Die Angst im Leben zu versagen?

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4 Antworten

Moin Heska,

die letzte deiner Fragen ist für Außenstehende am schwersten zu beantworten, da wir nicht wissen, welcher Art dein Hirntumor ist. Ist es ein raumfordernder und rasch wachsender bösartiger Tumor oder ist es ein Geschehen, das mit entsprechender Therapie einzudämmen bzw. aufzuhalten ist/wäre, falls dein Körper in positiver Weise darauf anspricht?

Mein eigener Vater ist vor gut 11 Jahren an einem hochgradig aggressiven Hirntumor innerhalb eines halben Jahres nach der Diagnosestellung gestorben. Ich bin examinierter Krankenpfleger und muss sagen, daß ich noch nie einen Menschen derart habe leiden sehen wie meinen Vater: es war furchtbar!

Eins klingt bei dir durch: eine Zukunftsperspektive, wenn auch eine düstere. Da ich vielfach über lange Zeiträume ältere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in extremer existenzieller und psychischer Not begleitet habe, kann ich dir Mut machen:

Du wirst nicht unter die Räder kommen, wie es so 'schön' heisst! Deine Eltern geben dir eine Menge mit, was für dich und dein Leben eine tragfähige Basis darstellt. Allein schon die Tatsache, daß sie dich lieben und dir Fürsorge und Aufmerksamkeit schenken, befähigt dich, auf andere Menschen zuzugehen und mit dir und deinem Leben achtsam umzugehen.

Hinzu tritt, daß du selbst in der Lage bist, Verantwortung für dein Leben zu übernehmen. Eine gute Ausbildung ermöglicht dir einen geglückten Start ins Berufsleben. Den brauchst du, um deine Existenz bestmöglich abzusichern. Zugleich wirst du als soziales Wesen Kontakte zu anderen Menschen bzw. Kollegen und Kolleginnen knüpfen (wollen).

Sobald du diese verschiedenen Aspekte verwirklichen kannst, kann im Prinzip kaum mehr was schiefgehen, im Gegenteil: die Dinge kommen dir entgegen. Das teile ich dir mit, weil ich es zur Zeit selbst erlebe. Es ist definitiv so! Hurray ;-)

Liebe Grüße an dich

jayjay22

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Kommentar von Heska
19.11.2016, 04:26

Das Teil ist zum Glück noch stufe 2 also gutartig. 

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Versuche tatsächlich selbständiger zu werden und bitte deine Eltern um Mithilfe. Sie können dir beibringen, was alles wichtig ist und wie man im Leben zurecht kommt. Ich würde damit nicht zu lange warten. Ich durfte relativ früh erleben, was es bedeutet selbständig sein zu müssen und war froh, dass meine Eltern mich vorbereitet hatten. Wenn es soweit ist, ist es nämlich zu spät. 

Dann muss man sich mit Testament, Erbschein, Sterbeurkunde, Behörden, Verträgen etc auseinander setzen. Wenn dann noch einfache Dinge hinzukommen wie z.B. wie koche ich Essen, wie wasche ich Wäsche etc. dann wird das richtig schwierig. 

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Geht mir such so mit 21

Aber ich hab gelernt mir kein kopf zu machen was wäre wenn.
Kümmer dich erst drum wenn du mal an dem punkt stehst

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Du könntest lernen Selbsständiger zu werden. Aber ich würde mir darum jetzt auch keinen Kopf machen. Und so schnell landet man nicht auf der Straße

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Kommentar von Heska
19.11.2016, 03:56

Ja das stimmt auch wieder, aber im hinter Kopf ist halt immer dieser Gedanke im leben zu scheitern.  Eben weil ich auch eingeschränkt bin durch dieses elendiges Teil was mir im Kopf sitzt

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