Frage von nitnelav 19.07.2009

Die bittere Wahrheit oder das Märchen vom Himmel?

  • Hilfreichste Antwort von Buchfink 22.07.2009
    32 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Da muss ich etwas ausholen.

    Wenn Du die Vorgeschichte nicht lesen willst, scrolle nach unten zu meiner eigentlichen Antwort.

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    Zum Atheisten wurde ich ziemlich früh.

    Meine Eltern haben beide dänisch-stämmige Elternteile. In Dänemark kommt an Weihnachten der "Julnisse". Das ist ein Weihnachtswichtel, dem man am heiligen Abend eine Schale Milchreis mit einer Mandel vor die Tür stellt, damit er im Gegenzug Geschenke liegen lässt.

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    Als Kind habe ich allen möglichen Tieren Fallen gestellt, um sie einzufangen. Heuschrecken, Mäuse, die freilaufenden Kaninchen des Nachbarn, Sperlinge usw. Ich war der der weltbeste Fallenbaumeister unter den Nachbarschaftskindern. Aber den Julnisse - der seltsamerweise nur zu uns kam - habe ich nie fangen können.

    Da wurde ich stutzig und habe meine Mutter gefragt, wieso denn der Julnisse nie in meine Fallen tappt und warum er nur zu uns kam. Schließlich bekommen alle anderen Kinder im Kindergarten und in der Nachbarschaft ihre Geschenke vom Christkind. Meine Mutter gab mir keine Antwort, aber einen Haferkeks, damit ich den Mund halte.

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    Als ich dann am Karsamstag (wie jedes Jahr) dem Osterhasen eine Falle stellen wollte und ich Möhren mit Reißzwecken zu spicken begann, klärte mich meine Mutter diesbezüglich auf.

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    "Es gibt keinen Osterhasen, keinen Julnisse, kein Christkind, keinen Nikolaus, keinen Knecht Ruprecht....... das erzählt man Kindern nur, damit sie an etwas glauben und brav sind. Diese Wesen gibt es nicht, die hat noch nie einer gesehen. Da kannst Du noch so viele Fallen aufstellen, Du wirst keines dieser Wesen fangen. Die gibt es nur in Büchern und in der Fantasie von Kindern. Und wenn Papa ins Krankenhaus muss, weil er die Möhre isst, dann kommst Du ins Heim oder zu Tante Friederike!"

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    So kam ich ganz schnell auf die Idee, dass auch Gott ein Wesen sein muss, an das Menschen glauben, damit sie brav sind. Den hat auch noch nie einer gesehen, geschweige denn mit einer präparierten Möhre gefangen. Aber an diesen Gott glauben auch Erwachsene. Vielleicht hatte nur noch niemand den Mut den Erwachsenen zu erzählen, dass es diesen Gott gar nicht gibt.

    Deswegen fragte ich meinen Opa, wann er denn endlich meinen Papa aufklärt, dass es den Gott gar nicht gibt. Aber auch der Opa war noch nicht so weit und behauptete ebenfalls, dass Gott existieren würde.

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    Nun zu Deiner Frage:

    Meinen Kindern würde ich vom Julnisse (nicht vom christlichen Christkind) und vom (heidnischen) Osterhasen erzählen und sie dann mit den Worten aufklären:

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    "Das erzählt man Kindern, damit die Welt für sie nicht so traurig und trostlos ist. Und genauso wie Kinder an den Julnisse und an den Osterhasen glauben, so glauben auch Erwachsene an einen Gott. Die glauben das, damit sie beruhigt sind. Denn diese Erwachsene haben Angst, weil sie nicht wissen was passiert, wenn sie tot sind. Und weil die Geschichte vom lieben Gott einen Himmel verspricht, wenn sie gestorben sind, müssen diese Erwachsene sich darüber keine Sorgen machen."

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    Bis meine Kinder in die Grundschule kommen, lasse ich sie Weihnachten und Ostern in Auszügen (ohne den ganzen christlichen Quatsch) mitfeiern.

    Auch würde ich ihnen erzählen, was es da so für Religionen gibt. An was diese Religionen "so glauben", dass es Kriege gibt, weil sich manche Menschen nicht auf eine Religion einigen können usw.

