Frage von IchLiebeSchoko, 253

Deutschland - Reich?

Hallo ;)
Ich finde das Deutschland zu den reichen Ländern gehört was meint ihr? Also klar es gibt obdachlose aber Obdachlose gibt es ja fast überall. Aber Deutschland gehört ja zu den reichen Ländern. Die meisten können sich alles leisten, man kann sehr gut Geld verdienen selbst jugendliche die 16 sind usw oder?

Antwort
von lesterb42, 69

Das hängt nicht von der Meinung einzelner ab, sondern ist (bei allen möglichen Mängeln) eine statistsch beweisbare Tatsache.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Bruttoinlandsprodukt

Kommentar von Gronkor ,

Das müsste man natürlich noch in Relation zur Bevölkerung setzen.

Antwort
von jessica268, 124

Ich würde Deutschland nicht mehr so als reich bezeichnen. Wenn man genauer hinguckt sieht man viele Leute, die wenig haben. Flaschen sammeln, es gibt immer mehr Orgas wie foodsharing, weil wir es einfach brauchen. Viele Rentner müssen noch dazu verdienen. Sicher gibt es auch gut verdienende, aber die Arbeitslosigkeit ist auch noch hoch.

Deutschland gilt als sicher. Deshalb kommen so viele Flüchtlinge her. Aber Fakt ist, sie werden erstmal in schlechten Berufen arbeiten müssen. Sich hocharbeiten müssen, wenn überhaupt.

Es ist mittlerweile ein ziemlicher Unterschied zwischen den Leuten. Immer mehr Menschen erkranken früh und können nicht mehr arbeiten.

Kommentar von Sabrinson222 ,

Deutschland gehört eindeutig zu den reichen Ländern.. Schau z.B. mal andere Länder in Europa an, Griechenland, Italien oder z.B. Polen stehen da im Vergleich schon deutlich schlechter da. Wenn man mal von Europa weggeht sieht man dann schon deutlich, dass Deutschland zu den reichsten gehört.

Schau mal nach Asien, Afrka oder Nordamerika, da gehts den meisten Menschen deutlich schlechter. Mal abgesehen von ein paar arabischen Öl-Staaten und vielleicht USA..

Antwort
von Ontario, 33

Da bei uns die Industrie und die Wirtschaft im Allgemeinen gut laufen, merkt keiner, dass unser Staat mit über 2 Billionen Euro verschuldet ist. Es gibt bei uns noch eine sog. Mittelschicht und der geht es einigermassen gut. Dass sich die meisten alles leisten können, ist eher nicht der Fall. Viele Haushalte sind auch verschuldet, weil man über seine Verhältnisse lebt. Ncht alles was an teueren Autos auf unseren Strassen herumfährt, ist auch bezahlt. Die meisten Häuser sind mit Hypotheken belastet. Es gäbe dann noch die Superreichen, die eher unbemerkt unter uns leben und prozentual über grosse Vermögenswerte verfügen. Dann kämen noch diejenigen, die aus unserem sozialen Netz unterstützt werden. Es gibt auch Viele die täglich zu den "Tafeln" gehen müssen, um sich dort ihre Lebensmittel abholen, weil das Geld nicht reicht. Wieviele das bei uns sind, weiss keiner so genau. Wenige sind es sicher nicht, wenn ich sehe, wie täglich lange Schlangen an den Türen vor den "Tafeln" in unserer Stadt stehen. Dann haben wir die Arbeitslosen, die etwa 3-4 Millionen der arbeitsfähigen Bevölkerung ausmachen. Jeder der einen 1 Euro Job hat, oder an ABM Massnahmen teilnimmt, gering beschäftigt ist, wird aus der Arbeitslosenstatistik herausgerechnet, so wird das Bild der tatsächlichen Arbeitslosenzahl nach unten korrigiert. Dennoch sollten wir uns nicht beschweren, denn in den meisten anderen Ländern geht es den Menschen viel schlechter als bei uns. Da gibt es nichts, ohne Arbeit. Von wegen staatliche Unterstützung. Das ist auch ein Grund, warum sich viele Migranten Deutschland als Einwanderungsland aussuchen. Warum es bei uns besser läuft, als in vielen anderen Ländern, wäre eine gute Frage.

