorieren.
Steh ihm bei ....oder würdest du dir das nicht auch wünschen wenn es deine Mutter wär ? Wenn dir aber nicht wohl dabei ist sprech mit ihm darüber sowas kann die beziehung extrem belasten.
Hey, wünsche dir trotzdem Herzliches Beileid, obwohl es nur die Mutter von deinem Freund ist.
Rede mit deinem Freud, Frag ihn ob er dich jetzt braucht oder ob er allein mit seiner Familie sei möchte. Wenn du spürst, dass er sich zurück zieht, dann mache dies auch für eine kurze Weile. Sucht er aber deiner Nähe, dann weißt du, das er dich jetzt braucht. Du mußt ihn beobachten, wie er sich verhält.
sei einfach da für ihr dann bekommt man schon mit was du machen kanst

Wenn er lieber alleine sein will wird er es dir schon zeigen. Hat er dich lieber um sich wird er es auch zeigen.
Achte nun besonders auf solche Zeichen und gib ihm das, was er gerade braucht.
Direkt danach fragen würde ich jetzt nicht unbedingt. Das könnte er vielleicht gerade jetzt krumm nehmen.

Sprich mit ihm. Sag ihm, dass du für ihn dasein möchtest, aber nicht weißt wie.
Frag ihn, ob er reden und dich an seiner Seite haben oder lieber allein sein will.
Er wird das verstehen und dir sagen, was ihm im Moment gut tut.

Wenn Du ihn liebst, ist es schon sehr gut, wenn Du dabei bist, man wird viel sprechen ueber die Verstorben und es ist viel zu organisieren - vielleicht kannst Du auch helfen, da Du wohl weniger in dieser Glaskuppel sitzt!
Wenn ein Elternteil stirbt ist das wirklich grauenvoll! Es ist schlimmer als die Oma - ich habe vor 10 Tagen meinen Vater verloren und fuer mich war das (wie ich auch von anderen schon gehoert habe) ein Punkt an dem ich gemerkt habe, wer wie zu mir steht!
MsPurple am 20. März 2009 11:31 es handelt sich vielleicht um die ersten Tag, um dieses Wochenende, aber nicht um die ganze naechste Woche!