Diagnosen anonym im Internet stellen wollen statt Arzt konsultieren?

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7 Antworten

Da gibt es scheinbar verschiedene Gründe, hier zu fragen, anstatt zum Arzt zu gehen.

Angst sich beim  Arzt auszuziehen, zu lange Wartezeiten bis man einen Termin bekommt, Unsicherheit ob man mit den Beschwerden überhaupt zum  Arzt gehen sollte.

Und dann sind da noch die Leute, die im Internet irgendwas lesen und denken sie haben es auch.

Ich stelle dabei immer wieder fest, dass es hauptsächlich junge Leute sind, die nach Diagnosen fragen.

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Manchmal ist man villeicht auf der Arbeit oder in der schule und hat pause. Man hat schmerzen bzw. Beschwerden und dann schreibt man eine Frage und hofft auf konstruktive antworten. Ich meine es schadet ja niemanden zu fragen und dann kann man immer noch gehen. Und dann gibt es noch Leute die angst haben wegen unnötigen Sachen zum Arzt zu gehen.

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mich bewegt unter anderem, dass ich aus erfahrungen anderer herauslesen könnte, ob ich dasselbe habe. je nach dem kann ich dann abwägen ob sich ein arztbesuch lohnt. am ende kann ich ja immer noch zum arzt gehen. zudem kommt, dass die ärzte in berlin so krass ausgelastet sind, dass man als akuter patient teilweise 4 stunden warten muss bis man ran kommt, oder direkt abgewiesen wird, oder einen termin in 3 monaten angeboten bekommt. wenn ich sehe dass da alte menschen hingehen um jemandem zum reden zu haben, oder andere leute wegen einem kratzer und ich deswegen unendlich lang warten muss, obwohl ich zb sportbedingt krasse schmerzen irgendwo habe, krieg ich so einen hals und verzichte lieber auf den arztbesuch


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Kommentar von Strolchi2014
28.09.2016, 13:34

Und was nützt dir dann die Ferndiagnose von Laien ? Wenn es behandelt werden muss, musst du trotzdem zum Arzt.

Und alte Menschen haben nun mal mehr Probleme und Gebrechen als so manch junger Mensch. Haben sie deiner Meinung nach dann kein recht sich behandeln zu lassen ?

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Viele Menschen sind völlig unbeholfen, wenn es um das Internet und um medizinische Fragen geht.

Es ist zwar nicht unbedingt schlecht, wenn man versucht, sich im Internet, über die Krankheit informiert, die man vielleicht hat. Aber man darf auf keinen Fall zu einem Arzt gehen und ihm sagen ... ich habe xxx, geben sie mir xyz damit ich wieder gesund werde.

Es ist schon schlimm genug, dass Ärzte, unter sich, die Krankenakten austauschen ... da passiert es oftmals, dass ein neuer Arzt, die Diagnose des vorherigen Arztes, ohne selbst zu überlegen, übernimmt.  

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Kommentar von Belladonna1971
28.09.2016, 18:20

Ich habe es genau anders erlebt. Sehr wohl kann ich meinem Arzt sagen, dass ich recheriert habe. Aber der Ton maacht die Musik. Und ich muss mir immer bewußt sein, dass ich nicht in kurzer Zeit im www ds Wissen erreiche, welches mein Arzt nach jahrelangem Studium hat.

Ärzte tauschen nicht zum Spaß die Krankenakten aus. Sie solten aber- schon um unnötige und kostenspielige Doppeluntersuchungen zu vermeiden - sich austauschen dürfen.

So lange Sie Mitglied in einer Krankenkasse sind und vom Solidaritätsgedanken profitieren, sollten Sie ein paar Spielregeln akzeptieren.

Natürlich kann es passieren, dass ein Arzt eine Diagnose übernimmt. Bedenken wir dennoch, dass Ärzte fehlbar und Menschen sind.

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Das Internet ersetzt in diesem Fall lediglich die Lesezirkel-Zeitschrift im Warteraum des Friseurs oder im Wartezimmer des Zahnarztes.

Genauso wenig wie Artikel über Krankheiten in "Das goldenes Blatt" oder "Frau im Spiegel" eine ärztliche Diagnose und Beratung ersetzen, kann das eine Selbstdiagnose, die in irgendeinem Quasselforum zur Diskussion gestellt wird. 

Leider wird aber den Informationen aus dem Internet Kompetenz zugeschrieben, die wahrscheinlich nur in den allerseltensten Fällen vorhanden ist. - Ich meine nicht die Foren, in denen Patienten ihre Erfahrungen austauschen. Die sind immerhin bereits in Behandlung und berichten lediglich.

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Manchmal schadet es nicht, eine gewisse Vorstellung zu haben,w as "es" sein kann. Dafür sollte man abera uch sachlich sein und , idealerweise, vielleicht ein ganz bisschen Vorahnung zu haben.

Umgekehrt sage ich selbetr Leuten auch immer: wenn Du schon googelst,, dann bitte nur vernünftiges. Nicht wahllos jeden Sch' glaube.

Sagenw ir so: eine vernünftige recherche (d.h., auch mal Quellen abwägen usw) ja.

Wahllos rumgoogeln- nein.


ich persönlich wünschte mir manchmal, ich hatte 2003 irgendne Ahnung gehabt, was das sein könnte, w as ich einem Neurologen da beschrieb.. und er watschte mich quasi als Hypochonder ab.

Es wurde besser.. so vergass ich quasi darüber.... und kam dann aber hammermässig zurück. Und dann gabs ne sehr eindeutige Diagnose im Klinikum. Da ich dann a uch umzog, erbat ich meine Akte von meinem Hausarzt (der hatte übernommen,w ar aber 2003 noch nicht in der Praxis).

Langer Rede, kurzer Sinn: nun, es war 2008, wesentlich mehr wisssend und sachlich kennend.. hab ich gedacht, ich hak aus.

Ich habe 2003 einem Facharzt quasi das Musterbeispiel eines ersten mittelschweren MS-Schubs geschildert.. und er hat es überhaupt nicht erkannt. Aber GANZ ÜBERHAUPT NICHT. Als Neurologe.

Mein Neuro ab 2008 sagte, a ls er das las: oh, der lebte auch noch im medizinischen Mittelalter? Sie hatten ganz klare Ausfälle, bei denen man auf MS prüfen sollte, und er diagnostiziert: nichts. Schade,d ass sie das damals nicht weiterverfolgten, aber sie haben ja doch nochmal Glück gehabt.

-.-

Da es eben solche Pappnasen auch gibt... s.o.


Völlig falsch jedenfalls: sofort jedes Nullwissen aus dem WW auf sich beziehen.

Oder generell alles besser als ein Arzt wissen.

Ein zweischneidiges Schwert also, man muss da sehr besonnen rangehen.


PS: weclhe Quelle.. besonnen rangehen.. damit em ine ich z.B.: dann geht man halt mal auf die Seite der DMSG, beliest sich da. Und wenn man zum Arzt geht,d ann wartet man erstmal,w as der sagt, bzw. sagt dezent,, kann es..

Aber nicht: DAS IST.

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Ich sehe das auch so wie Du, und frage mich, was jemanden dazu bewegt, sich von einer anonymen "Allerwelts"-Community eine aussagekräftige Diagnose zu erwarten. Auch ich recherchiere im Internet, wenn ich glaube, ernsthaft erkrankt zu sein. Aber ich bemühe dafür ausschließlich einschlägige Gesundheitsportale wie netdoktor.de oder Selbsthilfegruppen. 

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