Frage von Luksilla, 54

Die heutige Zeit ist sehr stark von Angst und Terror geprägt, und viele zweifeln an der Menschlichkeit. Aber was macht uns Menschen zu Menschen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von 1988Ritter, 27

In erster Linie macht uns Menschen zu Menschen, die Möglichkeit auf logische Schlussfolgerungen.

Dabei muss eine logische Schlussfolgerung nicht unbedingt und zwingend menschlich ausfallen.

Hinsichtlich des Terrorismus wäre zum Beispiel eine vollkommen unmenschliche Eleminierung der Ursache möglich, um dann zum gewollten Ziel zu gelangen, dass hinsichtlich der Menschlichkeit Normalität einzieht.

Daraus resultierend kann man hypothetisch sogar darüber nachdenken, ob die Unmenschlichkeit nicht ein Akt der Menschlichkeit sein kann.

Kommentar von thetee99 ,

Wenn uns nur logischen Denken/Analysieren zu Menschen macht, wären Computer wohl die besseren Menschen.

Der größte Unterschied vom Menschen zum Tier ist, dass Menschen ein Ich-Bewusstsein haben, bzw. weniger Freud'scher gesagt, sich über ihre eigenen Existenz und ihr Handeln und die Auswirkungen auf die Zukunft im Klaren sind.

Wenn wir damit verantwortungsbewusst umgehen könnten und auch mal in der Lage wären politisch und global eine Form von Prophylaxe zu betreiben, müssten solche hausgemachten Missstände wie im Nahen Osten gar nicht erst passieren.

Kommentar von marylinjackson ,

Computer haben keine Empathie und Spiritualität neben der Logik, die der Mensch nun mal hat.

Kommentar von 1988Ritter ,

Vielen Dank für die Auszeichnung.

Antwort
von frederick, 7

Wie ich es woanders auch schon mal geschrieben habe: Es ist ein IRRTUM, dass der Mensch „Mensch“ sei, weil er über Einfühlungsvermögen verfüge, zu vorausschauendem Denken in der Lage sei, die Konsequenzen des eigenen Handelns berrücksichtigen könne, sich durch „logisches“ Denken auszeichne.

Beschäftigt Euch mal mit Walen und mit Elefanten. Auf Youtube werdet Ihr viele und aufschlussreiche Reportagen finden. Der Zugang zu diesem Thema ist also nicht schwer. – Leider fallen in solchen Reportagen, obwohl sie wissenschaftlich getragen daherkommen, immer wieder Äußerungen negativ auf, mittels derer Tiere „vermenschlicht“ werden. Es ist aber umgekehrt: Der Mensch ist auch ein Tier. Wir können nicht die Tiere verstehen, indem wir menschliche Züge an ihnen entdecken. Sondern wir können den Menschen verstehen, wenn wir ihn umgekehrt angehen: Als ein Wesen innerhalb der Natur und als ein Tier unter Tieren, das um das bloße Überleben kämpft. ABER: Der Mensch hat 10 Finger, mit denen er auf eine sehr feine Weise seine Umwelt gestalten kann – und er hat einen Kehlkopf, der es ihm ermöglicht hat, „Sprache“ zu entwickeln, also eine Kommunikation (in Kombination mit der Abstraktionsfähigkeit, die auch nicht dem Menschen allein zueigen ist) mit tatsächlich unendlicher Erweiterungsmöglichkeit. Allerdings hat der Mensch etwa die Sprache der verschiedenen Wale noch gar nicht entschlüsselt; möglicherweise ist deren „Sprache“ auch ohne die anatomische Grundlage des menschlichen Körpers unendlich erweiterbar.

Ergo: Der Mensch ist „Mensch“, wo er in der Lage ist, seine Existenz zu sichern. Das mag sein, weil die Umwelt keinen zu hohen Druck auf ihn ausübt (nicht zu viele Individuen teilen sich einen hinreichend ertragreichen Lebensraum), oder weil er im Kollektiv in der Lage ist, Risiken so zu verteilen, dass er sich (relativ) sicher fühlt. Denn wo der Mensch in der Lage ist, seine Lebensgrundlagen zu teilen, ohne dadurch selbst sogleich unter Druck zu geraten, da ist der Mensch „menschlich“. Dabei ist aber zu bedenken, dass „soziales“ Verhalten immer auch „egoistisch“ ist: Das Handeln in der Gruppe minimiert IMMER Überlebensrisiken. – Extremsituationen sind konstruierbar, wo das scheinbar nicht gilt; aber auch dann gilt, dass das Überleben des einen, der es schaffen kann, durch den Gruppenzusammenhalt meistens gefördert wird.

Wo der Mensch sich bedroht weiß oder bedroht wähnt, da wird der Mensch zum „Tier“: Ohne Rücksicht auf Verluste wird da um den bloßen eigenen Vorteil gekämpft. Dass man in Massenkulturen auch ohne den unmittelbaren Überlebensdruck zur ggf. völligen Rücksichtslosigkeit neigt, ist ein kulturelles Problem nicht nur der westlich geprägten „Leistungsgesellschaft“. Bezeichnend dabei ist: In der Tierwelt beobachtet man diese Form der totalen Rücksichtslosigkeit NUR, wo Tiere unter extremem (! !!) Druck stehen. Denn normalerweise werden schwächere Individuen nur verdrängt, oder auch werden Individuen, die dem Kollektiv schaden, nur verdrängt (hier dann: aus der Gruppe ausgestoßen). D.h. so wie es als „menschlich“ gilt, so ist es tierisch, dass ein jedes Lebewesen auf seine Weise eine andere Chance erhält, wo es sich im gegebenen Umfeld nicht bewährt.

Also zurück zu Deiner Frage: Was macht den Menschen zum „Menschen“? – Dieses nur bleibt: 10 Finger.

Antwort
von marylinjackson, 18

Mitleid.

Doch selbst diese Emotion kann gefährlich werden, wenn der Verstand dabei ausgeschaltet ist.

Terror kommt in verschiedenen Masken zu uns.

Kommentar von ArbeitsFreude ,

Ja, ich würde eher sagen: Mitgefühl - mitgefühl ist etwas distanzierter als Mitleid, da es nicht diese "totale Identifikation" mit dem Leidenden impliziert. ...

Antwort
von Weisheit5415, 32

Unser Handeln

Antwort
von erik989, 33

Was genau ist jetzt die Frage?
Es haben nur die Angst die sich Angst machen lassen. Das ist ja genau das Ziel von denen. Die wollen ja das wir Angst haben und unsere Häuser nicht verlassen. Wer sich das gefallen lässt selber schuld!
Was macht und Menschen zu Menschen kann man nicht beantworten.

Kommentar von marylinjackson ,

Angst machen  reale Ereignisse. Flucht ist dabei lebensrettend. Verharmlose das nicht!

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