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    Von einem Himmel würde ich allerdings nichts erzählen. Meine Kinder müssen lernen, dass alles einmal ein Ende hat. Toffife haben ein Verfallsdatum, Mamas Haare fallen aus, das Meerschweinchen lebt nur fünf Jahre, die Waschmaschine kann man nicht dauerhaft reparieren, Menschen sterben.... und das alles ist normal und sogar gut so.

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    "Kind. Weißt Du noch vor zwei Jahren, als Tante Katharina mit uns im Auto von Schnarup-Thumby nach Worms mitfuhr und die ganze Fahrt über zu der Best-Of-Scheibe von Roger Whittaker mitgesungen hat? Willst Du Dich daran auf ewig im Himmel erinnern?"

    Julnisse (skandinavischer Weihnachtswichtel)
    Julnisse (skandinavischer Weihnachtswichtel)
  • Antwort von HerrWandpilz 19.07.2009
    61 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Da es mehrere Religionen als das Christentum gibt, wäre es fair, erst einmal keine religiöse Erziehung dem Kind angedeihen zu lassen, damit es später selbst entscheiden kann.

  • Antwort von GrueneFee 20.07.2009
    13 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Also, kann sein, dass ich ein wenig abschweife, doch versuche ich mal bestmöglich meine Sicht zu schildern.

    Erstmal finde ich, dass Herr Wandpilz eine hervorragende Möglichkeit mit der Kästchengeschichte bietet.

    Es sollte absolut Wert auf Individualität gelegt werden.

    Daher würde ich auch zu solch einer "Himmelsalternative" greifen, da tiefer greifende Diskussionen keinen Halt sondern eher Verwirrung wenn nicht sogar Angst schüren würden.

    Alles weitere kommt dann später ;)


    Ich persönlich bin nicht religiös erzogen worden.

    Zumindest nicht, aus familiärer Hinsicht.

    Ich denke die Medien und der Kindergarten/die Schule haben da ihren Teil zu beigetragen.

    Für mich selbstverständlich, bin ich zum Atheismus gelangt, womit ich vollkommen zufrieden bin.

    Sein Kind vorgegebenermaßen religiös zu erziehen, halte ich für vollkommen falsch!

    Dadurch wird der Geist des Kindes eingeschränkt, einfach deshalb, weil Religion kein freies Denken ermöglicht!

    Ich finde, dass es wichtig ist, dem Kind die Schönheit der Welt und unserer Zeit die wir auf dieser verbringen nahezubringen, realistisch und humanistisch.

    Ludwig Feuerbach hat einmal gesagt:

    „Allein die Verneinung des Jenseits hat die Bejahung des Diesseits zur Folge. Die Aufhebung eines besseren Lebens im Himmel schließt die Forderung in sich: Es soll, es muss besser werden auf der Erde.“

    Eine ausführliche Aufklärung in früher Entwicklungsphase eines Kindes ist absolut wichtig.

    Das einzig Schwierige sind immernoch die Fundamentalisten und die penetranten religiösen Erziehungsversuche von Außen (Schule, Kindergarten).

    Es ist so krass, was auch im 21. Jahrhundert zum Beispiel noch in "Kinderbibeln" geschrieben steht. Sogar noch, dass die Juden die Hauptschuldigen am Tod von Jesu Christi seien, was selbst Theologen widerlegt haben! Es wird zu eingeschränktem Denken und Religionswahn gelehrt.

    Peter Riedesser sagte: „Eine solche Erziehung kann die kognitiven Fähigkeiten durch Denktabus, die emotionale Entwicklung durch Schuldgefühle und Ängste, die Beziehung zum eigenen Körper durch überholte Moralvorstellungen beschädigen. Hinzu kommt die Gefahr der Induktion von destruktiven Vorurteilen und die Anstachelung zur Diskriminierung Anders- und Ungläubiger.“

    Es gibt ein Buch, welches kindgerecht erklärt, wie unsinnig der Gotteswahn ist:

    http://kurzlink.de/K1ElHFtAZ (ist ein Link zu Amazon)

    Eine super Idee.

    Ich hoffe einfach sehr darauf, dass in Zukunft, auch dann wenn du Kinder bekommst, die Möglichkeit des freien Denkens auch im frühen Kindesalter vollkommen frei von jeglichen Dogmen gelehrt werden kann.

    Man braucht keine Liebe von Gott, wenn man diese von den Eltern bekommt :)

    P.S.: Wie das Ferkel sagt:

    „Und die Moral von der Geschicht': Wer Gott nicht kennt, der braucht ihn nicht!"

