Bei einer guten Freundin wurde nach langem Ärzte-Hopping eine somatoforme Störung diagnostiziert. Was hilft, was kann man selbst tun? Der Arzt hat ihr jetzt erst Mal was gegen die Beschwerden verschrieben und ihr eine Überweisung zu einem Psychiater ausgestellt. Damit hat sie aber noch so ihre Probleme...

Herzliches Beileid zunächst einmal zu dieser Diagnose, die nichts weiter bedeutet als: "Also, ich find nix!". Das soll nicht heissen, dass Deine Freundin simuliert, sondern nur, dass keine organischen Störungen für ihre Beschwerden festgestellt werden können. Nun darf der Psychiater ihr Seelenleben ergründen, ob es "psychosomatisch" ist.
Deine Freundin sollte sich nicht sperren, sondern mit dem Psychiater "zusammenarbeiten" - schliesslich soll und will er ihr helfen.
Sie selbst kann dazu "Vorarbeit" leisten, indem sie sich mal überlegt, bei welchen Gelegenheiten ihre Beschwerden auftreten und welche Zusammenhänge mit Personen und/oder Situationen möglich sind.
Kopiert aus:
http://www.psychosomatik-aalen.de/somatoforme.html
Wie behandeln wir die somatoformen Störung? Schwerpunkt bildet eine Verknüpfung von psychotherapeutischen sowie körper- und erlebnisorientierten Verfahren. Die Verfahren entsprechen schulenübergreifenden Konzepten, die sich an den spezifischen Bedürfnissen der Patienten orientieren. Es kommen dabei psychodynamische, verhaltenstherapeutische und systemische Ansätze zum Tragen. Ausführliche Schmerzanamnese, körperliche Aufnahmeuntersuchung Berücksichtigung körperlicher und psychischer Krankheitsanteile (Simultandiagnostik in Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen des Ostalb-Klinikums) Symptomtagebuch Schulung: Wie entstehen funktionelle Beschwerden? - Welche Rolle spielt dabei das Autonome Nervensystem - bio-psycho-soziales Krankheitsverständnis - Funktionelle Bschwerden, Stimmung und Stress - Aufmerksamkeitslenkung Bewegungsübungen und Entspannungsverfahren (progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Qi Gong) Körperwahrnehmung und Körpertherapie Kunst- oder Musikpsychotherapie Förderung von Aktivität: Krankengymnastik, Sport, Soziale Aktivität Einzel- und Gruppenpsychotherapie (Kontrolle über Beschwerden verbessern, Hilflosigkeit verringern, Symptomauslösenden und symptomunterhaltende psychosozialen Bedingungen und lebensgeschichtlichen Belastungen erkennen und damit umgehen