Frage von Teddy1109am, 39

Die Ehefrau meines verstorbenen Vaters verwehrt Kontakt zu unserer Halbschwester. Neuer Lebensgefährte trägt bei?

Mein Vater ist vor 2einhalb Jahren verstorben und hinterließ neben drei volljährigen Kindern aus erster Ehe, auch ein minderjähriges Kind (Mädchen, heute 13) und seine neue Frau.

Nach seinem Tod wurden wir Kinder von seiner Hinterbliebenen zur Seite geschoben und von allem, besonders Finanzen, fern gehalten (2 ETW, 2 Autos und Wohnmobil). Mehr und mehr wurden wir abgedrängt.Wir haben ihr nach dem Tode unseres Vaters immer gesagt dass wir kein Geld sondern Ehrlichkeit wollen, was ja nun hinfällig war und wir darauf einen Anwalt einschalteten, der Erbansprüche ermitteln sollte. Ein vorhergegangener schlichtungs- und einigungsgesuch Post scheitere.

Bei einem kürzlichen familienfest von Vaters Seite trafen wir nun unsere halbschwester wieder, die sich wie wir, sehr gefreut hat. Auch Angebote für gemeinsame Unternehmungen stimmte sie strahlend zu. Da unsere halbschwester nun bald Konfirmation hat, baten wir nun unsere Schwester Zuhause nachzufragen ob wir auch eingeladen seien.

Zwei Wochen später wurde uns von dem neuen Lebensgefährten unserer "stiefmutter" (ein Jahr nach Tode unseres Vaters zusammengezogen) über Dritte mitgeteilt, dass die Familie des Verstorbenen auf der Konfirmation nicht erwünscht ist, weder zur Feier noch zum Gottesdienst, was unter denen, als Familie einstimmig beschlossen wurde und wo auch unsere Halbschwester zugestimmt hätten. Weiter mahnte der neue Lebensgefahrte es würde auch kein weiterer Kontakt gewünscht, da dies nicht gut für unsere Schwester sei. Auch die Oma (Patin) ist nicht auf der Konfirmation erwünscht. Weiter hieß es, dass dies jetzt seine Familie und seine Tochter sei, die ihn auch "Papa" nennen würde. Durch unser Anwaltstreiben, hätte die Familie Psychisch gelitten und unsere Schwester dadurch so enorm abgenommen.(Das Mädchen steckt in der Pubertät)

Nun glauben wir, dass die kleine stark unter Druck gesetzt wurde/wird, und auf ihren Rücken quasi Rache wegen unserer Streitigkeiten verübt wird!? Extremer Einfluss wird unserer Meinung nach auf das Kind ausgeübt. Ausserdem glauben wir eher, dass es dem Kind mehr schadet als nützt wenn man ihr den Kontakt zu jeglichen familienmitgliedern ihres verstorbenen Vaters verwehrt. Weiter vermuten wir (Frau und lebensgefährte frührentner) dass eine starke Nervenkrankheit des Lebenagefährten negative Auswirkungen hat. Wegen der konfirmationssache hab ich bereits ein Termin mit dem Pfarrer. Aber wie sollen wir uns weiter verhalten? Wir machen uns Sorgen. Jugendamt? Danke für Ratschläge.

Antwort
von ShayaPraeyodan, 32

Hallo erstmal,

ich glaube, auch wenn die Stiefmutter das Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht hat, darf sie nicht einfach den Kontakt zur Familie väterlicherseits unterbinden, denn soweit ich weiß darf Deine/ Eure Schwester ab dem 14. Lebensjahr mitbestimmen. An Deiner/ Eurer Stelle würde ich versuchen über Jugendamt, Beratungsstellen und falls notwendig, über einen Anwalt Auskünfte und Beratung zu bekommen, wie man in der Situation am besten weitermachen kann. Für mich scheint der Stiefvater eine große Rolle zu spielen (leidet er an Bindungsintoleranz?) und gerade ihm sind mehr oder minder die Hände gebunden, da er, wenn ich das richtig gelesen habe, nicht der leibliche Vater ist.
Habt ihr in der dortigen Nachbarschaft eventuell Freunde, die Euch weiterhelfen könnten? Vielleicht hören oder sehen sie ja was, was für Euch nützlich sein kann... bleibt am Ball und lasst Euch nicht wegbeißen. Ein Kind hat ein Recht darauf seine Ganze Familie zu kennen und regelmäßig zu sehen!