    Liebe (freidenkerische) Grüße, Fee ♥

    ☺☼
  • Antwort von valentin301 20.07.2009
    12 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo annakonda, also ich finde es erstmal große Klasse, dass Du Dir solche Gedanken schon von vorne herein machst. Das was Wandpilz und Gruene Fee dazu beitragen, findet meine volle Zustimmung. Ein Problem stellt natürlich das Umfeld dar. In unserer Gesellschaft ist eine völlig unchristliche Erziehung nicht möglich, da im Kindergarten und dann vor allem in der Schule in den ersten Jahren kein Weg um den Religionsunterricht herumführt. Ich würde aber dann man sollte natürlich nicht zusätzlich im Elternhaus religiös erziehen, sondern manches vorsichtig zurechtrücken, was die Kinder mitbringen. Welche Ängste in Kindern geschürt werden, wenn ihnen die Hölle als Strafe für falsches Verhalten in Aussicht gestellt wird, ist schon beispielsweise schlimm genug. Hier und an anderen Punkten muss man ihnen dann auf jeden Fall Alternativen (je nach Alter) aufzeigen, ohne dass sie wiederum in der Schule groß anecken. Ich glaube, da braucht man etwas Fingerspitzengefühl. Aber das hast Du. Naja, und wenn es dann ab 14 die Möglichkeit gibt, Ethik statt Religion zu wählen, dann sind Deine Kinder bestimmt so weit, selber die richtige Entscheidung zu treffen. Ich glaube ja, dass Deine Kinder mit Sicherheit eine gute Kindheit erleben werden, bei einer Mutter, die sich bereits jetzt diese Gedanken macht.

  • Antwort von PlaysWithWolves 22.07.2009
    9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich bin grundsätzlich dagegen, Kindern in ihrer Prägungphase Hirngespinste und angstmachende Geschichten zu vermitteln. DAS IST GROBE GEISTIGE KINDESMISSHANDLUNG. Die vorzeitliche Phantasieergüsse von Ziegenhirten in Vorderasien über ein übernatürliches etwas mit dem Namen Gott, stellt hierbei nur den Gipfel des Eisberges dar. Feste, wie Weihnachten oder Ostern, die noch nicht einmal das geringste mit christlicher Religion zu tun haben, mit Symbolfiguren zu versehen, um die Kinder im Zaum zu halten und zu erpressen, sind ebenso verabscheuungswürdig, wie viele Märchen, welche ihnen in frühester Kindheit Angst und Schrecken einjagen. Warum wird nicht endlich auf den ruteschwingenden Weihnachtsmann verzichtet und Weihnachten als reines Fest der Liebe gefeiert? Warum müssen Kinder von omafressenden Wölfen und kinderverspeisenden Hexen, die dann verbrannt werden, erfahren, obwohl es diese Dinge gar nicht gibt? Warum den Kindern einen Ort auftischen, den sie nie erreichen werden, weil er nicht existiert?

    Wer solche Dinge seinen Kindern erzählt, tut sie nicht erziehen, sondern verängstigen. Derjenige schädigt Selbstvertrauen, Neugier und Unbefangenheit. Und das ist geistige Kindesmisshandlung. Pfui

  • Antwort von Memmenie 19.07.2009
    9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ein kind sollte menschlich erzogen werden, es sollte lernen zu teilen, zu geben und andere menschen zu akzeptieren. . Allein schon diese erziehungsmethode wirkt wunder.Aber die idee mit dem himmel finde ich persönlich auch schön. Kinder verstehen es so besser.

  • Antwort von Angel84 25.07.2009
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Im Grunde enthalten die wunderbaren Antworten ganz oben schon alles. Das eine vielleicht noch... Kinder sind nicht so sehr auf das fixiert, was du ihnen sagst, als mehr auf das, was du ihnen vorlebst, was sie bei dir spüren und erfühlen können. Je authentischer und wahrhaftiger du bist, desto weniger werden die Dogmen, die von außen an sie herangetragen werden, bei ihnen Anklang finden. Glaub mir, bei den Gedanken, die du dir jetzt schon machst, wirst du instinktiv genau das Richtige tun!

  • Antwort von Realito 19.07.2009
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ein Kind wird unnötig belasstet und ist nicht mehr frei wenn es von kleinaufan religiös erzogen wird. Es geht wunderbar ohne.