Antwort
von soissesPDF, 127

Deutschland ist besonders reich an Mythen und Legenden, vor allen an Floskeln.
10% der Reichen besitzen 90% des Vermögens, 90% der Deutschen besitzen nichts.
Der Einzelne hat gar nichts davon, dass Deutschland über 35.000 Tonnen Gold verfügt, aber auch 2,1 Billionen Euro Staatsschulden.
Wenn der Euro eines Tages in den Orkus der Geschichte eingeht gibts noch ein Schippchen von ca. 3 Billionen Euro Schulden oberdrauf.

Die Gesamtverschuldung von Staat, Banken, Unternehmen und Verbrauchern beträgt 228% gegenüber des BIP.
HartzIV Empfänger haben gar nichts davon dass Deutschland reich ist.

soisses

Kommentar von holgerholger ,

Doch, haben sie. Selbst einem Hartz-4-Empfänger in Deutschland geht es materiell besser als einen Grossteil der Weltbevölkerung.

In armen Ländern haben sie zum  Teil 2-3 jobs gleichzeitig haben und schon Kinder müssen ihren Teil zum FAmilieneinkommen beitragen , statt zur Schule gehen zu dürfen.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Doch, haben sie. Selbst einem Hartz-4-Empfänger in Deutschland geht es materiell besser als einen Grossteil der Weltbevölkerung.

Nach diesem Maß gemessen, würde ein durchschnittlicher Afrikaner mit, sagen wir, 5 Dollar am Tag als "reich" gelten. Und tatsächlich könntest du damit rund 800 Millionen Menschen(!) in der Welt wirklich ein stolzes Lächeln ins Gesicht zaubern, weil sie so ihre schlimmsten Existenzsorgen lösen könnten.

Doch wie weit kommen sie mit 5 Dollar am Tag (also rund 133,30 Euro im Monat) in Deutschland?

Du siehst also: Nicht alles, was hinkt, ist auch ein Vergleich. Den die Armut bestimmt sich nicht darüber, wie großzügig man in anderen Ländern leben könnte; sondern wie weit man im eigenen Land kommt.

Und da bringen dich 133 Euro nicht einmal zu einem Dach über dem Kopf; von "gesellschaftlicher Teilhabe", wie sie die soziale Marktwirtschaft Deutschlands im Grundgesetz stehen hat, ganz zu schweigen...

Kommentar von barfussjim ,

Ein Hartz4-Empfänger bekommt doch kostenlos vom Staat eine Wohnung gestellt, 45 qm Wohnfläche pro Kopf, Komplettausstattung, Strom, Heizkosten und fließend Wasser inklusive. Dazu 400 Euronen zur freien Verfügung + Krankenkassenbeitrag gratis dazu. Oft noch Vergünstigungen für Bus und Bahn, Museen, Zoo, VHS-Kurse + "Bildunggutscheine" für den Nachwuchs.

Wievielen arbeitenden Afrikanern ist das vergönnt?

Kommentar von RobinFre ,

Das mit den Stromkosten ist nicht korrekt, ebenso 400,- Euro zur freien Verfügung. Am besten mal in einen solchen Antrag schauen, bevor Unsinn behauptet wird.

Kommentar von Crack ,

10% der Reichen besitzen 90% des Vermögens, 90% der Deutschen besitzen nichts.

Natürlich ist das Geld sehr ungerecht verteilt -
das aber 90% nichts besitzen ist dann wohl so eine Floskel?

Antwort
von abibremer, 5

Ein Staat, der es sich offenbar leisten kann, seine Bürger mindestens moralisch und bildungsmäßig  durch bestimmte Medien und schlecht finanzierte Schulen "verrotten" zu lassen, der aber NIEMANDEN verhungern oder verdursten lässt, und in dem es für jeden der möchte, ein Dach über dem Kopf gibt, der muss UNGEHEUER reich sein!

Antwort
von bronkhorst, 49

Vom kaufkraftbereinigten Durchschnittseinkommen liegt Deutschland recht weit vorne - vom Durchschnittsvermögen her wesentlich schlechter.

Letzteres liegt daran, dass Deutsche zu finanzieller Unselbständigkeit erzogen werden, ihr Geld im Schnitt weniger rentabel anlegen als andere und dass der Wert deutscher Immobilien sich über die letzten Jahrzehnte wesentlich schlechter entwickelt hat als in anderen Ländern.

Kommentar von CamelWolf ,

.."dass der Wert deutscher Immobilien sich über die letzten Jahrzehnte wesentlich schlechter entwickelt hat als in anderen Ländern."

