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"Deutsche Bank uebertrifft sich selbst"

gefragt von paule1983 am 01.02.2007 um 11:32 Uhr

kann man sich ueber solche nachrichten freuen nachdem hunderte stellen bei der deutschen bank gestrichen wurden? wie nehmt ihr solche nachrichten auf?


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demosthenes
beantwortet von demosthenes am 1. Februar 2007 12:18
6x
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Die geplanten Entlassungen sind wesentlich wohl deshalb notwendig, weil sonst das Geld fehlt für die nächste Millionenprämie für Herrn Ackermann und für die Gerichts- und Anwaltskosten für seinen nächsten Auftritt vor Gericht.


anonym
beantwortet von guenther am 1. Februar 2007 12:18
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wenn aber die einsparung der personalkosten einen erheblichen teil des gewinns ausmachen ist das ganze doch eher fraglich!


anonym
beantwortet von profitlich am 1. Februar 2007 12:11
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Ich bin Kunde der Deutschen Bank. In meiner Filiale sind alle Mitarbeiter noch da und das auch schon seit vielen Jahren. Wenn ein Unternehmen, das wirtschaftlich glänzend dasteht, Mitarbeiter entlässt, wird es sich damit wohl nicht schwächen wollen. Dann werden diese Stellen wohl wirklich über sein, so bitter das für die Betroffenen auch sein mag. In Unternehmen dieser Leistungsklasse gibt es aber wenigstens einen Betriebsrat und einen Sozialplan. Über die Verkäuferin die beim Bäcker oder Metzger um die Ecke entlassen wird kräht kein Hahn und das sind insgesamt mehr, als die Leute von der Deutschen Bank, die allenthalben bemitleidet werden, nur weil sie für ein bekanntes Unternehmen gearbeitet haben. Dafür sind sie auch überdurchschnittlich entlohnt worden.

Kommentar von 11f4a9480d8eaf954d2dd5b5977f6865smallWesti am 1. Februar 2007 15:19

Das stimmt nun wirklich nicht! Bei meiner Freundin und einer Bekannten wurden die Stellen gestrichen, obwohl die unmittelbaren Vorgesetzten sie behalten wollten und sie nachweislich dem Betrieb mehr erwirtschafteten, als sie gekostet haben. Arbeit (Aussenstände) war auch "bis unter die Decke" vorhanden. Beim Stellenstreichen zählt nicht kaufmännische Logik, sondern allein der Kurs an der Börse. Die nämlich honoriert bei der Ankündigung von großen Entlassungen den Aktienwert grundsätzlich mit Kurssteigerungen. Wer dann die Arbeit tun soll, interessiert dort niemanden. LG

Kommentar von profitlich am 1. Februar 2007 15:43

Ich kenne weder Ihre Freundin, noch deren Bekannte und warum deren Stellen gestrichen wurden weiß ich auch nicht. Aber das berechtigt Sie noch nicht, unter meine Meinung zu schreiben, "das stimmt nun wirklich nicht"! Wenn Ihnen als persönlich Mitbetroffener der sachliche Abstand fehlt, kann ich das nachvollziehen, aber überziehen Sie mich deshalb nicht mit Polemik.


TBInvest
beantwortet von TBInvest am 1. Februar 2007 12:37
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Hängt damit zusammen, dass die Deutsche Bank über Ihre "Töchterunternehmen" eine Auslagerung auf externe Vermittler weit mehr setzen als auf teure Ausbildung Ihrer eigenen Leute. Vertrieb draussen verdient nicht die Angestellten. Traurig aber wahr.


anonym
beantwortet von einem Gast am 1. Februar 2007 15:45
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Frage an Westi: Ist "Arbeit" in der BWL ein Synonym für "Aussenstände"?



anonym
beantwortet von einem Gast am 1. Februar 2007 15:36
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S. "Kann es sein dass ein Siemensvorstand trotz Mißwirtschaft noch Aplaus bekommt?" vor 7 Tagen und zwei Antworten von Josef Ackermann (alias "Gast").


warrenbuffet
beantwortet von warrenbuffet am 1. Februar 2007 17:28
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auch wenn ich damit gegen den Strom schwimme - sorry. Mich freut so eine Nachricht erstmal, weil es für unsere Wirtschaft verdammt wichtig ist, dass die Unternehmen wieder gutes Geld verdienen.