  • Antwort von friendlylion 19.07.2009
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
    1. JEDER gibt etwas an seine Kinder weiter: Entweder seinen Glauben an Gott oder seinen Unglauben. Eine neutrale Erziehung gibt es nicht. Kinder übernehmen zunächst IMMER das Weltbild der Eltern. Man prägt sie auf alle Fälle.
    2. Kinder reagieren ganz sensibel auf den Tod von geliebten Menschen, und die Antwort darauf, was da passiert, ist für sie enorm wichtig. Mit zunehmendem Alter wird die Frage aber auch für jeden Erwachsenen wichtig. Verdrängung dieser Fragen hat negative Folgen. Darum würde ich sagen: Suche selber nach einer zufriedenstellenden Antwort. Diese kannst du auch deinen Kindern ruhigen Gewissens weiter geben. Wie du selber eine Antwort bekommst, ist eine andere Sache, um die es hier nicht geht.
    3. Ich freue mich, dass du die Erziehung ernst nimmst.
  • Antwort von Lupus1960 19.07.2009
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich sehe nichts schlechtes in einer christlichen Erziehung. Wichtig ist doch, dass das Kind die Grundregeln des Miteinanders lernt. Vor allem finde ich es wichtig, den Respekt vor anderen Menschen und der Schöpfung zu erlernen. Kinder bekommen schnell das Verhalten der Erwachsenen mit und übernehmen es so.

  • Antwort von goodboy21 19.07.2009
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich denke, das beste wird wohl wirklich sein, wenn du versuchst bei solchen Themen "auszuweichen". Und wenn es nicht geht, kannst du ihm das erzählen das es denn Himmel und sowas gibt(was nach meinen Glauben auch der Fall ist),früher oder später kann sich das Kind seine eigenen Meinung und Ansichten zu diesem Thema entwickeln.

  • Antwort von Kittymogul 19.07.2009
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Was hat der Glauben mit kindererziehung zu tun??? Man soll dem Kind Werte vermitteln die kommen allein ohne Glauben, mir muss niemand sagen was richtig ist und was falsch. Jede Glaubensrichtung hat andere Wertvorstellungen...

  • Antwort von mariposo1 02.08.2009
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich erinner mich da an ne lustige Geschichte: Der kleinen Tochter unserer Untermieter ist der Opa gestorben. Meine Mutter sagt zu dem Kind so: "Jetzt kommt der Opa in den Himmel zu den Engelchen." Das Mädchen schaut sie verwirrt an: "Nein, der kommt jetzt in die Kiste!" Der Vater stand nebendran und nickte nur.

  • Antwort von Quandt 28.07.2009
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Einige Sachen findet man erst spät, so wie diese Frage hier!

    Meine Eltern haben mich christlich erzogen und weh getan hat es eigentlich nicht. Meinen Kindern habe ich die Wahl gelassen, auf Fragen geantwortet und ihnen die Bibel, den Koran, den Hinduismus, den Talmud und den Buddismus neben einem schönen Buch über Darwin vor die Nase gestellt. Was sie daraus machen ist ihre Sache, sie sollen nur kritisch bleiben und Mutter Erde so annehmen, wie sie in ihrer Schönheit sein kann. Nicht was der Mensch aus ihr macht. Letztlich denke ich, dass was der junge Nazarener von sich gegeben haben soll ist in seiner Grundaussage absolut korrekt. Was seine Vertreter auf Erden danach daraus gemacht haben, ist völlig unter aller Kanone! So lange Kinder nicht die Fantasie verlieren, sind Geschichten wunderbar. Doch man soll ja auch nicht auf ihre ach so kleinen Hände schlagen. Mein Glaube ist ein wirre Mischung, im Hier und Jetzt gilt es seine Ruhe zu finden und hoffend, dass meine Tod irgendjemand mal berührt. Schön wäre es dies noch zu bemerken. Doch zu Sternenstaub werden ist auch in Ordnung.