Auch hierzu gibt es zwei Seiten - die Einen können sich keine Wohnung mehr leisten, die Anderen bemängeln, dass die Immobilienpreise nicht in allen Regionen Deutschlands astronomische Höhe erreicht haben.

Antwort
von DBKai, 12

Deutschland ist ein Land der 1. Welt - ich finde auch, dass Deutschland reich ist....

Jedoch bekommen manche übertrieben viel und andere befinden sich am Limit und haben kaum eine Chance da weg zu kommen....Obwohl Deutschland also ein reiches Land ist, gibt es kapitalismusbedingte noch viele Ungerechtigkeiten, wo es toll wäre, wenn man diese immer mehr abschaffen könnte... und eine Veränderung zum Guten herbei führt...

Kommentar von Ontario ,

Kapitalismusbedingte Ungerechtigkeiten ? Es ist jedem bei uns im Lande erlaubt, sein Einkommen zu beeinflussen. Wer das Risiko auf sich nimmt und eine Firma gründet, der wird, so alles gut funktioniert, eben mehr Einkommen haben als einer, der irgendwo Tag für Tag seine Zeit im Büro absitzt. Worin siehst du eine Ungerechtgkeit, wenn andere mehr Geld haben ? Was willst du denen abnehmen, welches Recht hättest dazu ? Am Anfang war immer einer der den Mut hatte, ein Risiko einzugehen , welches ihm Vermögen brachte. Man argumentiert immer damit, dass diejenigen die für ihn arbeiteten, ihm zu diesem Reichtum verholfen haben. Das stimmt aber so nicht. Es war die Idee, die einer haben muss, um erfolgreich zu sein. Er ist es, der anderen die Möglichkeit gibt in seiner Firma Geld zu verdienen. Was wäre ohne all die Firmengründer ? Wo würdest du dein Geld verdienen, wenn es für dich keinen Arbeitsplatz gäbe ? Oder neidest du deinem Chef sein Geld ?Selbst in Ländern in denen der Kommunismus herrscht, in denen hat die Obrigkeit auf jeden Fall mehr an Vermögen, als der Normalbürger. Man weiss dort sehr wohl die Vorteile des Kapitalismus zu schätzen, wenn man sich alles leisten kann. Doch das Volk wird nieder gehalten. Beispiele: Nordkorea, Kuba, Russland u.v.m. Der Kommunismus kann nicht so funktionieren, wie sich das Marx und Engels vorstellten, dass alles gleichmässig verteilt wird. Es wird immer welche geben, die mehr haben, mehr haben wollen, als die anderen.

Kommentar von Fotografin1958 ,

... "kapitalismusbedingte Ungerechtigkeiten" ... na, dann lass uns mal anfangen:

Meine Wenigkeit durfte für ihr Vermögen dreißig Jahre lang etwa sechszig bis achtzig Stunden wöchentlich hart arbeiten, keine Unterbrechungen durch freie Tage oder gar Urlaub(sreisen). Das Ganze verbunden mit extremen Sparen: wohnen in einem billig möblierten Zimmer mit Bad- und Küchennutzung (durfte mir also die beiden letztgenannten Räume mit meinen Mitbewohnern teilen), kein eigenes Auto, keine Kneipen- oder Restaurantbesuche, keine Kino oder Theater ... was meinst Du, wie viele Deutsche - die sich über den ungleich verteilten Reichtum beschweren - würden sich das wohl auch "antun"?

Kommentar von DBKai ,

Was genau hast du 60 - 80 Stunden wöchentlich geleistet??? Das ist aber auch schlechte Organisation - würde ich sagen.... Musst du so viel arbeiten oder wolltest du es nicht anders? 

SSKM = Selbst Schuld - kein Mitleid???

Andere Leute würden sich sicher freuen, wenn sie dir 20 - 40 Stunden der Arbeit abnehmen könnten und dafür die Hälfte der Einnahmen bekommen würden....

Ich würde mich z. B. allgemein über einen Job freuen... 

Du könntest ja auch einer anderen Arbeit nachgehen, oder nicht?

Das hast du dir freiwillig angetan, oder nicht? 

Welche Alternativen gab es? Oder gab es keine? 

Jedenfalls würde ich Gemeinwohl-Wirtschaft dem Kapitalismus ganz klar vorziehen.... Damit kann global auch etwas verbessert/verändert werden. Während der Kapitalismus früher oder später NUR in einer Sackgasse enden kann. Geht gar nicht anders. 

Antwort
von BerlinEastside, 118

Natürlich. Prinzipiell gehört Deutschland, zu den materiell reichsten Ländern der Welt.

