Frage von Frozzi, 51

Deutsch Hausaufgaben. Versteht ihr sie?

Und Zwar habe ich zu dem Text: »Mein Vater, glorreichen Andenkens,« sagte ein junger Wolf zu einem Fuchse, »das war ein rechter Held! Wie fürchterlich hat er sich nicht in der ganzen Gegend gemacht! Er hat über mehr als zweihundert Feinde, nach und nach, triumphiert, und ihre schwarze Seelen in das Reich des Verderbens gesandt. Was Wunder also, dass er endlich doch einem unterliegen musste!«

»So würde sich ein Leichenredner ausdrücken,« sagte der Fuchs, »der trockene Geschichtsschreiber aber würde hinzusetzen: die zweihundert Feinde, über die er, nach und nach, triumphiert, waren Schafe und Esel; und der eine Feind, dem er unterlag, war der erste Stier, den er sich anzufallen erkühnte.«.

Folgende Augabenstellung die ich nicht ganz verstehe 6. Welche heutigen Machthabern sollte man die Fabel Lessings zur Lektüre empfehlen? Geben sie Beispiele 7. Fassen sie Zusammen, welche Kritik am absolutistischen Herrscher die drei Fabeln jeweils üben. Untersuchen sie zudem, ob auch die Untertanen kritisiert werden und der Aufklärung bedürfen.

Könntet ihr mir das erklären und vielleicht ein Beispiel oder so geben blicke da wirklich nicht durch xD

Grüße, Michi

Antwort
von Seehodil, 27

Kim Jong Il, Nordkorea.

Es geht in der Fabel um jemanden, der sich unglaublich wichtig macht und sich als großmächtigen Herrscher darstellt. Am Ende aber ist er nur deswegen Herrscher, weil niemand ihn herausgefordert hat. Schafe gelten gemeinhin als Herdentiere, die sich nicht auflehnen. Esel als dumm. Der Stier hingegen ist Sinnbild für Kampfeslust und Stärke.

Kim Jong Il ist dafür bekannt, sich gegenüber seinem Volk, das er diktatorisch und mit drakonischen Maßnahmen unterjocht, als der größte und weise Führer der aktuellen Zeitepoche darzustellen, allenfalls durch seinen Vater, Kim Jong Un, erreicht. Von außen betrachtet ist er ein armer Wicht, den keiner so recht ernst zu nehmen vermag.

An den Schafen und Eseln, seinen Untertanen, die er einerseits mit seiner (relativen) Macht unterdrückt (im Vergleich zum Schaf ist der Fuchs durchaus mächtig), andererseits durch seine Propaganda für sich einnimmt (indem er offenkundig bewusst nach außen trägt, dass er unendlich viele Feinde besitzt und bezwingen konnte), geht das freilich vorbei.

Deswegen ist die Fabel Lessings auch eine Kritik an den Untertanen, allein dadurch, dass diese - wie gesagt - als Schafe, die alles Vorgesetzte einfach hinnehmen und akzeptieren, und Esel, die rein verstandesmäßig nicht in der Lage scheinen, sich aufzulehnen. bezeichnet werden.

Kommentar von Frozzi ,

Oh dankeschön :D Wenn du magst kannst du mir ja noch bei der Aufgabe helfen: Überprüfe ob die Fabel von Gotthold Ephraim Lessing "der Fuchs und der Rabe" aus der Aufklärung ist, anhand von Merkmalen. Also sowas wie. Habe mit dich deines eigenen Verstandes zu bedienen, ob und in welcher Form das zb vorhanden ist... Schon mal danke für die schnelle Antwort du hast meine Hausaufgaben zu morgen gerettet :D

Kommentar von Seehodil ,

Es ist selbstverständlich ein Text der Aufklärung. Das erkennst Du deutlich daran, wie die Untertanen dargestellt werden. Sowohl Schafe, die alles hinnehmen, als auch Esel, die zu "blöd" oder zu ungebildet sind, sich zu wehren, befinden sich aufgrund ihrer Eigenschaften in Unmündigkeit. Unmündigkeit insofern, als dass ihnen diese Eigenschaften verwehren, die Strategie des Herrschers, mit der sie unterjocht werden, zu verstehen bzw. zu erkennen, dass sie sich dagegen auflehnen können.

Mündigkeit würde ja bedeuten, zu erkennen, dass der Fuchs eigentlich gar nicht machtvoll ist und sich entsprechend zu verhalten.

Dass ein Auflehnen prinzipiell möglich und theoretisch sogar sehr einfach wäre, zeigt der Stier: Er ist der erste, der sich mündig verhält, indem er die Auseinandersetzung mit dem Herrscher sucht, weil er auf seine eigenen Fähigkeiten vertraut und selbstbewusst für seine Ziele einsteht. Obwohl er der erste Herausforderer ist, gelangt er direkt zum Erfolg. 

Antwort
von Dea98, 11

Also in der Fabel werden sowohl der Herrscher als auch die Untertanen kritisiert. Der Herrscher ist stolz und gibt mit seiner Macht an so wie der Wolf. Die Untertanen werden hier aber als Esel und Schafe bezeichnet d.h. dass der Herrscher nur ängstliche und dumme Menschen unterdrückt weil er sich nicht sonderlich anstrengen muss. Als der Wolf es aber mit dem Stier zu tun hat , verliert er denn dieser ist weder ängstlich noch unterwürfig. Der Herrscher wird hier als schwach dargestellt, der die Schwäche der anderen ausnutzt. Die Untertanen sind dumm , da sie sich unterdrücken lassen und nicht selbst ihre Vernunft benutzen. Bei der 1. Aufgabe musst du einfach nach Menschen suchen die Heutzutage genauso herrschen und aus der Fabel lernen könnten 

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