Frage von Goooxhaa, 159

Wie ist die Meinung der Christen über das Judentum?

Muslime sind der Meinung das der Judentum mal richtig war und das sie verfälscht wurde und Gott dann den Christentum offenbarte, diese dann auch umgeändert wurde und Gott dann zum 3ten Mal das Wort Gottes offenbart hat. (Islam,Koran)

Wie ist das bei den Christen? Sind sie auch der Meinung das der Judentum mal gestimmt hat und der Christentum nochmals neu offenbart wurde?

Bitte versucht tolerant zu antworten ohne eine Religion schlecht zu machen. Am besten mit Quelle von wo ihr eure Antwort habt und keine eigene Meinungen sondern NUR religiöse.

Antwort
von Shiftclick, 95

So wie du das beschrieben hast, ist das mehr oder weniger zutreffend. Die ersten Christen waren Juden und sie waren der Meinung, dass mit Jesus das Gesetz erfüllt würde, dass er derjenige sei, von dem in den heiligen Schriften gesprochen wurde. Später, als das Christentum von Griechen und Römern übernommen wurde, hat man das natürlich etwas anders akzentuiert.

Lies z.B. auch den Artikel beim Deutschlandradio nach: http://goo.gl/bbKima

  • Erst mit der rabbinischen Synode von Jabne, Anfang des 2. Jahrhunderts, und durch das Konzil von Nizäa 325 begannen sich Judentum und Christentum deutlich voneinander abzugrenzen.


Antwort
von JoJoPiMa, 49

Bezieht sich eine Frage auf Glaubensinhalte selbst, dann können Primärquellen nur die Überlieferungen sein - Thora, Bibel, Koran. Für die Beantwortung ist dann immer nützlich, davon auszugehen, dass alles so stimmt wie überliefert - auch wenn die persönliche Ansicht eine andere ist. Erst danach, sollten andere Faktoren berücksichtigt werden.

In diesem Sinne:

Christen sollten das Judentum als Vorläufer sehen, der sich selbst dem Heilsplan Gottes verweigerte.

Das Christentum sollten sie, die Christen, als die Erfüllung des Göttlichem im Alten Testament sehen.

Des Göttlichem deshalb, weil das Alte Testament eher zum Regelwerk wurde, in dem das irdische immer mehr Gewicht bekam.

Erstaunlich viele Christen sehen das nach wie vor so. Andere nicht, aber das ist keine christliche Ausnahme.

Antwort
von Anthropos, 29

Das Christentum ist aus dem Judentum entstanden, das ist denke ich klar. Das Judentum ist Gottes Offenbarungsplan. In Christus hat sich Gott jedoch nicht neu offenbart, sondern es wurde die Offenbarung abgeschlossen. 

Die Juden gelten als die, die Jesus noch nicht als den Retter erkannt haben. Papst Benedikt XVI. hat auch die Fürbitte der Missionierung von Juden wieder eingeführt.

Antwort
von Accountowner08, 41

Jahrtausendelang war das Christentum eindeutig der Meinung, dass Judentum "falsch" ist, deshalb gab es immer wieder Epochen, wo die Christen versuchten, die Juden mit brutalen Zwangsmassnahmen zum Christentum zu konvertieren.

Eine bekannte solche Epoche war Deutschland in der Zeit der Kreuzzüge (11.-12. Jahrhundert), wo tausende von Juden niedergemetzelt wurden, weil sie sich nicht taufen lassen wollten.

Ein anderes Beispiel ist das "Alhambra-Edikt" von Isabelle der Katholischen in Spanien, 1492, wo die Juden vor die Wahl gestellt wurden, Spanien zu verlassen oder zum Christentum überzutreten. Alle Juden, die sich zu einem Stichtag noch in Spanien befanden, wurden vor die Wahl gestellt, sich taufen zu lassen oder umgebracht zu werden... Die Juden, die sich nur zum schein taufen liessen und ihr Judentum im Geheimen weiter praktizierten, wurden von der Inquisition brutal verfolgt (und oft auf dem Scheiterhaufen verbrannt). Später galt dies auch für Portugal und gewisse spanische Kolonien.

Erst nach dem Holocaust hat die katholische Kirche ihre Rhetorik etwas verändert und spricht nicht mehr von "verräterischen" Juden und so. Trotzdem setzt die Katholische Kirche implizit weiterhin voraus, dass die Juden "im Irrtum" sind, weil sie den christlichen Glauben nicht annehmen.

Luther war ebenfalls sehr enttäuscht, als er die Juden nicht überzeugen konnte, sich zu seiner Form des Christentums zu bekehren... Auch er war der Meinung, dass Christentum "richtig" und Judentum "falsch" ist.