Was, wie du selbst schon bemerkt hast, nicht heißt, dass es keine Armut gibt. Die dann natürlich, relativ zu sehen ist.

Antwort
von strol, 131

Ich gehe mal davon aus, dass du mit "reich" den Lebensstandard mit allem drum und dran meinst.

Deutschland gehört weltweit zu den reichsten Ländern überhaupt. Auf welchem Platz Deutschland genau liegt, hängt davon ab, welche Kriterien mit welchem Faktor angelegt werden, aber Deutschland liegt in ziemlich jeder Statistik unter den Top 10.

Ich leugne nicht, dass es in Deutschland kein Verbesserungspotential gibt - das gibt es immer, in jedem Land.

Und bevor jetzt jemand sagt, dass Deutschland so schlecht sein soll, der soll mir erstmal 10 Länder nennen denen es besser geht.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Und bevor jetzt jemand sagt, dass Deutschland so schlecht sein soll, der soll mir erstmal 10 Länder nennen denen es besser geht.

Eine bemerkenswerte Logik.

Angenommen, alle Staaten dieser Welt wären faschistische Diktaturen in denen Millionen und Abermillionen Menschen umgebracht würden; und ein Staat wäre eine "milde faschistische Diktatur", weil dort nur ein paar Hunderttausend Leute umgebracht werden.

Nun würde ein Einwohner dieser "milden faschistischen Diktatur" sagen: "Hey, sooo schlecht geht's uns gar nicht. Schau dir mal die anderen an!

Wären dann faschistische Diktaturen wirklich begrüßens- und erhaltenswert? Folgt man deiner Logik, müsste man mit "Ja!" antworten...

... Du merkst, wo relative Vergleiche hinführen können?

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Es ist unbestreitbar: Deutschland gehört zu den reichsten Ländern dieses Planeten.

Doch an diesem Reichtum partizipieren fast ausschließlich die oberen 20 Prozent der Bevölkerung. Die unteren 50 Prozent besitzen gar nichts oder sogar Schulden. Und die Mittelschicht (= zwischen 50 und 80 Prozent) besitzt gerade einmal 20 Prozent des Volksvermögens...

Und wenn 50 PROZENT DER BEVÖLKERUNG NICHTS oder nur Schulden BESITZEN, dann ist ein Land nicht "reich". Ganz egal, wie viel Reichtum absolut angehäuft wurde.

Da hilft auch kein Vergleich mit Ländern, wie den USA; wo der Reichtum des Landes noch schlechter verteilt ist.

Denn ebenso, wie es unbestreitbar ist, dass Deutschland eines der reichsten Länder ist, ist auch unbestreitbar, dass diesen Reichtum nicht nur die oberen 20 Prozent erwirtschaftet haben...

Kommentar von barfussjim ,

Deutschland gehört zu den Ländern mit der ausgeglichendsten Einkommensverteilung. Nur in 13 Ländern auf diesem Planeten sind Einkommensunterschiede noch geringer als hierzulande.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Einkommensverteilung

Kommentar von strol ,

Dann fangen wir mal bei den Grundlagen an. Arm = etwas weniger als der Durchschnitt; Reich = etwas mehr als der Durchschnitt.

Das bedeutet, ohne Arm, kein Reich und umgekehrt.

Solche Attribute werden IMMER in Relation zueinander gesehen, weil man sie nicht absolut sehen kann, weil dafür der Bezugspunkt fehlt. Oder was ist sonst der Bezugspunkt?!? Ist es Bill Gates oder Ötzi?
Wenn wir das ganze absolut sehen: Ist Bill Gates arm oder reich?

Was ist schnell und was ist langsam? Was ist hell und was ist dunkel? Was ist heiß und was ist kalt? Wer ist dumm und wer ist schlau? Da können Sie sehen, dass sowas immer ein relativer Vergleich ist. Denn selbst jeder absolute Vergleich hat einen Bezugspunkt und ist so gesehen auch wieder in Relation zu diesem.

Ein Hartz4-Empfänger ist für deutsche Verhältnisse arm, aber für Afrikanische Verhältnisse reich. Auf die ganze Welt gesehen, ist ein Hartz4-Empfänger reich und damit auch fast jeder Deutsche.

Sonst machen sie mir einen anderen Vorschlag, wie man das ganze komplett absolut machen kann ohne Bezugspunkt, sodass es nicht mehr relativ ist. Wenn sie ein Mittel dafür finden, dann bin ich mir sicher, dass sie den Nobel-Preis gewinnen.

