Frage von buffelo, 56

Die 10 Gebote Religion?

Wir haben gerade in der Schule im Fach Religion (katholisch)das Thema die 10 Gebote und dazu habe ich 2 fragen 1.Frage:Was ist der unterschied zwischen "Du sollst nicht Ehebrechen"und "Du sollst nicht begehren deines nächsten Frau" 2.Frage:Was ist der Unterschied zwischen "Du sollst nicht stehlen"und Du sollst nicht begehren deines nächsten Hab und Gut"

Antwort
von Dxmklvw, 30

Jesus hat eine Menge Dinge klargestellt, gleichzeitig aber auch erklärt, daß er nicht gekommen ist, um etwas aufzuheben.

Das war eine sehr geschickte Erklärung angesichts der Situation in der damaligen Epoche. Er hat es anderen (den Nachfolgegenerationen) überlassen, nach und nach entsprechende Richtigstellungen vorzunehmen.

Genau diesen Zweck wird auch durch seine Aussagen unterstützt, daß schon der Gedanke an etwas bzw. das Begehren danach ebenso schwerwiegend sein kann wie die ausgeführte Tat.

Nach der Denkweise Jesus war also das ausgeführte Fehlverhalten nur ein Symptom, wobei die eigentliche "Krankheit" im Charakter des Menschen liegt.

Aus dieser Perspektive betrachtet kann man sagen, daß das es bei den 10 Geboten an einer Stelle um das zutage tretende Symptom geht (die Tat) und an anderer Stelle um die Ursache des Symptoms (das Begehren).

Antwort
von Giustolisi, 31

Der Unterschied besteht darin, dass es sich beim Begehren nur um einen Gedanken handelt, beim ehebrechen oder stehlen aber um eine durchgeführte Handlung.

Gedankenverbrechen sind in Religionen häufig. Begehren zum Beispiel lässt sich bei einer gesunden Psyche gar nicht vermeiden. Daher glaubt der Gläubige stetig zu sündigen weil er wieder was gedacht hat was er nicht denken darf. das macht ihn abhängig von der ständigen Vergebung durch die jeweilige Gottheit oder eben deren irdische Vertretung, was dieser viel macht verleiht. Beim Gläubigen führt das schnell zu Minderwertigkeitsgefühlen, Verfolgungswahn oder anderen psychischen Störungen.

Am Ende geht es nur um Kontrolle durch Angst, wie in nahezu jeder Religion.

Antwort
von Ranzino, 52

Ehebrechen wäre es nicht, wenn ein Lediger ( oder Witwer) seiner heißen vergebenen Nachbarin hinterherschaut.  "Begehren deines nächsten Weib" wäre es dann immer noch.

Nicht begehren und nicht stehlen sind an sich 2 Dinge, du sollst beides nicht. 

Antwort
von Andrastor, 26

Der Unterschied liegt im Gedanken und der Tat. Sprich "du sollst nicht begehren", richtet sich ausschließlich an den Gedanken, anders übersetzt heißt das Gebot "Du sollst nicht neidisch sein."

Mit dem Satz lassen sich 2 der Gebote zusammenfassen, denn sowohl das Gut als auch die Frau fallen unter Neid.

Die anderen beiden Geboten richten sich an die Tat, also das man den Neid tatsächlich umsetzt und etwas tut um ihn zu befriedigen.

Lustig nur dass das gerade Eigenschaften sind, die Gott selbst laut Bibel vorlebt und sogar stolz darauf ist.

Antwort
von wolfruprecht, 37

Das Begehren,  also das "auch haben wollen", ist meistens die Grundlage für die vollendete Tat (hier: Stehlen  und Ehebrechen). Etwas tun wollen, wenn man könnte und etwas tatsächlich tun sind zwar nicht dasselbe, aber stehen in einem engen Zusammenhang, so wie Mord und Mordversuch. In unserem modernen Strafrecht ist für viele Straftaten auch schon der Versuch strafbar. Und die Absicht geht dem Versuch voraus. 

Antwort
von kxchelpxchel, 56

Naja das einzige was ich jetzt sehe ist dass erste der Zustand des Begehrens und der zweite dann tatsächlich die Tat ist. Das erste  bedeutet dann, du sollst mit dem was du hast zufrieden sein und das zweite es ist falsch einem anderen etwas wegzunehmen.
Wäre jetzt das was mir dazu einfällt.

Antwort
von Misrach, 11

Beim begehren handelt es um einen Gedanken, beim anderen um eine Handlung.

Wenn ich eine Affäre anfangen würde, wäre dies, nach den 10 Geboten, eine Straftat.

Wenn ich mir jetzt beim sex vorstelle, dass ich nicht mit meinem Freund/Mann verkehre sondern mit mit jemanden anderes den ich mag, dann wäre dies das begehren einer anderen Person, also auch untersagt.

Antwort
von JTKirk2000, 16

Das Begehren ist die Absicht, das Stehlen oder der Ehebruch ist nicht nur die Absicht, sondern die Tat, also der Absicht entsprechend nachzugehen.

Expertenantwort
von Nadelwald75, Community-Experte für Schule, 23

Hallo buffelo,

das ist in etwa so der Unterschied wie zwischen: Du sollst nicht..... und  Du sollst es noch nicht mal versuchen.

Modern könnte das heißen: Auch der Versuch ist strafbar.

Kommentar von Nadelwald75 ,

Begehren heißt in diesem Zusammenhang nämlich nicht einfach: "Hätte ich gerne.", sondern: alles daransetzen, es zu kriegen.