    Seinen Kindern etwas von Menschen zum eigenen Vorteil Verdrehte als das einzig Heilbringende beizubügeln, ist Murks, denn auch die haben letztlich bemerkt oder werden bemerken, dass man Geld nicht essen kann. Und der große Schlaf ist für Kinder nicht so beängstigend, wie wir befürchten! ;-)

  • Antwort von Draschomat 22.07.2009
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Naja, normalerweise sollte man schon als Kind respektvollen Umgang mit anderen Menschen und auch mit der Natur/Schöpfung/Tieren etc. erlernen. Mithilfe der Religion kann dies einfacher geschehen, weil sie viele bildhafte Vergleiche etc. in sich trägt. Du kannst deinem Kind ja keinen wissenschaftlichen Vortrag halten, warum es die Erde gibt oder warum man Tiere schützen sollte oder warum man den Mitmenschen achten und niemals verletzten sollte. Einfache Regeln wie "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andren zu." sind für ein Kind sicher verständlicher als irgendeine andere wissenschaftliche Erklärung. Natürlich kann man Religiösität ganz in den Vordergrund stellen, d.h. sie übertreiben, und das wäre für ein Kind sicherlich nicht gut. Aber Religion ist auf jeden Fall eine Hilfe, um dem Kind teils schwierige Dinge einfach zu erklären...ab einem gewissen Alter hinterfrägt das Kind sowieso selber alles und macht sich seine eigene Meinung, die dann auch mal kompliziert sein darf. ;-)

  • Antwort von kreativkruemmel 19.07.2009
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    im falle einer taufe deines kindes,hättes du ja parten.die sind ja dafür da das kind im christlichen glauben mit zu erziehen.selbst wenn du dein kind nicht getauft hast, wird es doch bestimmt jemand geben den du ,wenn du gläubig wärst, dafür nehmen würdes.vieleicht kann der jenige dich ja unterstützen in glaubens fragen.denn parten sucht man ja sorgfälltig aus.

  • Antwort von GALLARIAOY 08.08.2009
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wenn DU DEINE Frage beantworten willst, gehe in DEIN inneres SEIN, denn hier liegt der Ursprung DEINES SEIN. Dass, was die meisten Religionen über dieses SEIN berichten ist ein Märchen, und oft genug eine erbärmliche Lüge, von Unwissenden, die meinen in alle Ewigkeit zu leben. Dieses menschliche, irdische SEIN, ist unser erstes und letztes Leben, was wir bewusst durchleben können. Wenn wir es so durchleben, dass dem GANZEN gedient wird, also kein KARMA mehr erzeugen, haben wir ein Maximum erreicht, und dazu beigetragen, dass die SCHÖPFUNG sich so weiter entwickeln kann, wie geplant. GALLARIAOY

  • Antwort von Alleyne 04.08.2009
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    "Hör zu, mein Kind: Omi ist jetzt nicht mehr bei uns, sie ist jetzt im Himmel und von dort aus passt sie auf dich auf, weil sie jetzt ein Engel ist."
    "Achso, wie Opa letzten Sommer. Also passen jetzt beide auf mich auf."
    "Ja genau wie Opa. Jetzt blicken sie beide auf Dich hinunter und beschützen Dich."
    .
    Kind knabbert sich nachdenklich an der Unterlippe...
    "Papa, ist der Katzenhimmel anders als der Menschenhimmel?"
    "Ja, mein Schatz, dort kommen nur Katzen hin."
    "Dann gibt es also auch einen Hamsterhimmel und einen Hundehimmel und einen Fischehimmel und...."
    "JAAA, gibt es!"
    "Also seh ich meine Minki nicht wieder wenn ich mal tod geh?"
    "Ähm... doch du.... also, wenn du das möchtest könntest Du sie dort besuchen."
    "Dann werden Omi und Opi auch ihren Bello besuchen gehen?"
    "Ja, das werden sie sicher!"
    "Aber dürfen sie Bello nicht mit in den Menschenhimmel nehmen? Der will dann doch bestimmt mit"
    "Ja doch natürlich dürfen sie das. Im Himmel darf man alles."
    "ECHT??? Darf ich dann soviel Schokolade essen wie ich will??"
    "Ja"
    "Darf ich auch scheiße sagen?"
    "Nein, das sagt man nicht. Das weißt du doch!"
    "Aber du hast doch grad gesagt...."
    "Jetzt ist aber Schluss!"
    "Aber..."
    "Geh jetzt spielen"
    .
    Ich glaube so könnte sich ein Gespräch entwickeln und man verfängt sich immer schnell in einem Lügengerüst, wenn man von Dingen spricht, von denen man nichts weiß. Aber ich empfand es als Kind auch als sehr tröstlich, dass alle in den Himmel kommen, und man sich irgendwann wieder trifft. Manchmal wollte ich gern schon mal eben tod sein, damit ich mir liebe verstorbene Verwandte wiedertreffe.
    .
    Die Kästchenmethode von Herrn WandPilz fand ich klasse und verständlich und ich denke, solange das Kind in dieser Schachtel nicht furchterregendes vermutet, funktioniert sie. Man muss aber auch bereit sein, mögliche Fragen zu beantworten. Letztendlich wissen wir alle nicht, wie es nach dem Tod ist. Aber als ich irgendwann dahinter kam, dass die Geschichte mit dem "Himmel" ein erfundenes Märchen ist, war ich schon bitter enttäuscht und fing von da an, alles andere auch in Frage zu stellen und so gelangte ich zum "Realismus" und damit zum Atheismus.
    Die Atheistische Auffassung über den Weihnachtsmann (Nikolaus, Zahnfee, Osterhasi, Pumuckel etc.) hab ich auch überwunden :)
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    Religiöse Erziehung sollte man in der heutigen Zeit unbedingt vermeiden, da das Kind eine vorgebastelte anerzogene Weltanschuung angebastelt bekommt, die schwer wieder abzulegen ist, wenn das Kind anfängt, sich eigene realistische Gedanken zu den Dingen der Welt zu machen.
    Ehrlich aber einfühlsam und liebevoll - sofern das zu vereinbaren ist.
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    Und bevor gefragt wird, warum ich so klug daherschei*ße, nein ich habe keine Kinder, aber ich hätte mir so manches Mal eine solche Erziehung gewünscht (war ja schließlich selbst mal ein Kind).

