Die Grschichte der Demokratie?

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3 Antworten

Man kann darüber diskutieren, ob in Deutschland nicht bereits in den Reichsstädten des Heiligen Römischen Reiches Vorformen der Demokratie bestanden haben.

Jedenfalls haben nach 1815 und unter dem Eindruck der französischen Revolution einige deutsche Monarchien Verfassungen und auch gewählte Parlamente installiert, z. B. Baden und Bayern.

Einen bedeutenden Schritt hin zur Demokratisierung der Monarchien bewirkte die Revolution 1848/9 und die Paulskirchenverfassung, die Vorbild für weitere deutschen Verfassungen im 20. Jh. (Weimarer Reichsverfassung, Grundgesetz) wurde.

Nach der Revolution wurden die meisten monarchischen Länder in Deutschland nach und nach demokratisiert, indem vom Volke gewählte Parlamente eingerichtet wurden. Die Verfassung des Norddeutschen Bundes unter preußischer Führung von 1867 war die Vorläuferin der Deutschen Reichsverfassung von 1871. Das Parlament des Norddeutschen Bundes und dann des Kaiserreiches wurde nach dem allgemeinen und gleichen Wahlrecht vom Volke gewählt. 1918, kurz vor dem Ende des Kaiserreiches, wurde Deutschland noch eine demokratische parlamentarische Monarchie.

Nachdem die Monarchien in allen deutschen Ländern und im Reich gestürzt worden waren, wurde die Staatsform eine Republik, 1919 so festgelegt von der vom Volk gewählten Deutschen Nationalversammlung in Weimar. Die Republik war zwar etwas Neues in Deutschland, aber die Demokratie selbst war es nicht. Allerdings wurden die Teilnehmer an der Demokratie im Gegensatz zum Kaiserreich erweitert: durften im Kaiserreich nur alle volljährigen Männer wählen, so erhielten in der Weimarer Republik auch die Frauen das Wahlrecht.

Durch die Nazidiktatur unterbrochen, ist Deutschland zuerst seit 1949 im Westen und seit 1989/90 dann insgesamt wieder eine parlamentarische Demokratie geworden.

MfG

Arnold

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Die Niederlage im WK I war die Geburtsstunde der ersten bürgerlichen Demokratie in Deutschland.

Merke:  Kriegsniederlagen sind die Lokomotiven des Fortschritts.

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