... Du merkst, dass jeder Vergleich relativ ist. (Steckt sogar schon im Wort Vergleich drin, dass man 2 Sachen VERGLEICHT)

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Dass das große Vermögen vor allem die obere Hälfte hat, stimmt.

Aber auch dort gilt: Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast. Hat eine Familie, die ihr Haus gebaut hat und sich darum verschuldet hat, nun ein Vermögen oder nicht usw.

Man muss aber auch wissen, wie das Vermögen zu Stande kam. Das wurde oft über Generationen aufgebaut und vererbt.

Wirft man aber einen Blick auf die Einkommensverteilung - sprich dort wo man sieht, was sich Einzelne durch seine eigene Arbeit verdient, sieht das ganze schon gar nicht mehr so extrem aus.

Das reichste Zehntel macht zwar noch 24,9%. Aber das zweit reichste macht 14,6%, dann 12,1%, dann 10,5% ...4,8%, und zum Schluss 2,9%.
Das bedeutet, dass das zweit reichste Zehntel "nur" noch das dreifache vom zweit reichsten Zehntel verdient.

Ich habe jetzt absichtlich nicht das reichste und ärmste genommen, weil die Extremen immer blöd zum Vergleichen sind, wie ich meine.

Denn ebenso, wie es unbestreitbar ist, dass Deutschland eines der reichsten Länder ist, ist auch unbestreitbar, dass diesen Reichtum nicht nur die oberen 20 Prozent erwirtschaftet haben...

Die Gehälter von wenigen Top-Managern sind ein Fall für sich.

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Und wenn 50 PROZENT DER BEVÖLKERUNG NICHTS oder nur Schulden BESITZEN, dann ist ein Land nicht "reich". Ganz egal, wie viel Reichtum absolut angehäuft wurde.

Jetzt ist die Frage, was ist nichts? Da ist auch wieder die Frage, auf was man es bezieht. Nachdem bei dieser Frage Deutschland im Vergleich zu Welt bezogen wird, ist die Frage ob selbst ein Hartz4-Empfänger "nichts" hat.

Und auf die Aussage, dass bei dieser Vermögensverteilung ein Land nicht reich sein kann, ist die Frage, wie wir den Reichtum eines Landes definieren.

Antwort
von Fordfahrer123, 92

Das ist alles relativ. Klar geht es den meisten Menschen in Deutschland relativ gut. Dennoch ist der Reichtum nicht ausgewogen verteilt und die Schere geht immer weiter auseinander.

Erzähl mal einer Putzfrau, die von 8,50 Euro die Stunde leben muß und davon die Hälfte für Miete weggeht weil diese auch immer teurer werden, daß wir in einem reichen Land leben ;)

Solange der Reichtum nicht angemessen verteilt wird bzw. die Arbeiter an den Gewinnen teilhaben, wird es immer Reibereien geben. Kommunismus ist aber auch keine Lösung, da dann die Motivation nachläßt. Also es muß schon so sein, daß jemand der viel arbeitet auch mehr verdient, aber eben nicht 100 mal mehr als der einfach Arbeiter sondern vielleicht fünfmal mehr, ums mal einfach zu sagen.

Kommentar von kingbongo ,

LoL erzähl das mal einer Putzfrau in Rumänien von den 8.50 (oder in > 90% der Länder auf der Welt), den kommen sicher die Tränen... ansonsten mal nicht soviel Bild lesen, Deutschland hat mit die gleichmässigste Einkommensverteilung in der Bevölkerung (machen Ökonomen behaupten sogar das D sozialistisch ist)

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Einkommensverteilung


Kommentar von RobinFre ,

Die Frage ist doch was bekommt die deutsche Putzfrau für ihr Geld, und was die rumänische Putzfrau in ihrem Land für ihr Geld.

Antwort
von RobinFre, 14

Deutschland ist so reich, das es sich leisten kann 3,5 Millionen Kinder in Armut leben zu lassen. Weitere 3 Millionen Kinder leben an der Armutsgrenze. Armut heißt hier Hatz IV. Kinder sollen bekanntlich die Zukunft sein, also sollten sie besser gestellt sein. Auch 8,50 Euro/Std. Mindestlohn ist ein sicherer Schritt in die Altersarmut. Ich habe weiter unten gelesen das ein Hartz IV Empfänger relativ reich ist. Empfehlenswert wäre mal das der Schreiber einen Monat lang nur von Hartz IV lebt, alles 2. Wahl Produkte. Selbst habe ich mehr als diesen Satz, trotzdem kann ich nicht sagen das ich reich bin.