  • Antwort von user216 03.08.2009
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Mit Sicherheit bin ich einer der ungläubigsten Menschen auf dieser Welt. Hätte ich ein Kind, so würde ich es bewusst oder unbewusst gegen den Glauben an eine höhere Macht (Gott) erziehen. Ganz einfach weil ich Religion für den größten Blödsinn überhaupt halte. (Mal abgesehen davon, dass mittlerweile viele kirchliche Institutionen den sozial schwachen Menschen helfen)

    Das Problem ist nur folgendes:
    Hätte ich ein z.B. 8 jähriges Kind und ich wüsste, dass ich innerhalb von 3 Monaten an Krebs, oder so, sterben müsste, was erzähle ich dann meinem Kind?
    Wahrscheinlich würde ich in dieser Situation gerne solche Sachen sagen, wie "Ich wache vom Himmel aus über dich", oder "Du kannst dann jeder Zeit mit mir sprechen, ich höre dir zu und bin bei dir", oder "Irgendwann werden wir uns im Himmel wieder sehen".
    Zugegebenermaßen sehr schmalzig, aber es bietet dem Kind vielleicht Trost.
    Das Problem ist nur, dass ich daran gar nicht glaube... :-/

  • Antwort von miramanee 01.08.2009
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Auf keinen Fall religiös indoktrinieren. Immer schön offen für die Wahrheit bleiben. Religion ist Lüge und Du willst doch Deinen Kindern nicht zu Lügnern erziehen?!

  • Antwort von ohjeohje 30.07.2009
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich gebe nur zu bedenken, dass das bevölkerungsreichste Land der Erde, China, nahezu gänzlich ohne christliche Religion auskommt. Du wirst also in eine bestimmte Gesellschaft hinein geboren und dementsprechend stellen sich Dir gewisse Fragen oder auch nicht. Und wer diese Fragen nicht hat, sucht auch nicht nach einer Antwort, das ist trivial. Dies ist die übergreifende, philosophische Antwort zu dieser Thematik. P.S. Ich werde in meinem nächsten Leben übrigens als Giraffe wiedergeboren ;-). Kannst Du das Deinen Kindern auch erzählen? So, wo ist jetzt noch das Problem? Ganz locker, ganz easy ...

  • Antwort von GALLARIAOY 28.07.2009
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Der Weg zu einem glücklichen, erfüllten LEBEN, führt nur über die absolute Wahrheit, auch wenn es manchmal schmerzhaft ist. Dieses Glauben an den Weihnachtsmann, Osterhasen und sonstigen schwachsinnigen Märchen sollte unter Strafe gestellt werden, denn es werden Illusionen im Kind geweckt, die jeglicher Vernunft widersprechen. Im Besonderen die Lügen der römisch katholischen Kirche, bezüglich Himmel, Hölle, Jenseits usw. sollten aus dem Unterrichtsunterlagen gelöscht werden, und durch eine Wahrheit ersetzt werden, die jeder Erdenbürger nachempfinden kann, der nur ein wenig hinterfragt. GALLARIAOY