Also summa summarum würde ich sagen, dass die überwiegende Überzeugung des Christentums ist, dass der jüdische Glaube "falsch" ist, nur traut man sich das heute nicht so laut zu sagen, vor allem wegen des Holocaust. (die christliche Judenfeindschaft hat den Boden bereitet für den Antisemitismus, der als grösster Exzess zum Holocaust geführt hat, deshalb ist man heute unter Christen etwas zurückhaltender (und wird auch nicht so gerne an die eigene Geschichte erinnert)).

Antwort
von Netie, 17

Die Juden, sind das auserwählte Volk Gottes auf der Erde. Ihre Segnungen sind irdisch (erdbezogen). Gott hat sich ihnen zugeneigt, weil er sie liebt. 5. Mose 7,7.8  Auch Jesus Christus kam aus dem Volk der Juden.

Die Christen sind das himmlische Volk Gottes. Jeder Gläubige (übrigens auch die, die sich aus den Juden zum christlichen Glauben bekehren [sie gehören dann zum himmlischen Volk Gottes] hat seine Heimat im Himmel. Ihre Segnungen sind himmlischer Art. Epheser 1 ab Vers 3

"Denn er hat aus beiden (Juden und Christen [durch den Tod des Herrn Jesus, der für alle gestorben ist] eins gemacht und abgebrochen hat die Zwischenwand der Umzäunung." Epheser 2,15

Somit ist keine "Hemmschwelle" zwischen gläubigen Juden und gläubigen Christen. 

Kommentar von Accountowner08 ,

Womit du bestätigst, dass sich Juden deiner Meinung nach zum Christentum bekehren müssen, um "in den Himmel" zu kommen, was zu den bekannten Auswüchsen, Zwangskonversionen und Morden von Christen an Juden (z.B. Deutschland um 1066, Spanien um 1492, etc.) geführt hat.

Ich freue mich, dass du das so offen kundtust, denn es stützt meine These, dass sich daran seit 1066 oder 1492 gar nichts geändert hat, nur dass die Christen es heute selten so offen zugeben wie du...

Antwort
von dreamerdk, 61

das sind so die typischen Vater-Sohn-Konflikte^^

Antwort
von Lumpazi77, 73

Das Christentum, der Islam und das Judentum haben die selben Wurzeln, den selben Ursprung ! Allerdings gingen sie dann verschiedene Wege !

Antwort
von Hooks, 23

Dazu liest Du am besten mal das NT durch, das neue Testament, den kleineren Teil der Bibel. Der ist ja nicht mal so dick wie ein Roman, das schaffst Du schnell.

Darin findest Du massenhaft Antworten.

Kommentar von Goooxhaa ,

Will ich nicht :) weiter unten steht auch wieso. Es gibt so viele Gruppierungen in einer Religion und jeder intepretiert die Bibel anders. 

Kommentar von Hooks ,

Dann lies doch mal die Bibel ganz alleine für Dich und frage den, der sie hat aufschreiben lassen, wie Du sie verstehen sollst.

Die Bibel ist Gottes Wort an jeden einzelnen von uns! Auch für DIch!

Kommentar von Goooxhaa ,

Du hast also meinen Kommentar nicht verstanden. Gotteswort für dich, und mein Gotteswort heisst nicht Bibel, jeder hat seinen Glauben.

Antwort
von Nikita1839, 63

Es entspringt alles derselben "Quelle" nur mit anderen Propheten. Außerdem ist Jesus Jude gewesen. Also.. Ja.. Es verteidigt jeder seine Eigene Religion und stellt sie als eigenständig Entwickelte dar

Antwort
von KaeteK, 29

Lies die Bibel, AT und NT, dann weißt du, wie wir Christen zu den Juden stehen. Sie sind und bleiben das auserwählte Volk Gottes. Der Tag kommt, da wird Gott Sein Volk  wiederherstellen.

Lies dazu Römer 11

Römer 11,25-32

Denn ich will nicht, meine Brüder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt bleibe, damit ihr euch nicht selbst klug dünket, dass Israel zum Teil Verstockung widerfahren ist, bis dass die Vollzahl der Heiden eingegangen sein wird  26 und also ganz Israel gerettet werde, wie geschrieben steht: «Aus Zion wird der Erlöser kommen und die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden», 27 und dies ist für sie der Bund von mir, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde".

http://www.bibelkreis.ch/Streitenberger%20Peter/wiederhstisraels.htm

lg

Antwort
von Gambler2000, 32

Christen sind der Meinung das Jesus Christus gekommen ist um das alte Gesetz der Propheten zu erfüllen (Matthäus 5:17)

LG.

Antwort
von Jogi57L, 29

du fragst einesteils nach "Meinung"... andererseits willst Du aber nur religiös "belegte" Dinge haben ????

Damit kann ich nicht dienen... nur mit eigener Meinung...

Meine (eigene) Meinung ist:

Das Judentum WAR und IST richtig, sofern es sich auf die Thora, den Talmud und das AT bezieht...

.. verfälscht wurde daran nichts...