Antwort
von 1988Ritter, 65

Da befindest Du Dich in einem Trugschluß.

Das ist nachvollziehbare und faktische Realität:

  • Arbeitslose 2,66 Millionen
  • HartzIV-Empfänger 7,5 Millionen
  • Obdachlose 350.000
  • Haushalte mit abgesperrten Strom 2015, 355.000 laut Bundesnetzagentur
  • Rentenversicherung an der Grenze der Zahlungsunfähigkeit. Das Rentenalter wurde von 63 auf 67 heraufgesetzt, und da das immer noch nicht reicht, überlegt man die Rente ab 73
  • Krankenversicherungen haben nicht einmal mehr 50,-- € pro Quartal für ihre Mitglieder an Versorgungsreserve.

Das sind die gravierenden Zahlen der BRD.

Die Belastungen durch die Flüchtlinge sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.

Kommentar von Pudelcolada ,

Gute Zusammenstellung von Fakten!
Und bei der Zahl der Arbeitslosen müssen ja noch diejenigen hinzugezählt werden, die entweder sinnlose Kurse belegen müssen (4 Wochen PC-Kurs z.B.), 1-Euro-Jobs ausüben oder aus anderen Gründen nicht in der Statistik auftauchen.

Die Anzahl der Stromsperren finde ich sehr bedrückend und auch bezeichnend dafür, wie eng bei vielen Bürgern die finanziellen Mittel sind.

Den Hinweis auf Flüchtlinge hättest Du Dir ja m.M.n. sparen können, aber solche Seitenhiebe in Deinen Beiträgen werde ich zukünftig versuchen zu ignorieren, bzw nur noch darauf hinzuweisen, auf den persönlichen Stress können wir, glaube ich, beide verzichten...

Kommentar von suziesext07 ,

wieso soll sich 1988Ritter irgendwelchen Denkverboten des Mainstreams unterwerfen und die explodierenden Kosten der unkontrollierten Masseneinwanderung 'ausblenden' ? Eine vorsichtige, sehr regierungsfreundliche Schätzung geht von mindestens 400 Milliarden € aus

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-04/fluechtlinge-arbeitsmarkt-integration-kost...

darf man das nicht mehr diskutieren oder gar kritisieren? Ich denke, im Gegenteil, es ist sogar die Pflicht jedes wachen Bürgers, sich darüber genauestens zu informieren.

Denn es ist mit Sicherheit der schläfrige, eingeschläferte Bürge, der die Zeche zu bezahlen hat.

Kommentar von Pudelcolada ,

Lass mal stecken, 1988Ritter weiß schon, wie dieser Teil meines Kommentars gemeint war...

Kommentar von Pudelcolada ,

@ suziesext07:

Ok, verlinken klappt bei Dir schon mal ganz gut, lesen und verstehen solltest Du aber noch ein wenig üben, bzw. hast Du außer der Überschrift auch nur ein Wort Deines eigenen Links gelesen?

Hier ein Auszug:

Die Aufnahme von Flüchtlingen könnte die Staatskassen bei einem Scheitern der Integration in den Arbeitsmarkt langfristig mit insgesamt bis zu knapp 400 Milliarden Euro belasten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung. Wenn die Integration gelingt, profitiert die Allgemeinheit allerdings von zusätzlichen Staatseinnahmen
in Höhe von 20 Milliarden Euro.

Und weiter:


Schon wenn 60 Prozent das Niveau von Einheimischen mit abgeschlossener Berufsausbildung erreichen, reduzieren sich die Kosten auf 218 Milliarden Euro. Wenn die Integration statt in 20 bereits in 10 Jahren gelingt, fällt der Betrag noch einmal auf dann
113 Milliarden Euro.

Wenn alle Neuankömmlinge die Leistungskraft von Menschen mit Berufsausbildung erreichen, übersteigen die zusätzlichen Einnahmen aus der Zahlung von Steuern und Abgaben die Mehrausgaben um 20 Milliarden Euro. "Öffentliche Ausgaben
für wirksame aktive Maßnahmen zur beruflichen Qualifizierung und schnelleren wirtschaftlichen Integration könnten auf mittlere und längere Sicht gute Renditen in Form von Steuer- und
Beitragsmehreinnahmen und niedrigere Ausgaben für die soziale
Grundsicherung abwerfen", heißt es in der Studie.

