Frage von galaboy1905, 133

Deutsches Schulsystem versagt?

Was haltet ihr vom Schulssystem? Hat das Deutsche Schulsystem versagt und wieso?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von precursor, 71

Abgesehen davon, dass es extrem schwierig ist sich im deutschen Schulsystem selber zu motivieren, weil der Schulstoff absolut theoretisch und langweilig rüber gebracht wird und die Nähe zu praktischen Anwendungen und Tätigkeiten fehlt, ist das deutsche Schulsystem ziemlich gut.

Die Frage "Was kann ich mit diesem Wissen machen ?", bleibt an deutschen Schulen leider meistens unangesprochen.

Ich frage mich allerdings, ob Ganztagesschulen besser sind als normale Schulen, das weiß ich leider nicht.

Kommentar von precursor ,

Vielen Dank für die Auszeichnung !

Antwort
von IchOhneZiel, 67

Mit dem Augenmerk auf pures Auswendig lernen ohne großen Praktischen Einfluss brauch sich nicht gewundert werden wenn immer weniger Junge Leute die Schule schmeißen oder gar voellig ueberfordert sind mit dem was von ihnen verlangt wird..
Es wird sich nicht mit dem eigenen Ich befasst und wet man eigentlich ist. Man wird wird mit Zahlen bewertet und damit in Schubladen geschoben. Wenn du deine Schule in der Jugend verkackt hast hast du auch auf drm Arbeitsmarkt verkackt.

Es muesste einiges gemacht werden allerdings sind die Ansätzr sehr schwierig anzugehen und vorallem was zu aendern.

Antwort
von Praxston, 85

Das Schulsystem im Gesamten betrachtet ist ja eigentlich gut. Was ich nicht so gut finde ist, auch wenn man es nicht unbedingt immer öffentlich sagt, dass die Wertigkeit eines Abschlusses in einem bestimmten Bundesland teilweise bei vielen unterschiedlich gewichtet wird.

Ich hab das damals in meiner Kindheit schon gemerkt also ich von Brandenburg nach Bayern gezogen bin. In Brandenburg war ich auf ner Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe und in Bayern bin ich dann ganz regulär auf eine Realschule gekommen weil ich das System halt wohl anders/schwieriger keine Ahnung was ist.

Das finde ich, sollte noch verbessert werden dann wirklich über alle Bundesländer hinweg der gleiche Stoff etc. abgehalten wird.

Antwort
von xpaul276x, 35

Ich finde das Schulsystem an sich nicht schlecht, nur das was die Kinder heute in der Schule lernen ist einfach nur unnötig.

Viele Kinder beherrschen z.b. die groß und klein Schreibung in der 10 klasse immer noch nicht, können dafür aber ein Gedicht analysieren.
Wenn mir jemand sagt wann man so etwas im Berufsleben braucht geb ich ihm 100€

Antwort
von Machtnix53, 32

Das deutsche Schulsystem versagt jeden Tag aufs Neue den Schülern ein freies Leben und ein freies Lernen.

Antwort
von Fragenwacht, 59

Nein, ich bin mit 6 Jahren nach Deutschland gezogen, konnte kein einziges Wort Deutsch in der ersten Klasse und habe nun trotzdem mein Abitur mit 2,3 abgeschlossen. Wenn das andere nicht schaffen, weiß ich auch nicht. 

Kommentar von galaboy1905 ,

Respekt, jedoch kanntest du es vllt nicht anders

Kommentar von Fragenwacht ,

Ich kenne es schon anders, da ich alle Schulen durchgemacht habe.

Aufgrund meiner schlechten Sprachkenntnisse wurde ich nämlich erst in die Hauptschule verfrachtet, welche ich mit 3,0 gerade noch so abgeschlossen habe.

Da der Hauptschulabschluss aber nicht das Gelbe vom Ei ist, habe ich die mittlere Reife auf einer Wirtschaftsschule nachgeholt und dann nochmal weiter für das Abi. Es dauert und man muss sich ein wenig anstrengen, aber es geht. Wer auf den allgemeinbildenden Schulen scheitert, für den gibt es immer noch Wirtschaftsschulen und -gymnasien, TGs usw.

Antwort
von CamelWolf, 31

In Deutschland ist nach allen einschlägigen Untersuchungen noch immer das Elternhaus entscheidend für den schulischen Erfolg der Kinder. Das halte ich für bedenklich.

