Frage von robi187, 30

Die eu ist eine gute Sache aber zu schnell erstellt, zerfällt die eu jetzt?

sollte veinigten staaten von EU nicht vom volk ausgehen?

Antwort
von ChrisHH, 15

Tja, ursprünglich ging das schon vom Volk aus. Gleich nach dem 2. WK haben junge Europäer bereits Schlagbäume abgesägt, um auf den Wahnsinn der Nationalstaaten hinzuweisen. Als 1951 Studenten Helgoland besetzten, um gegen die britischen Bombenabwürfe zu protestieren, hissten sie die Flagge mit dem grünen E. Leider war die Bewegung nie stark genug, um die Nationalstaaten einfach hinwegzufegen. So musste man den Einigungsprozess den Nationalstaaten überlassen. Und die haben von den Römischen Verträgen 1957 bis Maastricht 1992 einfach nicht geschafft, die Europäische Einigung auch politisch umzusetzen.

Hätten wir seit 20 Jahren eine echte Gewaltenteilung in der EU mit einer europäischen Regierung und ein einem echten Parlament, hätten wir heute nicht diese Zerfallserscheinungen.

Ein weiterer Fehler war, dass man, entweder im Überschwang der Beendigung des Kalten Krieges oder aus kurzfristigen wirtschaftlichen Erwägungen (Erweiterung des Absatzgebiets), Staaten in die EU aufgenommen hat, die den Weg der bisherigen Einigung nicht mitgegangen waren und ausschließlich die wirtschaftliche Union sahen. Diese haben ausschließlich Interesse an einer Transferunion, in der sie etwas bekommen. Dass zu Europa auch immer die Hingabe von politischer Souveränität gehört hat, haben sie nicht gesehen und wollen sie auch nicht wahrhaben. Gleiches gilt übrigens leider für die Briten, zumindest die Engländer, bei denen die EWG von Anfang an nur als Common Market galt.

Der Fehler war also nicht, dass alles zu schnell gegangen ist. Hätte man in den 60ern oder 70ern, solange Europa noch überschaubar war, schneller gehandelt, und die politische Union geschaffen, wäre die EU heute gefestigt. Stattdessen hat man undemokratische Institutionen wie die Kommission geschaffen und sich ausschließlich auf die wirtschaftliche Union konzentriert.


Kommentar von robi187 ,

wie auch immer, es gab zu wenig von unten und zuviel von oben? das könnte sich rächen?

wie kann man mehr von unten begeisterung bekommen? und die macht der lobbysten geringer machen?

Kommentar von ChrisHH ,

Einfach den A.... hochkriegen und Dampf machen. Es gibt Organisationen, die sich nach wie vor für ein vereintes Europa einsetzen, etwa die Jungen Europäischen Föderalisten (www.jef.de) und die Europa-Union. Ich hab mir da 20 Jahre lang den A.... für Europa aufgerissen, jetzt hab ich keine Lust mehr. Ich denke die entscheidenden fehler sind gemacht worden, als man sich nicht traute, mehr direkte Demokratie einzuführen und als man die Union überhastet erweiterte.

Antwort
von martinzuhause, 20

sie wurde nicht "zu schnell" erstellt. aber jedem sollte klar sein das in einer gemeinschaft nicht immer mehr nehmende aufgenommen werden können .

die wenigsten zahlen mehr ein als sie geben, alle wollen nur haben

Kommentar von robi187 ,

ist GB nicht gebendes land?

es wäre sicher besser gewesen mit mehr zeit und vorallem von unten nach oben?

jetzt gibt es immer mehr zweifel von unten wie auch in der CH

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