Frage von Emiliaa20, 101

Die ersten homosexuellen Erfahrungen?

Hey! Ich bin 18 Jahre alt und glaube das ich lesbisch bin. Zum ersten Mal habe ich mich in ein Mädchen so richtig verknalt. Bis dahin ist auch alles schön und gut.. Nur weiß ich jetzt nicht mehr weiter! Ich habe es noch niemanden gesagt. Mein Schwarm (sicher Lesbisch) und ich verstehen uns sehr gut, Sie weiß aber nichts von meinen Gefühlen, Sie weiß auch nicht das ich lesbisch bin! Ich glaube wir haben paar mal geflirtet. Wir schauen uns auch immer tief in die Augen und berühren uns "zufällig". Manchmal denke ich aber ich schaue Sie nur total verliebt an als hätte ich zuvor noch nie einen Menschen gesehen. Schade das ich nicht weiß was Sie von mir hält ... Mich würde interessieren wie es für euch war als ihr bemerkt habt, dass ihr euch in jemanden gleichen Geschlechts verliebt habt? Und natürlich wie ihr zusammengekommen seid?!

Wie hat euer Bekanntenkreis reagiert. Ich kann leider mit niemandem darüber sprechen. Meine besten Freunde ahnen was aber sagen nichts und ich traue mich noch nicht das auszusprechen. Mit meiner Familie wird es dann noch etwas komplizierter! Mein Stiefvater ist bekennender Homophob (wenn ich es so ausdrücken kann) und meine Mutter leider auch nicht besser. Wie war das Verhältnis zu euren Eltern nach dem coming out?

Antwort
von xxLea17xx, 28

Also ich habe gemerkt dass ich lesbisch bin, als ich 15, fast 16, war. Ich hatte mich vorher noch nie verliebt, dachte schon dass irgendwas nicht mit mir stimmt, bis ich mich dann in ein Mädchen aus meiner Theatergruppe verliebt habe, die aber leider hetero ist. Das hielt ziemlich lange so ein Dreiviertel Jahr bis ich ihr dann einen Brief geschrieben habe. Sie hat total lieb reagiert und gesagt wir können gerne Freunde bleiben. Kurze Zeit später hab ich meine erste Freundin kennengelernt auf youtube und das hielt auch sehr lange bis wir uns vor kurzem getrennt haben. 

Ich habe es zuerst meiner besten Freundin gesagt und war sehr aufgeregt. Ich wusste, dass sie nichts gegen homosexuelle hat, aber wenn eine Freundin das ist ist es ja vielleicht was anderes dachte ich. War es aber nicht, sie hat super reagiert. Bei meinen Eltern lief das auch super, ich habe meiner Mutter einen coming-out Song von ally hills auf whatsapp geschickt, danach ist sie hoch gekommen und wir haben geredet. Sie hat gesagt das einzige das zählt ist dass ich glücklich bin. Ich hab sie gebeten es meinem Vater zu erzählen, der hat das soweit ich weiß auch gut aufgenommen. Allerdings glaub ich dass meine Eltern dachten es sei eine Phase bis ich meine erste Freudin hatte. Insgesamt hab ich bis jetzt nur positive Reaktionen bekommen, hab es aber auch nicht allen erzählt.

Ich würde dir raten es dem Mädchen einfach zu sagen. Deine Chancen stehen doch relativ gut wenn sie auch lesbisch ist und ihr manchmal geflirtet habt. Hast doch nichts zu verlieren oder?:) Und mit coming out mach es so wie du dich am wohlsten fühlst. Wenn du nicht bereit bist dich zu outen dann tu es nicht. Du bist ja 18, steht denn ein Auszug von zuhause in absehbarer Zeit an? Weil wenn dein Stiefvater homophob ist musst du dich dann ja nicht mehr tagtäglich mit seinen Kommentaren rumschlagen. Insgesamt musst du das ja nicht jedem erzählen. Bei engen Freunden würde ich es dir empfehlen weil einen das echt befreit und echte Freunde stehen immer zu dir. Selbst wenn sie nichts mehr mit dir zu tun haben wollen, weißt du wenigstens dass das keine echten Freunde waren. Viel Glück:)

Antwort
von randomhuman, 20

Mein Bekanntenkreis hat eigentlich ziemlich tolerant reagiert. Zuerst hatte ich es ein paar engeren Freunden erzählt um zu schauen wie es os ankommt aber bei Mädels geht das ja meist wenn man sagt "ich bin schwul". Bin übrigens männlich. 

Dann habe ich es meiner Mutter erzählt. Die war zwar etwas geschockt und hat sich Sorgen gemacht wegen Enkeln und vielleicht ist es ja doch nur eine Phase. (Ich wusste natürlich, dass es keine Phase war) aber nach ein paar Wochen hat sich das alles "eingespielt". Nur manchmal weiß sie noch nicht so recht was sie sagen soll...

Meinem Vater hab ich es nicht getraut persönlich zu sagen und habe einen Brief geschrieben bevor ich mich zu meinem Freund übers Wochenende verzogen habe. Als ich wieder da war hat er gesagt, dass er nichts dagegen hat und es ok findet. Seitdem haben wir nie wieder darüber geredet aber was gibt es da schon weiter zu sagen.

Zum Schluss habe ich es dann irgendwelchen Tratschtanten in der Schule erzählt, wo man genau weiß, dass die es weiter erzählen (war ja auch der Plan), damit ich mich nicht um das Rest Outing kümmern muss. Jetzt wissen es höchstwahrscheinlich alle und habe bisher keine negativen Erfahrungen weiter gemacht. Klar es gab Beleidigung und Ablehnungen von ein paar anderen aber aus meiner Schule eigentlich nicht.

Neja das war kurz meine Coming Out Story. Ich wünsche dir trotzdem viel Erfolg. ;)

Antwort
von megaruelps, 37

Deine Eltern werden damit klarkommen müssen. Es ist schließlich dein Leben. Wenn Sie das nicht akzeptieren wollen dann kannste da auch nichts ändern. Ich bin zwar nicht homosexuell aber ich kenne viele schwule Leute. Keiner von den hat groß angekündigt das er schwul ist. Viel mehr ist es so beiläufig gesagt worden. Und genau so würde ich das auch tun. Bring irgendwann deine Freundin mit, und wenn deine Eltern fragen sollten, erklärst du es denen einfach. Du bist niemanden Rechenschaft schuldig. Und um deinen Schwarm näher zu kommen, lade sie doch ins kino ein und evtl auf ein Drink. Da kannst ihr dann so langsam stecken das du interessiert  bist. Alles gute und viel glück

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