Frage von LiiNSii, 47

Diagnose malignes Melanom wie geht es weiter?

Erstmal möchte ich vorweg sagen dass ich weiß dass es bei jedem Mensch anders sein kann .. Aber ich würde gerne Erfahrungen und ernstgemeinte Tipps bekommen da ich selbst nicht mehr weiter weiß..

Mein Vater (61) wird diesen Monat am 23. 62 Wurde letztes Jahr Weihnachten direkt heilig Abend ins Krankenhaus gebracht da er sich über Schwindel und starke Kopfschmerzen beklagte er wirkte auch sehr blass und schwach .. Ein paar Stunden später bekamen mein Bruder und ich die info dass er einen Tumor im Gehirn hat .. Zwischen den Feiertagen wurde dieser nun rausoperiert.. Sprache und Laufen würden dadurch sehr schlecht .. Zuhause stürzte er wenige Tage nach der OP mehrmals mit dem Kopf auf harte Fliesen was immer wider die Einlieferung ins Krankenhaus zur Folge hatte und er hatte danach leichtre Blutungen im Gehirn ..

Bis jetzt Mitte März nur Krankenhausaufenthalt inkl Reha die abgebrochen werden musste da er nicht mitmachte und schwer depressiv war bzw ist da er einfach nur nachhause wollte..

Nun ist er seit gut 4 Wochen wieder zuhause.. Er wurde bereits am Kopf bestrahlt was durch die Blutungen und Stürze immer wieder unterbrochen werden musste..

Mittlerweile ist er sehr geschwächt .. Isst kaum etwas und ist ein kompletter Pflegefall.. Was mir große Sorgen bereitet und auch der Grund für diese Frage.. Am Montah früh hatten wir noch Besuch von unserem Hausarzt der darauf sagte ,,lange macht er nicht mehr!"

Seit er heute Morgen aufgestanden ist, redet er nur noch davon dass er hoffentlich seinen Geburtstag erlebt und feiern kann und dass es in Zwei Tagen vorbei wäre.. Dabei weint er sehr viel ..

Wieviel soll ich in diese Aussagen reininterpretieren? Hat jemand Erfahrungen mit so einer Situation? Spürt er den baldigen Tot und wann er sterben wird ?

Danke im Vorraus ..

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Antwort
von Andrastor, 19

"Den baldigen Tod" spürt man nicht. Unsere ganze Biologie ist darauf ausgelegt das Leben so gut es geht zu verteidigen. Wir haben keinerlei Sensoren die uns den Tod vorherahnen lassen.

Was dein Vater spürt sind die Symptome seiner Krankheit. Das sind mit Sicherheit Empfindungen die neu für ihn sind. Ich nehme an dass er Schmerzen hat oder sich schwach fühlt, daher der Wunsch es möge bald vorbei sein und diese Aussage.

Trotz allem gute Besserung und sollte sich sein Zustand nicht ändern, mein herzliches Beileid.

Antwort
von Dickerchen123, 9

Hallo

im Gegensatz zu Andrastor habe ich die Erfahrung gemacht, dass manche Menschen durchaus den nahenden Tod voraus ahnen.

Dein Vater ist sehr schwer krank und wird - so wie es der Arzt auch sagt, wohl nicht mehr sehr lange zum Leben haben. Darauf solltet ihr als Familie euch vorbereiten - soweit man dies eben kann.

Ich habe allerdings auch die Erfahrung gemacht, dass schwersterkrankte Menschen noch solange durchhalten bis ein "Wunsch", wie bei deinem Vater der Geburtstag, in Erfüllung gehen. Das muss allerdings auch ein Termin sein, der zeitnah ist und nicht erst in Monaten. Der Vater einer Freundin wollte unbedingt die Geburt des ersten Urenkels erleben - hat er. 2 Tage später ist er friedlich eingeschlafen.

Ich weiß, dass ich dir jetzt keine guten Nachrichten schreibe. Es wird eine schwere Zeit werden. Lasst euch wegen einer palleativen Versorgung beraten.

Alles Gute

LG

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