Frage von StacyWomen,

Deutsch Grammatik, ich brauche hilfe!

Und gleich noch eine Frage,also wir haben jetzt das Thema Grammatik und da Deutsch nicht so mein Ding ist, ich außerdem noch 3 andere Sprachen beherschen muss komme ich nicht ganz so gut mit. Also es geht um "Indikativ", "Konjuktiv1", "Konjuktiv 2", und die "würde umschreibung" Ohjee, der Konjuktiv 2 klingt ja manchmal voll veraltert zumbeispiel bei Lügen dann heißt es ja ich löge,. Aber warum in der Welt braucht man das? Und könnte mir mal jemand die Regel erklären wann man was benutzen kann/ soll ? Es würde mir so viel bringen, Dankeschön. Eure Stacy

Hilfreichste Antwort von Welling,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ich unterstelle, dass du die Formen bilden kannst. In der indirekten Rede nimmst du, wenn es eben geht, den K1. Er sagte mir, dass er heute ins kino gehe. Du kannst ihn immer nehmen, wenn sich der K1 vom Indikativ unterscheidet. (er geht ist indikativ, er gehe K1, also K1) Sind Indikativ und K1 gleich, nimmst du K2. Wir sagten ihnen, dass wir heute ins Kino gingen. (gehen - gehen, also gingen) Nun kann man statt des K2, wenn er sehr veraltet klingt, das ist deine Entscheidung, die "würde-Form " nehmen. Stilistisch gilt der K2 als hochsprachlicher als die "würde-Form". Aber die Grenzen sind fließend. Den K2 nimmst du noch in verstärkten Wunschsätzen: Wenn er doch käme. Also: So viel "würde" wie nötig, mehr nicht.

Antwort von Caro9,

Den Konjunktiv nutzt du, um zu zeigen, dass du jemanden zitierst, also nicht deine eigene Meinung wiedergibst. Du kannst damit Distanz zum Gesagten herstellen.

"Anja sagte, sie sei zur Schule gegangen." Du zitierst Anja, aber du bist dir nicht sicher, ob sie wirklich zur Schule gegangen ist.

"Anja sagte, dass sie zur Schule gegangen ist." Du zitierst Anja und du zweifelst nicht daran, dass es stimmt.

Antwort von verbosus,

Der Konjunktiv ist unglaublich praktisch, weil er prinzipiell Geschehen als NICHT wirklich darstellt. Konjunktiv 1 signalisiert in der Regel, dass etwas möglich ist, der Konjunktiv 2, dass etwas bloß vorgetellt (Tagträume, Rumspinnereien..), unwahrscheinlich oder nicht mehr erfüllbar ist . Der Konjunktiv ist prima geeignet, wenn ich Wünsche formuliere (er lebe hoch/hätte ich doch mehr Zeit/wärest du doch da gewesen), allgemeine Rezepte und Aufgaben angebe (man nehme 200g Butter/gegeben sei ein gleichseitiges Dreieck mit dem Flächeninhalt X..) und ganz wichtig: um nicht für die Weitergabe falscher Informationen belangt zu werden.... Tatsächlich ist genau das der Daseinszweck des Konjunktivs in der indirekten Rede: Er signalisiert, dass etwas angeblich (geschehen) sein soll, was mir selbst aber nur gesagt wurde; ich gebe die Info zwar weiter, garantiere aber für nichts. Wenn ein formaler Unterschied zwischen K1 und K2 besteht, drückt K2 in der indirekten Rede einen subjektiven (sprich: meinen ganz persönlichen) Zweifel an der Information aus. Generell gilt: Nach Verben des Sagens kann im dass-Satz auch der Indikativ stehen, wenn ich etwas als unumstößliche Tatsache darstellen will. Stlistisch eleganter ist natürlich der K1 OHNE dass: Er sagt, es sei gesund. "Er sagt, dass es gesund ist." drückt Zuversicht und Gewissheit (vielleicht auch Leichtgläubigkeit!!!) aus; "Er sagt, es wäre schädlich." zeigt, dass ich starke Zweifel an der Aussage habe und spart einen überflüssigen Kommentar wie "..., aber ich glaube das ja nicht." Darum solltest du immer den K1 verwenden, wenn du jemanden zitierst. Zitierst du mehrere Sätze, musst du nicht jedes Mal das einleitende "dass" wiederholen - konjunktivische Hauptsätze sind hier viel schöner, denn sie sind weniger schwerfällig und der Konjunktiv zeigt.ausreichend an, dass du gerade KEINE Tatsache bzw. jemandes Meinung zitierst. Tipp: Wunderschöne und elegante Konjunktive der indirekten Rede kannst du in seriösen Fernsehnachrichten zuhauf hören...

Antwort von syncopcgda,

Noch was zum Imperativ: "Vogel friss oder stirb" !!!

Antwort von syncopcgda,

Jaja, der Konjunktiv. Ich habe mal gelesen: Unsere Kanzlerin regiert mit Würde, nämlich indem sie immer sagt "Ich würde mir wünschen, dass... usw. Richtig wäre zu sagen "Ich wünschte mir, dass... Sie konstruiert also lieber mit dem Hilfskonjunktiv, der bei Sprachexperten verpönt ist. Andererseits ist es so, dass man heutzutage kaum noch formulieren kann: "Wenn ich ein Vöglein wär´,flög ich zu dir. Das verstünde (?) heute die jüngere Generation gar nicht mehr.

Kommentar von StacyWomen,

Oioi,diese Grammatik. Danke :)

Kommentar von nonentity,

Woher hast du das mit dem Hilfskonjunktiv, und wie kommst du zu der Behauptung, dass jener bei Sprachexperten verpönt sei?

Es gibt die Konjunktive 1 und 2, die beide ihre Berechtigung haben, nachzulesen unter diversen Links!

Kommentar von syncopcgda,

"Hilfskonjunktiv" ist kein Fachbegriff, Quelle ist ein Zeitungsartikel, bei dem es um Sprachliches ging. Dort wurde die Form mit "Würde" mit "Hilfskonjunktiv" tituliert. Ich habe das, weil es mir gefiel, in meinen Wortschatz aufgenommen. Dass die Experten diese Form ächten, habe ich auch mal irgendwo gelesen.

Antwort von waldmann59,

es müsste viel weniger glögt werden auf die weld,damana iss deitsch ähnfach, so isss das echtdes propplemm, wozuumuss ma 3 frmedsproche lehhree wenn ma so a huddel mit de eishcne sproch hat

Kommentar von StacyWomen,

eeeeh ja :D

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