Frage von AAA666 11.12.2011

Die Erde dreht sich mit einer Geschwindigkeit von 1670Km/h, wie ist es möglich, dass wir davon -

  • Hilfreichste Antwort von Mannimanaste 12.12.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der Vergleich mit dem Zug oder Auto, der hier schon mehrfach genannt wurde ist schon richtig, allerdings fehlt noch der wichtige Hinweis, dass sich die Luft, die zusammen mit uns im Zug oder Auto ist, gemeinsam mit dem Auto/Zug und uns bewegt, weshalb wir im Zug/Auto keinen Fahrtwind spüren (an dem man auch spüren könnte, dass man sich bewegt), wenn die Fenster geschlossen sind.

    Die Luft auf der Erde, also die Atmosphäre, dreht sich zusammen mit der Erde und uns mit. Weiter oben nicht mehr ganz genau so schnell, wie ganz unten am Boden, aber das hat hauptsächlich Auswirkungen auf das Wettergeschehen und das Drehen der Windrichtung mit zunehmender Höhe.

    Weil sich die Atmosphäre also mit der Erdoberfläche und uns zusammen bewegt, spüren wir auch keinen Fahrtwind von der Erdrotation.

    Aber Du schreibst in Deiner Frage dass wir von der Erdrotation "nichts mitbekommen" würden, und das ist nicht richtig. Wir spüren zwar die Bewegung nicht körperlich, also so, wie wenn wir im Zug herum laufen, der mit gleicher Geschwindigkeit gerade aus fährt, aber wenn wir im Zug aus dem Fenster sehen, bekommen wir ja doch etwas davon mit, dass der Zug mit einer bestimmten Geschwindigkeit fährt, weil wir draussen die Landschaft vorbei ziehen sehen.

    Das gleiche ist bei der Erdrotation der Fall. Auch hier bekommen wir visuell was davon mit, wenn wir 'aus dem Fenster' sehen. Das Fenster ist in dem Fall der Himmel, und wenn der nicht bewölkt ist, dann ist auch der Vorhang offen. ;) Und dort sehen wir wegen der Erdrotation die umgebende 'Landschaft' genauso vorbei ziehen, wie beim Blick aus dem Fenster eines fahrenden Zuges. Nur ist die 'Landschaft', die die Erde umgibt eben das Weltall mit seinen Sternen. Tagsüber sehen wir durch die Erdrotation nur einen Stern vorbei ziehen, weil er die anderen alle überstrahlt: die Sonne. Nachts sehen wir aber die anderen Sterne zusammen vorbei ziehen, also über den Himmel wandern. Das ist es, was wir von der Erdrotation direkt mitbekommen, und das ist ja nicht wenig.

    Viele Grüße, Martin

  • Antwort von gfuser9283 11.12.2011
    10 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das nennt sich Relativität der Bewegung (Darauf beruht auch die Spezielle Relativitätstheorie). Wenn du im ICE sitzt und er sich mit 300km/h bewegt, dann merkst du davon auch erst mal nichts. Erst wenn du aus dem Fenster rausschaust, siehst du, dass du dich schnell bewegst, das heißt du musst die Geschwindigkeit nur im Bezug zum irgendetwas anderem angeben.

    Man kann nur die Geschwindigkeitsänderung, also die Beschleunigung spüren.

    Diese 1670km/h sind noch nichts. Schau dir doch an mit welcher Geschwindigkeit die Erde um die Sonne und das Sonnensystem und den Galaxiskern kreisen. ;)

  • Antwort von Leeoon 13.12.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Mit unseren Ohren können wir nur Beschleunigungen wahrnehmen aber nicht gleichmäßige Geschwindigkeiten.

  • Antwort von weaponseeker 11.12.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Du fährst in einem Bus. Er fährt und du merkjst nichts. Du kannst dabei einen Schlüssel oder einen Augapfel o.ä. in die Luft werfen und kannst die Dinge genauso gut auch wieder fangen. Doch wenn der Bus beshcleunigt doer bremst wirkt die Trägheit. Du wirst nach vorn/hinten gedrückt. Genau das selbe mit der Erde. Da sie ihre Geschwindigkeit nicht merklich verändert,merken wir davon nichts. Wir bewegen uns übrigens mit noch viiiiiel höherer Geschwindigkeit um die Sonne und diese um das zentrum der Galaxis-Und diese bewegt sich auch noch. ;)

  • Antwort von Rowal 12.12.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Die 1670 km/h ist die Geschwindigkeit am Äquator, nämlich 40000 / 24 km/h. Auf einem beliebigen Punkt auf der Erdoberfläche ist dieser Wert mit dem Kosinus des Breitengrades zu multiplizieren. Wohnt man als z.B. in Ulm auf dem Breitengrad 48°, hat man nur eine Geschwindigkeit von 1400 km/h. Auf dem Nordpol oder Südpol dreht man sich bloß um die eigene Achse (wenn diese genau mit der Erdachse zusammenfällt).