Unterstellt ist dabei, dass einmalig eine Million Flüchtlinge aufgenommen werden, die zu 59 Prozent jünger sind als 25 Jahre – das entspricht etwa dem Profil derjenigen, die 2015 einen Asylantrag gestellt haben. Als Kosten der Integration werden im ersten Jahr 20.000 Euro für jeden Flüchtling angenommen, der Betrag geht dann während der Integrationsdauer schrittweise zurück.

Und jetzt sei bitte so gut und erkläre mir, wie Du zu der Einschätzung kommst, die Schätzung sei vorsichtig, regierungsfreundlich und gehe von einer sicheren Kostenerwartung von mindestens 400 Milliarden Euro aus?
Die Studie berechnet die unter bestimmten Parametern für ein völliges Scheitern bzw. ein völliges Gelingen von Integration in den Arbeitsmarkt.


Kommentar von Pudelcolada ,

*Kosten, das Wort habe ich im letzten Satz vergessen...

Kommentar von lesterb42 ,

Die Anzahl der Stromsperren finde ich sehr bedrückend und auch bezeichnend dafür, wie eng bei vielen Bürgern die finanziellen Mittel sind.

Das ist kein Zeichen dafür, wie eng die Mittel sind, sondern dafür, dass die Leute nicht mit Geld umgehen können. Handy, Tattoos und der ganze ander Mist sind wichtiger als elektrisch Licht.

Antwort
von LebenderToter, 61

Deutschland als Staat mit seinem Gesamteinkommen gehört definitiv zu den reichsten Ländern der Welt, aber das sagt nichts über das Gleichgewicht des Wohlstandes aus.

Zum Beispiel steigt momentan wieder die Kluft zwischen Arm und Reicht weiter an:
http://www.stern.de/wirtschaft/geld/armut--schere-zwischen-arm-und-reich-oeffnet...


Ranking der Lebenshaltungskosten von Ländern:
https://www.laenderdaten.info/lebenshaltungskosten.php

Ranking der Lebenserwartung von Ländern:
https://www.laenderdaten.info/lebenserwartung.php


Hier kurz satirisch zusammengefasst:


Hier eine längere Doku dazu:



Trotz der steigenden Armut gilt Deutschland laut einer Studie sogar als "bestes" Land der Welt.
http://www.berliner-zeitung.de/ratgeber/geld/ranking--das-sind-die-besten-laende...


Selbst wenn man hier auf der Straße landet, wird für einen (noch) gesorgt, wenn man sich helfen lassen will. Das haben wir zum einen dem gesamten Wohlstand, dem Staats-System sowie der deutschen gemeinschaftlichen Mentalität zu verdanken.

Wenn man sich also auf diese Aspekte bezieht, kann man durchaus glücklich sein in diesem Land zu leben.

Meckern lieben die Deutschen, aber genau das verhilft der Gesellschaft nach Besseren zu streben. ;)

Antwort
von brummitga, 3

D ist kein"reiches Land" sondern ein Land der Reichen. Um reich zu sein, muss ein Land nicht nur genügend Geld haben, sondern sich auch um die Kinder und die Menschen am sogenanntem Rand der Gesellschaft kümmern.  

Antwort
von tryanswer, 64

Deutschland gehört zu den reichsten Ländern der Welt. Im internationalen Vergleich leben hier sogar die Obdachlosen sehr gut.

Expertenantwort
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 42

Ich finde das Deutschland zu den reichen Ländern gehört was meint ihr?

Diese Frage kannst - und musst - du dir selbst beantworten.

Rein statistisch hat jedes deiner Familienmitglieder - vom kleinsten Kleinkind bis zum ältesten Rentner - 64.000 Euro auf der hohen Kante liegen. Nur Bargeld und Aktien. Da sind Firmenbesitz, Immobilien, also eigene Häuser, Autos, Yachten, und-was-weiß-ich noch nicht dabei.

Jetzt kannst du selbst ausrechnen, wie reich du wirklich bist: Schafft deine Familie diesen statistischen Durchschnitt wenigstens annähernd?

Oder gehörst du zu den 50 Prozent der Bevölkerung die GAR NICHTS bzw. sogar Schulden besitzen? 

Oder gehörst du zur "Mittelschicht", die wenigstens annähernd in diese Region kommt?

