warum werden viele deutsche im ausland als kalt, arbeitsgeil, partyscheu, und vorrallem als pessimistisch angesehen?

Da ist einiges dran. Ich bin 1991, im Alter von 44, bei mir selbst darauf gestoßen und befasse mich seitdem mit dem Phänomen. Es hat offenbar mir der kollektiven (Zivilisations-)Neurose (evtl. googeln) der modernen Gesellschaft zu tun. Einer der diversen Begleitumstände ist lt. Rainer Taéni "Latente Angst. Das Tabu der Abwehrgesellschaft". So sein Buch. Die allermeisten Menschen sind Opfer einer größtenteils verdrängten Angst bzw. Angst-Anfälligkeit. Viele Menschen würden das natürlich im Brustton der Überzeugung von sich weisen und das Gegenteil behaupten. Aber die kennen sich und ihr Unbewußtes nicht. Aber aus dem Unbewußten wird dennoch das meiste im Leben solcher Menschen gesteuert - und nicht von dem, was ihnen bewußt ist.
Zitat: >>kalt<<: Ja, aufgrund der kollektiven Neurose sind viele von ihrem wahren Empfinden/Fühlen, von der Liebe, vom Bewußtwerden ihrer wahren Bedürfnisse, von der Intuition usw. abgetrennt - und entsprechend kalt. Wohl können sie, wenn sie wollen, freundlich sein (oder so tun), aber im Grunde geht ihnen alles am A... vorbei.
Zitat: >>arbeitsgeil<<: Ja; unter dem Einfluß der Neurose habe ich mich zum "workoholic" entwickelt - wie viele andere auch. Das vernünftige, gesunde Maß wird von sehr vielen irgendwann, irgendwie, irgendwo überschritten. Diverse gesundheitliche Störungen / Krankheiten sind die Folge.
Zitat: >>partyscheu<<: Ja, auch das ist weit verbreitet. Entweder wegen "sozialer Phobie" oder weil man gar nicht mehr lustig, ausgelassen sein kann, weil man sich über solche Dinge nicht - mehr - wirklich freuen kann.
Zitat: >>pessimistisch<<: Ja, unsere sogenannte abendländische Kultur, die sich als "Zivilisation" seit 5.000 bis 10.000 Jahren entwickelt und nun fast weltweit ausgebreitet hat, leidet - meist unbewußt - an einem tiefsitzenden - eben meist verdrängten - Pessimismus. Sehr viele Menschen resignieren - in ganz unterschiedlichen Lebensaltern - wenn sie erkennen, das sie (aus IHRER Sicht) keine Möglichkeit mehr haben, ihre Lebensumstände zu verändern. Sie passen sich an im Grunde unerträgliche Zustände an und ziehen sich innerliche immer mehr zurück.
Aber jeder trägt das Potenzial in sich, aus einer solchen Haltung und aus dem Risiko von schwerer Krankheit oder frühem Tod auszubrechen und die Flamme des wahren, wirklichen Lebens in sich selbst neu zu entfachen. Es ist nicht unbedingt leicht, zugegeben, aber das ist unwichtig. Wichtig ist allein: Es ist MÖGLICH!
Ich bin nicht - mehr - pessimistisch. Ich sehe zwar auch die Gefahr, daß unsere Gesellschaft vollends in den Abgrund stürzen könnte. Aber ich hege immer noch die Hoffnung, dass das Ruder noch herumzuwerfen geht und wir den Kurs ändern und alles zum Guten wenden können.

Aber so langsam lösen sich gottseidank diese Vorurteile allmählich auf.


LEIDER!!!


Weil sie sich oft so geben?...oder einfach als peinlich..."Ballermann"



in welchem Ausland hälst du dich denn auf?
kannst wohl selbstkritik nicht ertragen das viele deutsche pessimisten sind zeigen doch viele umfragen hier...
du hast nach dem AUSLAND gefragt und da gibt es bedeutend bessere Meinungen, als deine Auswahl hier!!!
ich war viel in frankreich und spanien und vorallem dort habe ich solche bemerkungen über deutsche gehört..



Kein einziger Deutsch
iste
KALLT
oder so
und schon gar nicht party- oder bettscheu
Lang lebe jedes Vorurteil
Nachtflug am 11. Februar 2009 00:16 Doch Raimund1, es ist leider immer noch reichlich deutsch in kaltland.

tja, ihr piefkis hald ;)

Ja klar ist das so.
Und nebenbei beanstanden sie auch jede Frage.
ja das hab ich auch schon gemerkt....



Pessimistisch stimmt doch, hör Dir doch das Gejammere über die angebliche Wirtschaftskrise an!
und im Übrigen weiß ich, daß speziell wenn es ums Feiern geht, wir Deutsche wegen unserer Kneipen sehr beneidet werden.
