nsx280 am 28.11.2008 um 21:57 Uhr
Die "KITA Milchzahn" in Friedenau muss schließen!
Nachbarn haben sich über Lärm beschwert, den die Kinder beim Spielen nun mal machen. Die Erzieherinnen wissen nicht weiter, die Eltern sind fassungslos und die Kinder sind traurig.
Die einzige Alternative ist ein teurer Umzug für 25.000 €, damit die Kita weiter existieren kann.
http://www.bbradio.de/programm/aktionen/131649/

Nein, Deutschland ist auf keinen Fall kinderfeindlich. Die "nervigen" Nachbarn sind es und die Gemeinde, die den Kindergarten umziehen lässt. Wie kann eine Behörde so etwas durchführen, für mich unverständlich! Da ist das Abwandern der jungen Menschen vorprogrammiert. Ich würde da auf keinen Fall wohnen wollen. Mir schwillt der Kamm

ja, wenn die kinder schlecht erzogen sind.

Im Prinzip habt Ihr recht, wenn Ihr meint, die lärmempfindlichen Nachbarn sollten sich mal zurücknehmen.
Aaaaaaber -seht es auch mal aus deren Sicht: die Wahrnehmung von Lärm bzw die Lärmschwelle bei unseren Kindern wird von Jahr zu Jahr höher (bedingt durch unsere laute Umwelt/Lebensweise). Das was für Kinder, für 20 und 30jährige "normal" Lautstärke ist, kann u.U. für jemanden der 50,60 oder 70 ist auf die dauer als unerträglich empfunden werden, weil sich deren Lärmempfindlichkeit mit den Jahren NICHT auch dem allgemeinen Lärmpegel angepasst haben. Fakt ist auch, das durch unsere Lebensweise Kinder immer mehr Schwierigkeiten haben, Ruhe und Stille zu empfiinden, sie zu erkennen und sie auch schätzen zu wissen - immer muss "Action" sein - wer am lautesten ist, hat Recht und ist der Stärkste/Beste...
Im Lauf der der letzten 10-15 Jahre habe ich auch die Wahrnehmung gemacht, das z.B. auf Schulhöfen das einfache Herumkreischen ohne Grund sehr stark zugenommen hat und auch immer lauter wird - Kinder schaukeln sich da sehr schnell auf Lautstärken hoch, die erstaunlich sind!
Ich will nur damit sagen, das da beide Seiten gesehen werden müssen - es kann ja auch von "Alten" nicht erwartet werden, das sie von dort wegziehen, wo sie jahrelang gewohnt haben. Oder einfach festlegen, das es für sie kein recht auf Ruhe/Stille geben muss. Ich selber habe von 1976 - 1981 direkt neben einem Kindergarten gewohnt und hatte keine Schwierigkeiten damit, auch wenn ich des Morgens schlafen wollte - da war die Lärmschwelle nicht so hoch und auch das Schreien/Kämpfen/Spielen war im ohrenfreundlichen Rahmen, es klang auch noch fröhlicher als heute, nicht so agressiv und gewollt stark - heute würde ich bezweifeln, ob ich das noch könnte - ich erfahre durch meine tägliche Arbeit in Kindergärten und Schulen, das ich auf die Dauer damit leider -wegen der vielfach höheren Lautstärke- da wohl heutzutage auch meine Schwierigkeiten hätte...

Deutschland ist nicht kinderfeindlich.
Leider können viel Eltern ihr Kinder nicht erziehen. Das ist ein Problem. Da sitzen die Mütter stundenlang in einem Cafe und ratschen mit einer Freundin und die Kinder toben im Cafe herum. Wenn eine Kellnerin was sagt wird sie gleich dumm angesprochen ob sie Kinder habe.
Ich frage mich nur was passiert, wenn ein Kind ein volle Tasse heißen Kaffee abbekommt, weil die Kellnerin über das tobende Kind stürzt.

Manchmal zeigt sich Kinderfeindlichkeit auch bei gutefrage.net:
Kinder und Jugendliche, die es hier wagen Fragen zu stellen, die irgendwie in Zusammenhang mit dem Lehrstoff an der Schule stehen, werden regelmäßig weggeekelt.
Das ist auch nicht schön.
Man sollte gerade für Kinder eine Extra-Portion Toleranz und Geduld haben.

D ist nicht wirklich kinderfeindlich, aber es gibt schon einiges zu verbessern...genauso wie bei der bildung -.-

die ältere generation mal wieder..
so was ist die reinste Sauerei! dürfte es nicht geben! Die leute die sich beschweren, sollten dann wenigstens die Umzugskosten übernehmen!

Ja, Deutschland ist sehr kinderfeindlich. Es gibt übrigens ein Schild in Deutschland, daß es sonst nirgends auf der ganzen Welt gibt: Spielen verboten. Das sagt doch alles
MarcSu am 29. November 2008 00:46 Es gibt nirgendwo so viele Spielstraßen, wie in Deutschland, das ist Fakt !

Viele schimpfen nur auf die Jugendlichen, kaum einer will sich der Probleme annehmen.

Nur, weil ein paar Leute durchdrehen, gleich ganz Deutschland als kinderfeindlich hinzustellen, das ist die übliche Verallgemeinerung.

so etwas gabs vor kurzem in Hamburg auch.

Jeder denkt nur an seine Vorteil
wenn wir vermieten wird auch immer gefragt wieviele Kinder denn so im Hause wohnen...
Lieder ist es so in Deutschland ,traurig genug,denn Kinder sind unsere Zukunft

Ja. Und dass es auch anders geht, sieht man ja an Beispielen wie Frankreich und Schweden.
es gab vor 10 bis 15 jahren mal ein gerichtsurteil das kinderlärm kein lärm ist wenn den artikel noch finde schreibe ich die prozessnummer ncoh mal
Zumindest im internationalen Vergleich.
Ein Armutszeugnis. Aber leider kein Einzelfall.

Bei uns musste ein Spielplatz komplett abgebaut und 50 Meter!!! weiter wurde er wieder aufgebaut.
In der Nähe alles Eigenheimbesitzer und einer!!! ist bis vor Gericht gegangen, er fühlte sich in seiner Ruhe gestört. Unfassbar.

Herbert grönemeyer singt doch Kinder an die Macht
Frage an die nervigen Nachbarn: Wer soll Eure Rente mal zahlen?
Ich finde es unmöglich, sich über spielende Kinder zu beschweren. Genauso unmöglich ist aber dieses doofe Argument mit der Rente. Für die Rente werden schließlich Abgaben gezahlt, das sind ja keine Almosen. Und wenn es eine Einheitsrente gäbe, hätten wir auch kein Problem mehr. Denn wer im Leben viel verdiente, der konnte auch zurücklegen.
Aber genau das ist doch kinderfeindlich.
Habe dazu einen Artikel in der TAZ gefunden und den Link an Sat1 geschickt. Vielleicht interessiert die das ja. http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/kita-muss-empfindlichem-nachbarn-weichen/?src=TE&cHash=6b0d675149 Dem Nachbarn würde ich was...................