Diagnose: Dackenllähmung?

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8 Antworten

Ich würde mir umgehend eine weitere Meinung einholen. Das, was der Volksmund Dackellähme nennt, ist degenerative Myelopathie. Das ist für Hunde schmerzfrei, kommt aber schleichend und nicht von heute vauf morgen! Bei der DM zersetzt sich das Rückenmark.

Was Du beschreibt, klingt für mich eher nach Bandscheibenvorfall. Manchmal mus man den operieren, häufig bekommt man das aber auch so wieder in den Griff. Ist ein sehr langwieriger Prozess, wo der Hund unbedingt Physiotherapie braucht.

Also - mein Vorschlag: 

1. Am besten heute noch mindestens eine weitere Meinung eines erfahrenen Tierarzes einholen.

2. Jetzt schon gute Tierphysiotherapie suchen und einen Behandlungsplan machen.

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Kommentar von Berni74
16.01.2016, 10:22

Noch ein Hinweis zu den Medikamenten - die Entzündungshemmer sollen dafür sorgen, das die Schwellung an der betroffenen Stelle zurück geht und somit das Rückenmark wieder entlastet wird. Das mus schnellstmöglich passieren, um Folgeschäden zu verhindern oder wenigstens zu verringern.

Und noch was zum Mut fassen - die Physiotherapeutin meiner Hunde hat schon sowohl ein nach BS-Vorfall gelähmtes 3jähriges Beagle-Mädchen, als auch einen 7jährigen Doggenrüden mit gleichen Problemen wieder völlig fit bekommen.

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Meine Westihündin hatte das mit 13 Jahren, sie wurde wieder vollkommen in Ordnung durch Schmerzmittel, Entzündungshemmer und Physiotherapie.

Seh bitte erst mal noch nicht schwarz - eine OP würde ich allerdings nicht unbedingt in Betracht ziehen - die bringen meistens nix.

Warte jetzt erst mal die konservative Behandlung ab und sollte sich da nicht das gewünschte ergeben, würde ich erst noch zu einem guten Tierheilpraktiker mit Physiotherapie gehen, bevor ich jemals operieren lassen würde.

Dein Hund ist mit 11 auch noch recht jung - die Rasse hat eher ihre Lebenserwartung bei 15 bis 17 Jahre - da würde ich doch schon noch alles mögliche dransetzen.

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So einen Fall hatte ich vor 3 Jahren. Der Hund war auch schon 12 Jahre alt. Ein befreundeter TA mit Zusatzaubildung Osteopathie, hat den Hund dann erst einmal behandelt. Anschließend habe ich mit dem Heil-Laser weiterbehandelt. Zeitgleich wurde auch noch hochdosiert Vit. B 12 (Nervenvitamin) gegeben.

Der Hund konnte nach der 2  ten Behandlung zwar noch wackelig, aber wieder schmerzfrei laufen. Nach insgesamt 8 Behandlungen, haben wir dann nur noch 2 mal im Monat eine Laserbehandlung gemacht, um den Zustand aufrecht zu erhalten. Er hatte noch 1 schönes beschwerdfreies Jahr, bevor er leider durch die Nachlässigkeit seines Besitzers ( Nässe/Kälte Treppen laufen)eingeschläfert werden mußte.

Wichtig ist hier, dass Du nicht zu lange wartest. Je schneller hier reagiert wird, desto größer ist die Chance, dass die Nerven sich wieder regenerieren.

Einen Versuch wäre es auf jeden Fall wert, denn solch eine OP würde ich einem Hund in dem Alter nicht zumuten. Noch dazu ist die Aussicht auf Heilung zweifelhaft. Eine Garantie hast Du zwar bei dieser Diagnose grundsätzlich nicht, aber die Alternative Behandlung ist auf jeden Fall schonender für Hund und Geldbeutel.

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Eine OP des Bandscheibenvorfalls muß schnell geschehen und kann nicht aufgeschoben werden. Der Nerv stirbt schnell ab, so daß die Lähmung irreversibel wird.

So weit die traurigen, medizinischen Fakten.

Dein Mädchen ist 11 Jahre alt, hinzu kommt also noch das Narkoserisiko.

Auf jeden Fall solltest du dringend und schnell noch zwei weitere Fachmeinungen einholen, um den Schweregrad und die möglichen Chancen wirklich sicher zu wissen.

Die dann folgende Entscheidung kann dir leider niemand abnehmen.

Ich habe im letzten Jahr eine Not-OP machen lassen, sonst wäre meine Hündin innerlich verblutet. Insgesamt gesehen habe ich ihr aber damit keinen Gefallen getan, sie ist 17 Tage später an den Folgen des Milztumors (starke Metastasierung) gestorben worden.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die Dinge, die jetzt vor dir liegen.

In Gedanken bin ich bei dir.

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Einen richtigen Rat kann ich Dir nicht geben weil ich mit so einer Krankheit keine Erfahrungen habe.

Du bist wirklich in einer denkbaren schlechten Situation.

Du hast Kinder an die Du ja auch denken musst, dazu ist Deine Katze gestorben und nun ist auch noch Dein Hund so schwer krank.

Ich würde an Deiner Stelle auch noch mal die Meinung von einem anderen Tierarzt hören wollen.

Du hast mein volles Mitgefühl.

LG

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Wenn es mein Hund wäre, würde ich schnellst mögich drei Meinungen einholen:

Eine von einer Tierklinik, die eine neurologische Abteilung hat. Eine von einem Osteopathen und eine von einem guten Physiotherapeuten. Die Befunde des Tierarztes würde ich mir per Mail zuschicken oder schriftlich geben lassen und mitnehmen.

Leider weiß ich nicht, wo Du wohnst, deshalb kann ich Dir keine Empfehlung geben. Ich drücke Dir und Deinem Hund aber ganz fest die Daumen!

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Wie furchtbar! Wenn du dem Tierarzt nicht traust, kannst du auch eine zweite Meinung einholen. Leider habe ich keine Erfahrung damit.

Ich wünsche dir nur, die richtige Entscheidung für deinen Hund zu treffen. Wenn ein Tier keine Lebensfreude mehr hat, sollte man erwägen, es gehen zu lassen. Sofern die Prognose einer OP gut ist, kannst du dir das überlegen - es gibt auch Finanzierungsmöglichkeiten (Ratenzahlung) - aber eine OP auf Verdacht würde ich auch nicht durchführen lassen

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Kommentar von Georg63
15.01.2016, 22:57

Ratenzahlung ist keine gute Idee. Man sollte keine Schulden machen und erst recht nicht, wenn man die Verantwortung für Kinder hat.

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Die Gute hat 11 Jahre ein gutes Leben gehabt - erspare ihr und die die Quälerei.

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Kommentar von friesennarr
16.01.2016, 09:50

Na - ja, bedenke aber bitte, das die normale Lebenserwartung beim Jack Russel durchaus 17 Jahre ist - das wären noch 6 Jahre.

Meine Westihündin wurde nach Bandscheibenvorfall auch wieder, versuchen muß man das, zumindest konservativ.

Eine OP würde ich auch nicht machen lassen, da auch beim Menschen bewiesen ist, das die meistens gar nichts bringen.

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