-----------------------------------

Absolut gesehen ist Deutschland eines der reichsten Länder der Welt. Doch was nutzt der Reichtum, wenn er nur 20 Prozent der Bevölkerung zugute kommt?

Genauso könnte man verschiedene afrikanische Staaten als "reich" ansehen, denn auch dort gibt es ungeheure Vermögenswerte. Nur sind sie eben auf wenige Menschen konzentriert.

Angola, beispielsweise. Dieses Land ist so reich an Bodenschätzen (vor allem Öl), dass es locker mit arabischen Ölstaaten mithalten kann. Tatsächlich gilt der Staatschef als einer der reichsten Männer der Welt. Doch in dem Land verhungern Menschen bis heute reihenweise, weil der Reichtum einfach nicht in der Bevölkerung ankommt.

Ist Angola nun reich oder arm? 

Kommentar von barfussjim ,

Es gibt nur ganz wenige Länder auf diesem Planeten (13 an der Zahl), in denen die Einkommensunterschiede GERINGER sind als in Deutschland.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste\_der\_Länder\_nach\_Einkommensverteilung

Kommentar von Unsinkable2 ,

... darunter Albanien, Mazedonien und Usbekistan...

Und nun? Welchen Teil meiner Einlassung hast du nicht verstanden, barfussjim? Wo soll ich nachschärfen und es schlichter erklären?

Kommentar von barfussjim ,

Mhmm... mal überlegen...

Vielleicht mal erklären, was die Situation in Angola, wo angeblich Menschen verhungern, mit Deutschland zu tun haben soll?

Oder warum der "Reichtum" eines Landes ausschließlich aus den Euronen auf dem privaten Sparkonto der Bürger bestehen soll? 

Kommentar von Unsinkable2 ,

Lass es mich so schlicht wie mir möglich versuchen:

Vielleicht mal erklären, was die Situation in Angola, wo angeblich Menschen verhungern, mit Deutschland zu tun haben soll?

Tja, da beginnt mein Problem... Wie kann ich es noch schlichter sagen, als ich es bereits tat? Ich versuch's mal...

Öl?! Du weißt schon, was Öl ist? (Falls nicht, besorge dir ein Schulbuch der 5. Klasse. Da dürfte es drinstehen.) Angola hat reichlich davon. Sehr reichlich. Sehr, sehr reichlich. Sehr, sehr, sehr reichlich.

Und was passiert, wenn man viel Öl zum Verkaufen hat? (Falls du das nicht weißt, schaue dir mal die VAE an.) Angola ist ein "afrikanisches Emirat". Doch anders als in den VAE, wo ziemlich viele Einwohner ziemlich gut leben, sind die meisten Einwohner Angolas bitter arm. 

Nun könnte man annehmen, sie sind einfach nur zu faul, um Geld zu verdienen und lassen sich lieber den ganzen Tag den Pelz braunbrennen. Man könnte aber auch annehmen, dass das Geld einfach nicht in der Bevölkerung ankommt. 

Und nun fassen wir beide mal zusammen: Reiches Land - bitter arme Bevölkerung. Ist das Land nun "reich" oder "arm"?

Oder warum der "Reichtum" eines Landes ausschließlich aus den Euronen auf dem privaten Sparkonto der Bürger bestehen soll?

Typischerweise ist es ein wesentlicher Indikator, weil auch du nicht für einen feuchten Händedruck arbeiten gehen möchtest, oder?! Insofern sollte - zumindest gehe ich davon aus - auch bei dir am Ende irgendwas liegen bleiben. Und schön wär's doch, wenn das nicht nur offene Rechnungen sind, nicht wahr?!

Antwort
von hundeliebhaber5, 56

Nene, die Firmen sind reich. Der Großteil der Bevölkerung ist auch nicht gerade reich. Denk mal an die vielen Rentner, oder die ganzen Handwerker, die verdienen alle nicht so viel. 

Die Krankenschwestern oder Briefträger, usw, die haben alle nicht so das Geld, dass man sagen könnte die wären reich.

Reich ist, wer ein eigenes Haus hat und eine Fette Karre.

Die meisten haben eher ein Durchschnittliches Einkommen.

Antwort
von Bubles, 64

Ob die Leute in einem Land arm oder reich sind hat nichts damit zu tun wie es mit dem Land steht. Streng genommen gibt es auch in Afrika sehr reiche länder. Deutschland ist reich. 

Antwort
von carglassXD, 60

Dem ist nichts hinzuzufügen :D

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