Frage von exolord, 38

die Eu will mehr Kernkraftwerke wird das nicht eines Tages zum Problem?

Antwort
von wfwbinder, 8

In dem Papier geht es nicht um den Bau von neuen Anlagen, sondern zuerst mal um die Forschung um in der Technologie führend zu bleiben.

Wer sich wegen der Kernkraftwerke Sorgen macht, sollte weniger auf die deutschen Anlagen sehen, sondern auf die in unseren östlichen Nachbarländern, oder in Belgien und Frankreich. Die sind oft älter und und nach veralteten Technologien gebaut. Frankreich bezieht seinen Strom zu 75 5 aus Atomkraftwerken.

Bei uns laufen die Kohlekraftwerke, die ziemlich "dreckigen Strom" produzieren.

Antwort
von Kuno33, 24

Das ist schon jetzt ein Problem. Es gibt ein Restrisiko bei der Sicherheit. Ein anderes ungelöstes Problem: Das ist der Umgang mit den Überresten dieser Form der Energiegewinnung. Die gefährlichen Überreste sind ja auch in 10000 Jahren noch nicht harmlos. Es gibt kein Konzept für die sichere Lagerung gefährlicher Stoffe für so lange, bzw. noch längere Zeit.

Antwort
von MaxNoir, 19

Ja, das wird es tatsächlich werden, nur leider bleibt uns zur Zeit für einen großen Teil Europas nichts anderes übrig.

Begründung warum uns nichts anderes übrig bleibt:

Nicht alle Länder sind so reich wie Dänemark oder Deutschland und können sich die Energiewende leisten. Atomkraft ist günstig und vergleichsweise sauber bzw sicher. So können sich auf ärmere Länder (Ost- und Südeuropa) die Stromerzeugung leisten.

Begründung warum es zum Problem wird:

Plutonium oder Uran haben eine pro Mengeneinheit X eine Halbwertszeit von mehreren tausend Jahren. Bis also die Tonnen von Atommüll die wir mit Atomkraftwerken produzieren nicht mehr gefährlich sind, werden also Jahrtausende vergehen müssen. Eine Unterspülung, ein Erdrutsch in einem Endlager und BOOM du kannst das Areal und alles im Umkreis von 100km für die nächsten paar Jahrhunderte vergessen.

Kommentar von Msplayinggirl88 ,

Österreich ist doch auch reich

Kommentar von MaxNoir ,

Ja, aber guck dir doch Österreichs Geografie an. Die Hälfte des Landes ist nicht bebaubar, weil überall steile Alpen stehen. Die Ballungszentren sind voll. Den Großraum Wien kannst du schon vergessen.

Da ist weder Platz für große Windparks (offshore geht ja auch nicht, da Österreich ein Binnenstaat ist) oder große Solaranlagen. Österreich wird in Zukunft maximal durch private Energieumstellung (Solaranlagen auf jedem Dach, etc.) einen höheren Anteil an erneuerbaren Energien erreichen, aber ich bezweifle, dass sich Großprojekte wie in DE lohnen würden.

Antwort
von tryanswer, 18

Sicher wird auch Uran irgendwann einmal knapp werden, jedoch nicht in absehbarer Zeit.

Antwort
von Shiftclick, 19

Doch. Die Argumenation ist aber, die Probleme, die man damit beheben könnte, sind aktuell größer.

Antwort
von DerBosnier2312, 8

Das Problem dabei ist, dass Deutschland bis 2022 (?) alle Kernkraftwerke vom Netz nehmen will, wobei aber Polen, Frankreich und weitere EU Länder neue Kernkraftwerke bauen.

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