Frage von nimaph, 59

Die Hauptverhandlung im Gericht wurde geschlossen, ohne Zeugen befragt zu haben.300 Euro Geldstrafe ist für die Tat unangenessen, wie ich finde!....warum?

ES GEHT UM EINE Straftat die von der Polizei zum Gericht weitergeleitet wurde. Zusätzlich wurde der Täter (Gewalttat:Schläge, Bedrohung gegen ein minderjähriges Kind) vor 2 Wochen Privatrechtlich verurteilt. Die Hauptverhandlung wurde ohne Zeugenaussage geschlossen! Keine Urteilsverkündung, nichts!die Strafe habe ich heute beim Gericht erfragt. Ist es üblich eine Verhandlung ohne weitere Auskünfte für das Opfer zu schließen? Der Täter hat in der Privatverhandlung eine Geldstrafe im 4 Stelligen Bereich erhalten, inkl. Anwaltskosten beider Parteien. Aber die Strafrechtliche Strafe finde ich ein Witz!

Antwort
von AadenDetekteiFr, Business, 49

Eine Urteilsverkündung muss nicht öffentlich und auch nicht im Zuge einer Sitzung erfolgen, sondern kann ebenso schriftlich mitgeteilt werden. Die Mitteilung erhalten der Angeklagte und der Kläger. Da bei Strafsachen nicht das Opfer der Kläger ist, sondern die Staatsanwaltschaft, erhalten Sie als Opfer nicht zwangsläufig eine Mitteilung. Über einen Anwalt können Sie aber Akteneinsicht anfordern.

Die Höhe der Geldstrafe wird nicht mit der Summe xy festgelegt, sondern mit Tagessätzen. Tagessätze bemessen sich nach dem Einkommen. Somit kann eine Verurteilung zu fünf Tagessätzen für einen Bankier eine höhere Summe bedeuten als 30 Tagessätze bei einem HartzIV-Empfänger.

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