Welche Rolle hat der Staat in der Marktwirtschaft?

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4 Antworten

Die Marktwirtschaft an sich braucht den Staat nur als "Schiedsrichter", der die Regeln bestimmt und deren Einhaltung überwacht. 

Da in einer freien Marktwirtschaft die freien Kräfte des Marktes bisweilen zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Ausbeutung, Monopolen etc. führen, greift der Staat in einer sozialen Marktwirtschaft ein, um diese Nebenwirkungen zu verhindern, beseitigen oder wenigstens abzumildern. 

Dies geschieht über lenkende Steuern und Subventionen, über soziale Absicherungen und über Regeln, die die schwächeren Marktteilnehmer schützen. 

Nun kann man natürlich darüber streiten, in wieweit diese Eingriffe des Staates richtig und zielführend sind. Hier ein sinnvolles Gleichgewicht zu finden, ist gar nicht so leicht. 

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Hallo,

die Aufgabe des Staates, überhaupt der Gemeinschaft, ist es, sich um benachteiligte Personen(gruppen) zu kümmern. Außerdem müssen "Ar beitsunfähge" eine gerechte Behandlung und ein lebenswertes Leben bekommen, wie diejenigen, die selbst Geld verdienen. 

Also werden die Starken gesetzlich, sogar verfassungsrechtlich, dazu verpflichtet, ein Teil ihrer Stärke (also der Einnahmen) dem Wohle der Gemeinschaft und benachteiligter Personengruppen, also den Schwachen, zur Verfügung zu stelllen.

Die Marktwirtschaft muss sozial sein, damit ein Staat überleben kann. Z.B. müssen Renten, Arbeitlosengeld usw gezahlt werden, da es den Menschen, denen das Geld zukommt, schlecht gehen würde, wenn sie das Geld nicht bekommen.

Da der Staat, also die Gemeinschaft/die Gesellschaft die Aufgabe hat, jeden und jede benachteiligte Person zu unterstützen, muss der Staat die Marktwirtschaft kontrollieren, damit es nicht zu "assozialen" Zuständen kommt.

MfG

Steven Armstrong

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Kommentar von StevenArmstrong
31.01.2016, 15:20

Nachtrag:

Z.B. profitiert auch die Wirtschaft von Kindern, sodass sie
höherer Steuern zahlen muss, damit Kindergeld gegeben werden kann, da diese (die Kinder, wenn sie erwachsen sind) später vielleicht bei diesen(den Unternehmen) arbeiten und diesen wieder Gewinnen einbringen.

Irgendwo gleicht sich allesmehr oder weniger wieder aus. Das ist der Sinn der sozialen Marktwirtschaft.

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Es gibt von linker Sicht den Begriff

    Staatsmonopolkapitalismus

womit die Verquickung des Staates des mit seinen Konzernen verdeutlicht wird.

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Die Rolle des Staates findet sich in vielerlei Dingen wieder:

Die Gesetze (HGB, BGB, etc.)

Sozialleistungen (Hartz 4, Kindergeld, etc.)

eine faire Marktumgebung schaffen (Kartellgesetz, Preispolitik, etc.)

Auch greift der Staat in das Marktgeschehen ein, indem er

Subventionen an Unternehmen zahlt

Arbeitsplätze anbietet 

Waren einkauft

Unter dem Begriff Marktversagen würde ich verstehen, dass die Preise zu stark schwanken aufgrund eines bestimmten Ereignisses und der Markt nicht in der Lage ist, diese Schwankungen aufzufangen. Beispielweise bei der Börse: Wenn die Verkäufer dort nicht schnell genug handeln, bricht die komplette Börse zusammen. 

Staatsversagen hingegen würde ich mit dem Kartellgesetz verbinden. 

Der Staat hat versagt, wenn sich Kartelle insoweit ausbilden/verbreitern konnten, dass sie sich den Markt untertan gemacht haben und selbst staatliche Einmischung dort nicht mehr viel bewirken kann. Beipiel Drogenkartelle: Sie schaffen es immer wieder ungesehen und fast ungehindert ihren Geschäften in aller Welt nachzugehen. Wenn sie mal erwischt werden ist es nur ein kleiner Rückschlag, aber aufhalten wird man sie so nicht. 

Hoffe ich konnte dir etwas damit weiterhelfen. 

Gruß Pac

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Kommentar von PlayboyNewYork
30.01.2016, 22:29

Sorry bin aus versehen auf "negativ" bewerten gekommen aber du hast mir sehr geholfen danke :)))

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