Frage von Xantavis,

Die Anziehungskraft zwischen Planeten

Also der Grund warum die Planeten um die Sonne kreisen ist ja die Anziehungskraft. Aber warum wirkt sie "indirekt" ? Also warum kreisen die Planeten um die Sonne? Wäre es wie mit Magnetkugeln, dann müsste doch alles, was in der Anziehungkraft der Sonne ist, auf die Sonne zuwandern...

Hilfreichste Antwort von PhoenixIR6,
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Das hat nicht nur mit der Anziehungskraft zu tun, sondern auch wegen der Entstehung der Planeten und der Sonne. Und mit Magneten kannst du das kaum vergleichen. Als unser Sonnensystem entstand, existierte nur ungeordnete Materie. Gase und Staub, alles Überbleibsel einer früheren Supernova die ihre Materie Auswurf. Kleinere Verdichtungen zogen sich in dieser ungeordneten Wolke gegenseitig an. Die Gravitation bewirkte also, das sich diese Gase und Staub immer weiter verdichteten. In dem Moment wo sie sich anzogen, schoben sie sich immer weiter hin und her. Durch diese Anziehung gabs also einen ersten Drall der schon auf der vorher rotierenden Materie Wolke für Verdichtungen sorgte.

In der Mitte formte sich so die Protosonne, die den Drall der durch die Gravitation und Zentrifugalkraft entstand, auf die Materie Wolke übertrug und sie weiter beschleunigte. Durch den Drehimpuls der Protosonne geriet die Urwolke um sie immer weiter in Bewegung. Sie rotierte also um die Protosonne und formte sich langsam in eine Scheibe. Ähnlich den Ringen des Saturn. Aus dieser Planetaren Scheibe entstanden die Planeten. Durch die schnelle Rotation und die Zentrifugalkraft, gerieten die Schweren Anteile in die Nähe der Sonne und die leichteren nach außen. So entstanden die Gesteinsplaneten(schwer) im innerem Kreis und die leichteren Gasplaneten, außen.

Da der Drall schon bei der Entstehung der Scheibe vorhanden war, wurde er bei der Verdichtung und Entstehung der Planeten an sie weiter gegeben. So haben die Planeten ihre Drehung bekommen und bis heute beibehalten. Zumindest im groben. Damals als die Erde entstand, rotierte sie als Beispiel, noch viel schneller. Ein Tag dauerte zu Beginn noch ca. 6 Std. Erst der Mond sorgte für die langsamere Rotation die sie heute hat. So oder ähnlich gings auch anderen Planeten.

Also, in der Mitte der Scheibe entstand ein Schwerpunkt. Dieser Schwerpunkt sorgte dafür das die Materie immer weiter in Bewegung gerieten. Da im All Vakuum herrscht, wird was einmal beschleunigt wurde, von fast nichts daran gehindert. So ging es immer weiter bis heute. Aufgrund der Entstandenen Scheibe, befinden sich die Planeten auch alle mehr oder weniger auf einer Ebene um die Sonne( Ekliptik). Die Gravitation zieht Planeten an. Die Zentrifugalkraft sorgt dafür das sie aber nicht in die Sonne gezogen werden und stabilisiert die Bahnen. Wirkt der Gravitation also entgegen. Diese beiden Kräfte müssen in etwa gleich stark wirken, das der Planet auf seiner Bahn verbleibt.

Hoffe das ich das einigermaßen rüber bringen konnte, was du Wissen wolltest. Wenn Fragen bleiben sollten, sag Bescheid.

Kommentar von Xantavis,

Gut, vielen Dank!!
Nun aber nochmal eine Frage: Forscher sagen ja vorraus, dass in den nächsten 60 Jahren ein Meteorid in die Erde stürzen könnte. Das entspricht aber nicht dem Zentrifugal-Gravitations-gleichgewicht. Ist es so, dass es dieses Zentrifugal-Gravitations-gleichgewicht nur gibt, wenn das Planet/Objekt um die Sonne/größeren Objekt kreist (was ja bei der Entstehung des Sonnensystems verursacht wurde)? Dann könnten doch nicht die Meteroiden aus dem Astroidengürtel zwischen Mars-Jupiter auf die Erde stürzen?

Und 2. Frage: Warum wird z.B. nicht der Mond von der viel größeren Gravitationskraft der Sonne angezogen?