    Deine Frage hat auch der große Aristoles gestellt. Allerdings ging er von einem Erdumfang von 70000 km aus. Demnach wäre die Geschwindigkeit am Äquator sogar 2920 km/h . Aristoteles kam in seinem Werk "de caelo" deshalb zu dem Schluß, die Erde rotiere überhaupt nicht, stattdessen rotiert der Sternenhimmel um die Erde. Selbst noch um 1580 kam Tycho Brahe zu dem Schluß, die Erde könne nicht rotieren, denn, wenn man eine Kanonenkugel genau senkrecht abschießt, so fällt sie zum Ausgangspunkt zurück, während doch die Erde mittlerweile wegrotiert sein sollte. Auch der herausragende Astronom Claudius Ptolemäus kam ca. im Jahre 120 zu dem Schluß, die Erde könne nicht rotierern, weil keine Windrichtung bevorzugt wurde und Winde aus allen Richtungen möglich sind.

    Die Tragödie dieser herausragenden Persönlichkeiten der Geschichte besteht darin, dass sie nicht die Newtonsche Mechanik kannten und offensichtlich nicht in der Lage waren diese zu entwickeln. Mit Newtons Hilfe ist die Erklärung natürlich offensichtlich. Deine Aussage, dass wir nichts merken, ist aber nicht ganz richtig. Mit dem Faucaultschen Pendel z.B. kann bewiesen werden, dass die Erde tatsächlich rotiert und nicht der Sterenenhimmel, wie Aristoteles angenommen hat. Auch werden die Winde durchaus in geringer Weise durch die von der Erddrehung verursachten Corioliskraft abgelenkt.

  • Antwort von crazyrat 12.12.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wir sind auf der Erde mit der Atmosphäre zusammen in einem geschlossenen System gefangen. Innerhalb dieses Systems sind alle Kräfte nicht spürbar.

    Das ist wie beim Auto fahren oder Zug fahren. Da merkst Du auch nur bei Geschwindigkeitsänderungen, dass Du schneller oder langsamer wirst.

  • Antwort von dompfeifer 11.12.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Von einer gleichförmigen Bewegung des eigenen Körpers bekommen wir nie etwas mit, wie denn auch? Wenn Du in einem Fahrzeug sitzt ohne aus dem Fenster zu schauen, bemerkst Du vielleicht ein Rumpeln. Das sind ständige, kleine unregelmäßige Beschleunigungen durch Unebenheiten. In einem modernen ICE bemerkst Du fast nichts. Außerdem ist Geschwindigkeit ohnehin relativ. Wer sagt Dir, ob sich ein Fahrzeug über eine ruhende Straße bewegt, oder ob sich die Straße unter dem ruhenden Fahrzeug verschiebt?

  • Antwort von svagatam 11.12.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Svagatam AAA666! Vielleicht liegt es ja an dem Gesetz der Entsprechung ? Die Form der gegenseitigen Angleichung oder Synchronisation (Entrainment) Gehirnwellenfrequenzen je nach Bewußtseinszustand-Wach-Tagträumen,Meditation oder Tiefschlaf- Die Erde hat eine Rotationsperiode 194,785 Hz sie sendet ein G aus. Unser Gehirn sendet im Wachzustand 14-20 Hz sie sendet ein G aus. ------Oben wie unten, unten wie oben----------------

    Jai sacchitanand

  • Antwort von iokii 11.12.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Weil wir daran gewöhnt sind.

  • Antwort von Djeykob 11.12.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Die erdanziehung hält uns unten- ausserdem haben wir ja auch eine Atmosfäre die wie sone art schutzschild funktioniert;D

  • Antwort von prohaska2 11.12.2011

    Würdest du mit nem Karussell fahren, das sich nur einmal am Tag um sich selber dreht?

Du kennst die Antwort? Frage beantworten
Bitte noch eine Antwort ... Frage erneut stellen

Verwandte Fragen

Fragen Sie die Community –

anonym und kostenlos!