Frage von bigftkiler, 20

Die Entwicklung der Kundennachfrage in Bezug auf Sparprodukte?

Hallo Community,

In wieweit hat sich die Kundennachfrage in Bezug auf Sparprodukte (von Banken) in den letzten Jahren denn geändert und vorallem weshalb.
Früher hatten wir ja eine Hochzinsphase und ziemlich sicherheitsorientierte Anleger, die ihr Geld gerne auf das klassische Sparkonto (Sparbuch) getan haben oder eben ein Festgeld angelegt haben. Heute bekommt man ja aufgrund der Niedrigzinspolitik der Zentralbank fast keine Zinsen mehr und diese Sparte von Sparprodukten ist zumindest momentan für die meisten unattraktiv. Darum greifen heutzutage viele zum Depot oder zu Aktien.

Meine Frage ist jetzt wie denn die Sparprodukte früher waren, wer war damals die genaue Anspruchsgruppe und wie genau war das Verbraucherverhalten während der Hochzinsphase? Weshalb scheuten die Kunden früher vor einem Depot?

Vielen Dank für eure Antworten!

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo bigftkiler,

Schau mal bitte hier:
Bank BWL

Antwort
von Nasdaq14, 6

 
" Darum greifen heutzutage viele zum Depot oder zu Aktien. "

Stimmt so nicht, denn die Aktienquote  ( inklusive Fonds ) hat sich seit den 90er Jahren mit einem Zwischenhoch um 2000 herum ( 20 % ) - kaum geändert.

Sie lag 1969 bei 12 %, 1999 bei 12,9 % und 2013 bei 13,8 % - das sind bei über 40 Jahren gerade mal ein Prozent mehr.

https://de.wikipedia.org/wiki/Aktion%C3%A4rsquote

Das Spezielle an der heutigen Situation ist, das eher WEGEN der niedrigen Zinsen eher Aktien gemieden werden.

Warum ?

Die niedrigen Zinsen sind eigentlich der Reflex auf eine europäische , schwächelnde Konjunktur  ( inbesondere auf der Nachfrageseite ) - einserseits sind den schwächeren Ländern keine Zusatzlasten in Form hoher Zinsen zuzumuten, andererseits müssen die EZB - Refinazierungen von den " stärkeren " Ländern zu möglichst niedrigen Kosten getragen werden.

Ergo:

Die niedrigen Zinsen sind der Reflex auf eine unsichere politische Bühne und Unsicherheit ist Gift für die Börse.

Auf der anderen Seite kommt hinzu, das die Aktienkultur die sich in den 1990ern zu entwickeln begann und wo sich ein Kurseinbruch relativ schnell wieder mehr als ausglich, den Anlegern seit 2000 entgegnsteht das es drier Anläufe und mehr als 10 Jahren bedurfte um die Höchstkurse wieder zu erreichen.

Im Grunde galt damls wie heute:

Je höher das Vermögen, desto höher die Aktienquote, was everständlich ist, da man einen sicheren Sockel aus festverzinslichen hat.

Früher kamne außerdem noch die zahlreichen Steuersparmodelle hinzu, sowie das Lebensversicherungsprivileg ( Steuerfreiheit nach 12 Jahren wobei der größte Teil in vverzinslichen angelegt war ).

Heute ist sowohl das Steuerprivileg weg, als auch das es kaum Garantiezinsen gibt und die Lebensversicherer auch nur wennig erwirtschaften können, aber ben zusätzöliche Kosten haben.

Weiter Fragen ?

Dann melde Dich gerne.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq

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