Kommentar von PhoenixIR6,

Hallo Xantavis. Die Gravitation wird um so schwächer, um so weiter die Quelle liegt. Sie hört aber nie auf zu wirken, egal in welcher Entfernung. Aber um beim Beispiel Mond zu bleiben, die Sonne hat auf ihn viel weniger Einfluss als die Erde auf ihn. Die Sonne ist ja viel weiter von ihm entfernt. So ist er an die Anziehungskraft der Erde gebunden. Von einem Objekt was uns innerhalb der nächsten 60 Jahren treffen soll, hab ich noch nie gehört. Aber theoretisch kann uns täglich einer treffen. Nur sehr große Einschläge sind sehr selten. Aber was du wegen des Asteroidengürtels sagt trifft doch auch auf das selbe Prinzip zu.

Der Asteroidengürtel ist ein Überbleibsel der alten Planetarischen Scheibe. In ihr konnte sich lediglich kein Planet bilden, aufgrund der Schwerkraft des Jupiters. Der Asteroidengürtel ist an die Anziehungskraft der Sonne gebunden. Die Zentrifugalkraft wirkt dem entgegen und hält sie an Ort und Stelle. Wenn aber ein Objekt mit einem Asteroiden kollidiert als Beispiel, wird die Ordnung unterbrochen. Der Asteroid wird aus seiner Bahn geschleudert und wenn die Erde gerade im Wege steht, kann es zur Kollision kommen. Steht die Erde weiter weg, wird der Asteroid umgelenkt und könnte sogar in eine eigene Bahn um die Erde gelenkt werden und als neuer Mond die Erde umkreisen.

Die Zentrifugalkraft und die Gravitation sind eben nur so lange im Gleichgewicht, so lange kein Unglück passiert und ein anderes Ereignis dieses Gleichgewicht aus hebelt. Danach kommt es auf den Winkel an in dem ein Objekt auf einen anderen Himmelspunkt zu kommt. Das entscheidet ob er auf ihn stürzt oder von ihm eingefangen wird oder einfach neu umgelenkt wird um eine neue Bahn ein zu schlagen. Hoffe, das war verständlich. Gruß...

Kommentar von Xantavis,

Gut, alle meine Fragen wurden beantwortet, Danke!!!

Kommentar von PhoenixIR6,

Danke für den Stern ! Gruß...

Antwort von dompfeifer,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Warum sollte die Anziehungskraft "indirekt" wirken? Magnetkugeln, die im freien Fall aneinander vorbeifliegen, würden sich genauso verhalten. Zwei Körper könnten durch die Gravitationskraft nur dann direkt aufeinander zufliegen, wenn ihre Geschwindigkeitksrichtungen zufällig in ihrer Verbindungslinie liegen würden. Normalerweise gibt es aber Abweichungen in der Geschwindigkeitsrichtung. Dadurch werden die Körper umeinander gelenkt. Dabei entsteht eine Fliehkraft (Zentrifugalkraft), die der Anziehungskraft (Zentripedalkraft) entgegenwirkt. Zwischen beiden Kräften stellt sich ein Gleichgewicht her. Aufgrund des extremen Massenverhältnis zwischen Sonne und Planeten bildet sich der Mittelpunkt der ellypsenförmigen Planetenbahnen im Mittelpunkt der Sonne heraus. Dann fliegen die Planeten ewig um ihr Zentralgestirn, solange sie nicht abgelenkt werden. Eine Kugel, die Du an einem Gummiband kreisen lässt, wird genauso nach außen gezogen.

Antwort von MiBella,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Der Pysiker Isaac Newton fand das Gravitationsgesetz heraus, das auch besagt, dass sich alle Körper gegenseitig anziehen. Je massereicher ein Körper sind, desto höher ist Anziehungskraft. Je weiter die Körper sich voneinander weg bewegen, desto schneller verringert sich die Anziehungskraft.

Die Sonne verfügt auch über diese Anziehungskraft. Damit zieht sie die Planeten an. Allerdings umkreisen die Planeten die Sonne und bei dieser Bewegung entsteht eine Fliehkraft. Die Fliehkraft zieht die Planeten nach außen.