Antwort
von DerBuddha, 11

für den unterricht mal handfeste, geschichtliche fakten, die viel wichtiger wären, sie zu besprechen, denn die angeblichen 10 gott-gebote sind KEINE gottgebote und zudem auch noch geklaut:

10 Gebote: Ursprünglich waren es 613 Regeln und Gebote, die aus allen Teilen der Welt stammten und immer nur innerhalb der Stämme, Clans und Familiensippen galten. Aus diesen 613 Regeln wurden ca. 500 v. Chr. dann die 10 Gebote des monotheistischen Glaubens. Zudem stammen etliche von ihnen aus der ägyptischen Mythologie, denn im Totenbuch der Ägypter standen z.B. „Götter verehren“, „Vater und Mutter ehren“, „Nicht töten“, „Nicht stehlen“ und „Kein sonstiges Unrecht begehen“. Sie sind also schon 1000 Jahre älter als die Monotheistischen Gottgebote und waren für die Ägypter ein wichtiges Zeugnis am Ende des Lebens beim Totengericht.
Kapitel 125, Ägyptisches Totenbuch: „Ich habe die Götter, die meine Eltern mich gelehrt haben, verehrt alle Zeit meines Lebens, und jene, die mir das Leben geschenkt haben, habe ich immer in Ehren gehalten. Von den anderen Menschen aber habe ich keinen getötet und keinen eines mir anvertrauten Gutes beraubt noch sonst ein nicht wiedergutzumachendes Unrecht begangen“
Die ersten Drei Gebote im Monotheismus wurden zudem erfunden/verändert um den alleinigen Gottesanspruch zu untermauern. Alle anderen Gebote stammen aus älteren und vielen Religionen/Volksgruppen, wobei jedoch die Gebote dann immer nur innerhalb der jeweiligen Kulturen und Sippen galten nicht bei Feinden oder anderen Sippen. Beispiel „stehlen“, Stehlen war ein guter Test für Heranwachsene in vielen Nomadenstämmen, Naturvölkern usw. um die Männlichkeit zu beweisen. Selbst Bräute wurden fast immer aus anderen Sippen gestohlen.

zur frage zurück, es gibt KEINEN unterschied, denn beide gebote sind haben immer den selben kern:

"Du sollst nicht Ehebrechen"und "Du sollst nicht begehren deines nächsten Frau" = bedeutet, du sollst KEINE ander frau haben, als deine eigene...:)

"Du sollst nicht stehlen"und Du sollst nicht begehren deines nächsten Hab und Gut" = du sollst dir nichts aneignen, was ein anderer hat und dir nicht geben will............ also, NICHTS klauen........NICHTS abziehen, mal mit der jugendsprache geschrieben.........:)

würden BEIDE gebote IMMER eingehalten, würden wir heute nicht mehr existieren, denn gerade frauen zu "stehlen" war ein überlebensnotwendiges übel für viele sippen und gruppen vor tausenden von jahren und wurde bis ins letzte jahrhundert von vielen naturvölkern noch praktiziert........... und stehlen ist heute für millionen menschen überlebenswichtig, denn sonst würden sie und ihre familien verhungern................:)

Antwort
von Viktor1, 11

Es kommt auf die Gesinnung an.
Folgende Aussagen Jesu sind ähnlich:
"Wer die Frau eines anderen begehrlich ansieht hat schon die Ehe mit ihr gebrochen."
"Wer seinen "Bruder (Nächsten) hasst, ist (wie) ein Mörder."
Sündigen tut man nur durch die Gesinnung.
Ansonsten - die "10 Gebote" , eigentlich mehr Verbote, sind für Christen nicht relevant, da sie  zu kurz greifen.
Das Liebesgebot "erfaßt" alles.

Antwort
von LaurentSonny, 32

1.1: Du sollst dich nicht von deiner Frau trennen
1.2: Du sollst nicht die Frau deines Sohnes, Nachbarn oder sonst jemandes Frau "lieben"

2.1: Du sollst nichts von irgendjemanden stehlen
2.2: Du sollst nicht gierig sein und andere dazu zwingen, dir die Sachen zu besorgen

Kommentar von BellAnna89 ,

Ehebruch bedeutet Fremdgehen, nicht Scheidung. Vor Gott gibt es keine Scheidung.

Antwort
von HamiltonJR, 45

damit ist gemeint, dass man keinen Neid entwickeln soll

Kommentar von gottesanbeterin ,

..und Gier auch nicht!

Antwort
von he1lan2, 28

Zu beiden Sachen: Du sollst es nicht tun und du sollst es auch nicht tun wollen! D.h. du sollst die Frau eiens Anderen nicht haben wollen und du sollst nicht das Gut eines anderen haben wollen (=Neid).

Antwort
von fricktorel, 20

Die erste Frage (erster Teil) bezieht sich auf das 7.Gebot:

"nicht ehebrechen" (2.Mose 20,14) und betrifft schon vollführte "Sexeslust" (Mt.5,27).

Der 2.Teil ist im 10. Gebot zu finden:

du sollst nicht "begehren des Nächsten Haus, Frau, Knechtes" etc. (2.Mose 20,17), spricht also die "allgemeine Begierde" an, die noch keine Tat ist, vergleiche "Mt.5,28".

Die 2. Frage:

Beim "stehlen" (8.Gebot) geschieht das tatsächliche "wegnehmen" heimlich (2.Mose 20,15),

das "nicht begehren" wiederum ist eine Sünde, die noch nicht vollzogen ist und im Alten Testament noch nicht unter Strafe stand.

Unser Heiland hat dieses Gebot "vertieft", so dass auch deren Planung schon Sünde war (Mt.5,28).

Das eine ist also "Begierde" das andere die "Ausführung" desselben.

Es gilt für uns das "neue" Gebot (Joh.13,34).

"Liebe Gott von ganzem Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst", darin ist alles enthalten...(Mt.22,38-39).

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