Weil:

  • damit die Deutsche Bank damit vor einer Übernahme geschützt wird
  • weil damit Geld zum Investieren da ist
  • weil gut verdienene Unternehmen mit ein Grund dafür sind, dass wir seit einem guten halben Jahr wieder einen Rückgang der Arbeitslosen haben
  • und ein klein wenig, weil ich selber ein paar Aktien habe

Ob die Entlassungen notwenig waren, kann man seriös extern nicht beurteilen. Dafür ist der Vorstand verantwortlich (in Absprache mit dem Betriebsrat etc), der in der Regel solche Entscheidungen gut abwägt (ein besserer Weg der Entscheidungsfindung fällt mir dafür nicht ein).

Klar ist, dass ein fader Beigeschmack bei der Kombination hoher Gewinn/ Entlassungen bleibt. Aber wir sollten auch en klein wenig stolz sein auf gute Ergebnisse unserer Unternehmen.

warrenbuffet

Kommentar von profitlich am 1. Februar 2007 18:40

Wir reden hier nicht von der Bundesbank, sondern einem privatwirtschaftlichen Unternehmen. Ich wüsste jetzt keinen Grund, der mich ganz persönlich Stolz machen sollte auf die Deutsche Bank. Ich bin an den Leistungen dieses Unternehmens nicht beteiligt, weder als Arbeitnehmer noch als Aktionär. Okay, ich komme auch aus Deutschland, aber das ist doch nicht mein Verdienst.


waldmeister
beantwortet von waldmeister am 1. Februar 2007 17:56
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ich erwarte da irgendwie schon gar nix anderes mehr. egal welches grössere unternehmen, es geht doch immer nur darum "sich selber zu übertreffen", noch schnelleres u noch grösseres wachstum, gewinnmaximierung. alles unterliegt irgendwelchen zwängen möglichst schnell möglichst viel zu erwirtschaften. und alle müssen mitmachen um zu überleben. frage mich wo da die ECHTEN werte wie ausgeglichenheit, freiheit u menschlichkeit bleiben.


anonym
beantwortet von Kaktuspink am 2. Februar 2007 15:49
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Wenn Gewinne weiter maximiert werden sollen,dann entlässt man gutbezahlte Angestellte und stellt daraufhin wieder andere zu billigeren Konditionen ein.Eine garantierte Gewinnmaximierung.


anonym
beantwortet von einem Gast am 1. Februar 2007 15:18
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1)S. "Stefan Raab verdient 1000€ in 24 Min., Bank-Chef Ackermann braucht nur 20 Min. 34 Sek. Ist das gerecht?" vor 15 Tagen

2) S. "Sind 9,5 % mehr Lohn für Porsche-Mitarbeiter ok, wenn der Vorstandsvorsitzende W.W. 15 €-Mio. verdient" vor 13 Tagen.

Anwort damals: "Wenn der Vorstandsvorsitzende weniger verdient, wechselt er vielleicht zu Daimler. Wenn die Malocher bei Porsche statt dessen nur +8,5% mehr Lohn kriegen, können sie dennoch nicht zum Daimler wechseln - weil dort ist Einstellungsstopp. Alles richtet sich Angebot und Nachfrage und nicht nach der christlichen oder sozialistischen Soziallehre."


anonym
beantwortet von einem Gast am 1. Februar 2007 16:03
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Frage an Westi: Ist bei der "kaufmännischen Logik" nicht auch der "Kurs an der Börse" mitzuberücksichtigen? Vielleicht ist das doch ein Paar Schuhe und nicht - wie Westi unterstellt - zwei Paar verschiedene Schuhe


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