Frage von SebestLP2, 177

Deutsche Bahn wegen offensichtlichen "Betrug" verklagen?

Ich hatte vor kurzen einen "schönen" Brief von der Bahn erhalten.

Auf dem steht unter anderem: "Sie gaben an, auf einer Gerätestörung keine gültige Fahrkarte vorzuweisen zu können. Unsere Techniker stellten allerdings keine störung fest."

Das ist definitiv eine Falschaussage, jeden Tag nach der Arbeit stemple ich immer ab. Dort stehen zwei Automaten, bei den einen Leuchtet das Rote Licht, also geht bei dem nichts, da passiert wenn man eine Karte reinsteck gar nichts.

Der zweite Automtat funktioniert ansatzweise. (Es sieht so aus, als wäre der Stempelkissen halb ausgetrocknet, zumindest stempelt er nur halb.) Ich könnte auch kurz ein Bild machen.

Als ich z.B. heute noch nach der Arbeit beide Automaten überprüft habe, war dies immer noch so. Nur sind mittlerweile zwei Wochen vergangen.

Beide Automaten besitzen eindeutig EINE STÖRUNG.

Der Satz im Brief:"Unsere Techniker stellten allerdings keine störung fest." ist also eine glatte Lüge.

Der Automat funktionierte an dem Tag nicht gescheid, als ich kontrolliert wurde, und hatte jeden Tag bis heute auch immer noch nicht funktioniert.

Laut unserem guten Deutschen Gesetz ist dass ein glatter Betrug!

Ich überlege die Bahn deswegen anzuklagen, die können noch so einen guten Anwalt haben, ich habe den Brief aber schwarz auf weiß vor mir liegen, dass die DB hier nur versucht einen Auszubildenden abzuzocken.

Und sowas geht mal gar nicht!

Kennt sich mit sowas jemand aus?

Expertenantwort
von uni1234, Community-Experte für Recht, 67

Also zunächst einmal kannst Du die Deutsche Bahn selbst nicht anzeigen. Unternehmen können sich in Deutschland nicht strafbar machen. Nur natürliche Personen können sich strafbar machen. Wenn Du unbedingt jemand anzeigen möchtest, dann also z.B. die Person, die Dir den Brief geschrieben hat.

Aber auch dem Absender des Briefes wirst Du keinen Betrug vorwerfen können. Du wirst davon ausgehen müssen, dass der Absender zumindest davon ausging, dass die Techniker den AUtomaten überprüft haben. Damit liegt keine vorsätzliche Täuschugn vor.

Vielmehr solltest Du aufpassen, dass Du Dir nicht selbst eine Anzeige wegen Schwarzfahrens einfängst.

Kommentar von SebestLP2 ,

Ich habe bereits schon mit der DB telefoniert und auch schon eine "Fahrpreisnacherhebung Reklamierung" auf https://www.db-fahrpreisnacherhebung.de erstellt

Schwarzegefahren bin ich ja nicht, die Streifenkarte IST abgestempelt.

Es ist nur die Hälfte vom abstempeln zu sehen, was eigentlich nicht mein Problem, sondern das der Bahn ist.

Antwort
von kevin1905, 60

Ich überlege die Bahn deswegen anzuklagen

Wenn du kein Staatsanwalt bist, wird das schwierig, du kannst Strafanzeige stellen. Allerdings nur gegen eine natürliche Person. Die DBAG ist aber keine.

Kennt sich mit sowas jemand aus?

Wenn du behauptest ein Automat sei kaputt bist du für diese Positivbehauptung beweislastig.

Hast du ein Bild gemacht? Selbst die Bahn angerufen das Gerät xy am Sack ist?

Das Ticket selber hast du noch im Original? Hast dir Kopien angefertigt? Thermopapier ist so haltbar nicht.

Dann würde ich es auf einen Prozess ankommen lassen. Die Bahn klagt das erhöhte Entgelt nicht ein.

Antwort
von Schnoofy, 86

Du kannst also für jeden Außenstehenden eindeutig erkennbar beweisen, dass der Automat zum Zeitpunkt, an dem Du die Fahrkarte nicht  entwertest hast, nicht funktionierte?

Diesen Beweis müsstest Du bei einer Betrugsanzeige zumindest vorlegen können.

Kommentar von SebestLP2 ,

Ja, diese Fahrkarte bezitze ich auch noch, genauso wie die von den Tagen danach.

Kommentar von PatrickLassan ,

Inwiefern soll die Fahrkarte ein Bweis dafür sein, dass der Automat nicht funktioniert hat?

Antwort
von jimpo, 35

Die Bahn sitzt am längeren Hebel da die Techniker nachweisen können, daß die Automaten funktionieren.

Antwort
von Ruokanga, 70

Keine Lüge: " ... stellten keine Störung fest ... " heisst nicht, dass keine oder eine vorlag. Vielleicht schauten sie nicht richtig oder als sie testeten, ging es. Auch kann danach das Gerät wieder kaputt gegangen sein ... u.s.w. Der Satz sagt das aus was da steht, mehr nicht.

Kommentar von SebestLP2 ,

Das ist ja eben das Problem, ich fahre jeden Tag nach der Arbeit mit der Bahn nach hause.

Und der Automat hat sein dem vorfall ein einziges mal funktioniert.

Es kann nicht sein, dass der bei dem Zeitpunkt des überprüfen funktioniert hatte.

Die haben die Automaten sehr wahrscheinlich gar nicht erst überprüft!

Kommentar von Ruokanga ,

Dann hättest Du besser, unangreifbarer argumentieren können als Du erwischt wurdest. Wasserdicht dokumentieren hätte auch geholfen. Das klingt so zu vage. Ich wüsste, wie ich da herauskomme. Viel Glück!

Antwort
von Biberchen, 67

mach Fotos von der Störungsanzeige. Der Techniker war möglicher Weise Kaffee trinken statt zu überprüfen.

Kommentar von SebestLP2 ,

Habe ich morgen vor, und Fotos (Film) von dem zweite Automaten kann ich auch nich machen.

Kommentar von PatrickLassan ,
"Habe ich morgen vor, und Fotos (Film) von dem zweite Automaten kann ich auch nich [noch?]machen."

Das beweist nicht, dass der Automat auch früher schon defekt war.

Kommentar von ES1956 ,

Was soll das beweisen?

Kommentar von SebestLP2 ,

Dass ich keine unbewiesenen Behauptungen um mich werfe, sondern die Bahn falsche Aussagen abgibt.

Kommentar von Ruokanga ,

Informiere Dich vorher bitte, was Beweise sind. Sonst dokumentierst Du in's Blaue hinein. Wäre ich Dein Gegner, läge ich die selben "Beweise" vor.

Antwort
von ES1956, 45

Unbedingt klagen. Viel Spaß.

Kommentar von SebestLP2 ,

Wenn du meinst, dass man bei der Deutschen Bahn irgend etwas erreichen kann?

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