Frage von strassperlchen, 65

Diabetes Typ 1 und 2?

Ist es richtig das bei Typ 1 zu wenig und bei Typ 2 zu viel insulin ausgeschüttet wird ? Ich muss ein Referat über Diabetes halten und bin mir hir nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe. Wenn ihr mehrere Infos habt sind diese sehr wolkommen :-)

Danke jetzt schon mal :-)

Antwort
von Cassiopeija, 12

Typ 1 Diabetes ist eine Autoimunerkrankung, d.h. das Imunsystem "erkennt" die insulinproduzierenben Betazellen der Bauchspeicheldrüse fäschlicherweise als Fremdkörper und zerstört sie.

Die Folge ist, das irgendwann gar kein Insulin produziert wird, weil alle Betazellen zerstört sind. Das Vererbungsrisiko liegt unter 2%.

Typ 2 Diabetes hat nichts mit zu wenig oder gar kein Insulin zu tun (obwohl das nach 15-20 Jahren eintreten kann). Zuerst einmal muss eine genetisch Voraussetzung gegeben sein. Dieser Gendefekt löst eine Insulinresistenz aus.

Unser Körper braucht Glucose (Traubenzucker), die er aus Kohlehydraten gewinnt. Die Glukose wandert über den Dünndarm in den Blutkreislauf, wo das Hormon Insulin den Zucker in die Zelle transportiert. Dazu dockt ein Insulinmolekül an einen entsprechenden Rezeptor der Zele an (wovon die Zelle sehr viele hat) und die Zelle öffnet sich für die Glucose.

Bei einer Insulinresistenz werden mehr Insulinmoliküle benötigt, um die Glucose in die Zelle zu transportieren. Das erfordert mehr Insulin, das die Betazellen auch produzieren. Dummerweise steigt die Resistenz mit der Zeit an und die Batazellen müssen wieder die Produktion erhöhen.

Dieses Wechselspiel geht so lang, bis die Betazellen das Ende ihrer Leistungsfähigkeit erreicht haben und aus Selbstschutz die Produktion herunter fahren, meist unter der eines gesunden Menschen, da während des Aufschaukelns bereits ein paar Betazellen auf der Strecke bleiben.

Das ist dann der Zeitpunkt, wo Probleme ganz offen zu Tage treten und meist auch einen Insulinpflichtigkeit beginnt. Leider wird viel zu oft zu lang mit Tabletten behandelt.

Dann kommt hinzu, das Typ 2 Diabetiker oft (nicht immer) übergewichtig sind, was ein zusätzliches Problem erzeugt. Die Fettzellen in unserem Körper werden täglich umgebaut und auch dafür benötigt der Körper Insulin, was der eigentlichen Aufgabe natürlich noch mehr Insulin entzieht.

Hat man den Gedefekt nicht, wird man bei falscher oder übermässiger Ernährung nur dick. Wir haben in Deutschland ca. 20 Millionen Übergewichtige und Fettleibige, aber "nur" 6.5 Millionen Diabetiker, 8 Millionen mit Dunkelziffer.

Alerdings, wenn man den Gendefekt hat, sich aber gesund ernährt, sein Gewicht kontrolliert und sich ausreichend bewegt, kann man den Ausbruch weit ins hohe Alter verschieben bzw. zum Teil auch komplett verhindern.

Falls noch Fragen sind, schreib einen Kommentar. ;)

Expertenantwort
von Darkmalvet, Community-Experte für Biologie & Körper, 11

Hallo strassperlchen

Nein das ist so nur bedingt richtig, es wäre eher richtig zu sagen, bei Diabetes Typ 1 wird gar kein Insulin mehr produziert und bei Typ 2 wird zwar absolut betrachtet mehr hergestellt allerdings wirkt das immer weniger so das relativ betrachtet trotzdem zu wenig Insulin da ist.

Diabetes Typ 2 heißt deine Zellen reagieren nicht mehr so gut auf das Insulin und die Bauchspeicheldrüse kommt dem irgendwann
nicht mehr nach, sodass dann am Ende eben trotz der absolut höheren Menge nicht mehr genug Insulin da ist,
weil die Zellen mehr brauchen als die Bauchspeicheldrüse liefern kann.

Insulin spritzen muss man bei Diabetes Typ 2 nur im Endstadium, wer es
aber bis dahin kommen lässt und trotz Diabetes seine Ernährung nicht
ändert, dem ist seine Gesundheit wohl nur wenig wert.

Wenn Diabetes Typ 2 nur durch die Ernährung bedingt ist und
keine genetischen Vorbelastungen vorhanden sind, dann kann dieser durch
eine strenge Diät über einen längeren Zeitraum in manchen Fällen geheilt
werden natürlich muss man sich nach der Diät ausgewogen ernähren.

Im Unterschied dazu Diabetes Typ 1, bei dem die Insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse durch das Immunsystem zerstört werden Autoimmunerkrankung), das geht ziemlich rasch und am Ende wird gar kein Insulin mehr produziert.


LG

Darkmalvet

Antwort
von Meeew, 18

Typ 1 ohne Übergewicht, meist in jungen Jahren.
Absoluter Insulinmangel, manchmal wird noch etwas produziert aber viiel zu wenig.
Bei Typ 1 wird eine Autoimmunerkrankung als einer der Auslöser vermutet. Also das eigene Immunsystem reagiert absolut über und zerstört die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse.
Diese Zellen werden nicht als eigene anerkannt -> der Körper denkt es seien fremde Zellen.
Das kommt u. a. Daher, dass die langhanschen Inseln normalerweise nix mit der Immunabwehr zutun haben und ihnen somit eine Erkennung fehlt.