  • Antwort von BadGirlDaisy 27.07.2009
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich bin auch atheistisch eingestellt. An was ich glaube ist Sinn, Verstand, Ursache und Wirkung. Ein Kind braucht keine Märchengeschichten um gut aufzuwachsen. Liebe, Geborgenheit und vertrauen hat nichts mit Religion zu tun - und das ist das wichtigste für ein Kind! Du solltest selber entscheiden, ob du dein Kind neutral erziehst oder nicht. Jeder hat eine andere Meinung und die meisten haben eben einen Glauben und werden versuchen dich davon zu überzeugen. Wir müssen akzeptieren wenn andere Leute einen Glauben haben, aber sie akzeptieren nicht daß wir keinen haben!

  • Antwort von Kubique86 20.07.2009
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    meine mutter hat versucht mich christlich zu erziehen. mit ca 13 jahren habe ich den glauben verloren und es war eine schwere zeit. nicht weil ich ohne glauben war sondern weil meine mutter das nicht akzeptieren wollte!

    Fazit: egal, welche einstellung/Glauben man selbst hat, man sollte dem kind vermitteln, dass es selbst DIE FREIE WAHL hat!!!!!!!!!!

    taufe erst mit 18!!!

  • Antwort von Kolumna 20.07.2009
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Versuche Dein Kind mit viel Toleranz gegenüber anders Denkenden zu erziehen. Dazu gehört auch das offene Sprechen über Relegion, Deine Zweifel und warum Du Dir nicht mehr sicher bist und über die verschiedenen Konfessionen und Einstellungen der Menschen. Es wird viele Punkte geben über die Ihr gemeinsam sprechen solltet, schon durch den Rel.-Unterricht, aber ich würde immer versuchen dem Kind zu vermitteln, dass es ein Recht jedes Menschen ist, seine eigene Meinung und Einstellung zur Relegion zu haben. Man kann sachlich und informativ darüber reden, seine Einstellung zu gewissen Themen auch darstellen, aber niemals seine Einstellung anderen aufzwingen wollen. Das ist keine Aufgabe für ein Jahr, sondern für das Leben.

  • Antwort von evangelista 19.07.2009
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Es wäre bestimmt nicht sehr klug sein Kind mit seinem Zweifel zu konfrontieren.

    Das Kind ist überhaupt noch nicht in der Lage diese gegensätzlichen Lebensmodelle zu verstehen.

    Genauso ist es verkehrt das Kind in einem geistigen Vakuum zu erziehen, mit dem Argument, dass es sich später entscheiden soll.

    Es ist eine irrige Vorstellung zu glauben ein Kind könnte ohne geistigen Einflüssen aufwachsen.

    Deshalb wäre es unverantwortlich gerade im religiösen Bereich dem Kind keine Hilfe anzubieten.

    Um sich später einmal persönlich für oder gegen Gott zu entscheiden bleibt dem heranwachsenden jungen Menschen sowieso nicht erspart.

    Würdest Du dem Kind nichts nahe bringen würden andere Vorstellungen das Kind beeinflussen und sein späteres Leben bestimmen.

    Um sich später entscheiden zu können braucht der Mensch die nötigen Informationen.

    Du hast selber auf die Problematik des Atheismus hingewiesen. Er kann weder den Ursprung des Menschen, noch die Bedeutung der menschlichen Existenz erklären. Geschweige dem Menschen eine wirkliche Hoffnung anbieten.

    Alle atheistischen Hoffnungen hören mit dem Tod auf. Darüber hinaus gibt es nichts.

    Warum Menschen überhaupt Gott leugnen ist weder nachvollziehbar noch ist das eine befreiende Lebenseinstellung.

    Das Leben wird zu einem Zufallsprodukt degradiert ohne tieferen Sinn und Bedeutung.

    Die christliche Hoffnung vermittelt uns einem liebenden Gott, der dem Menschen durch Christus die Erlösung anbietet und ihm zeigt, dass das Leben ein höheres Ziel hat.

    Es besteht in der ungetrübten und ewigen Beziehung zu Gott, derer sich alle Menschen erfreuen dürfen, die Ihm ihr Vertrauen geschenkt haben.

