Die Demokratie wurde der Bevölkerung nach dem 1. Weltkrieg "aufgezwungen". - Was bedeutet das?

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7 Antworten

gestern noch kaisertreuer royalist und heute einfach mal demokrat - das funktioniert nicht - der wechsel kam zu schnell und eben nicht aus dem willen der bevölkerung wie bei der französischen revolution

stells dir andersherum vor: der bundestag beschließt morgen seine abschaffung und angela merkel krönt sich selbst zur königin von deutschland - oder der bundestag beschließt den kommunismus zur staatsform zu machen - wärst du dabei...?

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Was das bedeutet? Es "bedeutet", dass diese Aussage bzw. Behauptung: "Die Demokratie wurde der Bevölkerung nach den 1. Weltkrieg 'aufgezwungen'" falsch ist!

1. Wer die denn "der Bevölkerung"? In vielen Ländern gab es schon weit vor dem WK I Demokratie!

2. Sollte Deutschland gemeint sein, dann wäre die Behauptung ebenfalls falsch. Selbst in Deutschland gab es vor dem WK I schon Demokratie, und zwar parlamentarische Demokratie, sowohl in den meisten Reichsländern als auch im Reich selbst, wobei der Reichstag sogar nach dem gleichen und geheimen Wahlrecht gewählt worden ist. Allerdings gab es diese Demokratie im Rahmen einer konstitutionellen monarchischen Staatsverfassung. Kurz vor Ende des WK I wurde das Reich noch zu einer parlamentarischen Monarchie.

3. Am Ende des WK I wurden die Monarchien in Deutschland gestürzt, vom deutschen Volk eine Nationalversammlung gewählt, die Staatsform der Republik eingeführt und diese als eine verfassungsmäßig abgesicherte parlamentarische Demokratie eingerichtet, die viele Verbesserungen im Vergleich zur Demokratie im vorherigen monarchischen Staat gebracht hat.

Fazit: Niemandem wurde die Demokratie nach dem WK I "aufgezwungen"!

MfG

Arnold

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der kaiser dankte aufgrund der novemberrevolution 1918 ab. mehr oder weniger freiwillig , d,h, er wurde durch seine berater aufgefordert zu gehen , da die siegermächte ihn als hauptschuldigen des 1. wk sahen , mittlerweile relativiert , nach novemberrevol. machtkampf zwischen sozialisten / kommunisten und sozialdemokraten ,  letzendlich entschied sich die kriegsmüde bevölkerung für die sozialdemokraten

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Die siegermächte konten die Friedensbedingungen Diktieren, und um einen neuen Krieg zu verhindern meinten sie, Deutschland müsste eine Demokratie werden. Das Volk wurde nicht gefragt, warum auch?

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Dass die Menschen die Demokratie nicht wollten.

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der kaiser dankte ab und ging ins exil , so war die monarchie zu ende und es gab nur die demokratie als alternative , da auch noch kein diktator da war , der sicher von den siegermächten nicht geduldet worden wäre

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Kommentar von Bello2
28.02.2016, 18:30

Danke! Aber wer hat das festgelegt? Die Bevölkerung war ja offentsichtlich dagegen...

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Na die breiten Massen wurden nie grfargat was für einen Staat sie wollen. Irgendwann war der Kaiser weg, es gab Revolutionen und Aufstände und am Ende war die Weimarer Republik da. Letzendlich schlug es sich auch in späterer Geschichte nieder, dass die Demokratie nie natürlich gewachsen ist. Für die Gesellschaft blieb die Weinmarere Republik ein unverständlicher Fremdkörper und energische radikale Politiker, die klare Worte sprachen statt ewigen Diskussionen im Reichstag waren viel erfolgreicher darin Anhänger zu gewinnen. Die wahre Macht blieb bei den Eliten, die letzendlich den rechten Weg gewählt haben, wieder ohne das Volk zu fragen. Und die wahre Macht ist immer noch bei den Eliten, die heute etwas anders gelagert sind. Die Verlierer mussten doch viel an Bedeutung aufgeben. Heute wird in Deutschland eine gut gepflegte Demokratie gespielt fürs Volk und alle haben ein Abo.

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