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Die historische Bedingung der Französischen Revolution

gefragt von Nizzy007 am 08.11.2009 um 14:11 Uhr

Hallo, ich habe ein REFERATTHEMA bekommen, mit dem ich gar nicht umzugehen weiß:

Die historische Bedingung der Französischen Revolution und die Unabhängigkeitserklärung der USA in Bezug auf bürgerlische Demokratie

So, ich habe leider gar keine ahnung, wie ich daran gehen soll und was das thema überhaupt bedeutet. was ist die historische bedingung? was hat die unabhängigkeit damit zu tun?

bitte helft mir, aber bitte nur vernünftige antworten =)


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anonym
beantwortet von Albrecht am 8. November 2009 22:28
3x
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Die Formulierung des Themas wirkt teilweise unklar und ist etwas umständlich formuliert.

Zunächst ist es ratsam, noch einmal nachzufragen, um nicht mit einer falsch verstandenen Aufgabenstellung zu arbeiten. Statt „Bedingung“ könnte möglicherweise auch „Bedeutung“ gemeint sein (also: „Die historische Bedeutung der Französischen Revolution und der Unabhängigkeitserklärung der USA in Bezug auf bürgerliche Demokratie“). Die Bedeutung bezieht sich auf die Rolle, welche die beiden genannten Ereignisse für die Entstehung bürgerlicher Demokratie spielten, die Ereignisse als Modellfälle und den Entwurf grundlegender Ideen.

Eine geschichtliche Bedingung ist eine Voraussetzung bzw. ein Umstand, aus dem sich etwas als mögliche Folge/Wirkung entwickelt hat. Dann geht es um eine Suche nach Voraussetzungen und Ursachen.

Die Unabhängigkeitserklärung der USA ist eine am 4. Juli 1776 beschlossene Erklärung von 13 amerikanischen Kolonien, sich von ihrem Mutterland Großbritannien zu lösen. Sie sollten Steuern zahlen, konnten aber keine politische Mitbestimmung durch Vertreter im Parlament ausüben. Die Präambel der Unabhängigkeitserklärung verkündet eine grundsätzliche Gleichheit aller Menschen, ihnen zustehende unveräußerliche Rechte, das Beruhen einer gerechten Regierung auf der Einwilligung der Regierten und das Recht auf Widerstand unter bestimmten Bedingungen.

Bedingungen für die Französische Revolution sind:

  • absolutistisches Herrschaftssystem

  • Ständegesellschaft mit Privilegien von Klerus und Adel

  • Aufklärung (geistige Bewegung, die zu kritischen Gedanken führte)

  • Unzufriedenheit mit dem Zustand (z. B. Ärger im Dritten Stand [Bürgertum], die Hauptlast der Steuern zu zahlen, aber kein Recht auf politische Mitbestimmung zu haben)

  • schwierige Lage des Staates und Krisen (schlechte Ernten und Hunger; wegen übermäßiger Staatsverschuldung droht Banktrott)

Die Französische Revolution (1789 -1799) wollte Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit bringen. Die amerikanische Unabhängigkeit, die auch auf Gedanken der Aufklärung fußt (Naturrecht, Vertragstheorie), war eine Anregung für Franzosen als erfolgreiche Umsetzung von Ideen. Frankreich hatte die USA im Unabhängigkeitskrieg unterstützt und das Gedankengut und die erlebte Praxis haben als Einflüsse gewirkt.

Die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte in Frankreich am 26. August 1789 verkündete, alle Mensch seien frei und gleich an Rechten geboren und blieben es. Sie enthält auch das Prinzip der Volkssouveränität.

Es gab 3 verschiedene Verfassungen: 1791, 1793 (nicht in Kraft getreten) und 1795 (die Konsulatsverfassung 1799 leitete über zu einer Alleinherrschaft Napoleons). 1791 gab es eine konstitutionelle Monarchie, aber der Nationalkonvent hatte starke Machtbefugnisse, später eine demokratische Republik. 1793 wurde das Wahlrecht im Vergleich zu den anderen Verfassungen besonders demokratisch geregelt (allgemeines, gleiches, direktes Wahlrecht für Männer), während 1791 und 1795 ein Zensuswahlrecht enthalten war (Wahlrecht hing von dem gezahlten Steuerbetrag, also dem Vermögen und Einkommen ab).

Außerdem stellt sich die Frage, inwiefern die Bürger in der Praxis Anteil hatten und es demokratisch zuging.

Die Französische Revolution ist eine „bürgerliche Revolution“. Der Ausdruck „bürgerliche Demokratie“ in der Staatstheorie wird vor allem von Marxisten verwendet, die sie als verschleierte Klassenherrschaft des Bürgertums (Kapitalisten/Bourgeosie; Gegensatz: Proletariat) verstehen und kritisieren, die Gleichheit sei nur formal. Mir erscheint eine Klärung, wie der Ausdruck in der Themaangabe gemeint ist, auch ratsam.

Allgemein geht es darum, einige grundlegende Texte zu lesen, sich genauer zu informieren und dann Gedanken zu entwickeln.


francisca1495
beantwortet von francisca1495 am 8. November 2009 14:12
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napoleon ist wichtig!

Kommentar von 0c95629534e6d89e29f83038ea2a5d74smallLiloB am 9. November 2009 12:38

Das ist so wohl zu pauschal. Oder meinst Du den "Code civile", dh. die mit Napoleon gültig werdende Rechtssprechung, die noch heute größtenteils Gültigkeit hat und die Zukunft der demokratischen Staaten beeinflußt hat?


anonym
beantwortet von Imera am 10. November 2009 20:25
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