Frage von lelii17, 43

Deutung von Traum,Tod,Krieg,friedlich,Menschen,Mutter?

Hallo liebe Community, Gestern habe ich geträumt wie ich in den Armen meiner Mutter vor unserem Haus saß . Die Sonne ging unter und dunkle Wolken waren am Himmel zu sehen. Plötzlich zeigt meine Mutter auf den Himmel und ich sah eine Atombombe ca 5 km vor uns auf den Boden fliegen. Wir waren erstmal erstarrt und ich verabschiedete mich von meiner Mutter, indem ich "Ich liebe dich Mama" sagte. Sie lächelte mich an und wir haben gelacht, was für ein schönes Leben wir gelebt haben und ich hatte mich schon mit dem Gedanken angefreundet tot zu sein, da der Traum so echt war. Weiß jemand was das zu bedeuten hat? Es beschäftigt mich schon eine Weile. Danke

Antwort
von jovetodimama, 12

Vielen Dank, dass Du uns "unbekannte Gemeinschaft" hier an Deinem Traum teilhaben lässt!

So würde ich Deinen Traum deuten:

Du sitzt in den Armen Deiner Mutter, vor dem Haus.

Es handelt sich um Deine Kindheit (symbolisiert vom Sitzen in den Armen
Deiner Mutter). Dass Ihr vor dem Haus sitzt, nicht in dem Haus,
bedeutet, dass die Kindheit eigentlich schon vergangen ist.

Die Sonne geht unter. Dunkle Wolken sind am Himmel.

Dass die Sonne untergeht, bedeutet, ein Lebensabschnitt geht zuende. Die
dunklen Wolken am Horizont stehen sinnbildlich für Sorgen vor der
Zukunft.

Ihr seht eine Atombombe.

Die Atombombe ist ein starkes Symbol dafür, dass etwas Lebendiges plötzlich zuende geht. Das heißt, Du bist Dir dessen bewusst, dass Deine Kindheit jeden Augenblick (symbolisch verstanden) plötzlich zuende sein kann.

Doch die Atombombe stürzt nicht direkt über Euch herab, nein, ca. 5km
entfernt.

Das bedeutet, etwas Zeit ist noch (symbolisiert durch die 5 km Abstand).

Du sagst "Ich liebe dich, Mama.". Sie lächelt, ihr lacht was für ein schönes Leben ihr gelebt habt.

Das ist ein besonders schöner Teil des Traumes.

Du hast Dich schon mit dem Gedanken angefreundet, tot zu sein, aber der Traum hört auf, bevor die Atombombe Euch erwischt.

Wer in dem Traum sterben wird, bist nicht Du, sondern das ist Deine
Kindheit bei Deiner Mutter. Das bedeutet, Du hast Dich schon mit dem
Gedanken angefreundet, erwachsen zu sein.

Vielleicht bist Du demnächst mit der Schule fertig und planst, eine Ausbildung in einer anderen Stadt zu machen. Dann ist dieser Traum ein sehr positiver, beruhigender Traum, der besagt: Ja, meine Kindheit war gut. Ja, ich liebe meine Mutter, auch wenn ich jetzt fortgehe, und das weiß meine
Mutter auch, und wir sind uns darüber einig, dass die Zeit meiner Kindheit und Jugend zu Hause eine gute Zeit gewesen ist.

Kommentar von lelii17 ,

Wow, Danke für deine Antwort und dass du dir die Zeit genommen hast! 

Kommentar von jovetodimama ,

Danke, dass Du meinen Zeiteinsatz anerkennst - ich habe eine Dreiviertelstunde gebraucht!

Antwort
von nowka20, 7

Da hilft nur Erkenntnis

---Wer Erkenntnisse auf diesem Gebiete hat, der weiß, daß typische unterbewußte Seelenvorgänge bei den verschiedensten Menschen sich in die verschiedensten Lebensreminiszenzen einkleiden und daß es nicht auf den Inhalt des Traumes ankommt.

---Man kommt nur darauf, was da eigentlich zugrunde liegt, wenn man sich darin schult, von dem Inhalt des Traumes ganz abzusehen, wenn man sich darin schult, ich möchte sagen, die innere Dramatik des Traumes ins Auge zu fassen: ob der Traum davon ausgeht, in einer gewissen Traumvorstellung zuerst eine Grundlage zu legen, dann eine Spannung zu schaffen und einen Ablauf, oder ob eine andere Folge da ist, ob zuerst eine Spannung und dann eine Auflösung da ist.

---Es bedarf einer großen Vorbereitung, den Ablauf des Traumes in seiner Dramatik, ganz abgesehen von dem Inhalt der Bilder, ins Auge zu fassen. Wer Träume verstehen will, muß in der Lage sein, etwas auszuführen gegenüber dem Traume, das gleich käme dem, wenn man ein Drama vor sich hat und sich für die Bilder nur insoferne interessiert, als man dahinter den Dichter ins Auge faßt, in dem, was er auf- und abwogend erlebt.

---Erst wenn man aufhört, den Traum durch eine abstrakte symbolische Ausdeutung der Bilderwelt ergreifen zu wollen, erst wenn man in die Lage kommt, sich einzuleben in die innere Dramatik des Traumes, in den inneren Zusammenhang, abgesehen von der Symbolik, von dem Inhalte der Bilder, erst dann merkt man, in welchem Verhältnisse die Seele zu dem steht, was geistige Umwelt ist. Denn diese kann nicht durch die Traumbilder gesehen werden, in die derjenige, der kein imaginatives Schauen hat, durch die abnormen Verhältnisse des Schlafes das Wirkliche kleidet, sondern nur durch das imaginative Bewußtsein.

---Was sich abspielt jenseits der Traumbilder als Traumdramatik, das ist nur durch das imaginative Bewußtsein zu erkennen.
(Steiner: GA 73 Seite 187f)

Antwort
von BlackAngel199, 13

Du brauchst dir keine Gedanken machen, denn Träume haben gar keine Bedeutung! LG :-)

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