Frage von RolliWa, 60

Die Dinge nehmen wie sie sind?

Neulich hat mir jemand etwas vom Annehmen erzählt. Die Person meinte, dass es sich viel leichter und glücklicher lebt, wenn man die Dinke, Umstände, Zustände so annimmt, wie sie sind, anstatt sich dagegen zu wehren. Das Beispiel, bei dem ich es noch nachvollziehen kann, ist die heruntergefallene Tasse. Wenn ich mich darüber aufrege, wird sie nicht wieder ganz. Bei Zuständen, die mich ärgern, die ich aber ändern kann, sehe ich diese Annahmestrategie aber irgendwie nicht ein. Ist das unter Esoterik mit Schuss abzuhaken oder verbirgt sich hinter der Annahme ein glücklichmachendes Lebenskonzept. Wer kann aus Erfahrung berichten?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Grautvornix, 18

Dazu gibt es ein berühmes Bibelzitat, kann ich aber nicht weitergeben. Bin Atheist.

Es bedeutet, das du besser lebst wenn du deine Energie nicht damit verschwendest, indem du versuchst Dinge zu ändern die sich nicht mehr ändern lassen. z.B.. die kaputte Tasse.

Andere Dinge kannst schon ändern, z.B.wenn du ein Bein gebrochen hast, machst du eine Schiene dran, damit es nicht schief zusammen wächst.

Die Schwierigkeit dabei ist die Beurteilung: Was kann ich ändern und was nicht?

Antwort
von muschmuschiii, 17

Gott, gib mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Danach zu leben macht in meinen Augen eher Sinn als ALLES als gegeben hinzunehmen. Das bedeutet für mich verharren in der Passivität, absolut nicht mein Ding!

Antwort
von Maimaier, 12

Die Vergangenheit kann niemand ändern, die Zukunft aber schon. Es kann also sinnvoll sein, sich über eine heruntergefallene Tasse zu ärgern, wenn man dadurch z.B. in Zukunft es anders macht. Auch bei Mobbing wäre es fatal, sich nicht zu wehren, usw.

Die Wut kann also helfen, wenn sie auf das eigentliche Problem gerichtet ist. Wer einfach nur herumtobt und eine Sündenbock sucht, macht genau das verkehrt. Hier wäre es besser, gelassen zu sein. Aber am besten wäre es, den Mut zu haben das wahre Problem anzugehen. Auch wenn das z.B. die eigene Sucht ist, oder der miese Charakter des Chefs, oder die üblen Gesetze.

Antwort
von Gutfrager156, 27

Es gibt im Leben nicht DAS Patentrezept oder DIE Taktik für alles.

So etwas ist situationsabhängig.

Sicherlich macht es Sinn, sich vor Augen zu führen, dass man manchmal etwas nicht ändern und es einfach annehmen muss. Anderes Beispiel dafür sind z.B. Schmerzen. Manchmal werden Schmerzen gefühlt weniger, wenn man sich damit abfindet, dass man sie hat und sich nicht mehr darauf konzentriert.

Aber einfach alles anzunehmen oder hinzunehmen ist sicherlich keine gute Vorgehensweise.

Genausowenig musst Du dem jetzt aber irgendeinen Stempel a la "Esoterik" aufdrücken.

Antwort
von loema, 24

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,

  den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,

  und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Kommentar von Maimaier ,

Da fehlt das "wir" und das "richtig oder falsch". Es kann fatal sein, etwas zu ändern, nur weil man es ändern kann. Klingt mehr nach "Alles ist erlaubt, solange ich damit durchkomme."

Kommentar von loema ,

Ja logisch. Dieser Spruch ist also kein Seufzer an Gott, sondern der Aufruf Kopflos blöde Dinge zu tun, hm?

Kommentar von FeeGoToCof ,

Mich stört dabei eigentlich eher die Formulierung mit "Gott". Ich muss nicht bei Allem und Jedem, "Gott" mit ins Spiel bringen.

Ich persönlich bin ohnehin der Meinung, dass Eigenverantwortung echt wichtig ist. Sich nicht immer auf Jemanden berufen zu wollen/zu müssen, nur weil der Glaube das so vorsieht.

Kommentar von loema ,

Diese Bitte richtet sich an irgendetwas. An Gott, ans höhere Selbst, etc und beantwortet die Frage zumindest ansatzweise.
Eigenverantwortung würde bedeuten, dass man aus sich selbst heraus weise wäre. Das mag sein aber manchmal bittet man um Hilfe, wenn man selbst nicht weiterkommt. Und daran ist ja nix verkehrt.

Antwort
von FeeGoToCof, 28

Bei mir ist das mittlerweile so, dass ich kurz meine emotionale Bilanz betrachte und mich dann aktiv entscheide, was ich annehmen möchte, was nicht.

Wenn mir der Mensch bedeutend ist, der mich vor eine Entscheidung stellt, so "arbeite" ich, anstatt anzunehmen, vorausgesetzt, ich stehe zu der "Arbeit"und sie erscheint mir "wichtig".

Wenn mir Menschen, oder Dinge, oder Vorkommnisse nicht bedeutsam erscheinen, so nehme ich an.

Das klappt nicht immer, aber immer öfter.

"Loszulassen ist eher die Herausforderung".

Kommentar von RolliWa ,

Das klingt sehr interessant.

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