Frage von siggy1993, 68

Die kvs moechte geld. Ist das gerecht?

Mein bruder ist 19 jahre alt. Letztes jahr in august fing er mit schulische ausbildung an als kfz mechatroniker. Um sein auto zu finanzieren hat er ein minijob angefangen. Seit letzten monat wohnt er in eine wg. Sein einkommen ist knapp aber kriegt sein kindergeld dazu. Die krankenkasse hat sich gemeldet dass er fuer jeden monat an den er bei minijob war soll er 175 euro zahlen (das ist seit halben jahr), weil er bei unseren stiefvater familienversichert war und jetzt ist nicht mehr der fall. Nächstes monat fing er mit praktischen teil bei eine firma an, da bekommt er bald auch ein ausbildungsvergütung. Aber seim einkommen muss fuer wohnung auto garage und das leben reichen. Und dann noch 175 euro fuer krankenkasse um 1000 euro nachzahlen und weiter zahlen muss. Ist das gerecht? Die krankenversicherung meint das ist nur so weil er der stiefsohn ist und nur weil wir durch den stiefvater familienversichert sind. Wären wir bei unsere mutter versichert wäre es nicht der fall. Das kommt mir zu komisch vor. Wenn die versicherung das eher gesehen hätte hätte er kein geld mehr zum leben fuer letzte monat wegen miete und das geld was die wollen. 0 in der tasche. 

Antwort
von FordPrefect, 15

Hier stimmt doch so einiges nicht.

Vorab - der Minijob begründet keinen Versicherungsschutz in KV/PV! Das ist Sache des Versicherten selbst.

Nun zur Frage:

Entweder der Stiefvater ist trotz Selbstständigkeit weiter in der GKV versichert, dann wären die Kinder über ihn familienversichert - aber nur, solange der Stiefvater den überwiegenden Teil des Unterhalts bezahlt.

Oder aber Mutter, Stiefvater und auch die Kinder waren bislang alle privat versichert, dann würde die PKV Mitgliedschaft des Bruders weiterlaufen, solange kein Statuswechsel stattgefunden hat, auch wenn der Vater die Beiträge dafür nicht mehr bezahlt.

Bei Variante 1 ergäbe sich aufgrund des Minijobs und der Ausbildung ggfs. in der Tat ein Ende der FamV; um das zu prüfen, müsste man allerdings mehr Details abfragen. Sollte diese Variante zutreffen, wäre die Forderung korrekt, denn mit Ende der kostenlosen FamV wurde der Bruder dann automatisch gemäß § 188 SGB V freiwillig gesetzlich weiterversichert, und schuldet der KK die Mindestbeiträge je Monat. Je nach Art der schulischen Ausbildung könnte hier aber zumindest statt des Mindestbeitrages der weitaus günstigere Schülersatz gelten, dazu ist der KK die Schulbescheinigung vorzulegen.

Bei Variante 2 hängt es stark von der Art der Ausbildung ab, ob die PKV beendet werden kann oder nicht. Falls nicht (weil z.B. keine Ausbildungsvergütung bezahlt wird), muss der Bruder weiter in der PKV versichert bleiben, bis zur Übernahme in eine berufliche Ausbildung mit geregelter Vergütung. Dann träte mit Beginn der Ausbildung Versicherungspflicht in der GKV ein. Ob dennoch ggfs. ein Unterhaltsanspruch gegen die Eltern besteht, kann hier nicht geklärt werden. dafür wäre eine ausführliche Beratung in einem Sozialzentrum, Berufsbildungswerk oder Sozialverband erforderlich.

In Jedem Fall muss aber unverzüglich mit der KK Kontakt aufgenommen weren, um die tatsächliche Falllage zu klären.

Antwort
von ellaluise, 17

So, da ist sicher einiges durcheinander. Der Bruder macht eine schulische Ausbildung. Ist evtl. die KV über den Schüler/Studententarif möglich? Das ist günstiger.

Kann er evtl. auch Schüler-Bafög beziehen?

Ein Minijob generiert keine Mitgliedschaft in der Krankenversicherung, das ist klar. Irgendwer muß seine Krankenversicherung zahlen.

Während der Ausbildung sind die Eltern auch zum Unterhalt verpflichet. Beide Elternteile! Den Unterhalt muß der Bruder selber einfordern.

Was ist mit dem leiblichen Vater? Lebt er noch?

Antwort
von wfwbinder, 32

WArum Krankenvers.Beitrag für den Minijob? Ist das kein echter Minijob? Der Arbeitgeber trägt bei einem Minijob pauschal alle Abgaben mit 30,99 %.

Also, wenn da was nachgefordert wird, ist es falsch angemeldet.