(Diabetes Typ 1 selbst ist nicht vererbbar, lediglich eine Neigung. Autoimmunerkrankungen kommen in Familien gehäuft vor)

Insulin kann bei Typ 1 per Spritze, Pen oder Pumpe in den Körper gelangen. Irgendwelche "Diabetikerdiäten" sind gänzlich schwachsinnig und unnötig.
(Sind eure Bücher älter wird das da zwar drin stehen, aber das ist überholt)

Typ 2 wird erstmal noch einmal geteilt: Typ 2 mit Übergewicht und Typ 2 ohne Übergewicht (letzterer ist sehr selten, soweit ich weiß)

Hier ist es ein Relativer Insulinmangel, sprich es wird produziert aber zu wenig, möglich ist auch eine Resistenz der Zellen gegen das eigene Insulin. Als wir es in der Schule hatten wurde das so erklärt, dass der "Schlüssel" vom Insulin der falsche ist, was sich mit der Zeit entwickelt hat.
Also das Insulin hat den falschen Code für die Zellen, es kann nicht andocken und die Zellen machen nicht auf um es aufzunehmen.

Hier ist eine Ernährungsumstellung nicht falsch, Light Produkte bleiben Quatsch.
Am Anfang kann mit Tabletten behandelt werden, später ebenfalls über Spritze, Pen und Pumpe.

(Quellen; Pschrembel, Schule ;) )

Kommentar von Meeew ,

Ach ja Typ 2 tritt ebenfalls gehäuft in der Familie auf. Sprich hatte es sein Vater im Alter, hast du eine größere Wahrscheinlichkeit ebenfalls an Typ 2 zu erkranken.

Kommentar von Cassiopeija ,

Viel Blödsinn, wenig richtig. Die Langerhans-Inseln nennt man den Bereich, wo die Betazellen angesiedelt sind. Die haben überhaupt nichts mit "Erkennung" oder "Imunabwehr" zutun.

Das mancht das Imunsystem, dessen wichtigster Bereich im Darm angesiedelt ist. Eine Autoimunerkrankung ist ein Irrtum des Imunsystems.

Es hält die z.B. Betazellen fälschlicherweise für Fremdkörper und zerstört, was prinzipiell auch seine Aufgabe ist.

Momentan sind sich die Wissenschaftler noch nicht ganz einig, wieso das passiert. Ein nachgewiesener Ansatz ist, das es ein paar wenige Viren gibt, deren Oberflächenstruktur der der Eisweisshülle der Betazellen ähnelt.

Für diesen Irtum gibt es 3 Theorien von denen ich denke, das es eine Kombination aus allen ist. Ein Imunsystem muss lernen, sonst ist die Freund-/Feinderkernnung fehlerhaft. Wenn Mama aber, wie ich sie nenne, eine dieser übervorsichtigen Sagrotan-Mamis ist und alles desinfiziert, mit dem das Kind in Berührung kommt oder kommen könnte, wird hier schon die Basis für Allergien und für Fehlreaktionen gelegt.

Ausserdem enthält unsere industriell gefertigte Nahrung aus dem Supermarkt oft derarttig viele Fremd- und Giftstoffe, das auch das ein Imunsystem zur Desorientierung bringen kann.

Randfaktor, aber keineswegs unwichtig, sind der offensichtlich Mangel an vielen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Könnte ich auch begründen, würde aber den Kommentar sprengen. Das gilt auch für Deine Typ 2 Erklärung. Die sich entwickelnde Resistenz ist der Grund, nicht die Insulinmenge.

Kommentar von Meeew ,

Der Witz ist wie du nix anderes als ich geschrieben hast.

Ja Autoimmunerkrankung ist ein Irrtum. Die beta-Zellen werden als Fremdkörper gesehen und bekämpf/zerstört.
Was habe ich da anderes geschrieben?
Mit Erkennung hat es sehr wohl etwas zu tun, im Normalfall werden eigne Zellen ja erkannt und nicht angegriffen.

Antwort
von metalheaa, 27

Ich bin mir nicht mehr sicher ist ne Weile her das ich das im Unterricht hatte aber soviel ich mir erinnern kann stimmt das :)

Kommentar von strassperlchen ,

ok danke für deine schnelle Antwort :-)

Kommentar von amdros ,

Nein..diese Antwort ist nicht richtig..es gibt Unterschiede!

Antwort
von helfertantchen, 16

Du kannst das auch ganz einfach im Internet nachgucken dann stehen da gleich ganz viele Infos zu :D

Antwort
von Matermace, 14

Typ 1 ist ein absoluter Insulinmangel, sprich es wird kein Insulin produziert, Typ 2 ein relativer Insulinmangel, heißt es wird zu wenig Insuin produziert.

Antwort
von amdros, 17

Nein..auch bei dem Typ 2 fehlt es an Eigeninsulin!

Hast du nicht mal bei Google nachgesehen was die Unterschiede sind?

Ich habe mal nachgesehen..schau in den Links nach:

https://www.google.de/?client=seamonkey-a#q=unterschied+bei+diabetes+typ+1+und+t...

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