Frage von lindadielinda, 64

Die Geschichte von Jesus bei Marta und Maria (Lukas10,38-42) Welche Aussage kann ich für mich im Hinblick auf die Rolle u. Stellung der Frau schließen?

Antwort
von quopiam, 30

Im Hinblick auf die Stellung der Frau? Marta sorgt und arbeitet an "weltlichen" Dingen, während ihre Schwester der Lehre Jesu zuhört. Der Haushalt ist aber im Augenblick nicht wichtig. Marta vergißt, Prioritäten zu setzen. Deshalb sagt Jesus über Maria, sie habe das Bessere gewählt. Im Augenblick ist nämlich wichtig, daß Jesus da ist und etwas zu lehren hat. Und zwar lehrt er eine Frau, so wie er es öfter tut. 

Maria erhält ihr Wissen über das, was Jesus zu sagen hat, nicht durch die Vermittlung eines Mannes. Nicht so, wie später Paulus empfiehlt, der die Frau in der Stellung haben möchte, die ihr die Gesellschaft vorgibt, um Ärger mit dem Umfeld zu vermeiden. Marias Priorität ist, Jesus zuzuhören und von ihm zu lernen, statt das zu tun, was Frauen immer tun müssen (zumindest zu jener Zeit), sich nämlich mit Haushaltsdingen zu beschäftigen und geistige Betätigung sein zu lassen. Und genau hierin wird sie von Jesus gestützt. Gruß, q.

Antwort
von fricktorel, 4

Dass Frauen "dienen" (für physisches Wohl sorgen) und auch "zuhören", also auch geistige Nahrung "essen" können.

Antwort
von tinimini, 17


Frauen waren  Oberhaupt der Familie , wenn der Mann außer  Haus war , bei den Tieren und von Wasserloch zu Wasserloch von Weide zu Weide zog. Sie Verwaltete das Geld. die Diener,Mietlinge  und kümmerten sich um die daheim gebliebenen.

Zur Zeit Jesu konnten Frauen Besitz erwerben und Geschäfte machen, aber vor Gericht brauchten sie einen Vormund. 




In der Bibel werden auch  Frauen als starke, selbstständige Persönlichkeiten geschildert . 



Da ist z. B. Debora, die mit großem Erfolg das Amt einer Richterin führte (Richter 4-5). An der Seite ihres Heerführers Barak zog sie selbst mit in die Schlacht, in der die Israeliten siegten. 

Die Prophetin Hulda war so angesehen, dass sie von den Ratgebern des Königs Joschija nach der Auffindung des großen Gesetzeswerks um göttliche Weisung gebeten wurde (2 Könige 22,14-20). 

Das Buch Rut erzählt von der Moabiterin Rut, die nach dem Tod ihres Mannes ihr Land verlässt, um ihre Schwiegermutter Noomi in deren Heimat zu begleiten. Sie sorgt unter schwierigsten Bedingungen für ihren und Noomis Lebensunterhalt, bis sie schließlich den wohlhabenden Boas heiratet und – obwohl sie Ausländerin ist – die Urgroßmutter König Davids wird. 

Die schöne Abigajil handelte klug und beherzt, als sie ohne Wissen ihres Mannes und gegen dessen Willen den fälligen Tribut an David zahlte dafür, dass er ihre Hirten beschützt hatte. Damit wendete sie ein Blutbad ab (1 Samuel 25). 



Jesus nahm Frauen als ebenbürtige Partnerinnen in den Kreis seiner Anhänger auf. Oft waren es Frauen, die von der Gesellschaft geächtet wurden, deren er sich annahm (Lukas 7,37-50; Johannes 8,3-11). Einige Frauen zogen genauso wie die Jünger mit Jesus durch Palästina und trugen mit ihrem Vermögen zum Unterhalt der Gruppe bei (Lukas 8,1-3). Im Gegensatz zu den Jüngern, die geflohen waren, blieben sie bis zu seinem Tod am Kreuz bei Jesus (Markus 15,40-41). Und schließlich waren es Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, die zuerst die Botschaft von der Auferstehung erfuhren und weitersagten (Matthäus 28,1-8). 

In den ersten Gemeinden hatten Frauen wichtige Ämter inne. Die Grußliste des Paulus in Römer 16,1-16 z.B. nennt zahlreiche Frauen und ihre Tätigkeiten. Dabei gab es keinen hierarchischen Unterschied zwischen dienenden und leitenden Aufgaben: Leitung bedeutete Versorgung. Wegweisend für einen neuen Umgang miteinander ist Galater 3,26-28: Die Unterschiede zwischen Menschen können keine Rangordnung begründen.



Maria und Marta

38Als sie aber weiterzogen, kam er in ein Dorf. Da war eine Frau mit Namen Marta, die nahm ihn auf. 

39Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu. 

40Marta aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester lässt allein dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfen soll! 

41Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe. 

42Eins aber ist Not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.

Jesus sah die Frau nicht nur als Arbeitstier an , sondern als Gleichberechtigt die das Wort Gottes  zu hören. Er verurteilte aber nicht, das die Schwester Maria so fleißig war.



Antwort
von nowka20, 27

martha verkörpert den menschen, der an das irdische glaubt

maria verkörpert den menschen, der an das göttliche glaubt

Antwort
von fricktorel, 14

Martha kümmerte sich um das physische Wohl ihres Gastes, während Maria die geistige Seite bevorzugte.

Jesu sagte auch zu Martha:

(Lk 10,42) eines aber ist not. Maria aber hat das gute Teil erwählt, welches nicht von ihr genommen werden wird.

Die "geistige Komponente" ist für die Ewigkeit gedacht (Kol.2,17).

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