Antwort
von torfmauke, 39

Das wird schwierig, denn solange der/die Inhaber des Aufenthaltsbestimmungsrechts und Sorgerechts nicht zustimmen und die betreffende Person nicht selbst zum Jugendamt geht, um ihre Interessen durchzusetzen, wird nichts passieren. Sollte die Halbschwester tatsächlich zugestimmt haben, sowieso nicht. Möglicherweise wird durch diese Querelen die Halbschwester auch noch unnötig belastet. Vielleich sollte man besser mal ein paar Monate ruhig ins Land gehen lassen. Wenn die Halbschwester wirklich sehr starke Gefühle Euch gegenüber hat, wird sie Wege finden, Kontakt herzustellen.

Kommentar von Teddy1109am ,

Aber das ist doch das Problem...die massive Einflussausübung.

Und eins voran, in die Kirche darf jeder und es kann einem das auch keiner verbieten!

Kommentar von torfmauke ,

Als nicht volljährige Person kann der Erziehungsberechtigte sie auch dort von Euch fernhalten. Sollte man deswegen an öffentlichen Orten einen Eklat heraufbeschwören, leidet doch letztendlich die Halbschwester darunter, das ist meines Erachtens nicht der richtige Weg.

Wenn die Halbschwester auf Eurer Seite ist, wird sie doch Möglichkeiten und Wege finden, ein heimliches Treffen zu organisieren (Schule/Sport/Hobby etc.), wo die Erziehungsberechtigten nicht zugegen sind. Dann könnte man auf friedliche Weise mit ihr abklären, welchen Weg sie bereit ist zu gehen, um Kontakt zu Euch zu bekommen. Notfalls muss das per Kassiber in die Wege geleitet werden.

Ohne Mitarbeit der Halbschwester bei Umgehung der Kontrolle durch die Erziehungsberechtigten sehe ich keine Chance, vor ihrer Volljährigkeit zu Potte zu kommen. Im Gegenteil würde Streit und Gewalt die Situation noch verschärfen und die Halbschwester möglicherweise darunter leiden müssen.

Kommentar von Teddy1109am ,

Klar kann sie von uns ferngehalten werden, aber es kann uns nicht die Teilnahme am Konfirmationsgottesdienst verboten werden.

Kommentar von torfmauke ,

Natürlich nicht, aber im Interesse der Halbschwester würde ich Streitigkeiten aus dem Weg gehen und auch keine provozieren.

Antwort
von Koenich, 10

Auch wenn das Kind noch minderjährig ist und die Mutter das Sorgerecht hat, kann sie m.E. nicht ohne nachvollziehbaren Grund jeden Kontakt mit euch verbieten.

Ihr habt moralisch ein Recht darauf, eure Schwester zu sehen. Und die Rechtsausübung der Mutter hat dort ihre Grenze, wo sie rechts-missbräuchlich oder unethisch handelt.

Jeder vernünftige Mensch kann es nur begrüßen, wenn Geschwister miteinander auch Kontakt halten !!!

Sprech mal mit dem Jugendamt darüber.

Antwort
von blumenkanne, 12

ihr solltet euch zurückhalten und aus den familienangelegenheiten raushalten. wenn ihr zur feier nicht erwünscht seit, dann ist das eine sache und die müsst ihr akzeptieren. vom gottesdienst fernhalten können sie euch nicht, weil die kirche ein ort für alle ist und somit auch euch offen. es sei denn es geht um eine private zeremonie und die familie hat die kirche gemietet. dann wäret ihr außen vor. aber in der regel haben ja mehrere "kinder" den gleichen termin. also geht hin.

die geschichte könnte irgenwann so enden, dass der neue lg der mutter das kind vielleicht noch adoptiert. dann seit ihr völlig raus aus der geschichte. kontaktverbote müsst ihr akzeptieren und befolgen. umgangsrecht habt ihr aber als geschwister auf jedenfall. auch die oma. das müsst ihr wenn nötig gerichtlich einfordern. das wären so 2-3 stunden im monat oder ihr trefft euch mit der kleinen irgendwo in der stadt oder in der schule oder wo auch immer. sie ist doch kein baby mehr, sondern sicher so um die 14 jahre alt oder?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community