Liberator am 04.09.2009 um 15:58 Uhr
Ich arbeite derzeit direkt neben der örtlichen Tafel für Bedürftige. Ca. jeden 2. Tag ist dort eine 100m lange Schlange von Leuten, die sich dort das nötigste zum Leben abholen.
Darf sich da jeder anstellen? So wie es scheint, ist das sowas wie ein Selbstbedienungsladen wo jeder ein- und ausgehen kann. Jeder 2. von denen geht dann zum nahegelegenen Parkplatz und fährt mit seinem Mercedes weg. Die Leute tragen Markenklamotten und sehen nicht wirklich bedürftig aus. Kann ich mich da auch einfach anstellen?? Scheinbar ist den Leuten das egal wer die Sachen bekommt...
Ich dachte bisher auch immer, dass man sich als bedürftig ausweisen muss.
Dass sich da andere Leute anstellen und denen, die wirklich nichts haben, die Lebensmittel wegfressen (sorry für den Ausdruck) ist ja echt der Hammer. Wie asozial ist das denn ?
Da müsste sich wirklich mal jemand verstärkt drum kümmern, dass es nur die Bedürftigen sind, die etwas bekommen.
Ich finde es super, dass Du Dich da engagierst ! Ein großes Lob von mir dafür :)

Normalerweise muß man sich schon ausweisen und auch einen Beleg vorzeigen,das man entsprechend Bedürftig ist.
Liberator am 4. September 2009 16:00 dann frag ich mich, ob entsprechende Behörde blind ist oder einfach nur zu faul zum arbeiten. Ich danke für deine Antwort!
welche behörde denn? solche einrichtungen werden nicht von behörden betrieben, sondern von ehrenamtlichen mitarbeitern. die würden von behörden träumen die das ding bezuschussen.

Bei uns muss man sich Ausweisen und da kannt nicht einfach jeder kommen und sich was mitnehmen.
Die Bedürftigkeit wird durch einen Hartz4-Bescheid oder einen anderen Bescheid über soziale Leistungen geprüft. Das die "Bedürftigen" Markenklamotten tragen, liegt daran, dass sie die Prioritäten falsch setzen. Ich beobachte ähnliches wie Du. Mir scheint das manche ein wirklich bedürftiges Mitglied der Großfamilie zur Tafel schicken und dann Lebensmittel für die ganze restliche Familie abzocken. Bei den Autos muss man differenzieren. Manche leihen sich einen Wagen für den Einkauf in dr Tafel, andere haben einen eigenen, weil sie nebenbei arbeiten gehen und wieder andere finazieren das Statussymbol Auto, in dem sie die Lebensmittel bei der Tafel holen. Das sind dann die Asozialen....

Bei uns in Obb. mußt Du von der Gemeinde ein Bedürftigkeitsschein holen. Ohne dem geht nichts.

Ich hole mir auch meine Lebensmittel von der örtlichen Tafel. Ich musste mich mit dem Hartz IV-Bescheid (jetzt mit dem Rentenbescheid) anmelden, konnte dann in der nächsten Woche meine Lebensmitteltüte abholen. Das erste mal bin ich so vorbeigekommen und musste ganz schön schleppen, jetzt gehe ich immer mit 'nem Einkaufsroller hin. Bei uns ist da nicht so ein Andrang, das wird nach Wochen geregelt, alle 14 Tage ist man an der Reihe. Es werden nach Zahlung von 1 Euro und abstreichen in der Liste, in der man eingetragen ist, Nummern vergeben, die dann aufgerufen werden. Gemüse gibt es, soviel man will, die Tüten sind schon vorgepackt. Ich wundere mich manchmal, was für Delikatessen da manchmal bei sind. Unsere örtlichen Händler sind da sehr kulant... Ach ja, während man wartet, kann man auch Kaffee trinken, kostenlos natürlich, ein Stück Torte kostet 50 Cent. Ausgerichtet wird alles von der örtlichen Diakonie.
Ich denke, du bedienst die beliebten Klischees vom Mercedes-fahrenden Sozialschmarotzer. Grundsätzlich muß eine Bescheinigung über die Bedürftigkeit vorliegen.
dem schließe ich mich voll und ganz an ! Auch dem Lob !!
ich auch !!!!!!!!
wofür das lob ? die person schreibt sie arbeite direkt "neben der örtlichen tafel".
von engagement lese ich hier nix...