Kommentar von siggy1993 ,

Also wie ich es von ihm verstanden haben der arbeitgeber hätte ihn gesagt wenn er ihn vollzeit einstellen wurde wurden die beiden jeder was zahlen mussen, deswegen bleiben die beide gerne bei minijob dann kostet es keinen von den beiden das extra geld. Verstehe ich dann richtig dass der arbeitgeber dann eigentlich trotzdem bei minijob was zahlen muss, mein bruder aber von den 450 euro nicht? 

Kommentar von wfwbinder ,

Bei einer normalen Anstellung, also ab 451,- Euro, fallen Sozialversicherungsbeiträge an. die werden vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer von jedem etwa zur Hälfte getragen. In der Gleitzone (bis 850,-) zahlt der Arbeitnehmer etwas weniger.

Beim Minijob trägt der Arbeitgeber alle Abgaben pauschal mit 30,99 %. Ein Minijob kostet den Arbeitgeber nicht die netto 450,- die er dem Arbeitnehmer gibt, sondern mit den Abgaben die er zu zahlen hat, 589,- Euro.

Antwort
von Griesuh, 25

Was sich leider noch immer nicht herumgesprochen hat:

Auch Minijobs sind seit mehreren Jahren der sogenannten Regelbesteuerung und der Sozialabgabenpflicht unterworfen.

Der Arbeitnehmer, kann sich durch Antrag beim Arbeitgeber von der Regelbesteuerung und der Sozialabgabenpflcht befreien lassen.

Der Arbeitgeber des Minijobes hätte den Arbeitnehmer darauf hin weisen müssen. Hat er es nicht gemacht, so verstößt er gegen seine Informationspflicht.

Ohne Befreiung, zahlt der Arbeitnehmer eines Minijobes Steuern und Sozialabgabe.

deshalb unbedingt beim Arebitgeber den Befreiungsantrag abgeben und sich befreien lassen.

Alles nachzulesen unter:

www.minijob-zentrale.de

Kommentar von FordPrefect ,

Das ist zwar richtig, aber hinsichtlich der Frage nach dem Versicherungsschutz in KV/PV ohne Belang.

Antwort
von wilees, 44

Wer kommt überwiegend für Deinen Unterhalt auf?

Kommentar von siggy1993 ,

Ich verstehe die frage nicht 

Kommentar von wilees ,

Wenn Dein Stiefvater überwiegend für Deinen Lebensunterhalt aufkommen würe, könntest Du weiterhin über ihn familienversichert bleiben. Hat Deine Mutter eigenes Einkommen aus nicht selbstständiger Arbeit ( angestellt ) kannst Du über sie Familienversichert sein. Irgend etwas stimmt hier nicht.

Da Dein Bruder volljährig ist, würde ich folgendes vorschlagen - er holt sich beim Amtsgericht eine Beratungsschein und wendet sich dann an einen Fachanwalt für Sozialversicherungsrecht.

Kommentar von siggy1993 ,

Unserer stiefvater und unsere mutter sind selbstständig aber meine mutter verdient das drittel als mein stiefvater fuer versicherung also muessen die selbst zahlen da die keine arbeitgeber haben sondern nur kunden. Mein bruder hat ja eigene wohnung und ist nicht mehr bei eltern angemeldet und deshalb bekommt ja kindergeld selbst. meine eltern haben nichts mit seine kosten zu tun. Er bezieht auch kein geld als unterstutzung vom staat. Nur bis dieses monatsende lebt er von sein kindergeld und 450 euro. Wohnung kostet 320 versicherung fuer auto und garage fuer 35 euro plus benzin. Und dann wollen die noch geld fuer kvs, weil er der stiefsohn ist und der stiefvater familienversichert ist und zahlt fuer uns alle. Aber die wollen das nicht mehr wegen den minijob. Meine mutter bekommt jeden monat von kvs neue papiere die sie ausfuellen muss mehrmals die gleichen weil die durcheinander sind aus kvs. Wir fuhlen uns verarscht und vertrauen di nicht mehr. Deswegen interessiert uns, ob das recht ist, was die von uns verlangen. 

Kommentar von wilees ,

Das ist auch eine ganz andere Ausgangslage. Denn dann war auch Dein Bruder vorher selbst privat krankenversichert.

Und es wäre Aufgabe Deiner Eltern gewesen, dafür zu sorgen, dass Dein Bruder weiterhin krankenversichert ist.

Und Deine Eltern sind Deinem Bruder während einer Erstausbildung zum Unterhalt verpflichtet.

Kommentar von FordPrefect ,

Nein, jedenfalls nicht zwingend. Denkbar wäre auch, dass beide, Mutter und Stiefvater, trotz Selbstständigkeit in der GKV verblieben sind. Die vom OP benannten Fragebögen, die seitens der KK zugeschickt werden, deuten jedenfalls sehr stark darauf hin.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community