NUR haben die Juden Christus nicht als den "Messias" angenommen.... sie warten heute noch darauf.. dass "ihr" Messias kommen möge....

Die Juden, die Christus annahmen... nannten sich dann "Christen"..

.. sie folgten dem neuen Bund.... der alte Bund wurde durch Jesus erfüllt.....

( Beispiel: Wortverständnis: wenn man die Schulpflicht "erfüllt" hat.. muss man nicht mehr zur Schule gehen... es ist "erfüllt....man kann sich dann neuen Dingen zuwenden.....)

Verändert wurde rein gar nichts... das wäre auch absolut sinnlos gewesen... da eh kaum jemand lesen konnte.....und die Leutchen einfach das glauben mussten.. was die "Schriftgelehrten" ihnen sagten....

Erst Martin Luther wollte... dass ALLE selbst lesen können, was in der gesamten Bibel steht... und übersetzte sie deswegen.....

sicher dauerte es noch etwas.. bis wirklich alle "lesen" konnten... aber heutzutage ist es meist kein Problem mehr.....

"Der Islam" scheint m.E. .. sowohl anti-jüdisch zu sein, als auch anti-christlich.

Die Leutchen im Islam verlassen sich alleine darauf, was Mohammed ihnen offenbarte....sie haben nicht mal die erlaubte Genehmigung... in der Thora oder Bibel nachzulesen....sie verlassen sich darauf... was ihnen der Prophet sagt(e).... ...

z.B:

WO im Koran kann man die Bergpredigt von Jesus nachlesen ????

Der Islam "lebt" einzig und allein dadurch.. dass verglichen wird.. zwischen dem "Fehlverhalten" der Juden und Christen.. und dem "Wohlverhalten" der Mosleme....

....gäbe es keine Juden und Christen, gäbe es keinen Islam....

außer man würde dann versuchen, sich mit Buddhisten, Aborigines, oder Indianern ..etc... zu vergleichen.....

Kommentar von Goooxhaa ,

Genau, man merkt das es deine Meinung ist und keine religiöse Meinung einer Religion.   Aber du kannst mir meine Worte ruhig so drehen bis sie dem entsprechen was du hören willst. Für die Muslime ist der Islam die wahre Religion, für Juden Judentum und für Christen Christentum. Schlussendlich wer daran glaubt das die Religion davor mal richtig war, aber jetzt verfälscht wurde, kann nicht sagen das es ohne Juden und Christen kein Islam gäbe. Weil wenn du das jetzt religiös betrachtest dann WAR das die selbe Religion die Gott 3x offenbaren lassen hat. Aber so behauptest du das der Islam erfunden sei und das ist eine Beleidigung für gläubige Muslime. Und ja, man muss keine Schimpfwörter benutzen um beleidigend zu werden, wer wirklich gläubig ist und an seine Religion 100% glaubt, für den ist das beleidigend. Und die Muslime glauben nicht daran das sie das Wort Mohammads folgen, sondern Gottes. Muslime sind keine Mohammedaner wie man sie immer nennt sondern Muslim ist jmd der sich Gott ergibt. Ich bin auch keine Koranistin und den Koran versteht man ohne Tafsir und einem Gelehrten nicht, am besten du fragst einen, genauso wie ich oft in die Kirche gehe wenn mich was interessiert. Und die Regeln und Geschichten im Islam besteht nicht nur aus dem Koran sondern auch aus Sunnah. 

Du hast es wahrscheinlich nicht böse gemeint aber dein Kommentar war nicht das auf das ich hinaus wollte und ich denke mein letzter Satz war deutlich und das man ihn so falsch verstehen kann, bezweifle ich. Trotzdem danke

Kommentar von Jogi57L ,

Es könnte  ebenfalls beleidigend wirken, wenn jemand hergeht, und den Juden oder Christen sagt.. ihre Religion sei verfälscht...

... manche fühlen sich in religiösen Angelegenheiten  halt schnell beleidigt, andere nicht...

Aber nochmal:

Christen glauben nicht, dass das Judentum verfälscht wurde... sondern dass manche Juden Jesus nicht angenommen haben, und manche.. woraus dann Christen wurden, haben ihn angenommen..

Die beste Quelle ist die Bibel selbst, da reicht es ja, wenn Du die APG liest, dann wird das deutlich mit Juden und Christen....kürzere "Quellen" sind mir nicht bekannt...

Vielleicht hast Du es schon gelesen...

 Hab 1 Jahr einer Frau jeden Donnerstag die Bibel vorgelesen,

oder nicht...

aber die Bibel werde ich nie lesen.

Aber du kannst mir meine Worte ruhig so drehen bis sie dem entsprechen was du hören willst

Ich will nichts Bestimmtes "hören".

Du hattest nach "Meinung" gefragt, und die hatte ich geäußert...

Von "beleidigt fühlen" solltest Du dich frei machen, das bindet nur positive Energien

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