Es wirken also zwei gegensätzliche Kräfte: die Anziehungskraft zieht den Planeten Richtung Sonne und die Fliehkraft zieht ihn weg von der Sonne. Beide halten sich die Waage und so bewegen sich die Planeten immer auf derselben Bahn - sie fliegen nicht auf die Sonne zu, verschwinden aber auch nicht im All.

Quelle: http://www.wasistwas.de/wissenschaft/eure-fragen/planeten-und-raumfahrt/link//02...

Antwort von pflanzengott,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo Xantavis!

Jeder Körper im Universum besitzt eine Gravitationskraft. So ist es auch bei den Planeten, und bei Sternen.

Die Planeten werden zwar von der umgebenen Sonne angezogen, sie entweichen jedoch durch die sogenannte Fliehkraft. Das heißt, die Anziehungskraft wirkt gegen diese Fliehkraft und so entsteht eine Art Gleichgewicht. Auch unsere Erde wird noch Milliarden Jahre um die Sonne kreisen solange sie nicht aus der Umlaufbahn gelangt. Dies wird aber nicht passieren können weil dieses Gleichgewicht halt ewig bestehen bleibt.

LG pflanzengott! ;)

Antwort von Commodore64,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die werden ja von der Sonne angezogen und wandern drauf zu. Nur haben die halt eine Bahngeschwindigkeit, die fallen nicht direkt auf die Sonne zu sondern drum herum!

Antwort von fraggle16,

tja, das ist noch nicht endgültig geklärt.

es gibt dazu eine Theorie zur Entstehung des Sonnensystems, die das zu erklären versucht (aber es ist eine unbewiesene Theorie, die allein auf Logik beruht).

Zweite Antwort auf: http://www.gutefrage.net/frage/warum-drehen-sich-die-planeten-um-die-sonne-und-w...

Die Rotation der Planeten ist durch die Drehimpulse aufeinandertreffender Teilchen entstanden, die sich zu Planeten verdichtet haben. Wenn zwei Teilchen aufeinandertreffen dann erhalten beide einen solchen Drehimpuls. Zum Beispiel drehen sich zwei Billardkugeln nach einer Kollision auch um die eigene Achse, es sei denn sie treffen sich genau zentral. Da ein Drehimpuls eine Erhaltungsgröße ist, kann er nur durch Einwirkung von außen verändert werden. Da es bei den Planeten wenig Einwirkung vorn außen gibt, ändert sich ihre Drehgeschwindigkeit nicht (für uns wahrnehmbar). Die Sonne ist durch die Verdichtung einer Gaswolke entstanden, die Planeten durch die Verdichtung eines durch die Gravitation der Sonne angezogenen Teilchenrings. Die Gravitationskraft der Sonne auf die Planeten ist gleich deren Zentrifugalkraft, die durch deren Umlaufbahen entsteht, deshalb drehen sie sich um die Sonne.

näheres hier:
de.wikipedia.org/wiki/Erdrotation#ZeitlicheVer.C3.A4nderlichkeit
de.wikipedia.org/wiki/Sonnensystem#EntstehungderPlaneten
de.wikipedia.org/wiki/Sonne#Entwicklungder_Sonne

Antwort von Speedster2000,

es IST wie mit magnetkugeln und alles WÜRDE auf die sonne zuwandern bzw einfach auf sie stürzen wenn es nicht in einer stabilen umlaufbahn wäre. alles was nicht auf einer stabiulen bahn ist ist längst auf die sonne gestürzt oder tut es hin und wieder immernoch (vgl asteroiden- und kometeneinschläge).

nimm ein gespanntes tuch, leg ne schwere eisenkugel in die mitte und es entsteht ne wölbung durch das gewicht der kugel.

alle anderen kleineren kugeln die du in die nähe der wölbung (=die anziehungskraft) legst werden auf die grosse kugel zurollen, AUßER du versetzt die kugeln in eine umlaufbahn, dann kreisen sie relativ stabil um die kugel bis ihre bewegungsenergie verbraucht ist.

allerdings herrscht im weltraum ein vakuum und es gibt keine reibung auf dem tuch wie in deinem experiment, deswegen wird keine bewegungsenergie verbraucht und die erde wird sich auch in ein paar milliarden jahren noch um die sonne drehen :)

Antwort von nebmaatrah,

weil die planeten eine geschwindigkeit haben die gerade wirkt die anziehung zieht sie zum planten und dadurch kommt es zu einer kreisbahn

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