Anderseits lese ich auch hier in jeder zweiten Antwort, dass man zu viel "Unnützes" lernt. Gerade so, als hätte nur der Teil von Bildung eine Berechtigung, den man nach der Schule sofort in klingende Münze umwandeln kann. 

Aber genau das macht Bildung aus - der Erwerb von Allgemeinwissen, das einen in die Lage versetzt, jeden Beruf zu erlernen, den man später einmal möchte.


Kommentar von JackySmith ,

Allgemeinwissen ist nicht unbedingt nützlich für das spezifische Wissen, welches man im jeweiligen Beruf später braucht. Aber es ist durchaus interessant, dadurch die Welt kennen zu lernen und zum Teil auch wichtig, damit man sich unterhalten kann, sodass es da Grundlagen gibt.

Was man für sich selber braucht (und für seinen späteren Beruf), davon wird in der Schule recht wenig vermittelt. Das meiste ist eher unnötig (ausgenommen man interessiert sich tatsächlich dafür).

Kommentar von CamelWolf ,

Ich weiß jetzt nicht, wie das bei Ihnen war/ist. Aber ich wußte zu meinen Schulzeiten noch nicht, was ich werden wollte. Und die, die da schon weiter waren wie ich, die wussten nicht, was sie in ihrem Wunschberuf brauchen würden. 

Antwort
von 666Phoenix, 27

Da es hier faktisch keine "ein Schulsystem" gibt, sondern 16 verschiedene, sollte man fragen, welches von denen versagt haben könnte.

Vielleicht ist der Fakt, dass es kein einheitliches Schulsystem gibt, das "Versagen"?!

Antwort
von Merlin19, 86

Das Schulsystem in Deutschland ist gut. Klar es ist nicht perfekt aber es ist bei weitem besser als nichts und funktioniert ja auch.

Kommentar von galaboy1905 ,

Viele Schüler haben Probleme mit g8 (unter anderem ich)

Kommentar von EinSalatkopf ,

Und z.B. in meinem Bundesland war es noch nie anders. Auch "nur" acht Jahre dürften für die meisten kein Problem sein.

Ist denn nicht gerade das der Sinn des höheren Abschlusses? Nach Eignung auszusieben? Es können nicht alle schaffen.

Kommentar von Merlin19 ,

Das sind eben so "Kleinigkeiten" und es kommt auf das Bundesland an. In Bayern kenne ich sehr viele Leute die das so extrem locker angehen obwohl es ja angeblich noch schwerer sein soll aber in Baden Württemberg kenne ich Leute die unter dem Stress fast zusammengebrochen sind. ich kann leider nicht sagen woran das liegt aber es stimmt schon, irgendwo muss ausgesiebt werden und es gibt dann noch viele Chancen. ich habe zum Beispiel Realschule gemacht und dann die FOS. Nun habe ich nach 13 Jahren auch mein Abi.

Antwort
von Junksky, 38

"Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ne Gedichtanalyse schreiben. In 4 Sprachen."

Das bringt es im Prinzip ganz gut aufen Punkt.

Antwort
von lutsches99, 90

Ich finde es eher schlecht. Man lernt viel zu viel, was man nie mehr benötigt. Was man aber brauchen könnte, das lernt man nicht

Kommentar von galaboy1905 ,

Hast du Beispiele?

Kommentar von lutsches99 ,

Ich hatte z.B. das Fach Rechnungswesen, brauche aber überhaupt nichts davon. Auch Mathe ist fast das selbe. Klar, einfache Rechnungen sollte man können, wenn es aber dann aber so ganz komplexe Rechnungen geht, die man nie im Leben braucht, außer man will was mathematisches machen, dann ist das schon ziemlich unnötig.

Kommentar von Deniz2502 ,

Wie schreibt man eine Analyse? Wie schreibt man eine Inhaltsangabe? Wie schreibt man eine Charakterisierung? Nenn mir einen Beruf, wo wir diese Kenntnisse benötigen, außer im Lehramt.

Kommentar von Praxston ,

Diese Thematik wurde letztens auch schon mal angesprochen, dass die Schüler eigentlich viel früher mit Leuten zusammen gebracht werden sollten die tag täglichen in ihren Berufen auf Mathe etc. angewiesen sind, damit man am lebenden Beispiel mal sieht, was denn nun alles benötigt wird für bestimmte Sachen. So würden die Schüler ein viel besseres Bild dafür kriegen und vielleicht auch frühzeitig schon Interessen für bestimmte Berufe entwickeln können. Also ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber kurz vorm Ende meiner Schulzeit wusste ich noch nicht so wirklich was ich einmal machen will :)

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