    Darauf werden wir immer wieder hingewiesen, dass die liebende Gemeinschaft mit Gott und mit allen Menschen, die seinem Beispiel der Liebe gefolgt sind der tiefe Sinn unserer Existenz ist.

    Die Auferstehung Jesu von Toten ist ein Garant dafür, dass die Menschen auf dieselbe Weise auferstehen werden wie Er.

    Deshalb sollte man sich bewusst sein welche Auswirkungen eine atheistischen oder ein christliche Lebensvorstellung mit sich bringt.

    Die eine Vorstellung reduziert das Leben auf einige Jahrzehnte ohne wirklicher Hoffnung.

    Wobei die andere Lebensbetrachtung dem Menschen Hoffnung über den Tod hinaus gibt und ein unbegrenztes Leben in der Gemeinschaft mit Gott anbietet.

    Weshalb soll man seinem Kind diese christliche Lebensperspektive verschweigen, die ihm heute schon eine große Hilfe ist und eine ganz andere Lebensbewältigung ermöglicht.

    Es wäre gegenüber dem Kind lieblos ihm diese Hoffnung zu verschweigen.

  • Antwort von patricia96 19.07.2009
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ich denke man sollte nicht sagen, dass man das nicht weis, das kann Kinder verunsichern. Ich erkläre meinen Kindern das so wie ich es sehe, ob nun religiös oder nicht, sage aber trotzdem das es auch Menschen gibt die das anders sehen, im laufe ihres Lebens können sie sich frei entscheiden, der Einfluss meiner Meinung ist dann nur ein Teil. Wenn Kinder in schwierigen Lebenssituationen sind - z.B. Oma ist verstorben, dann ist es doch angenehm den Kindern vom Himmel zu erzählen, so sind sie nicht verunsichert und haben ein Bild vor sich, was ihnen hilft mit der Situation fertig zu werden.

  • Antwort von Delvan 19.07.2009
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich bin gegen christl. Erziehung, wenn man den Glaube hat kann man sich später auch noch dazu bekennen, aber wenn man den Glaube nicht hat und dann evtl getauft wurde, und Kirchensteuer zahlen muss.. Außerdem fällts schwerer die christl. Weltanschauung niederzulegen wenn man so erzogen wurde

  • Antwort von Windsbraut 12.08.2009
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Nun, ich denke man braucht keine der Weltreligionen um an den Himmel zu glauben und auch keine Kirchenoberhäupter, die einem erzählen was gottgefällig oder sündhaft wäre. Der Glaube, egal welcher ist extrem praktiziert immer ein Gefängnis aus Überzeugungen von denen der Mensch sich so schwer lossagen kann. In meinen Augen sind die sämtlichen Weltreligionen die praktizierte Hölle der Menschen. Vertrau doch einfach dir selbst. Du bist nicht unfehlbar und du wirst keine perfekte Mutter sein, verschwende keine Energie darauf alles genau richtig machen zu wollen. So wie deine Eltern dich sehr christlich erzogen haben, ist es dir dennoch gelungen eigene Überzeugungen zu finden, die aus der Sicht der Kirche vielleicht nicht so toll sind. Bei deinem Kind wird es nicht anders sein. Und was ist schon ein Atheist??? Auch ein Mensch der von sich behauptet nicht zu glauben, glaubt an etwas. So hat halt jeder seine ganz eigene Religion und das ist gut so.

  • Antwort von Tezerak 09.08.2009
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich möcht mal was hierzu schreiben.

    Ich habe recht viel gelesen bis plötzlich die Aussage kam: Gott gibt es aufjedenfall und das ist logisch!

    Nagut~ ist es dann auch logisch im zu huldigen? Tornados, Vulkanausbrüche, Erdbeben und Co. Vergewaltigungen, Hungersnöte und Krankheiten...

    und der ach so großartige Gott macht nichts dagegen?

    Die Kirche huldigt also einen kranken, perversen Massenmörder? Ach herrje... und dann wird noch behauptet dass eine Religion gut für ein Kind ist.

    Ich habe auch Geschichten wie die von Noah und der Arche gehört, bin konfirmiert.. und habe dort im unterricht genau die Frage wie oben gestellt.. der Pastor sagte einfach nichts mehr und machte den Unterricht weiter.

    Wenn dein Kind später Intresse daran hat solche Sachen zu hinterfragen wird er seinen Weg finden. Bis dahin würde ich es nicht versuchen krampfhaft mit irgendeiner Religion zu prägen.

    Meine Meinung...

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